Programme des Jugendwerks der Evangelischen Kirche A. B. wurden vorgestellt
Ausgabe Nr. 2930

Pressekonferenz im Teutsch-Haus (v. l. n. r.): Pressesprecher Hans Königes, Bischof Reinhart Guib, Volontär Luca Creţu und Pressereferent Alexander Arhire. Foto: Ruxandra STĂNESCU
Vertreter der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien stellten in einer Pressekonferenz die Jugendarbeit vor, nach einem erfolgreichen Sommer, in dem 300 Teilnehmer und 130 Volontäre an unterschiedlichen Veranstaltungen des Jugendwerks teilgenommen haben.
Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, sprach über die Bedeutung des Jugendwerks, „ein Pfeiler zwischen Vergangenheit und Zukunft”: „Die Jugend ist nicht nur unsere Zukunft, sondern auch unsere Gegenwart. Wenn sie sich versammelt, wenn sie betet, wenn sie verschiedene Dinge tut, zeigt sie uns, wie schön es ist, die Kirche und unsere Zukunft gemeinsam zu sehen. Ohne die Jugend hat die Kirche keine Kontinuität, genauso wie wir ohne junge Menschen keine Zukunft haben. Im Leben eines Christen ist es wichtig, Gott und die Kirchen von Kindesbeinen an zu kennen, um eine starke Bindung in den verschiedenen Lebensabschnitten aufzubauen. Was man von klein auf kennt, kann man im Laufe seines Lebens weiterentwickeln. Den Glauben zu lernen und ihn in der Gemeinschaft mit seinen Mitmenschen zu praktizieren, ist die Grundlage für die Arbeit des Jugendwerks der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien.”
Bischof Guib sprach auch über die Geschichte des Jugendwerks, vor und nach der Wende, und über den Einsatz der evangelischen Pfarrer für die Jugend. „Das Jugendwerk ist eine offene Institution,”, erklärte er des Weiteren, „es wendet sich nicht nur an die evangelischen Gläubigen, denn alle sind willkommen, unabhängig von Sprache, ethnischer Herkunft, Hintergrund und Kultur.”
Seitens des Jugendwerks war der Jugendreferent Alexander Arhire dabei. Er stellte die Events vor, die für Kinder, Jugendliche und junge Leute zwischen 9 und 30 Jahren organisiert wurden. „Wir sehen unsere Aufgabe in der Unterstützung der lokalen Gemeinschaften, der Kirchengemeinden in den Städten. Wir bieten eine Plattform an, wo sich junge Menschen treffen, Lernerfahrungen machen und einen Höhepunkt im Alltag erleben. So gehen sie auch motivierter nach Hause, um sich in ihrer Gemeinschaft zu engagieren. Wir unterstützen sie in ihrer Entwicklung ab dem Alter von 15 Jahren, wir sind für sie da, aber wir zeigen ihnen auch die spirituelle Seite der Kirche, denn wir wollen, dass sie in ihrem Glauben an Jesus Christus wachsen. Wir bieten ihnen eine Gemeinschaft an, in der sie sich zu Hause fühlen, eine zweite Familie.” Die meisten Aktivitäten des Jugendwerks finden in deutscher Sprache statt, doch vor kurzem wurde auch ein Event in rumänischer Sprache organisiert, um „auch die Nichtdeutschsprachigen zu integrieren.” Zu den unterschiedlichen Camps für verschiedene Altersgruppen wurden regelmäßig auch online-Treffen für das Bibelstudium organisiert und die „Karawane Jugendwerk”, die eintägige Erfahrungen für Jugendliche in Dörfern und Städten organisiert, wo es keine Ortsgemeinde mehr gibt. „Der Verein hat drei Angestellte, aber wir hatten dieses Jahr rund 80 Volontäre, die uns bei den Programmen unterstützt haben. Vom Teilnehmer kann man erst Volontär und dann auch Trainer werden.”
Über ihre Erfahrungen im Jugendwerk berichteten die Volontäre Luca Creţu, Sofia Modrescu und Simon Tartler. Alle drei bestätigten, dass das hier Gelernte sich auch in ihrem täglichen Leben positiv auswirkt.
Infos zu Arbeit und Programme des Jugendwerks aber auch über die Spendenmöglichkeiten sind unter https://jugendwerk.ro. zu finden.
Ruxandra STĂNESCU