„Unruhe und Stress kann man nicht brauchen“

Die Schweizer Heilpädagogin Johanna Reber und ihre Tätigkeit in Rothberg

Ausgabe Nr. 2768

Johanna Reber bei einem Besuch in der Redaktion der Hermannstädter Zeitung. Foto: Cynthia PINTER

Seit acht Jahren ist Johanna Reber an der Waldorfschule in Rothberg/Roșia tätig. Dort ist die 61-Jährige als Förder- sowie Instrumentallehrerin und Musiktherapeutin für die Schülerschaft im Einsatz, die aus 123 Kindern und Jugendlichen aus dem Dorf sowie dem Nachbarort Neudorf/Nou und Hermannstadt besteht, die meisten mit Roma-Hintergrund. Getragen wird die Schule vom Kindergarten bis zur 8. Klasse vom Verein Pro Arte Roșia (APAR) als Teil seines Engagements. Weiterlesen

Freude und Sorge

Gemeinsames Pressestatement des Corps Consulaire in Hermannstadt zum Europatag

Ausgabe Nr. 2768

Kerstin Ursula Jahn, Konsulin der Bundesrepublik Deutschland.

„Der Friede der Welt kann nicht gewahrt werden ohne schöpferische Anstrengungen, die der Größe der Bedrohung entsprechen.“ Dies ist der erste Satz aus der bahnbrechenden Rede, die Robert Schumann, damaliger französischer Außenminister, am 09. Mai 1950 hielt. Sie gilt als Geburtsstunde der heutigen Europäischen Union. 72 Jahre später erscheint uns dieser Satz wie soeben ausgesprochen, bedrückend aktueller als seit langer Zeit.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2768

,,Zwischen Gebrauch und Deko“

Hermannstadt. –  Zum Thema ,,Zwischen Gebrauch und Deko. Wie wählen wir die Keramik auf dem Markt aus?“ spricht die Museografin Dr. Karla Roșca von der Emil-Sigerus-Abteilung für siebenbürgisch-sächsische Volkskunde des Hermannstädter ASTRA-Museums am Freitag, den 13. Mai, 17 Uhr, im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt.

Anschließend veranstaltet der Hermannstädter Verein Tonal im Innenhof des Forumshauses einen Keramikworkshop für alle Interessierten. (BU)Weiterlesen

Kindheit im Laufe der Zeit

Erste Premiere im Gong-Theater war ein Erfolg

Ausgabe Nr. 2768

Szenenbild mit den von Florin Suciu gestalteten Puppen.

„Was macht ein Regisseur?“, „Wer ist vor dem Auftritt am meisten aufgeregt?“, „Wie schaffen es die Schauspieler, so viele verschiedene Gefühle in so kurzer Zeit auszudrücken?“ Dies waren nur einige Fragen von neugierigen Kindern, die am Sonntagmittag, dem 1. Mai, das Puppentheaterstück „Istoria copilăriei“ (Die Geschichte der Kindheit) im Kinder- und Jugendtheater „Gong“ besucht haben. Die Fragen durften die Kleinen in einer Frage und Antwort Session an Schauspieler/innen und Regisseurinnen stellen. Für die meisten war es das erste Mal, dass sie mit den Schauspielern direkt sprechen konnten und für jene, die bis zum Schluss geblieben sind, lüfteten die Schauspieler das größte Geheimnis: Was verbirgt sich hinter der Bühne?Weiterlesen

Ostermontag auf der Michelsberger Burg

Ausgabe Nr. 2767

Die Kinder konnten sich nicht sattschippeln, die Erwachsenen sich nicht sattsehen beim traditionellen Eierschippeln am Ostermontag, dem 18. April, auf der Michelsberger Burg. Vor dem Eierschippeln aber gestalteten Pfarrer Zoran Kézdi und Pfarrer Stefan Cosoroabă gemeinsam einen Andacht in der romanischen Basilika. Im Anschluss teilten die zahlreichen Anwesenden bei schönstem Sonnenschein und bester Sicht auf die umgebenden Berge das Mitgebrachte. Die Gastgeber von der Michelsberger evangelischen Kirchengemeinde boten natürlich leckeren Hanklich, Kaffee  und Tee an.                                                                                     Foto: Beatrice UNGAR

