Schwer aber sinnvoll

Ein Wort aus Michelsberg zum 2. Advent

Ausgabe Nr. 2701

Der Adventskranz vom vergangenen Jahr, als im Spiegelsaal des Forums eine Adventsfeier stattfand. Foto: Beatrice UNGAR

Jesus erzählte ein Gleichnis: ,,Seht euch den Feigenbaum an. Sobald ihr seht, dass er Blätter treibt, wisst ihr, dass der Sommer da ist. Genauso sollt ihr erkennen – wenn das alles geschieht – dass das Reich Gottes nahe ist!“ (Lukas 21, 29-31)

Wie leicht!

Eins plus eins ist die einfachste Rechenaufgabe des menschlichen Denkens. Und doch ist es nicht leicht „Eins und eins zusammenzuzählen“. Dort, wo es eine reine arithmetische  Aufgabe bleibt, da sind wir lächelnde Meister, die damit Kindergartenkinder foppen wollen. Dort, wo es allerdings mit unsrer Existenz verknüpft ist, stolpern wir und sind wie mit Blindheit geschlagen. Sonntag ist der Nikolaustag: Irgendwann werden die Kleinen „Eins und eins zusammenzählen“ und sagen: Papa Du bist der Nikolaus! Du legst doch die Schokolade in die Schuhe!“ Halb stolz ob deren Altklugheit, halb traurig, dass die Mythen der Kindheit sich auflösen, bekennen wir uns zu der Täterschaft.  Wir akzeptieren, dass sie jetzt eins und eins zusammenzählen können. Es war ja eigentlich schon an der Zeit.Weiterlesen

Zauberhafte Stimmung

Erster Advent auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2701

Pfarrer Zorán Kézdi (Bildmitte) zündete die erste Kerze an dem Adventskranz an, musikalisch begleiteten Theresa Braisch und Johanna Kézdi die Andacht auf der Burg.                                             Foto: Beatrice UNGAR

,,Wir sagen euch an den lieben Advent./Sehet, die erste Kerze brennt“. So beginnt die erste Strophe eines beliebten Adventsliedes. Im Rahmen der Andacht zum ersten Advent auf der Michelsberger Burg am Sonntag stimmten die Anwesenden bloß diese Strophe an, nachdem Pfarrer Zorán Kézdi die erste Kerze an dem Adventskranz angezündet hatte.Weiterlesen

,,…dein König kommt zu dir…“

Ein Wort aus Mediasch zum 1. Advent

Ausgabe Nr. 2700

Kennst du das? Am Telefon redet man nett miteinander bis plötzlich die Information kommt – ich bin ja in der Gegend und ich komme bei dir vorüber. Besucher sind willkommen, doch nicht immer ist es der passende Moment, denn es braucht Zeit, Kraft, eventuell einen vollen Kühlschrank und  Betten. Wenn der Besucher kurz da ist, so ist Spontaneität gefragt,  eröffnet er dir allerdings, dass er lange bleibt und möglicherweise als Gast bestimmte Vorstellungen hat, so wird es komplizierter. Doch diese Fragen sind gar nicht so aktuell in der jetzigen Zeit, wo Flugzeuge am Boden bleiben, die Autos nur bis in die Firma fahren und am Stadtrand Filter der Polizei stehen, welche die Motive jeder Fahrt erfahren wollen. Es gibt zur Zeit wenig Besuche, leider.Weiterlesen

,,Erstes digitales Kirchenparlament“

89. Landeskirchenversammlung der EKR fand am 14. November d. J. online statt

Ausgabe Nr. 2699

Die Kirchenburg in Nimesch/Nemșa.              Foto: Mircea HODÂRNĂU

,,Das erste digitale Kirchenparlament in der Geschichte der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien“ habe am Samstag getagt, kann man auf der Homepage der EKR (evang.ro) in dem Bericht über die 89. Landeskirchenversammlung lesen. Tatsächlich fand diese Versammlung der geistlichen und weltlichen Vertreter der EKR in absoluter Premiere online statt. Weiterlesen

Sicherheit der Menschen hat Priorität

Spendenaufruf der Stiftung Kirchenburgen für die Kirche in Alzen

Ausgabe Nr. 2698

Ein Bild der Verwüstung bot sich am 4. November der Gemeindekuratorin.             Foto: Rosemarie MÜLLER

Nach dem Einsturz des Gewölbes über dem Mittelschiff der evangelischen Kirche von Alzen haben die ersten Bestandsaufnahmen begonnen. Die Eindrücke sind beklemmend, aber die Situation ist keineswegs aussichtslos. Am 5. November haben EKR-Musikwart Jürg Leutert und Stefan Bichler vom Bischofsamt den Unglücksort besucht. Unter den beschädigten Objekten in der Alzener Kirche befindet sich auch die Johannes-Hahn-Orgel aus dem Jahr 1770. Ersten Einschätzungen zufolge ist das Instrument rettbar, weite Teile können restauriert werden, während andere, besonders stark zerstörte Komponenten, möglicherweise rekonstruiert werden müssen. Auch Vertreter der rumänischen Behörden haben am 5. November bereits die Kirche von Alzen besichtigt.Weiterlesen

Neue Zukunft für die Tobsdorfer Orgel

Das wertvolle Instrument wurde in die Mediascher Margarethenkirche überführt

Ausgabe Nr. 2698

Arpad Magyar (rechts) von der Orgelbauwerkstatt aus Honigberg und sein Team überführten die Tobsdorfer Orgel.

Vor mindestens 20 Jahren wurde bereits ein Anlauf genommen, um die einzigartige aber gefährdete Orgel aus Tobsdorf (1731) in der Mediascher Margarethenkirche zu sichern. Der konkrete Umzug wurde aus verschiedenen Gründen viele Jahre verschoben. Der Tobsdorfer Altar wurde schon 1999, später das Taufbecken und zuletzt 2018 das in Hildesheim herrlich restaurierte Chorgestühl nach Mediasch umgesiedelt. Von den Mobilien der Tobsdorfer Kirche blieb nur noch die Orgel zurück, dazu auch der barocke Kanzeldeckel. Diese alle fanden nun im September 2020 ihre neue Heimat in der Mediascher Margarethenkirche.Weiterlesen