Buffalo Bill in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2849

Neue Premiere am Gong-Theater

Die neueste Premiere am Gong-Theater in Hermannstadt heißt „Circul lui Buffalo Bill“ (Buffalo Bills Zirkus) von und in der Regie von Éva Lábadi-Megyes. Mehr dazu auf Seite 5. Unser Bild: Buffalo Bill (Jenö Major) ließ die Kinder sein (Stecken)-Pferdchen streicheln. Foto: Cynthia PINTER

Wussten Sie, dass der berühmte Buffalo Bill mit seiner Zirkusshow 1906 in Hermannstadt war? Einen Monat lang besuchte William Cody alias Buffalo Bill, Begründer des Mythos „Wild West“ mit seiner Show, einem Tross aus 800 Personen und 500 Pferden, Siebenbürgen. In über 50 Ortschaften aus dem damaligen Österreich-Ungarn fanden Auftritte statt. Diese einmalige Zirkusshow brachte das Kinder- und Jugendtheater Gong am Wochenende (20. und 21. Januar) den Hermannstädtern wieder in Erinnerung, anhand der neuesten Premiere „Circul lui Buffalo Bill“ (Buffalo Bills Zirkus) in rumänischer Sprache von und in der Regie von Éva Lábadi-Megyes.

Weiterlesen

Ida Jarcsek-Gaza wird Ehrenbürgerin

Ausgabe Nr. 2847

Die Schauspielerin Ida Jarcsek-Gaza wird Ehrenbürgerin der Stadt Temeswar: Auf Vorschlag mehrerer Kulturschaffender Temeswars wird die Schauspielerin Ida Jarcsek-Gaza am 15. Januar 2024, dem Tag der Nationalen Kultur, in einer feierlichen Zeremonie zur Ehrenbürgerin der Stadt Temeswar ernannt.

Als führende Persönlichkeit der Theaterszene und auch der deutschen Kultur in Rumänien ist Ida Jarcsek-Gaza seit über einem halben Jahrhundert untrennbar mit der Bestimmung des Deutschen Staatstheaters verbunden, wo sie unmittelbar nach ihrem Abschluss an der deutschen Abteilung des Instituts für Theater- und Filmkunst (IATC) Bukarest zu arbeiten begann.

Sie trat in zahlreichen Rollen auf, darunter als Gretchen in Urfaust” von Johann Wolfgang von Goethe, als Yvette in Mutter Courage und ihre Kinder” von Bertolt Brecht, als Bernarda Alba in Bernarda Albas Haus” von Federico García Lorca, als Winnie in Glückliche Tage” von Samuel Beckett, als Mary Tyrone in Eines langen Tages Reise in die Nacht” von Eugene O’Neill oder als Firs in Der Kirschgarten” von Anton P. Tschechow (unser Bild).                            

Text und Foto: DSTT

Erwartungen wurden übertroffen

Büchners Woyzeck – neue Premiere an der deutschen Abteilung des TNRS

Ausgabe Nr. 2845

Premiere mit einem Klassiker: Wie eine Fetzenpuppe, die sich hin und her schieben lässt, wird der Titelheld in der jüngsten Inszenierung an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters von Büchners „Woyzeck” dargestellt. Lesen Sie den Premierenbericht auf Seite 5. Unser Bild (v. l. n. r.): Szenenfoto mit Daniel Bucher (Doktor), Gyan Ros Zimmermann (Woyzeck) und Daniel Plier (Hauptmann).                             Foto: Andrei VĂLEANU

Einen Klassiker der deutschen Literatur auf die Bühne zu bringen, ist kein leichtes Unterfangen. Die Erwartungen sind groß: Wird es nun eine klassische Aufführung oder eine moderne, mit einem aufwändigen Bühnenbild und vielen Möbelstücken, und wird sich der Regisseur an dem bekannten Text halten? Fragen über Fragen, die sich auch einige der Hermannstädter Zuschauer vor der Premiere von „Woyzeck“ von Georg Büchner am Sonntagabend, dem 10. Dezember stellten. Neugierig waren sie allemal, davon zeugte der volle Saal des Radu Stanca-Nationaltheaters. Die Regie des Theaterstückes, das von den Schauspielerinnen und Schauspielern der deutschen Abteilung des TNRS gespielt wurde, führten Hunor Horváth und Edith Buttingsrud Pedersen.Weiterlesen