Ein Erfolg für alle Beteiligten

Politische Erklärung von MP Ovidiu Ganț zu 30 Jahren Partnerschaftsvertrag

Ausgabe Nr. 2767

Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț (3. v. r.) als Mitglied der Delegation, die Rumäniens Staatspräsident bei dessen Staatsbesuch in Berlin im Juni 2017 begleitete, wird von der damaligen Bundeskanzelrin Angela Merkel (links) begrüßt.                                          Foto: Archiv OG

Aus Anlass der 30 Jahre seit der Unterzeichnung des Vertrags über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa zwischen Rumänien und der Bundesrepublik Deutschland, die bekanntlich am 21. April 1992 in Bukarest stattgefunden hat, gab der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț am 20. April 2022 eine politische Erklärung im Rumänischen Parlament ab. Darin ging er als Vertreter der deutschen Minderheit auf die Bedeutung des Vertrags ein und dankte den beiden Regierungen und Parlamenten für die Unterzeichnung, dank derer die Förderung der deutschen Gemeinschaft in Rumänien möglich war und ist. Weiterlesen

Endlich wieder Marienball

Ausgabe Nr. 2767

Am Freitag, den 29. April, ab 19 Uhr, etwas später als gewöhnlich, findet in dem Gemeindesaal in Neppendorf (Hintergasse/Livezii 55 B) der von dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt veranstaltete alljährliche Marienball statt. Für gute Stimmung sorgen die Band ,,Trio Saxones plus“ und die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums (unser Bild zeigt die Tanzgruppe beim letzten Marienball vor Ausbruch der Pandemie, am 14. Februar 2020).  Der Eintritt kostet 10 Lei. Fürs Essen sorgt das Hermannstädter Forum, die Getränke sind vor Ort zu kaufen.                                Foto: Fred NUSS

,,Musik sollte einen Mittelpunkt haben“

Gespräch mit Götz Teutsch, Solocellist der Berliner Philharmoniker i. R.

Ausgabe Nr. 2767

Götz Teutsch 2017 in Berlin. Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

„Die Musik sollte einen Mittelpunkt haben“: Aus dieser Idee entwickelte der am 14. Juli 1941 in Hermannstadt geborene Cellist Götz Teutsch eine Konzertreihe, die seit 22 Jahren den Spielplan der Berliner Philharmoniker bereichert. Der „Philharmonische Salon“ zieht jedes Mal ein zahlreiches Publikum an mit seiner eigenen Atmosphäre aus Wort und Ton, aus Literatur, Weltbildern und Musik. Aus aktuellem Anlass – Rumäniens Staatspräsident hat Götz Teutsch, Solo-Cellist der Berliner Philarmoniker i. R. den Nationalen Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers verliehen, Rumäniens Botschafter in Wien, S. E. Emil Hurezeanu wird diese Auszeichnung am Montag, dem 2. Mai, in der Rumänischen Boschaft in Wien an den Gewürdigten, der heute in Salzburg lebt, überreichen – lesen Sie im Folgenden Ausschnitte aus einem Interview, das die Berliner HZ-Korrespondentin Christel W o l l m a n n-F i e d l e r im November 2017 in Berlin im Anschluss an den Kammermusikabend ,,Czernowitz is gewen an alte, jidische Schtot“ mit dem Initiator des ,,Philharmonischen Salons“ geführt hat.Weiterlesen

Im Grenzland Identität erkunden

Vertreter der Jugendarbeit nationaler Minderheiten beim Osterseminar in Dänemark

Ausgabe Nr. 2767

Gruppenbild der Teilnehmenden bei der Jarplund Højskole in Handewitt/Deutschland.                                                                 Foto: Jakob SCHÄFER

In der Zeitspanne vom 8. bis 14. April 2022 haben zwei Mitglieder des Jugendforums Hermannstadt (DJFH) zusammen mit dem Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien (ADJ), Sebastian Arion, an dem von der Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV/YEN) organisierten jährlichen Osterseminar teilgenommen. An der Veranstaltung, die am Knivsberg in Dänemark durchgeführt wurde, haben Vertreter von ca. 20 nationalen Minderheiten aus Europa teilgenommen. Weiterlesen

