Heimweh als Lebens- und Kraftquelle

Die Orgel in der Großalischer evangelischen Kirche wurde neu eingeweiht
Ausgabe Nr. 2540

 

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Als ein starkes Zeichen der Hoffnung bezeichnete Bischof Reinhart Guib die Tatsache, dass die Großalischer knapp drei Jahre nach der Wiedereinweihung der Kirchenburg die restaurierte Schneider-Orgel im Rahmen eines Festgottesdienstes wiedereinweihen können. Bischof Guib war es auch damals, der Anfang September 2015 gemeinsam mit Ortspfarrer Hans-Bruno Fröhlich die restaurierte Kirche wiedereingeweiht hatte. Bei der Wiedereinweihung der Orgel am Sonntag, dem 30. Juli d. J., stand ihnen die rührige Kuratorin Elfriede Hermann zur Seite. Weiterlesen

Sächsisches Leben in Siebenbürgen in der Gegenwart

Die evangelische Kirche als Ort sozialen, kulturellen und religiösen Lebens
Ausgabe Nr. 2534

 

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Wer in Hermannstadt über die Ringe schlendert, die Kirchenburg in Birthälm besucht oder in Schäßburg und Mediasch die Kirchen besichtigt, könnte meinen, alles sei so, wie es immer war, als die Siebenbürger Sachsen noch in der Mehrzahl hier lebten. Aber dem ist nicht so. Wie die Evangelische Kirche A.B. versucht, mit den neuen Gegebenheiten in der Diaspora fertig zu werden, konnten 42 Besucher aus Deutschland erfahren, die im Mai an einer sechstägigen Begegnungstagung teilnahmen. Eingeladen hatte der Frauenverband im Bund der Vertriebenen. Weiterlesen

„Eine Idee von Respekt“

US-Botschafter Hans Klemm überreichte Spende in Hundertbücheln
Ausgabe Nr. 2529

 

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Eine Spende von 59.300 Dollar überreichte der US-Botschafter Hans Klemm vergangenen Donnerstag in Hundertbücheln dem Bischof der evangelischen Kirche A.B. in Rumänien Reinhart Guib. Das Geld wurde von der US-Botschaft dem Evangelischen Landeskonsistorium durch das Programm zur Sicherung von Kulturerbe „Ambassador Fund for Cultural Preservation“(AFCP) zur Verfügung gestellt, wobei damit Maßnahmen an den evangelischen Kirchen in Hundertbücheln, Denndorf und Arbegen finanziert werden sollen.Weiterlesen

Zweiter Finanzierungsvertrag

Heltauer Kirchenburg wird mit EU-Mitteln saniert
Ausgabe Nr. 2527

 

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Der zweite Finanzierungsvertrag aus nicht rückzahlbaren Mitteln, die Rumänien aus dem Regionalen Operationellen Programm für die Zeitspanne 2014-2020 zustehen, betrifft ebenfalls ein Kulturerbeobjekt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, die Kirchenburg in Heltau. Es handelt sich um das Projekt „Reparatur und Konservierung der Heltauer Kirchenburg und deren Einführung in das touristische Angebot der Region“. Den Finanzierungsvertrag haben am Freitag der Vorwoche Maria Ivan, Direktorin der Abteilung Koordination der Entwicklungsagentur Mitte und Stadtpfarrer Zoran Kézdi in Karlsburg unterzeichnet. Weiterlesen

„Neue Gelegenheit zur Rettung der Kirchenburgen“

Kirchenburgenpass 2017 zum Saisonbeginn im Bischofspalais vorgestellt
Ausgabe Nr. 2526

 

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Der Kirchenburgenpass „Transilvania Card“ wurde zum Saisonbeginn des Jahres 2017 (1. April – 31. Oktober) im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag der Vorwoche im Bischofspalais vorgestellt. In diesem Jahr bietet der Pass den Eintritt zu insgesamt 52 Kirchenburgen in Siebenbürgen. „Eine neue Saison hat begonnen, eine neue Gelegenheit ist der evangelischen Kirche A. B. in Rumänien gegeben, um Gäste zu empfangen und zu beherbergen im Umfeld der Kirchenburgen, und das mit dem Ziel zur Rettung und Förderung dieser Kirchenburgen, aber auch um von den Werten weiterzugeben“, lauteten die einleitenden Worte des Bischofs Reinhart Guib.Weiterlesen

Verbesserte touristische Nutzung angestrebt

Zweites EU-Projekt der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2525
 

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Nachdem die Entwicklungsministerin Sevil Shhaideh am 31. März d. J. den Finanzierungsvertrag für das EU-Projekt zur Restaurierung der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt unterzeichnet hatte, setzten am Dienstag auch Stadtpfarrer Kilian Dörr und der Generaldirektor der Entwicklungsagentur Mitte, Simion Crețu in Karlsburg ihre Unterschriften unter den Vertrag.Weiterlesen

