„Bäm Hontertstreoch“ wird 125 Jahre alt

Vor 160 Jahren wurde der Komponist dieses weltweit verbreiteten Liedes geboren

Ausgabe Nr. 2713

Ab dem 5. Juni 1900 wurde Kirchners Oper ,,Der Herr, der Hann“ gleich siebenmal nacheinander in Hermannstadt aufgeführt. Am 16. Juni 1900 feierten die Protagonisten den Künstlerabend des Männergesangvereins im Gesellschaftshaus. Bei dieser Gelegenheit erhielten alle Mitwirkenden ein Fotoalbum mit Aufnahmen von Emil Fischer: Aufnahmen der Darsteller, ein Gruppenbild des Männergesangvereins und ein Gruppenbild mit allen Mitwirkenden (unser Bild).

Am 23. Januar 2021 jährte sich der Geburtstag des Komponisten, Dirigenten und Musikpädagogen Hermann Kirchner zum 160. Male. Und Mitte dieses Jahres sind es 125 Jahre, seit er sein wohl bekanntestes Lied „Bäm Hontertstreoch“ komponierte, das schon bald darauf seine ungeahnte Reise um die Welt antrat. Als Kirchner in den ersten Septembertagen 1893 in Mediasch eintraf, um die Stelle eines Musikdirektors anzutreten, war dies eine Sternstunde nicht nur für den 1847 gegründeten örtlichen Musikverein. Mit Kirchners Namen sollte sehr bald eine wahrhafte Renaissance des sächsischen Volkslieds verbunden werden. Weiterlesen

Musikalischer Abschied

Wieder ein Konzert im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2712

Karina Fernandez Samodaiev, Rafaela Fernandez Samodaiev, Monica Florescu und Makcim Fernandez Samodaiev (v. l. n. r.)

Wenn du etwas anfängst, dann strebe darin die Höchstleistung an, habe ihr Vater sie gemahnt, als sie das Klavierspielen für sich entdeckt hatte. Sie habe erst Klavier spielen und dann Lesen und Schreiben gelernt. Solche und ähnliche Bruchstücke von Erinnerungen an ihren inzwischen verstorbenen Vater erzählte die Pianistin Monica Florescu zwischen den Werken, mit denen sie das erste Konzert des Jahres in der Reihe Florescu-Fernandez & Friends eröffnete, das am Sonntag im Spiegelsaal des DFDH in der Reihe Odae cum harmoniis stattgefunden hat.Weiterlesen

Trio Saxones plus

Ausgabe Nr. 2703

Aufnahmen für den Weihnachtsgottesdienst, der an Heiligabend auf www.evang.ro ausgestrahlt wird, machte das ,,Trio Saxones plus“ am Montag in Kerz. Unser Bild: Wolfgang Schüller, Alfred Dahinten, Dietrich Galter, Michael Reger und  Andreas Hartig auf dem Pfarrhof in Kerz (v. l. n. r.).

Foto: Wolfgang SCHÜLLER

Kraftvoll und rhythmisch

Vesper zum 3. Advent in der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2703

Wenn Frauen beim Singen und Musizieren das Sagen haben, tönt alles ein wenig lebendiger…                                                                     Foto: Privat

Mit einem Donnerschlag begann das vierte Konzert im Rahmen der vorweihnachtlichen Abendmusiken in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt am 3. Advent, das nur online zu erleben war. Auf der Baustelle in der Stadtpfarrkirche – genauer im Seitenschiff gleich neben dem Chorraum – brachten 12 Frauenstimmen des Bachchores und als einziger Mann im Bunde der Musikwart Jürg Leutert, zunächst das Lied ,,O Heiland, reiß die Himmel auf“ in der Originalfassung aus dem Evangelischen Gesangbuch zu Gehör.Weiterlesen

Ein Schlager des Barock

Vesper zum 2. Advent in der Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2702

Brita Falch-Leutert, Jürg Leutert, Maximilian Braisch und Klaus Philippi (v. l. n. r.) bestritten die musikalische Vesper zum 2. Advent.            Foto: Privat

