Ohrwürmer und Kreuze aus Kirschholz

Streiflichter von der zweiten Auflage des Ars Sacra-Festivals in Hermannstadt (II)

Ausgabe Nr. 2883

Ein außerordentliches Konzert mit jüdischer Musik bestritten in der Synagoge am Freitagabend Ion Sandu Filip (Tenor), Orly Frankel (Alt), Dariana Elena Jurjuț (Sopran), Mugur-Nitsan Nazarie-Schwartzman (Bass) und Bianca Stănescu (Klavier) vom Siebenbürgen Opera-Verein aus Klausenburg (v. l. n. r.).         Fotos: Beatrice UNGAR

Sie habe sich nicht vorstellen können, dass man auf der Orgel den Hit „We are the World” spielen kann, sagte eine Besucherin aus Bukarest, die am Samstag erst um 22 Uhr den Weg in die evangelische Stadtpfarrkirche gefunden hatte, als das Trio Brita Falch Leutert (Orgel), Jürg Leutert (Orgel und Gitarre) und Barry Meijers (Klavier) beliebte Schlager und Filmmusik erklingen ließen. Das war der vorletzte Programmpunkt des der restaurierten Sauer-Orgel gewidmeten Orgelmarathons im Rahmen der zweiten Auflage des Ars Sacra-Festivals, die vom 14. bis 22. September in Hermannstadt stattgefunden hat.Weiterlesen→

Mit Zuhause verbunden

HZ-Reihe: 30 Jahre Ordination von Frauen in der EKR (IV)

Ausgabe Nr. 2883

Pfarrerin Adriana Florea in der Kronstädter Schwarzen Kirche. Foto: Privat

Sie wurde in Rumänien ordiniert, hat als Pfarrerin gearbeitet, ist dann in ein anderes Land umgezogen. Adriana Florea erzählt, was ihr kostbar geworden ist und was sie auf ihren Lebensweg mitgenommen hat. Sie tut das anlässlich der 30 Jahre Ordination von Frauen in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR). Diesem Jubiläum gewidmet ist die von Dr. Elfriede Dörr betreute Reihe „Was haben Sie mitgenommen, Frau Pfarrerin?”, die in losen Folgen in der Hermannstädter Zeitung erscheint.Weiterlesen→

50 Lieder für 50 Jahre

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Ausgabe Nr. 2883

Johann Ludwig Konrad Allendorf konnte um 1736 offenbar einfach nicht aufhören, zu dichten: Mehr als 20 Strophen sind von ihm überliefert, die unter dem uns bekannten Titel „Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude“ versammelt sind. In unserem Gesangbuch sind unter der Nummer 43 „nur“ 7 Strophen abgedruckt.Weiterlesen→

Im Zeichen des Heiligen Ladislaus

Streiflichter von der zweiten Auflage des Ars Sacra-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2882

Das erste Konzert im Rahmen des Ars Sacra Festivals boten am Samstagabend in der evangelischen Stadtpfarrkirche der S:t Matteus Kammarkör aus Stockholm (Leitung: Espen Myklebust Olsen) und der Hermannstädter Bachchor (Leitung: Jürg Leutert).                                                           Fotos: Beatrice UNGAR

Wer war der Heilige Ladislaus bzw. Szént László, der in fast allen siebenbürgischen Kirchen auf Fresken abgebildet ist? Dieser Frage geht bei der zweiten Auflage des Ars Sacra-Festivals in Hermannstadt eine Sonderausstellung nach, die noch bis einschließlich Sonntag in dem Touristeninformationszentrum im Rathaus am Großen Ring zu besichtigen ist. Der Kurator der Ausstellung, Kunsthistoriker Dr. Jánó Mihály, sagte bei der Eröffnung zum Auftakt des Festivals am Samstag, den 14. September, diese Gestalt ziehe sich wie ein roter Faden im wahrsten Sinn des Wortes „durch alle Wandmalereien in heute reformierten oder evangelischen Kirchen”, zuletzt wurde eine Darstellung in der evangelischen Kirche in Schmiegen entdeckt.Weiterlesen→

50 Lieder für 50 Jahre

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Ausgabe Nr. 2882

Unser 50 Jahre altes Gesangbuch, das uns mit seinen Liedern in den Gottesdiensten begleitet, ist genauer betrachtet mehr als nur ein Gesangbuch! Es enthält neben den 500 Kirchenliedern und Psalm-Gesängen zu Beginn auch den ganzen Gottesdienstablauf und die gebräuchlichen Eingangssprüche für das ganze Kirchenjahr. Und nach den Liedern dann eine Sammlung von Gebeten zu verschiedenen Anlässen.Weiterlesen→

Der Beruf, anderen eine Freude zu machen

Ausgabe Nr. 2881

Ein Tag voller Besuche in Siebenbürgen mit Hildrun Schneider


Hildrun Schneider.
Foto: Finya LUSTINA

Die Sonne steht schon hoch am Himmel, als Hildrun Schneider und ich uns auf den Weg machen. Unser Ziel: die Dörfer rund um Kerz, südöstlich von Hermannstadt. Hildrun Schneider, Referentin für Kontakt zu den Mitgliedern der deutschen Gemeinschaft im Kirchenbezirk Hermannstadt, hat das Auto vollgepackt mit Taschen. Kleidung, Handtücher oder andere nützliche Spenden, die sie bei ihren Besuchen an bedürftige Menschen verteilt, finden auf der Rückbank Platz.

