Städtepartnerschaft

Ausgabe Nr. 2642

Auf Initiative der rumänischen Diaspora aus Durham im US-Staat North Carolina wurden Hermannstadt und Durham Partnerstädte. Hauptinitiator war Mihai Scurtu, der schon seit etlichen Jahren den internationalen Interpretationswettbewerb ,,Erich Bergel – Dorothy Kitchen“ in Heltau und Hermannstadt organisiert. Eine Delegation aus Hermannstadt unter der Leitung von Bürgermeisterin Astrid Fodor weilte vom 12. bis 17. September in Durham, um die Bereiche der Kooperation auszuloten. Unser Bild: Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor (links) und Durhams Bürgermeister Steven Schewel bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrags im Sitzungssaal des Stadtrats in Durham.

Foto: Mirela GLIGORE

Importiertes Trinkvergnügen

Neuntes Cibinfest findet auf dem Großen Ring statt

Ausgabe Nr.2642

Blick ins Zelt in einer ruhigen Minute: Man sitzt auf dem Tisch oder steht sogar darauf…                                                             Foto: Jan-Christian BREWER

Seit 2011 findet nun das Cibinfest jedes Jahr in Hermannstadt statt. Mehrere zigtausend Liter Bier wandern bei der Festivität regelmäßig über die Tresen und die Besucherzahl ist tendenziell ansteigend. Es ist eines von den mittlerweile unzähligen Oktoberfesten weltweit, die ein Kassenschlager sind und kommerzielles Trinkvergnügen mit einer traditionellen Vorgeschichte aus dem süddeutschen Bayern verbinden.Weiterlesen

,,Was uns im Heute und Jetzt verbindet“

Streiflichter vom 19. Hermannstädter Treffen in Dinkelsbühl

Ausgabe Nr. 2642

Ricky Dandel wie er leibt und lebt durften die Hermannstädter und ihre Gäste am Samstag Abend im Großen Schrannensaal erleben.
Foto: Beatrice UNGAR

,,Zwischen Vergangenheit und Zukunft stehen wir in der Gegenwart, im Hier und Jetzt, in einem symbolischen Haus, in dem unser Leben stattfindet.  Wir öffnen die Fenster und lassen die Erinnerungen herein.  Brauchen wir Erinnerungen? Sind sie notwendig oder sollten wir sie einfach ausschalten? Braucht ein Haus Fenster? Ja, denn dadurch kommt Licht in den Raum, es wird hell, doch es ist auch ein Schutz nötig, um den Raum vor Kälte und grellem Licht zu schützen.

So ist es auch mit den Erinnerungen. Wir sollten sie hereinlassen und zulassen in unserem  Leben. Denn ein Leben ohne Erinnern bedeutet Dunkelheit.“ Mit diesen Worten eröffnete Dagmar Zink, die Vorsitzende der Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt (HDH) das 19. Hermannstädter Treffen, das unter dem Motto ,,Hermannstadt – Fenster zur Vergangenheit – Tor zur Zukunft“ vom 13. bis 15. September d. J. in Dinkelsbühl stattgefunden hat. Weiterlesen

Von der Schwierigkeit, Außenseiter zu sein

Künstlerische und literarische Darstellungen vom 19. bis 21. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2642

Sidonia Bauer/Pascale Auraix-Jonchière (Hrsg.): Bohémiens und Marginalität. Künstlerische und literarische Darstellungen vom 19. bis 21. Jahrhundert. Frank&Timme-Verlag für wissenschaftliche Literatur Berlin, 508 Seiten, ISBN 978-3-7329-0499-0.

 

Als Bohémiens gelten heutzutage zumeist intellektuelle Randgruppen, welche nicht zuletzt durch ihre recht unbekümmerte Lebensweise auffallen. Bohéme steht zugleich für eine sozialgeschichtliche Kategorie, in der viele vom gradlinigen Strömungswind abgekommene Maler, Dichter, Literaten und andere Überlebenskünstler eine Art Unterschlupf fanden und noch immer finden. Gesellschaftliche Normen verursachen innerhalb dieser Szene gähnende Langeweile  und werden selbstverständlich abgelehnt. Banale Gepflogenheiten sind den Outlaws sowieso suspekt. Eigene Identitäten suchen und finden sie mit Hilfe praktizierter Individualität und einem oft genug stoisch gelebten Eigensinn. Weiterlesen

