Zeuge einer vergangenen Zeit

Neuer Sammelband zu Aspekten aus der Geschichte Hermannstadts erschienen

Ausgabe Nr. 2770

Buchvorstellung: Der durch das DFDR vom Departement für interethnische Beziehungen geförderte Band ,,Sibiu 830″  wurde am Dienstag der Vorwoche im Festsaal der Astra-Bibliothek vorgestellt. Mehr dazu auf Seite 5. Unser Bild: Dr. Paul Niedermaier, Răzvan C. Pop, Dan Nanu, Benjamin Józsa und Prof. Dr. Sabin Adrian Luca  (v. l. n. r.)

,,Egal welche Namen Hermannstadt im Laufe der Geschichte getragen hat – Ziridava, Caedonia, Cibinium, Villa Hermanni, Hermannsdorf, Hermanopolis, Hermannstadt, Nagyszeben usw. -, jenseits aller Kontroversen über das Gründungsjahr und die erste urkundliche Erwähnung der Siedlung (sicher war das zwischen der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts und dem Jahr 1191) war die Stadt stets über acht Jahrhunderte ununterbrochenen Bestehens das Zentrum oder auch die Hauptstadt von Verwaltungseinheiten und folglich ein Zentrum politischer und wirtschaftlicher Stärke in dieser entlegenen Region der europäischen Zivilisation“. Mit diesen Worten begründet u. a. der Historiker Răzvan C. Pop, der Leiter der Astra-Bibliothek, die neuerliche Herausgabe des Sammelbandes ,,Sibiu 830″, der am 10. Mai im Festsaal der Bibliothek vorgestellt wurde.Weiterlesen

Emotionsreicher Sieg

Mircea Marco Pătru gewinnt Rumänienpokal

Ausgabe Nr. 2770

Mircea Marco Pătru (rechts) beim Wettkampf für den Rumänienpokal.                   Foto: Privat

„Es war das erste große Wettrennen in der neuen Junior Rotax Klasse und auf dem neuen Chassis. Ich war ziemlich aufgeregt, aber es war ein tolles Wochenende und ich bin sehr glücklich über den Sieg“, sagte Mircea Marco Pătru in einem Interview für die Hermannstädter Zeitung. Der fast 13-jährige Hermannstädter Kartingpilot vom Sibiu Racing Team hat am Sonntag, dem 8. Mai, in Tunari, den Rumänienpokal in der Kategorie Junior Rotax der 13-15-Jährigen gewonnen. Weiterlesen

Beeindruckendes Zusammenspiel

Pianistin Adela Liculescu konzertierte in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2770

Adela Liculescu bedankte sich aufs Herzlichste beim Hermannstädter Publikum. Foto: filarmonicasibiu.ro

Bevor der Konzertflügel am Donnerstag der Vorwoche auf die Bühne im Thalia-Saal gerollt wurde, konnte das Publikum zwei Werke von Zoltán Kodály genießen. Die Musikerinnen und Musiker der Staatsphilharmonie führten unter Dirigent Gábor Horváth die „Tänze von Marosszék“ und die „Tänze von Galánta“ vor. Der ungarische Komponist, der sich das Musizieren auf der Violine autodidaktisch beibrachte, trat 1906 in das Budapester Konservatorium ein, wie die Hermannstädter Philharmonie im Programm beschreibt. Später habe Kodály gemeinsam mit Komponist Béla Bartók als Professor am Konservatorium die ungarische Nationalschule vertreten. „Die Musik von Kodaly ist weniger explosiv als die von Bartók und stellt eine Synthese aus volkstümlichem Modalismus und klassischer Architektur dar, die mit impressionistischen Elementen angereichert ist“, konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer in dem Programmheft lesen. Weiterlesen

,,Traumweber“ im Kunsthaus 7B

Ausgabe Nr. 2770

Die Vernissage der Ausstellung „Traumweber” der Deutsch-Koreanischen Künstlerin Tatjana Lee hat am 1. Mai im Michelsberger Kunsthaus 7B stattgefunden. Bis zum 12. Juni werden nach Terminvereinbarung Malereien und Augmented Reality-Installationen gezeigt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2770

