Sibiu Guitar Meeting mit 443 Gitarren

Ausgabe Nr. 2633

443 Gitarren erklangen am Samstagabend im Hof des Brukenthalgymnasiums am Huetplatz.Es war das vierte Treffen der Gitarrenspieler, „Sibiu Guitar Meeting“, das diesmal am Wochenende vom 12. bis 14. Juli d. J. unter dem Motto „Revolutionen“ (Revoluții) stattfand und vom Kulturverein „Play“ organisiert wurde. Dafür waren Kinder und Erwachsene mit ihren Gitarren aus dem ganzen Land angereist, darunter auch eine große Gruppe Schüler von der Konrad Gündisch Schule aus Heltau. Freitag und Sonntag wurden Gitarren-Workshops organisiert und es fanden an mehreren Orten in Hermannstadt spontane Konzerte statt. Der Höhepunkt war das Konzert Manifest, das am Samstagabend auf dem Huetplatz veranstaltet wurde. Auf der großen Bühne traten Künstler wie Mircea Vintilă, Alin Dincă von „Trooper” und Paul Radu von „Antract” auf und sangen zusammen mit den angereisten Amateurmusikern 15 einstudierte Lieder, viele aus den 1990-er Jahren, die an die Revolution in Rumänien erinnerten, u.a.: „Let It Be“ (The Beatles) „I Want To Break Free“ (Queen), „Trebuie să crezi“ (Antract), „Vino Doamne“ (Valeriu Sterian), „Imnul Golanilor“ (Cristi Pațurcă) oder „Praf de stele“ (Vița de Vie). Die Stars waren allerdings die 443 großen und kleinen Gitarrenspieler, die man leider nicht so gut hören konnte, da von der Bühne aus die elektronisch verstärkten Instrumente viel lauter waren und die klassischen Gitarren übertönten. Denen, die mitgemacht haben, hat es trotzdem sehr viel Spaß gemacht.         

Foto: Cynthia PINTER

 

Zweimal Béla Bartók

Musikalische Streiflichter aus Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2631

Das finnische Streichorchester Collegium Musicum Lohja konzertierte auf seiner ersten Rumänienreise am Freitag der Vorwoche in der Johanniskirche. Unser Bild: Dirigent Harri Kerko singt „Amazing Grace“ mit dem Rücken zum Orchester.                                                     
Foto: Fred NUSS

Musikliebhaber kamen schon beim Theaterfestival nicht zu kurz und wurden und werden auch weiterhin verwöhnt. Zuletzt vom 23. bis 30. Juni im Rahmen der 16. Auflage der Rumänisch-amerikanischen Musiktage mit vier außergewöhnlichen Konzerten sowie mit einem Auftritt des finnischen Streichorchesters Collegium Musicum Lohja am 28. Juni in der Johanniskirche. Es folgt nun das 24. Carl Filtsch-Festival, das mit einem Klavierabend zum Gedenken an den Initiator Peter Szaunig am Dienstag, den 9. Juli, 19 Uhr, im Thaliasaal eröffnet wird.Weiterlesen→

Zwischen Presto und Andantino

Erinnerungen an die Hermannstädter Philharmonie zum 70. bzw. 180. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2630

Heinz Acker am Pult der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Solist: Peter Szaunig, 2. Klavierkonzert von Franz Liszt, 1972

Vor mir tickt ein altertümliches Metronom sein noch immer zuverlässiges Tick-tack und gemahnt an alte Zeiten in Hermannstadt. Ich habe es von meiner bescheidenen Gage beim Debütkonzert als Dirigent der Hermannstädter Staatsphilharmonie (1970) gekauft. Das Gewicht auf der Pendelskala steht auf 70. Ein ruhiges Andantino-Tempo suggeriert relativ stabil verlaufende 70 Jahre seit der Gründung der Hermannstädter Staatsphilharmonie (1949). Nun schiebe ich den Regler auf 180. Ein aufgeregt pulsierendes Presto kündet von den erregenden 180 Jahren seit der Gründung des Hermannstädter Musikvereins (1839). Welches Ereignis feiern die Hermannstädter denn nun eigentlich? Wohl am besten beides, denn das eine ist ohne das andere nicht denkbar und beides verbindet sich in meinem Geist mit einem legendären Saal in Hermannstadt.Weiterlesen→

Unfassbar innovative Sounds

Streiflichter vom 49. Internationalen Jazz-Festival in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2625