Neue Aussiedlerbeauftragte

Natalie Pawlik löst Dr. Bernd Fabritius im Amt ab

Ausgabe Nr. 2767

Natalie Pawlik. Foto: Deutscher Bundestag

MdB Natalie Pawlik (SPD) ist seit dem 14. April d. J. die Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Sie löst Dr. Bernd Fabritius in diesem Amt ab, der als Präsident des Bundes der Vertriebenen mit diesem Amt am Bundesministerium des Inneren weiterhin zusammenarbeiten. Natalie Pawlik wurde 1992 in Wostok in Russland geboren und kam als Sechsjährige gemeinsam mit ihrer Familien nach Deutschland, wo sie in einem Aussiedlerwohnheim in Bad Nauheim (Hessen) aufwuchs. Das Bundeskabinett hat sie am 13. April in das Amt der Beauftragten ernannt. Weiterlesen

,,Vom Taumeln zwischen den Kulturen“

Peter Biros Autobiographie über seine ,,Kindheit in Transsylvanien“

Ausgabe Nr. 2767

Peter Biro, Vom Taumeln zwischen den Kulturen. Eine Kindheit in Transsylvanien, Weber-Verlag Thun 2021, 348 Seiten, ISBN 978-3-03922-118-9, 26 Euro.

Der aus Rumänien gebürtige pensionierte Medizinprofessor und zuletzt als Leitender Arzt am Universitätsspital Zürich tätige Peter Biro hat in den letzten Jahren seine Liebe zum Schreiben entdeckt. So verfasste er zahlreiche Beiträge für die Klausenburger Online-Plattform „Baabel“ und publizierte außerdem im vergangenen Jahr im Bukarester UZP-Verlag unter dem Titel „Incredibila poveste a lui Jean-Jacques Récamier“ ein Buch mit fünfzig Kurzgeschichten, die von verschiedenen Übersetzern, darunter ihm selbst, aus dem Deutschen ins Rumänische übertragen wurden.Weiterlesen

,,Im groben Umriss…“

Richard Wagner zum 70. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2767

Richard Wagner bei der ,,Erbsenlesung“ 2011 in Bad  Vilbel. Foto: Horst SAMSON

Der am 10. April 1952 in Lowrin geborene Schriftsteller Richard Wagner zählte 1972 zu den Gründungsmitgliedern der Autorengruppe „Aktionsgruppe Banat“. Zu seinem 70. Geburtstag druckt die HZ im Folgenden zwei Gedichte des Jubilaren ab, die 2018 entstanden sind und in dem Band ,,Wendemanöver. Beiträge zum Werk Richard Wagners“ erstveröffentlicht worden sind, den Enikő Dácz und Christina Rossi 2018 im Friedrich Pustet Verlag Regensburg als Band 137 der Veröffentlichungen des IKGS herausgegeben haben.Weiterlesen

,,Wir stehen für Frieden“

Im April stand das monatliche AHK-Treffen im Zeichen der Ukraine

Ausgabe Nr. 2767

Das monatliche AHK-Treffen fand im April nun zum ersten Mal nach zwei Jahren als Präsenzveranstaltung im HotSpot Workhub in Bukarest statt.                                                                             Foto: AHK

Am 4. April fand das monatliche Treffen der Mitglieder der Rumäniasch-Deutschen Handelskammer (AHK) im HotSpot Workhub in Bukarest nun zum ersten Mal nach zwei Jahren als Präsenzveranstaltung und ohne Maske statt, wobei das Treffen auch online verfolgt werden konnte. Die Veranstaltung lief unter dem Motto #WeStandForPeace (,,Wir stehen für Frieden“) wobei das Hauptthema die Ukraine und die damit verbundene Krise war. Zum Thema äußerten sich AHK-Präsident und CEO von BASF Rumänien Andreas Lier, der Deutsche Botschafter Peer Gebauer, Victor Nicolaescu vom Rumänischen Roten Kreuz, Andrei Ioniță von der Firma Bitdefender, Bogdan Ivănel,  Mitgründer und CEO von Code for Romania, die sich natürlich alle darauf konzentrieren, einen Beitrag zum Meistern der Krise zu leisten. U. a. unterstrich Andrei Ioniță, dass der Staat mehr in Sachen Digitalisierung machen müsse, dass die Möglichkeiten auf schnelle Reaktionen geschaffen werden müssten. Moderiert wurde die Veranstaltung vom geschäftsführenden AHK-Vorstandsmitglied Sebastian Metz.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2767

Jubiläumstagung der EAS

Hermannstadt. – 30 Jahre seit der Gründung der  Evangelischen Akademie Siebenbürgen und 20 Jahre seit der Eröffnung deren  „Hans Bernd von Haeften“-Tagungs- und Konferenzzentrums werden von heute, dem  29. April, bis Sonntag, dem 1. Mai, im Rahmen einer Tagung mit dem Titel ,,Von Minderheit zu Minderheit. Rumäniendeutsche Literatur zwischen Ost und West“ begangen.