Akribisch dokumentiert

Buch über strombetriebenes Transportwesen

Ausgabe Nr. 2642

Die Buchpräsentation moderierte Verlagsleiter und DFDR-Geschäftsführer Benjamin Józsa, es sprachen Vizebürgermeisterin Corina Bokor, der Autor Marcel Stancu, der Bürgermeister von Rășinari Bogdan Bucur und der Vorsitzende des Siebenbürgenforums, Martin Bottesch (v. l. n. r.).
Foto: Fred NUSS

,,Welche Vorteile würde die elektrische Bahn bieten! Da ist vor allem der Junge Wald, dieses herrliche Schatzkästlein, welches die Natur unserer Hermannstadt vor die Tore gelegt hat, es würde erst durch die elektrische Bahn in seiner vollen Pracht aufgeschlossen werden. Tausende würden da im schattigen Eichenwald auf seinen lauschigen Plätzen und Wegen sich von der Woche oder des Tages Mühen ergehen und wieder erfrischen können“. Weiterlesen

Nicht nur für Neppendorfer

Bücher des Pädagogen Samuel Beer im Schiller-Verlag

Ausgabe Nr. 2642

Samuel Beer: Daheim in der Fremde. Die Geschichte der Familie Beer/Penonre aus Neppendorf Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn, 2018, 190 Seiten, ISBN 978-3-946954-37-8

,,Wo sind meine Wurzeln? Wieso haben meine Eltern eine Heimat in Siebenbürgen und eine Urheimat im Salzkammergut in Österreich? Warum sind meine Vorfahren aus Goisern nach Neppendorf gezogen?“ Er habe versucht ,,meinen Enkeln eine Antwort auf diese Fragen zu geben, denn jeder Mensch hat das Recht zu wissen, wer seine Ahnen sind“, schreibt Samuel Beer (Jahrgang 1934) in dem Vorwort zu dem Buch ,,Daheim in der Fremde. Die Geschichte der Familie Beer/Penonre aus Neppendorf“, das 2018 im Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen ist. Beide Bände wurden durch Unterstützung des Landes Kärnten gedruckt und liegen in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.Weiterlesen

Rumänien im Fokus

Tagung der Institute zur deutschen Kultur und Geschichte im östlichen Europa

Ausgabe Nr. 2642

Dr. Hans-Jakob Tebarth, der Leiter der Martin-Opitz Bibliothek (rechts) überreichte Konsul Hans Erich Tischler
ein Gastgeschenk.
Foto: Beatrice UNGAR

Was kann und soll eine Bibliothek für die sogenannten „digital natives“ sein? Kann diese im digitalen Zeitalter überhaupt etwas anbieten? Kann sie sich im Kampf mit den online Suchmaschinen behaupten? Mit diesen und anderen aktuellen themenspezifischen Fragen beschäftigten sich Vertreter von Bibliotheken und Archiven aus Deutschland, Ungarn, Polen und Rumänien zwischen dem 16. und dem 19. September im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen.    Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2642

Hermannstädter Gespräche; Singschule für Kinder; Kennenlernen der Natur; Cibinfestbis Sonntag; Parkplätze für Reisebusse; Stadtmauer wird saniert; Kindergartentickets; Neue Kinderkrippe; Einladung ins Bischofspalais; Eröffnungsgottesdienst; Limburger Domchor gastiert in Hermannstadt; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen

,,Maßhalten ist das Wesentliche“

Das Internationale George Enescu-Festival gastierte in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2641

50 Jahre danach: Die berühmte und beliebte Pianistin Elisabeth Leonskaja nahm sich trotz vollem Terminkalender nach ihrem Rezital am 9. September im Thalia-Saal in Hermannstadt Zeit für eine Autogrammstunde und freute sich sichtlich vor allem über die Übergabe einer Kopie des HZ-Beitrags über ihr Konzert 1969 in Hermannstadt durch die HZ-Chefredakteurin.   
Foto: Ovidiu MATIU

,,Maßhalten bei all dem überschäumenden Temperament ist das Wesentliche, was die junge Künstlerin Elisabeta Leonskaja kennzeichnet. Dies öffnet ihr die Pforten zu vollendeter Kunst, zu vollendetem musikalischen Schaffen“, schrieb der Hermannstädter Pianist Peter Szaunig (1933-2015) in einer Konzertchronik, die in der Hermannstädter ZeitungNr. 58 vom 21. Februar 1969 veröffentlicht worden. Es handelte sich um ein Konzert, das die damals 24-jährige Pianistin Elisabeth Leonskaja am 11. Februar 1969 in Hermannstadt bestritten hat. Weiterlesen