Street Food Market

Hermannstadt. – „Sibiutiful – Street Food Market” findet vom 25. bis 29. Mai am Großen Ring statt. Straßenessen und Konzerte u. a. mit Lucia, Ana Coman, Mono Jacks und Grimus wurden bereits angekündingt. Das genaue Programm soll auch demnächst veröffentlicht werden, unter www.facebook.com/sibiutifulstreetfoodmarket. (RS)

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Geniale Symbiose von Mensch und Musik

Ausgabe Nr. 2769

Streiflichter von der Ehrung des Ausnahmecellisten Götz Teutsch in Wien


Gruppenbild mit Botschafter, Geehrtem, Laudator und Musikerinnen und Musikern (v. l. n. r.): Botschafter Emil Hurezeanu, Staatssekretärin Laczikó Enikő Katalin, Robert Teutsch (Horn), Götz Teutsch mit der Urkunde in der Hand, Sarah Grubinger (Viola), Gabriel Bebeșelea, Cordelia Höfer-Teutsch (Klavier), Aylin Heredia (Cello), Saskia Roczek (Violine) und Leonhard Roczek (Cello). Foto: Heinz WEISS

Dies gehört nicht zu meiner Alltäglichkeit. Neugier und Spannung steigen, als ich am frühen Abend des 2.Mai 2022 das Auto in der Nähe der Prinz-Eugen Straße 60, 1040 Wien parke. Die Sonne sendet aufmunternde Strahlen vom Himmel, das Wiener Belvedere entlässt würdevoll seine letzten Besucher und ganz Wien befindet sich im Frühlingstaumel – die Natur hat das Grau der Stadt charmant bunt übermalt.

Und, ich freue mich auf die kommenden Stunden. Der Botschafter von Rumänien in der Republik Österreich, S.E. Emil Hurezeanu hat eingeladen: In einem Festakt wird Herrn Götz Teutsch, Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker i. R. der Nationale Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers verliehen.

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,,Um Gottes Willen, das sind Menschen wie wir“

Ausgabe Nr. 2769

,,Hermannstädter Gespräche“ und Filmabend mit Peter Miroschnikoff im Spiegelsaal

Beim Filmabend am Mittwoch der Vorwoche im Spiegelsaal des DFDH: Peter Miroschnikoff (links) und Aurelia Brecht (stehend). Foto: Dragoș DUMITRU

„Ich hatte ein bisschen Orientierungsprobleme“, meinte der Journalist Peter Miroschnikoff zu seinem Besuch in der Stadt. „Hermannstadt von heute ist nicht mehr, wie ich es kannte. Es hat sich viel getan hier“, so der ehemalige Mittel- und Südosteuropakorrespondent der ARD in seiner Einleitung zur ersten diesjährigen Auflage der „Hermannstädter Gespräche“ des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) am Dienstag der Vorwoche.

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Einige Freiräume bewahrt

Ausgabe Nr. 2769

Dokumentation zur EKR 1945-1969

Hannelore Baier (Hg.): Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Friedrich Pustet Verlag, 2022, 423 Seiten, 39,95 Euro, ISBN: 3791733303

Unter dem Titel ,,Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Dokumentation“ ist der von Hannelore Baier herausgegebene Band 143 der im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, publizierten wissenschaftlichen Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München“ erschienen.

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Schreiben zwischen Nachruf und Neubeginn

Ausgabe Nr. 2769

Zur leidigen Frage um das Sein oder Nicht-Sein rumäniendeutscher Literatur

Dr. Carmen Elisabeth Puchianu (am Rednerpult) spricht über rumäniendeutsche Literatur, Autor Thomas Perle (rechts) hört zu. Foto: Beatrice UNGAR

Von rumäniendeutscher Literatur im Spannungsfeld von Sein und Nicht-Sein sprechen zu wollen oder zu müssen erweist sich als durchaus müßig, solange Joachim Wittstock schreibt, solange Eginald Schlattner schreibt, solange Balthasar Waitz schreibt, solange meine Wenigkeit schreibt. Ich beginne, womit ich enden wollte: Wo wir sind, ist rumäniendeutsche Literatur. Und zwar in ihrer vollkommen authentischsten und autochthonsten Form. Sie lässt sich an unseren Gedichten, an unseren Erzählungen und Romanen, an unserem ganzen Leben und Werken ablesen. Sie ist, was sie ist. Sie ist, was wir sind.Weiterlesen

