Der Dirigent machte es spannend

Ausgabe Nr. 2365
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Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie im Thaliasaal

 

Die letzten Akkorde des berühmten Strauss-Walzers „An der schönen blauen Donau" klingen noch im Raum nach, das Publikum im Thaliasaal zollt am Samstagabend begeisterten Beifall. Der Dirigent verlässt die Bühne, der Beifall hält an. Als er wieder erscheint, ebbt der Beifall ab, die Musikliebhaber erwarten eine Zugabe. Der Dirigent macht Anstalten, erneut in den Kulissen zu verschwinden, das Publikum ist verwirrt. Nun fragt der Dirigent tatsächlich. „Wollen Sie noch etwas hören oder nicht?" Prompt klatschen alle erneut, der Dirigent nimmt seinen Platz vor dem Orchester ein und lässt dieses den Schlussakkord erneut spielen. Schließlich gab es dann doch noch eine Zugabe und zwar die Ouvertüre von Offenbachs Orpheus in der Unterwelt", das Publikum darf mitklatschen, alle sind zufrieden. Aber trotz anschließendem Stehapplaus gibt es keine weitere Zugabe. Das war nämlich der zweite Abend mit dem Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie und die Instrumentalisten sind müde.

 

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Wie aus Franzosen Schwaben wurden

Ausgabe Nr. 2364
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Zum Buch Franzosen im Banat, Banater in Frankreich" von Smaranda Vultur

Die Geschichte der im Banat angesiedelten Franzosen beginnt im Kaiserreich der Habsburger um 1750. Der Elsass, Lothringen und Luxemburg waren an die Habsburger gefallen. Im Zuge der Habsburgischen Kolonisierungspolitik wurden französische Bürger aus den genannten Ländern – um das zahlenmäßige Verhältnis der Ethnien zugunsten der Deutschen zu verbessern –  im Banat angesiedelt. Sie wurden zu Schwaben  französischer Herkunft. Außerdem führte diese Deportation zum Erstarken der „deutschen“ Ethnie und somit der Macht der Habsburger im Banat. Die meisten Kolonisten sprachen auch in der Familie Schwäbisch, später‚ nach  1867, Ungarisch.

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Angst als Bindemittel

Ausgabe Nr. 2364
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 Ioana Crăciunescu spielt Monolog von Matei Vișniec

 

Die Angst ist ein primäres Gefühl, das wie ein wildes Tier auftaucht und jedes Gewebe angreifen kann, sei es ein soziales oder ein organisches“, sagt die Schauspielerin Ioana Crăciunescu, die am 20. Dezember im Studiosaal im Gewerkschaftskulturhaus den Monolog Sufleorul fricii“ (Der Souffleur der Angst) von Matei Vişniec aufgeführt hat.

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Schwärmen von Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2350
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Ein Tag beim ersten Transylvanian Book Festival

 

Und die Engländer! Sie waren  voller Liebe für ihr Land und fuhren doch gern so weit wie möglich davon weg", sinniert der Polarforscher John Franklin, die Hauptfigur in Sten Nadolnys Roman Die Entdeckung der Langsamkeit".

 

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Eine magische Show

Ausgabe Nr. 2362
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Internationale Beteiligung am sechsten Magiefestival

Hokus Pokus Fidibus…und…weg ist die Blume, verschwunden, in Luft aufgelöst. Wie hat er das gemacht? Die ganze vergangene Woche war magisch und zauberhaft. Am Gong Kinder- und Jugendtheater jedenfalls, denn hier fand die sechste Ausgabe des Internationalen Magiefestivals unter dem Titel „MagicArtFest“ statt. Es ist das erste Mal, dass das Festival fünf Tage gedauert hat. Im vergangenen Jahr fand es noch an einem Wochenende statt. Täglich gab es drei Shows zu sehen, morgens eine Show für Kinder und am Abend zwei Shows für Erwachsene.

 

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Wann ist der Mann ein Mann?

