Ein Mozart-Krimi

Ausgabe Nr. 2383
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Vorpremiere mit Amadeus" in Hermannstadt

 

Ein Wagnis ist es schon, Peter Shaffers Stück Amadeus" aufzuführen, nachdem 1984, also vor genau 30 Jahren, der gleichnamige Spielfilm in der Regie von Milos Forman für Furore und volle Kino-Kassen gesorgt hatte. Regisseur Gavriil Pinte beweist mit seiner Inszenierung an der deutschen Abteilung am Radu Stanca-Nationaltheater, die am Dienstag zum Spielzeitende Vorpremiere hatte, wie facettenreich dieses Stück sein kann. Die Uraufführung des Spielfilms hatte am 26. Oktober 1984 stattgefunden. Die Premiere der neuen Inszenierung ist für den Oktober d. J. geplant.

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Konzerte der Extraklasse

Ausgabe Nr. 2383
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Die erste Auflage des Internationalen Musikfestivals Hermannstadt – ein Erfolg

 

„Wenn es überhaupt Perfektion gibt, dann ist dies Perfektion gewesen“. So kommentierte ein begeisterter Zuschauer und Kenner klassischer Musik das Konzert des Borodin Quartetts aus Russland. Zum ersten Mal besuchten die vier Musiker Rumänien und Hermannstadt, wo sie im Rahmen des Internationalen Musikfestivals, das zwischen dem 24. und 31. Mai stattfand, auftraten. Große Namen der Musikszene waren zu hören und zu sehen und der Eintritt zu allen Konzerten war kostenlos. Organisiert wurde das Festival, das heuer zum ersten Mal stattfand, von der Rumänischen Stiftung für Exzellenz in Musik, unter Initiative des rumänischen Dirigenten Christian Badea.

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Winterschlaf in Kappadokien

Ausgabe Nr. 2382
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Streiflichter vom Filmfestival in Cannes / Von Claus REHNIG

 

Ein qualitativ recht akzeptables Festival,  das letzte Jahr von Festivalpräsident Gilles Jacob, der die Geschicke von Cannes seit über 38 Jahren leitete, wenn auch der Délégué Général Thierry Frémaux seit 2002 das Festival etwas modernisierte. Einige Tage sprach man nur über Abel Ferrara's Opus über den früheren Weltbankpräsidenten DSK „Welcome to New York“ mit Gérard Depardieu und Jacqueline Bisset, der in einem Kino außerhalb des Festivals lief, weil er opera non grata war und dann war er schnell vergessen, weil er so gut nun auch nicht war.

 

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Schuld und Sühne in Boston und Salem

Ausgabe Nr. 2381
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Zum 150. Todestag des amerikanischen Schriftstellers Nathaniel Hawthorne 

 

Hawthorne (1804-1864) ist leider weniger bekannt als sein berühmter Zeitgenosse und Freund Herman Melville (der ihm seinen „Moby Dick“ gewidmet hat). Dabei gehören Hawthornes Romane „Der scharlachrote Buchstabe“ und „Das Haus mit den sieben Giebeln“ zu den wichtigsten der amerikanischen Literatur in der Mitte des 19. Jahrhunderts – Zu seinem 150.Todestag und dem 210.Geburtsjahr erschienen gerade eine Neuübersetzung des ersten (beim Hanser-Verlag, München) und eine Neuauflage des zweiten Romans (im Manesse-Verlag, Zürich).

 

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„Überaus freundliche Künstlerseele“

Ausgabe Nr. 2381
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Trude Schullerus (1889-1981) zum 125. Geburtstag

 

Über Trude Schullerus, die bekannte und beliebte Hermannstädter Malerin und Grafikerin, deren 125. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, ist schon viel geschrieben worden. Das Publikum fand von Anbeginn Gefallen an ihren Werken, und Kunstkritiker und -chronisten verfassten wohlwollende oder begeisterte Besprechungen ihrer Ausstellungen. Später, als sie zu den Hermannstädter „Altmeistern“ zählte, würdigte sie ihre einstige Schülerin Juliana Fabritius-Dancu mit zwei Monographien (Meridiane Verlag, Bukarest 1970, Kriterion Verlag Bukarest 1974). 2005 veröffentlichte der Hermannstädter Hora Verlag, in Kooperation mit dem Arbeitskreis für siebenbürgische Landeskunde (Heidelberg), einen umfassenden Bildband, der das Leben und Werk von Trude Schullerus aus verschiedenen Gesichtspunkten beleuchtet, ein Werk, dessen Herausgeber die beiden Neffen der Künstlerin, Andreas und Gerhard Möckel, sind.

