Ausgabe Nr. 2365
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Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie im Thaliasaal
Die letzten Akkorde des berühmten Strauss-Walzers „An der schönen blauen Donau" klingen noch im Raum nach, das Publikum im Thaliasaal zollt am Samstagabend begeisterten Beifall. Der Dirigent verlässt die Bühne, der Beifall hält an. Als er wieder erscheint, ebbt der Beifall ab, die Musikliebhaber erwarten eine Zugabe. Der Dirigent macht Anstalten, erneut in den Kulissen zu verschwinden, das Publikum ist verwirrt. Nun fragt der Dirigent tatsächlich. „Wollen Sie noch etwas hören oder nicht?" Prompt klatschen alle erneut, der Dirigent nimmt seinen Platz vor dem Orchester ein und lässt dieses den Schlussakkord erneut spielen. Schließlich gab es dann doch noch eine Zugabe und zwar die Ouvertüre von Offenbachs „Orpheus in der Unterwelt", das Publikum darf mitklatschen, alle sind zufrieden. Aber trotz anschließendem Stehapplaus gibt es keine weitere Zugabe. Das war nämlich der zweite Abend mit dem Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie und die Instrumentalisten sind müde.








