Aus der Zeit gefallen – und doch mittendrin

Ausgabe Nr. 2971

  1. Schauwerkstatt der Wandergesellen in Hermannstadt eröffnet

Gruppenbild mit allen bis Monatsende in Hermannstadt weilenden Wandergesellen und -gesellinnen. Einige arbeiten auch in der Stadt, z. B. decken sie das Dach der ehemaligen evangelischen Mädchenschule in der Salzgasse/Constituției und in Schellenberg am Pfarrhaus. Foto: Ștefan TRIHENEA

Sie sind nicht zu übersehen. Diese merkwürdig aussehenden Typen mit den eigentümlichen Anzügen, die sie als Kluft bezeichnen und den großen Hüten. Sie tragen weiße Leinenhemden, die sie Stauden und Binder, die sie Ehrbarkeit nennen: Wandergesellen. Sie scheinen aus der Zeit gefallen zu sein. Allein der Verzicht auf moderne Kommunikationsmittel wie Handys, würde ihre gleichaltrigen Zeitgenossen schon zur Verzweiflung treiben. Und vielleicht passen sie deshalb so gut zu Hermannstadt, jener Stadt, die einst als Hochburg wandernder Gesellen galt. Am 6. August eröffneten sie zünftig die diesjährige Schauwerkstatt zwischen Teutsch-Denkmal und evangelischer Stadtpfarrkirche im Hof des Brukenthal-Gymnasiums.

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Tafeln im Pfarrgarten

Ausgabe Nr. 2971

DFDH-Sympathisanten beim Transylvanian Brunch

Die Gäste konnten Pfarrgarten im Schatten der Apfelbäume bei einem guten Essen den Blick auf die Kirche genießen.

 

Ein reichhaltiges gastronomisches Angebot gab es beim Transylvanian Brunch am 26. Juli auf dem Gelände des evangelischen Pfarrhauses und der Kirchenburg in Roseln/Ruja bei Agnetheln. Neben Kümmelsuppe, Brodelawend, Zwiebel-Tokana mit Würstchen und Sarmale gab es verschiedene Aufstriche aus unterschiedlichem Gemüse, Käse und Wurstarten aus der Region.Weiterlesen

Tuberosenfestival in Halvelagen/Hoghilag

Ausgabe Nr. 2971
Zum 11. Mal wurde in Halvelagen das Tuberosenfestival organisiert und zum ersten Mal fand es an zwei Wochenenden statt – am 1. und 2. August, bzw. am 8. und 9. August – das deutlichste Zeichen, dass das Event wächst. Das Bürgermeisteramt kämpft dafür, dass die Tuberose, eine Pflanze aus der Gattung der Agaven, die Zertifizierung als geschützte geografische Angabe erhält. Die Besucher konnten nicht nur Blumen und Tuberosenöl kaufen, sondern auch die Zwiebel, in der Hoffnung, dass in wenigen Jahren auch im eigenen Garten die duftenden Blüten die Sommerabende verschönern. Im Hof der Kirchenburg wurden verschiedene Aktivitäten und Konzerte organisiert, am Platz davor verkauften die Dorfbewohner Handgemachtes und Leckereien – von frischen Tomaten bis Zacusca, von Fettbroten mit Zwiebeln bis Krapfen und von Limonade bis Schnaps. Sogar schwarze Sommertrüffel aus der Schäßburger Gegend konnten hier gekauft werden. Unser Bild: Im Hof einer der rund 40 Familien, die Tuberosen züchten, sind am 9. August nur noch wenige Blumen zu sehen, denn die meisten wurden bereits geerntet und verkauft. Da die Blumen nicht aufblühen, nachdem sie geschnitten wurden, passen die Besitzer ganz genau auf, dass sie die Tuberosen im richtigen Moment ernten. So mussten die Kunden zum Teil bis zu zwei Stunden warten, bis die Tuberosen in der Sommerhitze poppten, um sie kaufen zu können.                                                               Foto: Mugur FRĂȚILĂ

Visuelles Storytelling

Ausgabe Nr. 2971

Spannende Geschichten durch Fotos erzählen

Teilnehmende und Gastgeber vor der HZ-Redaktion. Foto: Cynthia PINTER

Geschichten durch eine Fotoreihe zu erzählen haben deutschsprachige Jugendliche Anfang August gelernt. Organisiert wurde der Storytelling-Workshop vom Verein FunkForum in der HZ-Redaktion und wurde vom Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) Stuttgart finanziell unterstützt. Die Teilnahme war kostenlos. Die Kulturmanagerin des FunkForums, Yvonne Jarosch, vermittelte die Grundlagen der dokumentarischen Fotografie und des visuellen Storytellings. Die erworbenen Kenntnisse werden beim Holzstockfestival in Holzmengen vom 21. bis 23. August praktisch angewendet. Die entstandenen Fotoreportagen bilden die Grundlage für eine Fotoausstellung, die in Hermannstadt und beim Holzstock-Festival 2027 gezeigt werden sollen. Die Teilnehmerin Verena-Jasmine Sifft berichtete über das bisher Erlebte:Weiterlesen

,,Wasch dich oft und kalt“

Ausgabe Nr. 2971

Sonderausstellung im Kreismuseum Bistritz: Spruchgut auf Wohntextilien

Dr. Irmgard Sedler (links) und Gela Neamțu. Foto: Werner SEDLER

Unter dem Titel „Siebenbürgen, süße Heimat“ steht die Ausstellung mit Spruchgut auf Wohntextilien, die vom Kreismuseum Bistritz in Zusammenarbeit mit dem Siebenbürgischen Museum Gundelsheim organisiert und am 7. August eröffnet wurde. Kuratiert wurde sie von Dr. Irmgard Sedler und Julia Mayerhöffer vom Gundelsheimer und von Gela Neamțu vom Bistritzer Museum. Im Folgenden stellt Dr. Irmgard Sedler die Ausstellung vor, die noch bis zum 14. September zu besichtigen ist:

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Optimale Bedingungen

Ausgabe Nr. 2971

Mehr als 300 Teilnehmende beim Triathlon Challenge


Gestartet wurde mit der Schwimmprobe im See des Hermannstädter Tiergartens. Fotos: Andrei BĂLĂȘAN

Die fünfte Ausgabe der Sibiu Triathlon Challenge. Powered by Biosynergie, die am Sonntag, dem 2. August, stattfand, brachte mehr als 300 Teilnehmende aus dem In- und Ausland an den Start, die entschlossen waren, sich den Herausforderungen dieses spektakulärenTriathlon-Wettkampfes auf Asphalt zu stellen.

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Leben aus der Differenz

Ausgabe Nr. 2971

Eine internationale Sommerschule in Hermannstadt

Gruppenbild mit Teilnehmenden vor dem Portal der romanischen Basilika auf der Michelsberger Burg. Foto: Privat

Im Rahmen des europäischen Universitäts-Verbandes FORTHEM, zu dem auch die Hermannstädter „Lucian-Blaga“-Universität gehört, erkundeten 16 internationale Studierende vom 20. bis 24. Juli die Region in und um Hermannstadt. Die Sommerschule „Living from Difference! Intercultural Encounters & the Contradictions of Pluriversal Ways of Being“ wurde vom Lehrpersonal des Studiengangs Grund- und Vorschulpädagogik in deutscher Sprache unter der Leitung von Teresa Leonhard (Idee und Konzept) und Eveline Cioflec (Thematischer Hintergrund), gemeinsam mit Liana Iunesch, Alina Geanina Ionescu und Alina Moldovan organisiert.

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Nachrichten

Ausgabe Nr. 2971

Die partielle Sonnenfinsternis war am 12. August auch über Hermannstadt zu beobachten: Rund zehn Prozent der Sonnenscheibe wurden vom Mond verdeckt. Das Bild entstand mit einem grünen Sonnenfilter, der das seltene Himmelsschauspiel sichtbar macht. Foto: Ruxandra STĂNESCU

Creative Buzz

Hermannstadt. – Die Sommerauflage der Handmademesse „Creative Buzz“ findet vom 13. bis 16. August, jeweils zwischen 10 und 22 Uhr, auf dem Huetplatz statt. (RS)

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Einsatz an der Burgkirche

Ausgabe Nr. 2970

Mit Unterstützung der Siebenbürgisch-Sächsischen Stiftung und einschlägiger Verbände und Planern nimmt sich der Landesverband der Restauratoren von historischen Denkmälern aus Rumänien (UNRMI) des Daches der romanischen Basilika in der Michelsberger Kirchenburg an. Unter dem Motto „Ein Dach für die Burgkirche“ sind vom 10. bis 16. August in freiwilliger Arbeit Sicherungsmaßnahmen geplant. Die Dacheindeckung aus Tonziegeln und die Unterkonstruktion soll repariert werden, auch einige Reparaturen an der Ringmauer werden durchgeführt sowie eine Ausstellung in der Kirche eingerichtet. Der Verband feiert damit 35 Jahre seit seiner Gründung im Jahr 1991. 2023 wurden 800 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung der Burg gefeiert. Nun ist drei Jahre danach ein notwendiger Einsatz geplant. Unser Bild: Die Michelsberger Burg aus der Vogelperspektive.   Foto: POLARH DESIGN

7. Sieg für Lettenbichler

„Red Bull Romaniacs“ endete am Hammersdorfer Berg

Ausgabe Nr. 2970

Spektakulär: Die 23. Ausgabe des Enduro-Wettkampfes „Red Bull Romaniacs“ hat vom 28. Juli bis 1. August stattgefunden. Der Bulgare Teo Kabakchiev beim Überwinden der natürlichen Hindernisse in den Karpaten während der Offroad-Tage des „Red Bull Romaniacs“. Er landete auf dem zweiten Platz der Gold-Class.                                                                                                                                     Foto: Mona PEKAREK

Den krönenden Abschluss der „Unstoppable“-Auflage 23 des „Red Bull Romaniacs“ bildete der vierte Renntag am Samstag, dem 1. August, auf dem Hammersdorfer Berg. Die steigenden Sommertemperaturen hatten die Strecke bis zum Finale grundlegend verändert und sorgten für trockene, staubige Bedingungen.Weiterlesen

Wo finden diese „Konzerte auf dem Dach“ statt?

Ausgabe Nr. 2970

Diese oft gestellte Frage soll das Bild in dieser Rubrik beantworten, das natürlich aus der Vogelperspektive einen Blick auf die Terrasse auf dem Dach des Thaliasaals, des Alten Theaters, wirft, die während eines Konzerts hell beleuchtet ist. Am Horizont sieht man von rechts die Türme der orthodoxen Kathedrale, der reformierten Kirche, der evangelischen und der römisch-katholischen Stadtpfarrkirchen und des Ratturms. Vorne rechts einen Teil des Dicken Turms, in dem Martin Hochmeister 1778 das erste Theater in Hermannstadt gebaut hat, und dahinter einen der drei so genannten Hartenecktürme, genauer den Zimmermannsturm. Konzerte auf dem Dach gibt es noch bis einschließlich 15. August.                                                                      Text: Beatrice UNGAR, Foto: Paul NAN