Wieder ein gutes Storchenjahr

Ergebnisse der 38. Storchzählung im Kreis Hermannstadt / Von Friedrich PHILIPPI

Ausgabe Nr. 2967

Marpod: Vater Storch oder Mutter Storch wacht auf dem Dach des Hauses rechts über die 4 Jungstörche in dem Nest.                           Foto: Max KÖBER

So wie in den vergangenen Jahren erreichen mich auch heuer immer wieder Fragen nach dem Befinden der Störche. Die vielen Storchenfreunde sollen darauf auch eine Antwort erhalten: Es ist nach dem Störungsjahr 2025 heuer wieder ein gutes Storchenjahr! Das können wir jetzt nach der im Zeitraum 22. – 28. Juni durchgeführten Storchzählung und deren Aufarbeitung melden. Weiterlesen

Bewahrte Erinnerungen. Lebendige Geschichte

Ausgabe Nr. 2967

Bewahrte Erinnerungen. Lebendige Geschichte. Unter diesem Titel wurde am 8. Juli im Kleinen Saal im Forumshaus in Hermannstadt eine Ausstellung eröffnet, die einen Einblick in die Welt der Siebenbürger Sachsen und der Landler bietet. Einen Bericht dazu lesen Sie in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild: Die Veranstalterinen Camelia Ștefan, Simona Malearov, Gertrud Krech, Karla Roșca und Mirela Crețu (v. l. n. r.) vom ASTRA-Museum bzw. vom Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt.                Foto: Ruxandra STĂNESCU

Das Festival ist organisch gewachsen

Streiflichter von der 17. Auflage der Hungarikum-Tage

Ausgabe Nr. 2967

Die Mannschaft „A barátok“ aus Hermannstadt setzte sich in der Kategorie Gulasch durch. Foto: Werner FINK

Zwischen dem 3. und 5. Juli fand die 17. Auflage der Hungarikum-Tage statt. Eröffnet wurde die Veranstaltung am Freitag mit der Vernissage der Ausstellung „Kallós 100“ im Schatzkästlein auf dem Kleinen Ring wo die Besucher mehr über das Leben und Werk des siebenbürgisch-ungarischen Volkskundlers und Volksmusiksammlers Zoltán Kallós erfahren konnten. Später ging es ins ASTRA-Freilichtmuseum, wo beim Haus aus Korond eine zweite Vernissage mit Fotos von Kallós stattfand. Der Höhepunkt war wie immer der Gulaschkochwettbewerb am Samstag, an dem dieses Mal 22 Mannschaften in 25 Kesseln kochten. Das Wettkochen wurde wie immer von einem reichen Kulturprogramm begleitet. Insgesamt 6.500 Besucher sollen das Freilichtmuseum an diesen drei Tagen besucht haben.Weiterlesen

Unerschöpflicher Fundus

Dritter Band der Deutsch-Kreutz gewidmeten Trilogie

Ausgabe Nr. 2967

Moderator Robert Schwartz, der auch das Vorwort verfasst hat, Sophia Folberth, die Autorin Ruxandra Hurezean und Liane Junesch, die zu den Mitdiskutanten gehört hat (v. l. n. r.) bei der Buchvorstellung im Erasmus-Büchercafé.                                                                                                 Foto: Privat

Im Erasmus-Büchercafé ist immer Bewegung. Aber selten so viel, wie bei der am 20. Juni erfolgten Vorstellung des dritten Bandes der Deutsch-Kreutzer Trilogie, der unter dem Titel „Viața cu celălalt. Poveste despre oameni, limbi si rânduieli la sașii din Criț“ in dem Klausenburger Verlag Presa Universitara Clujeana erschienen ist. Mit gutem Grund, muss man sagen: Erstens kennt man mittlerweile die Autorin Ruxandra Hurezean als engagierte Journalistin, die auch die ersten beiden Bände verfasst hat. Zweitens war die Erzählerin Sophia Folberth anwesend. Sie hat den Stoff für das Buch geliefert. Weiterlesen

