Kassettendecken, Orgeln, Gotteshäuser

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4. Auflage des Ars Sacra-Festivals findet bis zum 20. September in Hermannstadt statt

Ausgabe Nr. 2976

Bei der Eröffnung des Festivals (v. l. n. r.): Dr. Emanuel Tăvală, Levente Serfőző, Vizebürgermeister Helmut Lerner, Stadtpfarrer Kilian Dörr, Stadtpfarrer Róbert-Attila Birton, Pfarrer Róbert Boros und die Volkskünstlerin und Restauratorin Erzsébet Boros.           Foto: Beatrice UNGAR

Eine Orgelführung in der evangelischen Stadtpfarrkirche, ein Klavierkonzert im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt, jüdische Gesänge in der Synagoge, Führungen zu und in den Gotteshäusern. Das konnten die Hermannstädterinnen und Hermannstädter und ihre Gäste bisher bei der 4. Auflage des Ars Sacra-Festival erleben, das noch bis zum 20. September unter dem Motto „Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leides, dass ich euch gebe Zukunft und Hoffnung“ (Jeremia 29,11) stattfindet.

Eröffnet wurde das Festival am Samstag, den 12. September, im Touristeninformationszentrum im Foyer des Hermannstädter Rathauses am Großen Ring. Grußworte sprachen seitens der Organisatoren vom HID-Kulturverein Levente Serfőző, seitens der rumänisch-orthodoxen Kirche Pfarrer Dr. Emanuel Tăvală, seitens der evangelischen Kirchengemeinde A. B. Stadtpfarrer Kilian Dörr, seitens der römisch-katholischen Kirchengemeinde Stadtpfarrer Róbert-Attila Birton.

Anschließend stellte der reformierte Pfarrer Róbert Boros aus Ciumbrud/Csombord die Ausstellung mit bemalten Kassettendecken seiner Gattin, der Volkskünstlerinund Restauratorin Erzsébet Boros vor. Dabei betonte er, dass Siebenbürgen ein besonderes mittelalterliches Kulturerbe beherberge, das als reichstes im Karpatenraum gelte. In den Kirchen befänden sich wahre Schätze: farbenfroh bemalte Kassettendecken, Emporen, Kanzeln, Taufbecken aus Holz. Pfarrer Boros betonte: „Erzsébet Boros malt nicht nur. Sie bewahrt die Tradition. Sie rettet Werte.“ Die Ausstellende hat sich von diesen volkstümlichen Kunstwerken inspirieren lassen und so können die Besucherinnen und Besucher bis zum 28. September das Ergebnis ihrer Arbeit bewundern.

B. U.

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Kirche.