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50 Lieder für 50 Jahre

Ausgabe Nr. 2881

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Text und Melodie des Liedes „Wer nur den lieben Gott läßt walten”, Nr. 322 im Gesangbuch der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien stammen von ein und demselben Autor, dem 1621 in Neusalza geborenene und 1681 in Weimer verstorbenen Dichter, Komponisten und Gambenspieler Georg Neumark.

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Ein Gesamtkunstwerk

Ausgabe Nr. 2881

Ursula Philippi konzertierte an der Großauer Orgel

Ursula Philippi an der mustergültig restaurierten Orgel in der evangelischen Kirche in Großau. Fotos: die Verfasserin

Alle Register gezogen und mehrere Manuale und Pedale gleichzeitig bedient hat die Organistin Ursula Philippi bei ihrem außerordentlichen Konzert in der Großauer evangelischen Kirche am vergangenen Sonntag. Eigentlich erlebten die Anwesenden ein Gesamtkunstwerk Marke Philippi.

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Streben nach der gegebenen Einheit

Ausgabe Nr. 2880

Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) tagte in Hermannstadt

 


Pfarrer Ștefan Cosoroabă (links) gratuliert Pfarrerin Rita Famos zur Wahl, Pfarrer Gerhard Servatius-Depner (Bildmitte), einer der gewählten stellvertretenden Ratsmitglieder der GEKE, schließt sich an.

„Europa ringt darum, nicht auseinanderzubrechen“, und man müsse „Nach der Einheit streben, ohne die Wahrheit preiszugeben“, sagte die neugewählte geschäftsführende Präsidentin der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE), die Schweizer Pfarrerin Rita Famos, in ihrer Predigt zu Epheser 4, 1-15 im Abschlussgottedienst der neunten Vollversammlung der GEKE in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt am Sonntag, dem 1. September. Famos ist Präsidentin der Evangelisch-Reformierten Kirche in der Schweiz (EKS).Weiterlesen→

In diesem Jahr feiert die Evangelische Kirche A. B. in Rumänien ein besonderes Jubiläum

Ausgabe Nr. 2880

Seit 30 Jahren dürfen Frauen in der Kirche als Pfarrerinnen ordiniert werden. Aus diesem Anlass wurde die Bedeutung dieses Jubiläums mit einem Buch gewürdigt, das unter dem Titel „Wege entstehen im Gehen. Festschrift zu 30 Jahren Ordination der Frauen in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien”von Elfriede Dörr herausgegeben und im Klausenburger CURS-Verlag erschienen ist. Das Buch wurde am 27. August in der Johanniskirche vorgestellt. Es thematisiert die Geschichte und Erfahrungen von Frauen im Pfarrdienst in Rumänien und bietet Einblicke in die Herausforderungen, Erfolge und Meilensteine der letzten drei Jahrzehnte, seitdem Frauen offiziell in der Kirche dienen dürfen. Unser Bild (v. l. n. r.): Elfriede Dörr befragte vier Pfarrerinnen der EKR über ihre persönlichen Erfahrungen: Angelika Beer (Malmkrog), Bettina Kenst (Elimheim Michelsberg), Christiane Schöll (Repser Ländchen) und Hildegard Servatius-Depner (Mediasch).                                                      Foto: Beatrice UNGAR

125 Jahre Synagoge

Ausgabe Nr. 2880

Die Hermannstädter Zeitung vereinigt mit dem Siebenbürger Boten  berichtete am 5. September 1899 unter dem Titel ,,Synagogen-Einweihung“: ,,Am 3. d. M. fand die feierliche Einweihung der neuerbauten monumentalen Synagoge der hiesigen israelitischen Cultusgemeinde mit großer Solennität statt.”
125 Jahre danach und einige Tage früher, genauer am 25. August d. J., feierte die jüdische Gemeinde in Hermannstadt dieses Ereignis mit einem Konzert der Extraklasse, geboten von drei Ausnahmemusikern. Vor dem Konzert aber bot seitens der jüdischen Gemeinde in bewährter Weise Adriana Moscicki einen kundigen Einblick in die Geschichte dieser Gemeinschaft in Hermannstadt sowie in die Baugeschichte der Synagoge. Unser Bild: Vor einem zahlreichen Publikum brachten Jeremiah Lockwood (Gitarre und Gesang), Jake Shulman-Ment (Violine) und Francesca Ter-Berg (Cello) Klezmer-Musik, chassidische Lieder u. a.  zu Gehör (v. l. n. r.).                Foto: Beatrice UNGAR              

50 Lieder für 50 Jahre

Ausgabe Nr. 2880

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Als die Kindergärtnerin zu mir kam und mich fragte: „Ihr Kind singt so schön. Wollen Sie es nicht im Kinderchor der evangelischen Kirchengemeinde mit ihm versuchen?” erwiderte ich „Aber wir sind orthodox.” Darauf beruhigte sie mich „Das hat doch mit der Sache nichts zu tun.”

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50 Lieder für 50 Jahre

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Ausgabe Nr. 2879

Ich weiß nicht mehr, wann ich das Lied Nr. 463 zum ersten Mal gehört bzw. gesungen habe. Aber ich weiß noch genau, wie es sich anfühlte, dieses Lied Ende der 80er Jahre als kaum 16-Jährige am Niederrhein zu singen. In der kleinen unierten Kirche in Delhoven. Dort war ich mit Mutter und Schwester im November 1987 gelandet, nach fast zwei Jahren Wartezeit auf die Ausreisepapiere. Der Vater war 1985 illegal dort geblieben. Äußerst widerwillig lebte ich nun die ersten Jahre auch dort.Weiterlesen→