Der hervorragende Trompeter Lázaro Amauri Oviedo Dilout von der Band „Conexion cubana“, die zum Abschluss des Festivals am Sonntag aufgetreten ist, zog alle Jazzliebhaber in seinen Bann.
Foto: Fred NUSS

Von Donnerstag bis Sonntag Abend hielt das riesige Projekt die Stadt auf den Beinen. Es war das 49. seiner Art und lud erneut Interpreten aus aller Welt nach Hermannstadt ein. Besonders einige von ihnen, wie etwa „Shalosh“ aus Israel und „Electrocutango“ aus Skandinavien lieferten unfassbar innovative Sounds, die den Zuhörer wahrlich in ihren Bann zogen, während andere wie das „Marcin Pater Trio“ aus Polen dem klassischen Jazz die Ehre gaben.Weiterlesen→

Abschied von Bojin

Staatsphilharmonie hat Direktor ad interim

Ausgabe Nr. 2619

Der scheidende Philharmoniedirektor Ioan Bojin (rechts) dankt dem treuen Gastdirigenten und Freund François-Robert Girolami.
Foto: Beatrice UNGAR

Bahnt sich zum 70. Gründungsjubiläum dieser Einrichtung eine Führungskrise an der Hermannstädter Staatsphilharmonie an? Nachdem der Direktor Ioan Bojin ab 1. April d. J. in Rente gegangen ist und im Vorfeld kein Kandidat das Rennen für die Besetzung des Direktorenposten geschafft hatte, ist der Pressereferent Laurențiu Străuț zum Direktor ad interim ernannt worden. Bojin hatte es abgelehnt, auf Bitte der Kreisratsvorsitzenden das Amt ad interim zu bekleiden.Weiterlesen→

„Bitte die Csárdásfürstin!“

Operettenabend mit Budapester Solisten im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2619

Újhelyi Andrea, Oszvald Marika und Peller Károly (v. l. n. r.)
Foto: Werner FINK

Einen Operettenabend mit Solisten des Operettentheaters aus Budapest konnte das Hermannstädter Publikum am vergangenen Freitagabend in Hermannstadt erleben. Die drei Künstler befanden sich auf Siebenbürgen-Tournee und traten zum ersten Mal in Hermannstadt auf.  Weiterlesen→

Pianistennachwuchs ist gesichert

7. Auflage des Pro Piano-Prietenii Muzicii-Klavierwettbewerbs

Ausgabe Nr. 2617

Die 7. Auflage des Pro Piano-Prietenii Muzicii-Klavierwettbewerbs fand am vergangenen Wochenende im Festsaal der Astra-Bibliothek in Hermannstadt. Preisträger und Jurymitglieder stellte sich am Sonntag nach dem Galakonzert zum Gruppenbild auf.
Foto: Beatrice UNGAR

128 Nachwuchspianisten und -pianistinnen aus ganz Rumänien hatten sich bei dem Pro Piano-Prietenii Muzicii-Klavierwettbewerb angemeldet, der dank der Initiative der Hermannstädter Klavierlehrerin Enikő Orth vom 15. bis 17. März nun zum siebenten Mal in Hermannstadt stattgefunden hat. Weiterlesen→

Überraschend emotional geladen

Erste Veranstaltung zum 75. Jubiläum des Folkloreensembles „Cindrelul -Junii Sibiului“

Ausgabe Nr. 2616

Im Anschluss an die Gala der Preisträger am Mittwoch, den 6. März, traten auch die Volksmusiksänger Robert Târnăveanu (rechts) und Răzvan Năstăsescu gemeinsam mit dem Folkoreensemble „Cindrelul – Junii Sibiului“ auf.
Foto: Fred NUSS

Das 1944 von Ioan Macrea in Hermannstadt gegründete Folkloreensemble „Cindrelul – Junii Sibiului“ feiert in diesem Jahr sein 75. Jubiläum.  Zum Auftakt fand Anfang März die 4. Auflage des Festivals für Nachwuchssängerinnen und -sänger von rumänischen Volkslieder statt, das den Namen Lucreția Ciobanu (1924-2015) trägt. Diese in Topârcea/Kreis Hermannstadt geborene beliebte Volksliedsängerin habe sie von Kind auf geprägt, sagte die Hauptorganisatorin Silvia Macrea der Hermannstädter Zeitung: „Sie war wie eine Oma für mich, von ihr habe ich die Volkstracht und die Traditionen des Hermannstädter Umlands lieben und schätzen gelernt“.Weiterlesen→

Erste Wiener Schule und Zweite Wiener Schule

Konzerte der Reihe „musica suprimata“ in Temeswar, Klausenburg und Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2615

Die Geigerin Marianne Boettcher.