Ausgabe Nr. 2362
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„Panik“ ist das neueste Stück am Radu Stanca-Nationaltheater

 

Ein Graphic Designer, ein Ingenieur und ein Fernsehjournalist. Was die drei Männer verbindet? Eine alte Freundschaft. Leo weiß, dass er sich auf Max verlassen kann, wenn er Hilfe braucht. Darum nimmt Max Leo auf, als dieser betrunken in seine Wohnung platzt und seinen besten Freund um Hilfe bittet. „Panik. Männer am Rande des Zusammenbruchs“ heißt das neueste Theaterstück der deutschen Abteilung des Radu-Stanca-Theaters in Hermannstadt, das am Dienstag, dem 10. Dezember im Studiosaal des Gewerkschaftskulturhauses Premiere feierte.

 

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Vielfältig und stimmungsvoll

Ausgabe Nr. 2361
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Konzerte zum Advent in Hermannstadt

 

Schmeckt und sehet unsres Gottes Freundlichkeit, die uns vor der Zeit geliebet, die uns in der Zeit umgibet, die uns nach der Zeit erhöhet, selig, wer sich ihrer freut!" Diese Arie aus dem Harmonischen Gottesdienst für Sopran, Oboe und Generalbass von Georg Philipp Telemann brachten Melinda Samson, Christine Lüthi und Ursula Philippi im Rahmen des Adventskonzertes des Frauenchors des Hermannstädter Bachchors am Sonntag in der Johanniskirche in Hermannstadt zu Gehör und stimmten die Anwesenden ein auf diese besinnliche Zeit im Jahr.

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Buch als Freundesgabe

Ausgabe Nr. 2361
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Zu Mönchtum und Ordensleben im 21. Jahrhundert

 

An diesem Buch kommt niemand vorbei, der sich mit Mönchtum und Ordensleben im 21. Jahrhundert auseinandersetzen oder diese Bereiche auch nur näher kennenlernen möchte. Es handelt sich um den als Freundesgabe für Metropolit Serafim von Deutschland, Zentral- und Nordeuropa zum 65. Geburtstag von den Theologen Jürgen Henkel und Nikolaus Wyrwoll herausgegebene 4. Band der Deutsch-Rumänischen Theologischen Bibliothek, der unter dem durchaus provokativen Titel Askese versus Konsumgesellschaft. Aktualität und Spiritualität von Mönchtum und Ordensleben im 21. Jahrhundert" im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen ist.

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Buchvorstellung der schmackhaften Art

Ausgabe Nr. 2361
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Marias Weihnachtsbäckerei" im Erasmus-Büchercafé präsentiert

 

Zu einer Buchvorstellung der besonders schmackhaften Art luden am vergangenen Freitagabend Jens Kielhorn und Anselm Roth, Begründer des Schiller Verlages Hermannstadt, ins Erasmus-Büchercafé im Teutsch-Haus ein. Den Gästen wurde bei der Präsentation des Werkes „Marias Weihnachtsbäckerei“ gleich dreifacher Genuss geboten. Interessiert lauschten sie den Anekdoten zur Entstehung des Backbuches mit Rezepten aus Siebenbürgen und ließen sich nicht nur die zum  Nachbacken dieser empfohlenen Zutaten und die Ergebnisse zeigen, sondern durften auch von den unterschiedlichen Gebäcksorten kosten.

 

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Zeugnis abgelegt

Ausgabe Nr. 2360
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Zwei neue Bücher im Schiller Verlag erschienen

Zwei weitere für die Geschichte der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien wichtige Werke sind im Schiller Verlag Hermannstadt-Bonn erschienen und wurden vor kurzem im Abstand von einer knappen Woche öffentlich vorgestellt. Zunächst das Buch Predigten im XXI. Jahrhundert in Siebenbürgen und in der Bukowina" von Wolfgang H. Rehner am Dienstag der Vorwoche im Erasmus-Büchercafé, und am Freitag der Vorwoche Über Bitten und Verstehen" des emeritierten Bischofs Christoph Klein im Bischofspalais.

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