,,Von Gott will ich nicht lassen“ und ,,Mit Ernst, ihr Menschenkinder“, die beiden Choräle aus dem Gesangbuch der Evangelischen  Kirche A. B. in Rumänien standen im Mittelpunkt der Vesper zum 2. Advent, die am Sonntag Nachmittag auf der Homepage der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde A. B. ausgestrahlt worden ist. Das Konzert war am 4. Dezember in der Sakristei der evangelischen Stadtpfarrkirche aufgezeichnet worden.Weiterlesen

Mit Bären als Zuhörer

Beethoven-Konzert im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2702

Die drei Protagonisten des Konzerts – der Cellist Makcim Fernandez Samodaiev, die Pianistin Monica Florescu und der Schauspieler Pali Vecsei (v. l. n. r.) – hatten als Zuhörer 250 Bären aus Ton.             Foto: Cristina BOBE

Die beiden Cellosonaten Opus 102, welche die Spätphase des Werkes von Ludwig van Beethoven einläuten, brachten Makcim Fernandez Samodaiev (Cello) und Monica Florescu (Klavier) in dem letzten Konzert des Jahres in der von dem Musikerehepaar veranstalteten Kammermusikreihe Florescu-Fernandez & Friends am vergangenen Freitag im Spiegelsaal zu Gehör. Weiterlesen

Auf Rebek und Gardon

Alte Musik im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums

Ausgabe Nr. 2701

Das Ensemble Codex im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums (v. l. n. r.): Ignác Csaba Filip (Flöte), Éva Szabó (Flöte, Schlagzeug), Éva Kovács (Rebek), László Kovács (Fiedel, Geige), Csaba Adorján (Fiedel, Bratsche), Zsombor Lázár (Bassfiedel, Cello) und Árpád Szőgyör (Gesang, Kontrabass, Gardon, Viola da gamba).        Foto: Karina FERNANDEZ SAMODAIEV

Das vorletzte Konzert des laufenden Jahres der 5. Auflage der Kammermusikkonzertreihe Florescu-Fernandez&Friends bestritt am Sonntag im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums das Kronstädter Ensemble für Alte Musik, ,,Codex“. Es fand ohne Publikum statt und konnte im Livestream verfolgt werden. Wer es verpasst hat, kann es auf der Facebook-Seite der Konzertreihe nachholen.Weiterlesen

Spielarten eines Hymnus

Musikalisch-liturgische Vesper zum 1. Advent

Ausgabe Nr. 2701

Jürg Leutert (Cembalo), Erika Klemm (Blockflöte), Brita Falch-Leutert (Orgel) und Maximilian Braisch (Dulzian) bestritten den musikalischen Teil in der Sakristei der evangelischen Stadtpfarrkirche.                     Foto: Privat

Der  gregorianische Hymnus ,,Veni Redemptor Gentium“ (,,Nun komm, der Heiden Heiland“) aus dem 12. Jahrhundert und einige Instrumental-Bearbeitungen aus mehreren Jahrhunderten standen im Mittelpunkt der musikalisch-liturgischen Vesper zum 1. Advent, die am Sonntag ausschließlich online auf der Homepage der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde ausgestrahlt worden ist und dort auch weiterhin abrufbar ist unter https://you tu.be/YY9fMRKvcwQWeiterlesen

Arvo Pärt im Zeitlupentempo

Erste Ausstrahlung einer Abendmusik aus der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2700

Bei den Dreharbeiten am Samstag in der evangelischen Stadtpfarrkirche (v. l. n. r.): Hans Scherer, Simon Tartler, Paula Dörr, Brita Falch-Leutert und Paula Mostert.                                                          Foto: Jürg LEUTERT

,,Ich muss sterben/aber das ist auch alles, was ich für den Tod tun werde./All den anderen Verführungen,/zur milden Depression,/zur geölten Beziehungslosigkeit,/zum sicheren Wissen, dass er ja sowieso siegt,/will ich widerstehen./Sterben muss ich/aber das ist auch alles, was ich für den Tod tue./Lachen werd‘ ich gegen ihn/Geschichten erzählen, wie man ihn überlistet hat/und wie die Frauen ihn aus dem Land trieben./Singen werd‘ ich/und ihm Land abgewinnen mit jedem Ton./Aber das ist auch alles.“ Dieses Gedicht von Dorothee Sölle trägt den Titel ,,Gegen den Tod“ und war das Kernstück der von Stadtpfarrer Kilian Dörr vorgelesenen Textpassagen in der Abendmusik am Ewigkeitssonntag. Weiterlesen