In diesem Jahr bald, Ende März bis Anfang April, wird die Reihe „musica suprimata” wieder im Lande sein: In Temeswar, in Klausenburg und in Hermannstadt. Was heißt eigentlich „musica suprimata“? Das changiert zwischen zwei Bedeutungen: Rumänisch bedeutet es „unterdrückt“. „Verfemt“ heißt es in Deutschland, wo im Nationalsozialismus alles begonnen hatte, die „undeutsche“ Musik mundtot zu machen. Gründlich und für immer. Aber eine kleine Veränderung, nur ein einziger Buchstabe, macht deutlich, um was es sich da gehandelt hat und für immer handelt, nämlich um Musik der höchsten Qualität. Inzwischen weiß es das Publikum in Siebenbürgen ebenso wie im Banat: Da kommt Musik auf’s Podium, der man gespannt zuhören sollte. Weiterlesen→

Historisches Konzert

Ausgabe Nr. 2614

Ein für das Forumsgebäude historisches Konzert veranstaltete am Sonntag das Demokratische Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im Rahmen der Kammermusikreihe Florescu-Fernandez& Friends. Es war das letzte Konzert vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten in diesem Saal, die seit Montag in vollem Gange sind und Anfang Mai abgeschlossen werden sollen. Das nächste Konzert der Reihe wird am 31. März in der Johanniskirche stattfinden, teilte eingangs der Cellist und Mitorganisator Makcim Fernandez Samodaiev mit. Unser Bild: Die beiden Violonisten Vlad Răceu und Francesco Ionașcu  von der Gheorghe Dima-Musikakademie Klausenburg brachten Violinen-Duette von Ignaz Pleyel, Delphin Alard und Sergej Prokofjew zu Gehör.                             Foto: Beatrice UNGAR

 

Ein Jahr großer Herausforderungen

Festkonzert zum 70. Gründungsjubiläum der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2612

Seitens des Hermannstädter Kreisrats überreichte die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens (am Mikrophon) dem scheidenden Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie, Ioan Bojin, ein Ehrendiplom.                                                                      
Foto: Beatrice UNGAR

„Asociația Filarmonică SIBIANA vă invită Dumineca 16 noiemvrie 1947, în Sala CORSO ora 11:30 precis la I-ul concert popular al stagiunii 1947-1948. Dirijor HENRY SELBING. Prețuri Populare. Bilete la Agenția Băcila, librăria Progresul (Salzer) și la casa cinema CORSO“. So lautete die Aufschrift des Plakats, welches das erste Konzert des Orchesters des 1947 von dem Dirigenten Henry Selbing gegründeten Sibiana-Philharmonie-Vereins ankündigte. Dieses Plakat war in der Ausstellung zum 60. Jubiläum der Hermannstädter Staatsphilharmonie 2009 zu sehen.Weiterlesen→

„Leichtfüßig und leicht zugänglich“

2611

Frauenchor und Kammerorchester konzertierten am Marientag


Die Gesamtleitung des Konzerts hatte die Stadtkantorin Brita Falch-Leutert (am Dirigentenpult) inne, als Solistinnen traten Melinda Samson (links außen) und Elisa Gunesch (rechts außen) auf. Foto: Fred NUSS

Ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis gab es am vergangenen Wochenende zunächst am Samstag in der reformierten Kirche in Hermannstadt und am Sonntag danach in der evangelischen Margarethenkirche in Mediasch. Der Frauenchor, gebildet aus Sängerinnen des Hermannstädter Bachchors und des Jugendchors der evangelischen Kirchengemeinde Hermannstadt, brachte u. a. die Vesper für Frauenchor, Streichinstrumente, Orgel und zwei Solostimmen von Michael Haydn auf, dem jüngeren Bruder des bekannten Joseph Haydn, zu Gehör.

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„Eine Art Wegweiser”

Mozartabend im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2610

Sie konzertierten zu Ehren von Mozart (v. l. n. r.): Makcim Fernandez Samodaiev, Monica Florescu, Gabriel Silișteanu, Karina und Rafaela Fernandez Samodaiev, Ciprian Dancu, Oana Bădescu, Mihai Andrițcu und Alina Stavăr.                                                                     
Foto: Beatrice UNGAR

Ein Mozartabend zum Geburtstag des Komponisten am 27. Januar fand im Rahmen der von dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) unterstützten Kammermusik-Reihe „Florescu-Fernandez&Friends” am Sonntag im Spiegelsaal des DFDH statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.Weiterlesen→