8. Mountainbike-Rennen in Freck und Umgebung

Ausgabe Nr. 2769

Die 8. Auflage des Radrennens Triada MTB Avrig hat vom 6. bis 8. Mai in Freck und Umgebung stattgefunden. Neben den regulären Etappen wurden auch Wettkämpfe für Kinder und Familien organisiert. Teilgenommen haben 500 Radsportler. Bei den Profis – ,,Stage Race“ – haben die Sportlerinnen und Sportler an den drei Wettkampftagen insgesamt 150 Kilometer, bei einem Höhenunterschied von 1.400 m, zurückgelegt. Bei den Herren setzte sich Ede Molnar vom Team Dinamo-BikeXpert-Superbet an allen drei Tagen durch und folglich wurde er auch Sieger in der Gesamtwertung. Bei den Damen belegte Salome Bondor (ACS Living Bike) den ersten Platz in der Gesamtwertung, gefolgt von Suzanne Hilbert (NoMad Merida CST) und Roxana Rîmniceanu (HPM Pro Mountains). Am dritten Tag gab es auch Rennen über 30 und 45 Kilometer aber auch ein Family-Rennen über 20 Kilometer (ein Erwachsener und ein Kind). Das 30-km-Rennen der Herren gewann Andreas Hozat (CSU Scott), bei den Damen setzte sich Alexandra Albu durch. Das 45-km-Rennen der Junioren gewannen Elias Hozat (CSU Scott) bzw. Raissa Costea (Dinamo-BikeXpert-Superbet), bei den Kadetten siegte Dragoș. Die Veranstalter mit dem Radrenn-Profi Tudor Oprea an der Spitze können mit den Ergebnissen zufrieden sein und planen schon die nächsten beiden Etappen des Wettkampfes, die internationale Etappe Triada MTB Păltiniș (6. und 7. August auf der Hohen Rinne) und E-MTB Experience für E-Biker vom 16. bis 18. September. Alle Ergebnisse in allen Kategorien und Rennen finden Sie unter www.triadamtb.ro/www.cronometraj.ro. Bild oben: Auf das Siegerpodium der Herren in der Gesamtwertung stiegen Ede Molnár (1. Platz), sein Teamkollege Bogdan Duca (2. Platz) und Răzvan Grec (3. Platz); Bild unten: Insgesamt 130 Kinder beteiligten sich an dem ihnen zugedachten Rennen, alle erhielten Preise.                                                                                          Fotos: Tibi HILA

,,Etwas ganz Neues, Schwervorstellbares“

Streiflichter von der Jubiläumstagung der Evangelischen Akademie Siebenbürgen

Ausgabe Nr. 2768

Maiblasen mit der Neppendorfer Blaskapelle:  Gemeinsam mit dem  EAS-Vorstandsvorsitzenden Dietrich Galter (2. v. r. Bassflügelhorn) bot die Neppendorfer Blaskapelle nach dem Festgottesdienst in der Neppendorfer evangelischen Kirche am 1. Mai ein Ständchen. Zunächst auf dem Kirchhof, danach im Hof des EAS-Tagungshauses und schließlich in den Gassen von Neppendorf.                                              Foto: Beatrice UNGAR

Über drei Tage verteilt beginnend am vergangenen Freitag feierte die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) gemeinsam mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) als Mitveranstalter ihr 30. Jubiläum. Pandemiebedingt fand die Tagung ein Jahr verspätet statt, aber bei schönem Wetter und in der Gesellschaft vieler langjähriger Vorstands- und Vereinsmitglieder sowie Freundinnen und Freunden der Akademie. Auch das 20-jährige Bestehen des „Hans Bernd von Haeften” Tagungs- und Konferenzzentrums wurde zelebriert. Weiterlesen

Ehrennadel des DFDR für Peter Miroschnikoff

Ausgabe Nr. 2768

Ehrengast der ,,Hermannstädter Gespräche“ zum Thema „Ein anderes Rumänienbild in deutschen Medien“ war am Dienstag Peter Miroschnikoff (links), langjähriger ARD-Korrespondent für Mittel- und Südosteuropa. Unser Bild: Für seine Verdienste um die ausgewogene Berichterstattung über die deutsche Minderheit in der Öffentlichkeit der Bundesrepublik Deutschland überreichte ihm im Anschluss der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr (rechts) die silberne Ehrennadel des DFDR.     Foto: Benjamin JOZSA

 

Innovation war und bleibt Familientradition

Wie die Optiker-Familie Kovats von Hermannstadt nach Baden kam

Ausgabe Nr. 2768

Carlo Kovats in seiner Werkstatt in der Heltauergasse Nr. 2 kurz vor seiner Auswanderung nach Deutschland, die 1969 erfolgte.

