„Ein wandelndes Lexikon“

Ausgabe Nr. 2354
 >

Gernot Nussbächer in Kronstadt geehrt

  Das „Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst“ überreichte am Dienstag der Österreichische Botschafter Michael Schwarzinger dem Kronstädter Historiker Gernot Nussbächer.  Die Laudatio hielt die in Berlin lebende Autorin und Fotografin Christel Wollmann-Fiedler, die auch diesbezüglich ein Schreiben an den Österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer gerichtet hatte, aus dem wir im Folgenden zitieren:

  „Nur wenige sind geblieben, halten die Stellung, halten  unermüdlich zu ihrer Evangelischen Kirche, dem Halte- und Bindeglied. Einer ist geblieben, hat allen Verlockungen widerstanden, hält in Kronstadt zu seiner Geburtsstadt, zu seiner Kirche, zu seiner achthundertjährigen Einwanderungsgeschichte.

Weiterlesen→

Es bleibt spannend

Ausgabe Nr. 2354
 >

20 Jahre Astra Film Festival in Hermannstadt

 

 

Wir schreiben das Jahr 1993. Es ist das Jahr der Bergbauarbeiterproteste, der interethnischen Konflikte und einer rasenden Inflation. Computer sind eine Rarität, Internet gibt es noch keines und die Telefonverbindung mit dem Ausland bricht oft ab. In diesem Jahr erblickt in Hermannstadt ein neuartiges Festival das Licht der Welt. Heute, 20 Jahre später ist das Astra Film Festival für Dokumentarfilm aus dem kulturellen Herbstprogramm Hermannstadts nicht mehr wegzudenken. Es ist zusammen mit dem Transilvania International Film Festival, kurz TIFF, aus Klausenburg eines der wichtigsten Filmfestivals in Rumänien.Weiterlesen→

Aus dem Liedgut nicht wegzudenken

Ausgabe Nr. 2353
 >

Carl Martin Römer und Hermann Kirchner in Mediasch geehrt

„Äm Hontertsträoch, äm Hontertsträoch, dī bläht gor hīsch äm Moa, do sång en klinzich Vijjelchen en Lied vu Läw uch Troå.“ Es ist eines der bekanntesten siebenbürgisch-sächsischen Lieder, das  weltweiten Ruhm erlangte. Am Montag, dem 7. Oktober, wurde in Mediasch zu Ehren des Autors Carl Martin Römer und des Komponisten Hermann Kirchner eine Gedenkplakette enthüllt.

Weiterlesen→

„Comeback“ eines Hermannstädters

Ausgabe Nr. 2353
 >

Zum dritten Band  der Trilogie von Ernst Gerhard Seidner „Im wilden Osten“

Im ersten Band der Trilogie „Gottfried und der dritte Soldat“, -hora Verlag 2003, setzt sich Ernst Seidner mit seiner Kindheit und dem Zusammentreffen mit russischen Soldaten, seiner Schulzeit, dann Technikerausbildung, Theologiestudium und zum Schluss Fernstudium zum Diplom-Sportlehrer, auseinander. Es folgen Lehrertätigkeit in Hermannstadt und Mediasch. 1977 Fluchtversuch, Inhaftierung, Hungerstreik, und die erzwungene Ausreise, ohne Frau und Kinder.

Weiterlesen→

Ein schreibender Arzt

Ausgabe Nr. 2353
 >

Zum Buch „Spätes Debüt" von Virgil Enătescu

Virgil Enătescu ist Arzt. Und Schriftsteller. Das scheinbar Gegensätzliche ist so gegensätzlich nicht, wenn wir bedenken, dass es eigentlich bei beiden Beschäftigungen buchstäblich um Leben und Tod geht. Was braucht der Mensch zum Leben, was wird ihm gefährlich, was geht in ihm vor, was bleibt nach seinem Ableben?

Weiterlesen→

Erinnerungen an Georg Hoprich

Ausgabe Nr. 2353
 >

Veranstaltungsreihe „Hermann’s literarisches Stadtcafé“ wird fortgestezt

Die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) hat die erste Veranstaltung der Reihe „Hermann’s literarisches Stadtcafé“ dieses Jahr dem Thalheimer Dichter Georg Hoprich gewidmet. Anlässlich der 75 Jahre seit seiner Geburt wurde an der Evangelischen Kirche Thalheim/Daia am Samstag eine Gedenktafel enthüllt.

Anreiz für eine solche Gedenktafel gab einst der Rostocker Pfarrer Jens Langer, der seit langem ein Liebhaber von Hoprichs Dichtung ist. Sein Brief „Frische Erinnerung an einen Sohn des Dorfes“ wurde während der Gedenkfeier von Inge Wittstock verlesen. Bei der Umsetzung seiner Idee wurde Langer tatkräftig von Joachim Wittstock unterstützt – ohne ihn sowie einige andere wäre das Vorhaben nicht zu verwirklichen gewesen. In der kurzen Andacht und den folgenden persönlichen Ansprachen wurde näher darauf eingegangen, wer Georg Hoprich eigentlich war. Er stammte aus recht bescheidenen Verhältnissen; wuchs als Sohn einer Bauernfamilie in Thalheim auf. Nach dem Abitur, das er in Hermannstadt absolvierte, trieb es ihn nach Bukarest, um dort Germanistik zu studieren. Kurz vor dem Abschluss seines Studiums wurde Hoprich jedoch verhaftet, angeblich wegen seiner politischen Einstellung, und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Nach einer vorzeitigen Entlassung konnte er dann sein Staatsexamen noch nachholen. Jedoch durfte er nie als Lehrer arbeiten, so wie es sein großer Wunsch gewesen wäre.Weiterlesen→