Charismatische Präsenz

Maia Morgenstern gastierte in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2843

Maia Morgenstern auf der Bühne des Gong-Theaters. Foto: Ovidiu MATIU

„Die charismatische Präsenz von Maia Morgenstern prägt die gesamte Vorstellung. Anfangs tritt sie als Sidy Thal auf, um danach im zweiten Teil in die Rolle von Corneliu Zelea Codreanu zu schlüpfen, und schließlich am Schluss erneut als Sidy Thal aufzutauchen.“ Das schreibt die Temeswarer Germanistin Dr. Eleonora Ringler-Pascu in der Banater Zeitung vom 17. November d. J. zur Uraufführung des Stückes SIDY THAL von Thomas Perle am Deutschen Staatstheater Temeswar in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Theater Bukarest, die am 4. November in Temeswar stattgefunden hat. Charismatisch erlebten auch die Hermannstädter die Schauspielerin und Intendantin des Jüdischen Theaters Bukarest am 12. November auf der Bühne des Gong-Theaters.Weiterlesen

Der Nestroy 2023 geht an… Thomas Perle

Theaterpreisverleihung im Wiener Volkstheater / Von Ingrid WEISS

Ausgabe Nr. 2841

Thomas Perle (Bildmitte) freut sich mit seiner Verlegerin Christa Stippinger (rechts, edition exil) und dem Schauspieler Jan Walter (links) über den Nestroy-Preis.                                                                 Foto: Katharina SCHIFFL

Wenn unzählige Theaterstars und -sternchen, Promis sowie Adabeis in glamourösen Roben oder fetzigen Outfits, die durch weiße Sneakers komplettiert werden, das Wiener Volkstheater stürmen, dann ist es wiederum soweit: die Verleihung des NESTROY ist angesagt. Dabei handelt es sich um den Wiener Theaterpreis, der seit dem Jahr 2000 jährlich vergeben wird. Weiterlesen

Ohrenbetäubende Funkstille

Premiere mit Gorki an der deutschen Abteilung des TNRS

Ausgabe Nr. 2837

Aktuelles Familiendrama: Mit einer Adaption von Gorkis ,,Die Kleinbürger“ hat die deutsche Abteilung des Radu Stanca Nationaltheaters die erste Premiere der neuen Spielzeit herausgebracht. Unser Bild: Szenenfoto mit Daniel Bucher (Bessemjonow), Ioana Cosma (Tatjana), Ștefan Tunsoiu (Pjotr). Foto: Andrey KOLOBOV

Nach 121 Jahren und einigen Monaten als immer noch brandaktuell erwies sich das Drama ,,Die Kleinbürger“ von Maxim Gorki, das in der Adaption und in der Regie von Dumitru Acriș unter dem Titel ,,Die Meinen“ am 29. September d. J. an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters Premiere gefeiert hat. Das Stück wurde nämlich am 7. April 1902 anlässlich eines Gastspiels des Moskauer Künstlertheaters in Petersburg uraufgeführt.Weiterlesen

Eintönige Meisterleistung

,,Das Missverständnis“ ist erste Premiere der Spielzeit

Ausgabe Nr. 2834

Szenenfoto mit Marius Turdeanu und Cendana Trifan.               Foto: TNRS

„Was man nicht kennt, kann man leichter töten.“ Eigentlich sollte man beim Hören dieser Worte zusammenzucken, doch die monotone Art, wie sie ausgesprochen werden, lassen einen kalt. Ein eintöniger Dialog folgt dem nächsten, und es gibt keinen Blickkontakt zwischen den Gesprächspartnern. Martha und ihre Mutter sind die beiden Hauptgestalten in dem Theaterstück „Neînțelegerea“ (Das Missverständnis) von Albert Camus, das in der Regie von Bobi Pricop am 15. September, auf der Bühne des Radu-Stanca Nationaltheaters in Premiere aufgeführt und als erste Premiere an der rumänischen Abteilung in dieser neuen Spielzeit gefeiert wurde. Weiterlesen

