Handverlesene Musiker, lebendige Konzerte

Ausgabe Nr. 2333
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Nachlese zum diesjährigen Internationalen Hermannstädter Jazzfestival

Wie alt ist denn nun das Hermannstädter Jazzfestival? Auf keinen Fall 43, wie das fälschlicherweise in der letzten Ausgabe der Hermannstädter Zeitung zu lesen war. Zählt man ab 1974, als erstmals das Landesfestival für Jazzmusik in Hermannstadt stattgefunden hat, war es in diesem Jahr wohl die 40. Auflage. Rechnet man erst 1977, als beim Hermannstädter Jazzfestival erstmals Jazzmusiker aus dem Ausland teilnahmen, war es nur" die 37. Auflage.

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Die Absurdität der Mittelmäßigkeit

Ausgabe Nr. 2333
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Eine Lesung mit Ilse Hehn im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt

„Ich bin kein Opfer“, sagte Ilse Hehn als sie am Samstag im Erasmus-Büchercafé, ihr neuestes Werk  vorstellte.  In „Irrlichter. Kopfpolizei Securitate“ verarbeitet  die Dichterin ihre persönliche Sichtweise auf ein zusammengebrochenes Regime, welches versuchte, das Wort in Ketten zu legen.

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Pressefotografie als Kunst

Ausgabe Nr. 2333
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Fünfte Auflage der Fotoausstellung „Focus Sibiu“

„Es ist ein Gewinn für Hermannstadt, dass wir einen Fotografen haben, der sich mit etwas beschäftigt, was unüblich für Kunstfotografen ist: Er macht aus Pressefotografie Kunst”. Klaus Johannis folgte der Einladung des Pressefotografen Sebastian Marcovici und sprach zur Eröffnung der Ausstellung „Focus Sibiu“, die am Donnerstag, dem 16. Mai, im Innenhof des Rathauses am Großen Ring stattfand. 

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Stille Zeugen erzählen

Ausgabe Nr. 2332
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Erzählband von Joachim Wittstock im hora Verlag

 

Eine Zeitreise in die Hermannstädter Vergangenheit – klingt spannend, aber nach Science-Fiction-Literatur!? Sicherlich – was aber, wenn der Weg zurück nicht nur Fiktion wäre. Was würden wir die Menschen, welche die Häuser, die heute noch das Stadtbild prägen, einst mit Leben füllten nicht alles fragen? Leider ist uns der direkte Weg in frühere Zeiten versperrt. Was uns aber bleibt, sind die Gebäude, die stillen Zeugen der Vergangenheit, die uns sicherlich auch so einiges über die Schicksale ihrer Bewohner zu berichten hätten, wenn sie es denn könnten.

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Mit dem Jazz geht es weiter

Das Hermannstädter Internationale Jazzfestival erlebt seine 43. Auflage

 Das älteste Jazzfestival Rumäniens, Sibiu Jazz, begann am Sonntag mit einem Auftritt der Berliner Bigband „Drum Kitchen“, Montag und Dienstag hat der Studentenwettbewerb stattgefunden, seit Mittwoch konzertieren etablierte Musiker. Ab heute finden die Konzerte im Thaliasaal statt, bisher mussten Zuschauer und Musiker mit dem viel kleineren Saal im Gong-Theater auskommen.

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Entführung in fremde Welten

Ausgabe Nr. 2331
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Carl Loewes Balladen und Lieder im Spiegelsaal des Deutschen Forums

 

Es ist die Sehnsucht nach unbekannten Gefühlswelten, welche die Romantiker im 19. Jahrhundert antrieb und letztlich den Anstoß gab, eine neue Epoche zu begründen, deren Schwerpunkt nunmehr auf einer geheimnisvollen, mythischen Gegenwelt lag. Wer sich auch heute noch gerne ins Reich der Träume, der Fantasie und Geschichten entführen lässt, war am Abend des 7. Mai im  Deutschen Forum genau richtig. Im Spiegelsaal konnten Träumer und Geschichtenliebhaber aller Art gemeinsam mit der Organistin Ursula Phillippi (Klavier) und den beiden Sängerinnen Melinda Samson (Sopran) und Elisa Gunesch (Mezzosopran) für etwa eine Stunde in die musikalische Welt der Balladen und Lieder des deutschen Komponisten Carl Loewe (1796-1969) eintauchen und im Geiste der Romantik dem tristen Alltagseinerlei entfliehen.

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Ständchen an vier Orgeln

Ausgabe Nr. 2331
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Orgelbauer Ferdinand Stemmer wurde 65

 

Gleich vier ehrwürdige Damen ertönten zu Ehren des Jubilars Ferdinand Stemmer zum Abschluss des Sonderkonzerts in der Schwarzen Kirche in Kronstadt am Samstag, den 27. April. Bei den Damen" handelte es sich um Orgeln, die als Königinnen der Instrumente gelten. Aber da jede ihre ganz eigene Stimmlage besitzt, konnten nicht alle vier auf einmal erklingen, um das Gehör der Anwesenden nicht zu strapazieren. Eine kleine Kostprobe gab es trotdzem, mit Vorwarnung allerdings, ausgesprochen von Steffen Schlandt, dem Organisten der Honterusgemeinde Kronstadt.

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(Rumänien)Deutsche Lebensgeschichte(n)

Ausgabe Nr. 2330
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Dagmar Dusils Erzählband „Wie die Jahre verletzen“

Den meisten Lesern dürfte Dagmar Dusil vor allem als Autorin des immer wieder neu aufgelegten Werkes „Blick zurück durchs Küchenfenster“ (2001) bekannt sein – eine glücklich-nostalgische Mischung aus Koch- und Erinnerungsbuch, das demnächst auch in rumänischer Übersetzung (Curtea Veche, Bukarest) erscheinen wird. Diesem Titel folgte 2006 ein weiteres Buch in etwa nach dem gleichen „Rezept“ („Reisegeschichten mit Gaumenfreuden“, Betty Strobel, Eurasisches Magazin) mit dem schönen Titel „Kulinarisches Heim- und Fernweh“ (Johannis Reeg Verlag, Bamberg). 2012 schließlich veröffentlichte die gebürtige Hermannstädterin gleich zwei neue Bücher – „Hermannstädter Miniaturen“ sowie den Prosaband „Wie die Jahre verletzen“ (beide desgleichen bei Johannis Reeg).

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Einmaliges Erlebnis

Ausgabe Nr. 2330
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Kammermusik mit „Sine Nomine" im Spiegelsaal

Der bekannte Musikkritiker und langjährige Feuilletonist der Süddeutschen Zeitung, Joachim Kaiser, sagte: „Vor Franz Schuberts Streichquintett in C-Dur verneigen sich alle Menschen, denen Musik, Kammermusik gar, etwas bedeutet, glücklich bewundernd – oder sie schwärmen. Das Werk nimmt einen singulären Platz in Schuberts Schaffen, ja gar in der Musikliteratur ein. Es ist rätselhaft, und es ist vollendet … Mit Worten kann kein Mensch das tönende Mysterium dieses Werkes völlig enträtseln oder auf Begriffe bringen.“

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