 

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Auf Schnuppertour

Ausgabe Nr. 2381
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Streiflichter von der Nacht und dem Internationalen Tag der Museen

 

Mehr als 20.000 Hermannstädter und Gäste aus dem In- und Ausland nahmen am Wochenende die Gelegenheit wahr, die Museen der Stadt in der Langen Nacht der Museen und am Internationalen Tag der Museen kostenlos zu besichtigen. Größere und kleinere Einrichtungen profitierten davon, auch wenn es in diesem Jahr weniger Besucher waren. Das Brukenthalmuseum zählte in der Museumsnacht 8.555 Besucher, am Sonntag, dem Internationalen Museumstag 8.901. Das ASTRA-Museum veranstaltete erstmals für Interessenten eine Rundfahrt zu Museen im Kreis Hermannstadt. Im Folgenden finden Sie Näheres zu den Veranstaltungen.

 

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„Es war paradox und absurd“

Ausgabe Nr. 2381
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Gespräch mit Gerhard Konnerth über das Hochschulwesen in Hermannstadt

 

Die Lucian Blaga-Universität feierte in der vergangenen Woche 45 Jahre kontinuierliches Hochschulwesen in Hermannstadt". Als Stichtag des Jubiläums nannten die Veranstalter  den 15. Juni 1969, als in Hermannstadt eine Fakultät für Philologie und Geschichte als Außenstelle der Klausenburger Babeș-Bolyai-Universität gegründet wurde. Zu den damaligen Begebenheiten und dem turbulenten Werdegang der Hermannstädter Hochschuleinrichtung gewährte Prof. Dr. Gerhard Konnerth, der 1971 an den Germanistik-Lehrstuhl in Hermannstadt kam, der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r folgendes Interview.Weiterlesen

Eindringliche Bilder

Ausgabe Nr. 2380
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Zur Premiere von „Ödipus“ nach Sophokles

 

Silviu Purcărete hat es wieder geschafft. Ihm ist ein grandioses Meisterwerk gelungen. „Ödipus“ nach Sophokles wurde von der rumänischen Abteilung des Radu Stanca- Nationatheaters in Szene gesetzt und feierte am Donnerstag, dem 8. Mai, seine Premiere. Das Stück wird noch am 22. Mai, um 19 Uhr und während des Internationalen Theaterfestivals, das zwischen dem 6. und 15. Juni in Hermannstadt stattfindet, gezeigt.

 

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Bunraku-Puppen waren die Stars

Ausgabe Nr. 2379
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Deutsche Premiere am Hermannstädter Gong-Theater

 

„Da Yang und die Prinzessin Da Yin“ heißt die neueste Premiere am Gong Kinder- und Jugendtheater, die am Mittwoch, dem 30.  April, in deutscher Sprache im Rahmen des Kulturprojekts „PIT – Puppets in Theatre – European Days of Puppetry“ gezeigt wurde. Regie führte Eva Labadi Megyes vom Merlin-Theater in Temeswar, die das Stück schon einmal 1995 in Temeswar in rumänischer Sprache inszeniert hat. „Da Yang und die Prinzessin Da Yin“ ist laut Programmheft eine orientalische Geschichte über Liebe, Tapferkeit und Aufopferung.

 

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Sprachlos vor Bewunderung und Begeisterung

Ausgabe Nr. 2379
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US-amerikanischer Wartburg Chor gastierte in Hermannstadt und Mediasch

 

Singend beten. Der Wartburg Choir bestätigte mit seinem einzigartigen und qualifizierten Auftritt in Hermannstadt am Samstag nach Ostern erneut, dass dies möglich ist. Jede Sekunde des außergewöhnlichen Konzerts in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche war ein bereichernder musikalischer und spiritueller Genuß.

Das Konzert bildete den Auftakt der diesjährigen internationalen Tournee des Klangkörpers, der 1937 von Dr. Edwin Liemohn am Wartburg College der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika gegründet worden ist. Nach einem viel beachteten Konzert in der Mediascher Margarethenkirche setzte der Chor seine Tournee mit Konzerten in Budapest, Modra/Slowakei, Venedig, Cascia und Mailand sowie in Stuttgart, Öhringen, Neuendettelsau und Colmar/Frankreich fort. Die beiden letzten Konzerte in Deutschland bieten die Sängerinnen und Sänger in Eisenach. Am 17. Mai im Festsaal der Wartburg und am 18. Mai in der Nikolaikirche. Zum Abschluss der Tournee treten sie dann am 19. Mai in der Armenischen Kirche in Istanbul auf.

Beatrice UNGAR

 

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