Historisch gegenwärtig

Uraufführung von Perle-Stück in der Steiermark

Ausgabe Nr. 2829

Szenenbild von der Uraufführung.
Foto: Philipp RIRSCH / Griessner Stadl

Im Stadl-Predlitz wurde am 10. August das Stück ,,PROTESTANTEN vertreibung aus der heimath“ von Thomas Perle uraufgeführt. Wo ist dieses Stadl-Predlitz? Nicht weit entfernt von Murau, im westlichen Teil der Steiermark, in Österreich. Obwohl nur eine 357-Seelen-Gemeinde gilt sie als kultureller Hotspot, weil es da den Griessner Stadl gibt. Im süddeutschen und österreichischen Sprachraum bezeichnet man eine Scheune oder einen Heuboden als Stadl. Es handelt sich dabei um ein landwirtschaftliches Gebäude, das aber bereits nördlich von Österreich und Bayern Speicher heißt. Weiterlesen

G’spassiges von Nestroy

Bei den Sommerfestspielen Stockerau 2023

Ausgabe Nr. 2828

Gepielt wurde ,,Der Zerrissene“ von Johann Nepomuk Nestroy auf dem Dr. Karl Renner-Platz vor einem zahlreichen Publikum.    
Foto: Heinz WEISS

Wenn die großen Theater- und Opernhäuser Österreichs in die Sommerpause gehen, dann startet wieder die Saison der österreichischen Sommerbühnen! Weit über die Grenzen Österreichs bekannt sind die Salzburger und Bregenzer Festspiele: Jedes Jahr drängt das Who-is-Who der Reichen und Schönen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu den Premieren. Unzählige Fotografen und Paparazzi zücken ihre Kameras und schießen im Sekundentakt massenhaft Fotos, wenn sich die crème de la crème dieser Persönlichkeiten in ihren extravaganten und sündteuren Roben präsentiert. Es mutet an, dass das Dabeisein inklusive bemerkenswertem Outfit und die Tatsache, dass man sich am nächsten Tag als Promi mit Bild in den Gazetten wiederfindet, wichtiger ist ,als die künstlerische Performance.Weiterlesen

Eine Menge Chaos

Eindrücke aus dem Theater: ,,Ein Bett voller Urzeln“

Ausgabe Nr. 2826

Szenenfoto mit Daniel Plier, Daniel Bucher, Ali Deac und Johanna Adam (v. l. n. r.).                                                                                Foto: Cynthia PINTER

Das chaotisch bunte Schauspiel „Ein Bett voller Urzeln“ von Dave Freeman unter der Regie von Şerban Puiu hatte 2015 an der deutschen Abteilung des Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheaters Premiere gefeiert und wurde am 16. Juli mit einigen neu besetzten Rollen erneut aufgeführt. Die Komödie voller Lügen, Intrigen, Geheimnisse und deren Aufdeckung hatte einige Überraschungen geplant. Weiterlesen

Alle waren #TeildesWunders

30. Auflage des Internationalen Theaterfestivals (FITS) hat stattgefunden

Ausgabe Nr. 2823

Mohnblumenballons unter dem Ratturm: Am Samstag bot die französische Straßenkompanie ,,Les Géants Légers“ (Die leichten Riesen) unter dem Titel ,,Coquelicot Balloons“ (Mohnblumenballons) mehrere Vorstellungen, hier auf dem Kleinen Ring.                                                                                                                              Foto: Mihail NISTOR

„Sie, das Publikum, geben unserer Arbeit Sinn”, erklärte die Regisseurin Mariana Cămărăşan im Rahmen einer Lesetheatervorführung. Rund 90.000 Zuschauer pro Tag haben der Arbeit der Künstler der insgesamt 825 Vorführungen Sinn gegeben. Die 30. Auflage des Hermannstädter Internationalen Theaterfestivals (FITS – Festivalul Internaţional de Teatru de la Sibiu) stand unter dem Motto „Wunder”, wurde am 23. Juni mit einem Konzert an vier Orgeln in der evangelischen Stadtpfarrkirche offiziell eröffnet und ist am 2. Juli  kurz vor Mitternacht mit einer Dronen- und Lasershow zu Ende gegangen. Weiterlesen