Sehenswerte Kunstwerke

46 Künstlerinnen stellen in der UAP-Galerie aus

Ausgabe Nr. 2950

Blick in einen der drei Ausstellungsräume.                  Foto: Beatrice UNGAR

Sie beteilige sich nicht an der Ausstellung mit Werken von Frauen, die im März in der Galerie der Hermannstädter Zweigstelle des Rumänischen Künstlerverbands (UAP) am Großen Ring/Piața Mare 12 zu besichtigen ist, sagte gegenüber der Hermannstädter Zeitung eine bekannte Hermannstädter Malerin. Sie wolle als Kunst-Schaffende wahr- und ernstgenommen werden, nicht bloß als Frau.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2950

Osterangebote im Forumshaus

Hermannstadt. – Der traditionelle Osterbasar des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt und der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt findet am Samstag, dem 21. März, von 10 bis 14 Uhr im Forumshaus statt. Der Erlös geht u. a. an die sozialen Einrichtungen der Evangelischen Kirche. „Handgefertigte Osterdekorationen, kunstvolle Handarbeiten, süße Köstlichkeiten und viele besondere Geschenk-Ideen für das bevorstehende Osterfest” werden laut Veranstaltern hier angeboten.

Ebenfalls im Spiegelsaal des DFDH werden zwei Workshops für Osterbräuche angeboten. Ein Workshop für Eierfärben mit Naturfarben, geleitet von Iulia Teodorescu, Restauratorin im ASTRA-Museum, findet am Dienstag, dem 24. März, ab 17 Uhr, statt.

Ein Workshop für Eierverzieren (Atelier de încondeiat ouă), geleitet von Andrei Buda, Spezialist für traditionelle Kunst, findet am Freitag, dem 27. März, ebenfalls ab 17 Uhr statt. Die Teilnahme an den Workshops ist nur mit vorheriger Anmeldung über Link https://forms.gle/6imzbANPQPiu3WgM7 oder telefonisch beim Sekretariat des DFDH unter 0722-29.38.50 möglich. Die Veranstaltungen sind für Personen ab 8 Jahren geeignet, pro Workshop stehen maximal 15 Plätze zur Verfügung. (RS)Weiterlesen

Archipel mit 19 Inseln im Harbachtal

Neue Pfarrerin für Agnetheln und Gemeindeverband Agnetheln eingesetzt

Ausgabe Nr. 2949

Dann wurde es emotional: Sie habe nicht gedacht, dass es sie so sehr beeindrucken würde, gab Kuratorin Andrea Schiau Gull (rechts) zu, als sie der neuen Pfarrerin Bettina Kenst (links) im Beisein von Landes- und Bezirkskirchenkuratorin Carmen Schuster (2. v. l.) und Dechant Dietrich Galter (3. v. l.) den Schlüssel der Agnethler evangelischen Kirche übergab.                                                                                                                             Fotos: Beatrice UNGAR

Zwei Zahlen bestimmten die Einsetzung von Bettina Kenst als Pfarrerin für Agnetheln und den Gemeindeverband Agnetheln der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien am 28. Februar: 50 und 19. Wie Pfarrerin Kenst in ihrer Dankesrede im Festgottesdienst erklärte, habe ihr Vater, Gerhard Kenst, am 1. August 1975 sein Vikariat begonnen. Auf den Tag genau, 50 Jahre später, stand sie hier im Pfarrhaus und unterschrieb 2025 den Vertrag, für ihren geistlichen Dienst in Agnetheln und Umgebung. Das bedeutete, sie verantwortet für 19 Gemeinden, so viele Inseln zählt der Archipel Galapagos. In gewisser Weise handelt es sich also bei dem Zuständigkeitsbereich der neuen Seelsorgerin um einen Archipel mit 19 Inseln im Harbachtal.Weiterlesen

Erneute Theaterpremiere im „Dr. Carl Wolff-Altenheim”

Ausgabe Nr. 2949

Mit dem Stück „Der Handschuh oder Die Bremer Stadtmusikanten ziehen weiter!” erfreute die Theatergruppe des „Dr. Carl Wolff”-Altenheims am vergangenen Freitag erneut die Bewohnerinnen und Bewohner dieser sozialen Einrichtung. Gespielt und gesungen haben mit den beiden Musikern Marius Ungureanu (Bratsche/Gitarre) und Ciprian Dancu (Klarinette) einige Bewohnerinnen, als Erzählerin fungierte Heimleiterin Ortrun Rhein.                             Foto: Beatrice UNGAR

In angenehmem Rahmen vernetzt

Streiflichter vom zehnten Treffen junger Siebenbürger in Freck

Ausgabe Nr. 2949

Andrei Lazăr (links) und Phillip Barth hatten einen Riesenspaß bei ihrem Karaoke-Auftritt. Foto: DJVS

Das 10. Treffen junger Siebenbürger fand am 28. Februar in der Orangerie der ehemaligen Brukenthalschen Sommerresidenz in Freck statt. Eingeladen hatte der Deutsche Jugendverein Siebenbürgen (DJVS)junge Leute und Familien mit Kindern, um sich zu treffen, kennenzulernen, zu vernetzen und das in einem angenehmen Rahmen. Weiterlesen

Als täglich Postreiter verkehrten

Post, Telegraph, Telefon in Hermannstadt (I) / Von Manfred WITTSTOCK

Ausgabe Nr. 2949

Das ursprüngliche Bielzische Haus in der Heltauergasse (4. v. r.), vor seinem völligen Umbau während den Jahren 1904-1906, war nur einstöckig und gleichhoch wie die Nebengebäude, hatte eine ebene Fassade mit sechs Fenstern zur Straße sowie zwei Gauben am Dach.