Als Referenten haben Dr. Hermann Pitters (Hermannstadt), Dr. Christoph Picker (Landau), Dr. Florian Kührer-Wielach (München), sowie die Schriftstellerinnen Carmen E. Puchianu, Christel Ungar-Țopescu, Elise Wilk und die Schriftsteller Claudiu M. Florian und Thomas Perle ihre Teilnahme zugesagt. Die anwesenden Autorinnen und Autoren werden sich in ihren Vorträgen mit der Problematik der Gegenwart und der Zukunft der rumäniendeutschen Literatur auseinandersetzen und aus ihren Werken lesen.

Das detaillierte Programm kann auf der Homepage der Evangelischen Akademie Siebenbürgen unter https://eas.neppendorf.de/?page_id=4383&lang=de eingesehen werden.

Die Tagung findet in deutscher Sprache statt und kann auch als Livestream auf dem YouTube Kanal und der Facebook-Seite der Evangelischen Akademie Siebenbürgen verfolgt werden. (BU)Weiterlesen

Ostermarkt auf dem Großen Ring

Ausgabe Nr. 2766

Nach drei Jahren Pause organisiert der Verein ,,Events for Tourism“ auf dem Großen Ring in Hermannstadt endlich wieder einen Ostermarkt. Ab heute, dem 15. April, bis einschließlich Dienstag, dem 26. April, gibt es zwischen 11 und 21 Uhr täglich in den Holzhäuschen etwas zu kaufen, dazu bieten die Veranstalter zahlreiche Spiel-, Bastel- und Malmöglichkeiten für die Kleinsten an. Ein Karussel, ein elektrischer Zug, der durch die Altstadt fährt und ein aufblasbares Schloss stehen ihn auch zur Verfügung. Der erste Ostermarkt wurde 2010 organisiert, 2019 fiel er wegen dem EU-Gipfel aus, 2020 und 2021 wegen der Pandemie.                                                            Foto: Focus

 

,,So predigen wir…“

Gedanken zum Auferstehungsfest

Ausgabe Nr. 2766

Der Ostergottesdienst „Von Daheim für Daheim“ wird am Ostersonntag, dem 17. April, um 12 Uhr deutscher Zeit/13 Uhr rumänischer Zeit als Videostream auf dem YouTube-Kanal des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, www.youtube.com/sieben buergerde, gesendet. Aufgezeichnet wurde er in Schäßburg (Bergkirche und Klosterkirche). Daran beteiligt sind das „Trio Saxones“ und  Unterstützerinnen und Unterstützer (nicht nur) aus Schäßburg. Die Predigt hält der Schäßburger evangelische Stadtpfarrer und Bezirksdechant Dr. Hans Bruno Fröhlich. Unser Bild (v. l. n. r.): Pfarrer Michael Reger, Pfarrer Alf Dahinten, Klavierlehrerin Alexandra Pamfilie, Lehrerin Jutta Martini, Dechant und Stadtpfarrer Dr. Hans-Bruno Fröhlich und Pfarrer Dietrich Galter bei den Aufnahmen in der Bergkirche. Im Hintergrund steht der Meeburger Altar (der Heiligen Ursula geweiht). Foto: Adrian PAMFILIE

,,1. Ich erinnere euch an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr auch angenommen habt, in dem ihr auch fest steht, 2. durch das ihr auch selig werdet, wenn ihr’s festhaltet in der Gestalt, in der ich es euch verkündigt habe; es sei denn, dass ihr umsonst gläubig geworden wärt. 3. Denn als Erstes habe ich euch weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Dass Christus gestorben ist für unsre Sünden nach der Schrift; 4. und dass er begraben worden ist; und dass er auferstanden ist am dritten Tage nach der Schrift; 5. und dass er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwölfen. (…) 11. So predigen wir und so habt ihr geglaubt.“ (1. Korinther 15,1 – 5.11)Weiterlesen