Mitten im Sandfieber

Teams aus aller Welt bei „Sibiu Sands“ 2026
Ausgabe Nr. 2967

Präzise Angriffe und spektakuläre Abwehraktionen konnten am Kleinen Ring verfolgt werden.                                                       Foto: Cynthia PINTER

Wo sonst Touristen durch die historische Altstadt schlendern, flogen die ganze Woche Bälle durch die Luft: Das Beachvolleyball-Turnier „Sibiu Sands“ verwandelte den Kleinen Ring in eine beeindruckende Sportarena. Tonnen von Sand, zwei Tribünen und begeisterte Zuschauer sorgten für eine besondere Atmosphäre mitten im Herzen der Stadt. Äußerst hart umkämpft war der internationale Wettkampf „Beachvolleyball Pro Futures – Women“ vom 9. bis 12. Juli, mit Beteiligung aus der ganzen Welt, der zum ersten Mal in Hermannstadt stattfand.Weiterlesen

Von der Drehbank auf die Bühne

Siegfried Siegmund und sein Roman ,,Auf der Bühne des Lebens“

Ausgabe Nr. 2967

Siegfried Siegmund: Auf der Bühne des Lebens. Umschlag, Gestaltung, Übersetzung und Überarbeitung: Robert Peter Binder. Hamburg 2026, 268 Seiten, 49 Lei. Das Buch liegt in Hermannstadt in der Schiller-Buchhandlung und im Erasmus-Büchercafé auf.

Der in Hermannstadt geborene Schauspieler Siegfried Siegmund hat seine gesamten Lebenserlebnisse von der Kindheit bis ins hohe Rentneralter in seinem Buch „Schimb brățară de aur pe un colier de turcoaze“ (Tausche goldenes Armband gegen eine Türkiskette) zu Papier gebracht. Dieses Buch wurde 2015 im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt einem breiten und interessierten Publikum, im Beisein des Autors, vorgestellt. Der ebenfalls in Hermannstadt geborene und heute in Frankfurt am Main lebende Robert Peter Binder hat die Originalfassung des Romans gelesen und hat sich spontan entschieden, diesen ins Deutsche zu übersetzen, da er Siegmunds Geschichten und Erlebnisse gut nachempfinden konnte, besonders jene aus der Kindheit und Jugend. Unter dem Titel „Auf der Bühne des Lebens“ liegt die Übersetzung nun vor. Weiterlesen

„Überlagerte Zeiten“

Ausgabe Nr. 2967

„Überlagerte Zeiten“, lautet der Titel der Ausstellung, die am Sonntag in der Heltauer evangelischen Kirche eröffnet wurde und daselbst bis zum 16. August zu besichtigen ist. Der Künstler Horst Lutsch (unser Bild) zeigt dabei nach eigener Aussage „Malerei und digitale Metamorphosen“ . Der 1969 in Mühlbach geborene Lutsch lebt heute in Herrenberg bei Stuttgart. Über seine Kunst sagt er: „Meine Arbeiten bewegen sich zwischen klassischer Malerei und fotografischen Transformationen, die direkt auf dem Smartphone entstehen. Historische Räume, sakrale Architektur und alltägliche Fragmente verdichten sich dabei zu vielschichtigen Bildwelten zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Meine Kunst erzählt von Zeit, Wandel und den Spuren gelebten Lebens“.                                                        Foto: Beatrice UNGAR

„Eine Lehre für uns alle“

Wanderausstellung Infrarot“ gastiert in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2967

Gruppenbild mit Veranstaltern und Interviewpartnerinnen und -partner: Jakob Feldmann, Eva Maria Carașcă, Luminița Mihai Cioabă, Daniel Cautnic, Angela Tomaselli, Hans Georg Junesch, Beatrice Ungar und Tiberiu Baruch (v. l. n. r.)                                         Foto: Aurelia BRECHT