„Kovats – seit 1870“ ist auf dem Schild an einer Hausfassade im Schweizer Städtchen Baden zu lesen. An der „Weiten Gasse“ in der Altstadt betreibt die Familie Kovats ihren Laden. Seit mehreren Generationen gibt es ihr Optik- und Fotofachgeschäft in der heute knapp 20.000-Seelen-Stadt. Im Inneren des Betriebs blicken die Ahnen der Familie von Porträts auf ihre Nachfahren und deren Kundschaft. Eröffnet wurde das Badener Geschäft 1935, der Anfang der Familiengeschichte spielte sich jedoch weit entfernt von der Stadt und der Schweiz ab. Die ersten Generationen der Kovats-Optikspezialisten wirkten während beinahe 100 Jahren in Hermannstadt.Weiterlesen

,,Alles Liebe zum Muttertag“

Ausgabe Nr. 2768

Das Muttertagskonzert „Alles Liebe zum Muttertag“, eine musikalische Umarmung von Pfarrer Alfred Dahinten und seiner Trio Saxones Band, wird am Sonntag, dem 8. Mai, um 18 Uhr deutscher Zeit (Mitteleuropäischer Sommerzeit)  bzw. um 19 Uhr rumänischer Zeit als Videostream auf dem YouTube-Kanal des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland (www.siebenbuerger.de) und auch auf der Facebook-Seite des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V., auf der Facebook-Seite von Radio Siebenbürgen und auf dem YouTube-Kanal des Siebenbürgenforums (Demokratischen Forums der Deutschen in Siebenbürgen) gesendet. Mehr dazu unter https://www.siebenbuerger.de/zeitung/artikel/kultur/22714-videostream-alles-liebe-zum-muttertag.htmlWeiterlesen

,,Gedruckte Bücher sind attraktiv“

Interview über den Welttag des Buches mit der Konsulin Kerstin Ursula Jahn

Ausgabe Nr. 2768

Die Deutsche Konsulin Kerstin Ursula Jahn (rechts) im Gespräch mit der stellvertretenden Chefredakteurin der HZ, Ruxandra Stănescu, in der Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt.                                                                                                       Foto: Roxana STOENESCU

Das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt (DKH) hat zum Welttag des Buches, der am 23. April gefeiert wurde, einen Wettbewerb organisiert, der vom Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt unterstützt wurde. Über Bücher und den Welttag des Buches hat Konsulin Kerstin Ursula Jahn mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u gesprochen, im Anschluss wurden auch die Gewinner ausgelost. Das Interview und die Liste der Gewinner sind auch auf der Internetseite des DKH zu finden.Weiterlesen

Eine tolle Gelegenheit an unserer Schule

Eine DSD-Alumna berichtet über ihre Erfahrungen mit dem Deutschen Sprachdiplom

Ausgabe Nr. 2768

Evelyn Tohati bei dem online geführten Gespräch.                              Foto: screenshot

Evelyn Tohati hat 2016 die DSD II Prüfung auf C1 Niveau bestanden. Sie wurde an ihrer Schule, dem Hermannstädter Samuel von Brukenthal-Gymnasium von Anfang an gut vorbereitet. Bereits in der 9. Klasse war allen SchülerInnen bekannt, dass sie in der 12. Klasse die Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom (DSD) ablegen werden. In der 10. Klasse wurde mit der DSD-Vorbereitung begonnen. Neben den regulären Deutschstunden gab es ergänzende DSD-Stunden, um alle geforderten Kompetenzen ausreichend zu trainieren. Hören, Lesen, Schreiben, Sprechen. Ein spezielles DSD-Lehrbuch half ebenfalls beim Sprachtraining. Weiterlesen