Im Jahreslauf

Zu der Jahreszeit „Herbst“ im Siebenbürgisch-Sächsischen

Ausgabe Nr. 2699

„Herbst“ ist die Jahreszeit zwischen Sommer und Winter vom 23. September bis 21. Dezember auf der nördlichen Halbkugel. Das Wort „Herbst“ ist im Siebenbürgisch-Sächsischen in zahlreichen Lautformen bezeugt; z. B. ist südsiebenbürgisch die Lautform „härwǝszt“ häufig anzutreffen sowie „hiärwǝszt“; nordsiebenbürgisch „hiarwǝszt“, neben „härbǝszt“, „heabǝszt“, auch „härǝszt“ mit -w- oder -b- Ausfall. Diese Jahreszeit ist zunächst als Terminbestimung verbunden mit Redensarten und Bauernregeln belegt. Weiterlesen

Barockmusik und Gassenhauer

Viertes Konzert der Reihe Florescu-Fernandez&Friends fand online statt

Ausgabe Nr. 2699

Das ,,tromba felix“-Blechbläserquintett im Spiegelsaal des DFDH (v. l. n. r.): Sándor Medve (Trompete), Alin Stefan Roman (Horn), Gheorghe Simion (Tuba), Ion Palagniuc (Posaune) und Dumitru Trocin (Trompete). Foto: Makcim FERNANDEZ SAMODAIEV

Aus der Vogelperspektive gefilmt wurde das ,,tromba felix“-Blechbläserquintett beim Livestream aus dem Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) am Sonntagnachmittag. So konnten die zugeschalteten Musikliebhaber alle fünf Blechbläser, die alle Mitglieder des sinfonischen Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie sind, gleichzeitig sehen. Durch das Programm des vierten Konzerts der Kammermusikreihe Florescu-Fernandez&Friends der Spielzeit 2020/2021 führte der Posaunist Ion Palagniuc.Weiterlesen

Paraphrase auf Beethovens ,,Für Elise“

Kammermusikreihe im Spiegelsaal des DFDH wurde online fortgesetzt

Ausgabe Nr. 2697

Sie konzertierten am 25. Oktober (v. l. n. r.): Valentin Șerban, Monica Florescu, Răzvan Popovici und Makcim Fernandez Samodaiev. Foto: Karina FERNANDEZ SAMODAIEV

Das für Sonntag, den 25. Oktober, im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums (DFDH) geplante Konzert fand ohne Publikum statt, ebenso das Konzert vom 1. November. Beide wurden direkt übertragen.Weiterlesen

Zweifach privilegiert

Das Wiener Auner-Quartett gastierte im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2696

Der Primarius des Auner-Quartetts, Daniel Auner (1. Geige), stellte sich mit dem Gastsolisten Simon Reitmeier (Klarinette) und seinen Kollegen Konstantin Zelenin (Cello), Barbara Galante Auner (2. Geige) und Gabriel Iscuissati (Bratsche) sowie Thomas Kloiber, Direktor des Österreichischen Kulturforums, nach dem Konzert zum Gruppenbild auf (v. l. n. r.).Foto: die Verfasserin

Der Begründer der avantgardistischen ,,Wiener Schule“, und der Zwölftontechnik, der Komponist Arnold Schönberg (1874-1951) möchte nur solches Publikum haben, ,,welches wie Tamino und Pamina durch alle Schrecknisse durchhält“, ist in dem Buch ,,Arnold Schönberg und seine Meisterschüler“ von Peter Gradenwitz (Paul Zsolnay Verlag, 1998) zu lesen. Ein solches Publikum hatte das aus Wien angereiste Auner-Quartett am Freitag der Vorwoche im Thaliasaal, wo die vier Streicher gemeinsam mit dem Klarinettisten Simon Reitmeier das Quintett op. 81 für Klarinette, 2 Violinen, Viola und Violoncello des Schönberg-Schülers Egon Wellesz (1885-1974) in Weltpremiere zu Gehör brachten. Weiterlesen