Die Wanderausstellung „Infrarot: Kommunismus aus der Perspektive der nationalen Minderheiten in Rumänien“, das Ergebnis einer studentischen Initiative der Fachschaftsredaktion „Das Politicum“ der Universität Bonn, wurde am 9. Juli im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt eröffnet und ist bis zum 20. September in der Synagoge in Hermannstadt zu besichtigen. Weiterlesen

Spuren einer verlorenen Welt

Dagmar Dusils lyrische Räume der Erinnerung / Von Katharina KILZER

Ausgabe Nr. 2967

Dagmar Dusil: Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa. Pop Verlag Ludwigsburg 2026, Reihe Lyrik Band 199, 96 Seiten, ISBN 978-3-86356-436-0, 99 Lei.

Der Gedichtband „Kalte Tage. Gedichte und lyrische Prosa“ der siebenbürgischen Autorin Dagmar Dusil erschien 2026 im Ludwigsburger Pop-Verlag. Auf rund hundert Seiten versammelt er Gedichte, Prosatexte, Haikus und ein Nachwort von Britta Lübbers, der Rolf-Bossert-Gedächtnis-Preisträgerin von 2021. Das Cover gestaltete Barbara Niedermaier. Einige Texte wurden bereits in Literaturzeitschriften veröffentlicht, darunter in den „Spiegelungen“.Weiterlesen

Beitrag zur Erinnerungskultur

Zum Roman ,,Rubla – Ort ohne Schatten“ von Mariana Gorczyca

Ausgabe Nr. 2967

Mariana Gorczyca: Rubla, Ort ohne Schatten, Deutsche Fassung: Beatrice Ungar, mit einem Nachwort von Viorel Marineasa, Honterus-Verlag Hermannstadt 2025, 190 Seiten. ISBN 978-606-008-179-1. Das Buch erschien mit der Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien und das Demokratische Forum der Deutschen in Schäßburg und wird kostenlos abgegeben.

Weil die Wunden noch immer nicht verheilt sind – in diesem Frühsommer fanden in zahlreichen Ortschaften Rumäniens Gedenkveranstaltungen zum 75. Jahrestag der Verbannung in die Bărăgan-Steppe statt – melden sich immer wieder Historiker und Journalisten zum Thema Zwangsdeportationen zu Wort, aber auch Schriftstellerinnen. So zuletzt Mariana Gorczyca, Jahrgang 1956, also eine Nachgeborene, der wir zwei Romane zu Deportationen verdanken. Beide wurden von der Journalistin Beatrice Ungar ins Deutsche übersetzt. Der erste, „Diesseits und jenseits des Tunnels“, handelt von der Deportation der Deutschen aus Rumänien zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion 1945 der jüngste vom Zwangsdomizil in der Bărăgan-Steppe. Weiterlesen

Kirchengeschichte, Heilige und Spiritualität

Zum 15-jährigen Bestehen der Deutsch-Rumänischen Theologischen Bibliothek

Ausgabe Nr. 2967

Dr. Jürgen Henkel, Protosingel Dr. Ioan Popoiu und Dr. Dieter Brandes bei der Buchvorstellung im Erasmus-Büchercafé (v. l. n. r.).       Foto: Beatrice UNGAR

Seit 2011 gibt es nun die Deutsch-Rumänische Theologische Bibliothek (DRThB), die im Hermannstädter Schiller Verlag erscheint und von dem bayerischen Pfarrer und früheren Leiter der Evangelischen Akademie Siebenbürgen (EAS) Dr. Jürgen Henkel ins Leben gerufen wurde. Seit 2016 erscheint die „Bibliothek“ als Buchreihe der ökumenischen Gesellschaft „Ex fide lux – Deutsch-Rumänisches Institut für Theologie, Wissenschaft, Kultur und Dialog“ aus Nürnberg, die ebenfalls von Henkel initiiert wurde. Die Buchreihe und das Institut wollen dem ökumenischen Dialog und theologischen Austausch zwischen Rumänien und dem deutschsprachigen Raum dienen. Weiterlesen