Eintracht in Vielfalt

Ausgabe Nr. 2352
 >

Band 28/29 der Kärnten Dokumentation vorgestellt

 

Seit 1990 hat es sich das Volksgruppenbüro beim Amt der Kärntner Landesregierung zur Aufgabe gemacht, in Sachen nationale Minderheiten sozusagen über den Tellerrand von Kärnten und Österreich hinüberzuschauen zu anderen Volksgruppen in Europa. So veranstaltet das Amt jährlich den Europäischen Volksgruppenkongress. Die dort gehaltenen Beiträge werden in der Reihe „Kärnten Dokumentation" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Weiterlesen→

Wunderschöne Momente

Ausgabe Nr. 2351
 >

Offene Probe am Radu Stanca-Nationaltheater

 

Caspar Gorvin lebt in Berlin und hat vor kurzem seine zweite Reise durch Siebenbürgen  und das Banat beendet, um die Heimat seiner Eltern kennenzulernen. Sein Vater (Karl-Egon Glückselig / Gorvin, 1912-1991) war von 1934 bis 1937 Dirigent und künstlerischer  Leiter des Deutschen Landestheaters in Hermannstadt, seine Mutter war dort Tänzerin. 1938 sind seine Eltern nach Deutschland gegangen, wo seine Geschwister und er geboren wurden. Gorvin sagt: „Aus bekannten Gründen sind wir nach dem Krieg nie in Rumänien gewesen, so dass ich erst jetzt dieses schöne Land kennenlerne".

Am Freitag besuchte er eine Offene Probe am Radu Stanca-Nationaltheater und berichtet für die Hermannstädter Zeitung davon:

 Weiterlesen→

Im Mittelpunkt steht der Schritt

Ausgabe Nr. 2350
 >

„Mozart Steps“ leitet die neue Spielzeit im Radu Stanca-Nationaltheater ein

 

Ein Schritt ist nicht gleich ein Schritt. Was ein Schritt im Tanztheater bedeutet, konnte man am Donnerstag und Freitag bei der Vorpremiere und Premiere des Stückes „Mozart Steps“ von Gigi Căciuleanu erleben.

Gigi Căciuleanu ist ein rumänischer in Frankreich lebender Tänzer und Choreograph, der in Hermannstadt 2011 mit dem Nationalballett von Chile „Noce Bach" vorstellte und 2012 beim Theaterfestival mit „Carmina Burana“ zu Gast war.

Weiterlesen→

Endzeit ohne Schlussstrich

Ausgabe Nr. 2349
 >

Der siebenbürgische Schriftsteller Eginald Schlattner wird heute 80

Vor Jahren hat er in seinem Rechenschaftsbericht als Gefängnispfarrer der Evangelischen Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien einen Schlussstrich gezogen: „Mit der Großschriftstellerei ist es vorbei.“ Der am 13. September 1933 in Arad geborene und in Fogarasch aufgewachsene Eginald Norbert Felix Schlattner ist inkonsequent geblieben. 2009 beteiligt er sich mit einer Erzählung an einem kulturgeschichtlichen Band (Gerda Ziegler, „Geschichtliches und Kunstgeschichtliches zu Birthälm", Hermannstadt 2009). 2012 gab die Berliner Literaturwissenschaftlerin Michaela Nowotnick in zwei Bänden lange Zeit verschollene Manuskripte Schlattners heraus, die größtenteils vor seiner Verhaftung 1957 entstanden waren. Zu Pfingsten 2013 teilte der in Rothberg bei Hermannstadt lebende  Romancier inoffiziell mit, er habe seinem Verlag Zsolnay in Wien  20 Kapitel auf 699 Schreibmaschinenseiten angeboten, und zwar in einer bereits gekürzten Zweitfassung: „Die 7 Sommer meiner Mutter. Ersonnene Chronik“ (2010-2013).

Weiterlesen→

Zuschauer als Teil einer Collage

Ausgabe Nr. 2349
 >

Aufführung des Deutschen Jugendforums Kronstadt im Gong-Theater

Die Theatergruppe „ImPuls“ des Deutschen Jugendforums Kronstadt gastierte am Samstag, dem 7. September, im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche in Hermannstadt. Diese Zusammenarbeit wurde insbesondere durch die Bemühungen von Paul Binder, dem Vorsitzenden des Jugendforums Kronstadt, und Winfried Ziegler, dem Kulturreferenten des Zentrumsforums Hermannstadt ermöglicht.

Weiterlesen→

Gespräche für Unterwegs

Ausgabe Nr. 2348
 >

Audiowanderweg von Seligstadt nach Bekokten

 

Das Projekt „Audiowanderweg von Seligstadt nach Bekokten“ wurde durch das Institut für Auslandsbeziehungen e.V., kurz ifa, und das Jugendzentrum Seligstadt ermöglicht. Die Idee für die akustische Lerntour ist zurückzuführen auf die, vom ifa entsandte, Kulturmanagerin Anne Wiebelitz und ihrer besten Freundin Antonia Schwarzmeier, welche gemeinsam ein Jahr in Siebenbürgen verbrachten. Seit September letzten Jahres arbeiteten die beiden, neben anderen Projekten wie beispielsweise der Installation einer Kletterwand in Fogarasch, an ihrem Konzept. In der vergangenen Woche, am Mittwoch den 28. August, stellten sie das Resultat ihrer Arbeit dem Publikum bei der Eröffnungsveranstaltung vor.

Weiterlesen→