Abgesehen von den politischen Verhältnissen: Es hätte unsere Selbstvernichtung bedeutet, hätten wir im 18. Jahrhundert den Habsburgern, die uns katholisch oder im 19. Jahrhundert den Ungarn, die uns madjarisch machen wollten, nachgegeben. So konnten wir nicht nur unsere Sprache und unseren Glauben behalten, sondern auch am allgemeinen Fortschritt teilnehmen.

Da wurde schon im Jahre 1754 zwischen der Reichshauptstadt Wien und der Provinzhauptstadt Hermannstadt ein regelmäßiger Linienverkehr der Post eingeführt. Zwischen beiden Ortschaften verkehrte monatlich über Temeswar je ein Postwagen mit Passagieren und deren Gepäck sowie mit Wertsachen, außerdem täglich Postreiter mit SchriftstückenWeiterlesen

Tradition in feinen Fäden

Ein Märzchen in Wien erzählt

Ausgabe Nr. 2949

Ich bin ein Märzchen aus Wien – klein, doch voller Geschichten. Meine zwei Fäden, rot und weiß, wurden einst geflochten, um den Dialog der Jahreszeiten zu bewahren: Wärme und Kälte, Abschied und Neubeginn, Ruhe und Erwachen. Seit Jahrhunderten reise ich durch Rumänien und Südosteuropa, ein stiller Bote für Gesundheit, Wohlstand und guten Willen zum Beginn des landwirtschaftlichen Jahres. Als mein Brauch 2017 als immaterielles Kulturerbe von der UNESCO gewürdigt wurde, fühlte ich mich gesehen – doch mein wahres Leben beginnt immer dort, wo ich verschenkt werde.Weiterlesen

Gemälde von Reinhardt Schuster in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2949

Vom 20. März bis 26. Mai wird im Terrassensaal des „Friedrich Teutsch” Begegnungs- und Kulturzentrums in Hermannstadt die Ausstellung „Memento” mit Werken des siebenbürgischen Künstlers Reinhardt Schuster (geboren 1936 in Brenndorf) präsentiert. Entstanden in den letzten vier Jahrzehnten, erinnern die Bilder an verschiedene Ereignisse, die in diesem Zeitraum stattfanden. In einem ihm eigenen Stil „wollen Reinhardt Schusters Leinwände Zustandserscheinungen von Welt und Leben, gefiltert durch das Wesen des Malers sein” (Irmgard Sedler). Die Vernissage findet am 20. März, 12 Uhr, statt. Die Einführung hält Dr. Irmgard Sedler, Vorsitzende des Trägervereins Siebenbürgisches Museum Gundelsheim e. V.. Partner der Ausstellung ist das Siebenbürgische Museum Gundelsheim, unterstützt wird sie von der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer” (HOG Brenndorf), dem Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen und der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Unser Bild: Reinhardt Schuster: Verriegelter Eingang, 1991.

Revolution im Fokus

Rumänien beim Europäischen Filmfestival Wien

Ausgabe Nr. 2949

Filmszene mit dem Hauptdarsteller Adrian Văncică (mit Pistole).
Foto: Transilvania Film

Im Herzen von Wien wurde das Europäische Filmfestival Wien vom 19. bis 26. Februar traditionell zum cineastischen Schaufenster Europas – ein Ort, an dem Film nicht nur unterhält, sondern politische Wirklichkeit spürbar macht. Die diesjährige Ausgabe startete mit besonderer Wucht: Die Eröffnung im Stadtkino Wien gehörte einer rumänischen Produktion, die Vergangenheit und Gegenwart in elektrisierender Intensität verschränkt.Weiterlesen

Positive Bilderflut

Ein besonderer Ausstellungskatalog: PANORAMA TRANSILVANIA 2005-2025

Ausgabe Nr. 2949

Stefan Jammer: PANORAMA TRANSILVANIA. 2005-2025. Text: Heidrun König, Honterus Verlag Hermannstadt, 2025, 262 Seiten, ISBN 978-606-008-210-1. Gedruckt mit der finanziellen Unterstützung des Departements für Interethnische Beziehungen im Generalsekretariat der Rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien und das Demokratische Forum der Deutschen in Siebenbürgen. Alle Fotos aus dem Buch sowie Informationen zum historischen Hintergrund sind auf der Webseite https://transilvania.stefan jammer.de/index_de.html abrufbar.

Siebenbürgen ist reich an Geschichte, Architektur und kultureller Vielfalt. Und ebenso reich an Bildern. Der Bildband zur letztjährigen Ausstellung im Teutsch-Haus bündelt Fotografien aus mehr als zwei Jahrzehnten und verbindet sie mit historischen Einordnungen zu einer visuellen Reise durch unsere Region.

Der deutsche Medienphilosoph Norbert Bolz beschreibt die „Bilderflut“ als strukturelle Überproduktion und allgegenwärtige Präsenz von Bildern in der modernen Medienkommunikation. Gerade in einer Zeit, in der digitale Technologien und künstliche Intelligenz die Produktion visueller Inhalte immer weiter beschleunigen, erscheint dieser Begriff aktueller denn je. In der Kommunikationswissenschaft wird häufig darauf hingewiesen, dass die stetig wachsende Menge an Bildern zu einer verkürzten Wahrnehmung führen kann und Texte zunehmend von Bildern verdrängt werden. Kontextualisierung rückt damit in den Hintergrund.Weiterlesen