Viel Zustimmung aus Wittenberg

Die Reformation in Siebenbürgen (II) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2524
 

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Vor allem in den sächsischen Städten gab es lange Zeit ein Nebeneinander von katholischem und evangelischem Leben. Die Strukturen der alten Kirche waren intakt, aber die Stadtführung und große Teile der Bürgerschaft waren auf Seiten der evangelischen Sache. Während in Hermannstadt diese Patt-Situation zu einem Erlahmen der evangelischen Bewegung führte, begann sie in Kronstadt Fahrt aufzunehmen. Bedeutsam war, dass wie auch in Hermannstadt, auch in Kronstadt einflussreiche Anhänger Luthers im Stadtrat saßen. Weiterlesen

Vivit!

Osterbotschaft / Von Bischof Reinhart GUIB
Ausgabe Nr. 2524
Liebe Leserinnen und Leser!

Die Evangelische Kirche und die Christenheit mit ihr feiern heuer 500 Jahre seit Beginn der Reformation. Die Reformation bedeutet für uns bis heute die Auferstehung der Kirche Jesu Christi, des Glaubens, der Gnade und der Heiligen Schrift. All dies war vorher verdunkelt und der wahre Zugang zu Gott erschwert. Der Reformator Martin Luther ebnete dieser befreienden, erlösenden und vergnügt machenden Botschaft die Bahn.

Und doch ist unser Leben wie das des angefochtenen Reformators oft auch von Unzufriedenheit, Enttäuschung und Rückschlägen geprägt. Wie gut, wenn dann jemand neben uns ist und uns darüber hinweghi1-lutherrose1lft und die Bibel uns den Weg zeigt.

Martin Luther hatte in seiner Frau Katharina solch eine hilfsbereite und kluge Gehilfin an der Seite. Diese kannte ihren Mann gut. Seine Freuden wie Sorgen, Anfechtungen und Versuchungen fielen ihr schnell auf. Als Luther immer depressiver wurde beauftragte sie einen Steinmetz mit der Erstellung eines neuen Portals an ihrem Haus. „Vivit“ ließ sie auf den Schlussstein im Torborgen einmeißeln. Jeder Eingang ins und jeder Ausgang aus dem Haus stand somit unter dem Bekenntnis „Vivit“. Er, Jesus lebt. Diese Botschaft wurde als Gruß und Abschied jedem mitgegeben. All das was Martin Luther mit seiner Familie, seinen Freunden und Besuchern im Haus besprach und tat wurde mit dem Auferstehungsgruß „Er lebt“ besiegelt. Besonders aber galt dieser Zuspruch auch Luther selbst in den Stunden seiner Versuchung und Anfechtung, seiner Ängste und Zweifel. Weiterlesen

Ein freudiges Ereignis

Pastoralkonferenz zum 20. Ordinationsjubiläum
Ausgabe Nr. 2523
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Bei der Pastoralkonferenz des Mediascher und des Schässburger Kirchenbezirks, die am 22. März im Betsaal der Klosterkirche in Schässburg stattgefunden hat, waren nicht wie gewöhnlich bei solchen Treffen nur Pfarrer sondern auch zwei Bezirkskirchenkuratoren – Adolf Hügel (Schässburg) und Wilhelm Untch (Mediasch) – und einige Mitglieder der Gemeindevertretungen der Kirchengemeinden der beiden Bezirke dabei.Weiterlesen

„Jetzt seid ihr überflüssig geworden“

Die Reformation in Siebenbürgen (I) / Von Wilhelm Andreas BAUMGÄRTNER
Ausgabe Nr. 2523
 

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Die Ursachen der Reformation waren in Siebenbürgen kaum andere als im restlichen Europa, vor allem in Deutschland. Die Menschen waren mit dem Zustand der Kirche höchst unzufrieden. Die Verweltlichung der Kirche und das Gewinnstreben ihrer Priester führten zu einer Entfremdung von den Menschen, deren Bedarf an Spiritualität sie immer weniger befriedigen konnte.

Viele fühlten sich vom Gegensatz zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Lebenswandel der Priester, vom Ämtermissbrauch, der religiösen Überreglementierung im Alltag, dem Ablasshandel, dem weltlichen Verhalten vieler Bischöfe und der Päpste (die mehr Heerführer und Politiker waren als Seelenhirten) abgestoßen. Bischöfe und Päpste wetteiferten mit weltlichem Adel und Königen im Prunk ihrer Hofhaltung. Um ihre Kosten zu decken, strebten sie nach vermehrtem Gelderwerb.Weiterlesen