Domino stellte neuen Song vor

Ausgabe Nr. 2731

Nach dreijähriger Pause wieder da: die Hermannstädter Rockband „Domino“. Mit neuen Musikern und einem neuen Song feierten die Jungs am Donnerstag, dem 15. Juli, im Hof der „Mango Bar“ in Hermannstadt ihr Comeback. „Haida“ heißt das neue Lied, das auch während des Konzerts gespielt und als Videoclip in Premiere gezeigt wurde. Der Clip wurde u. a. auf der Michelsberger Burg gedreht und handelt von der Liebe und den „Sânziene“, den rumänischen mystischen Feengestalten. Auf Youtube ist das Lied „Haida“ unter: https://www.youtube.com/watch?v=ZRn1g3cJIRM zu sehen. Die Band „Domino“ wurde im Dezember 2012 gegründet, damals bestand sie aus Romulus Cipariu (Zymbal, Gesang), Sebastian Marcovici (E-Bass, Gesang) und Valentin Oancea (Trommeln). Heute sind zwei neue feste Bandmitglieder dabei: Ioan Armean (Gesang) und Serghei Crasnov (E-Gitarre, E-Bass). Beim Konzert am Donnerstag traten noch zwei weitere Gäste auf die Bühne: Adrian Ban (Trommeln), Ciprian Dancu (Hirtenflöte, Saxophon) und Claudiu Urse (Gesang). Bald wird auch das erste Musikalbum erscheinen, das den Namen der Band „Domino“ tragen und wie gewohnt alternativen Rock mit Elementen aus der rumänischen Spielmannsmusik (muzică lăutărească) vereinen wird. Unser Bild (v. l. n. r.): Romulus Cipariu, Sebastian Marcovici, Ciprian Dancu, Claudiu Urse und Ioan Armean.      

Text: Cynthia PINTER; Foto: Facebook Domino

Wieder ,,Marktkonzerte“

Ausgabe Nr. 2730

Die sommerliche Konzertreihe ,,Marktkonzerte in der evangelischen Stadtpfarrkirche“ bietet jeden Freitag ab 12.15 Uhr – noch bis einschließlich den 2. September – Musikliebhabern die Möglichkeit, gute Musik zu genießen. Unser Bild: das zweite Konzert, am 9. Juli, bestritten (v. l. n. r.) Brita Falch Leutert (Orgel), Jürg Leutert (Kontrabass und Pauken) und Medve Sándor (Trompete).                          Fotos: Beatrice UNGAR

Indie-Rock vom Feinsten

„Om la lună“ stellten ihr erstes Musikalbum in Hermannstadt vor

Ausgabe Nr. 2730

Die Band „Om la lună“ in Hermannstadt (v. l. n. r.): Dragoș Strat, Adrian Maraloiu, Doru Pușcașu und Cătălin Constantin.   Foto: Cynthia PINTER

„Unser allererstes Konzert fand hier, in Hermannstadt,  vor zwei Jahren im Thaliasaal statt. Wir traten im Rahmen des Astrafilm Festivals auf. Wir kommen immer wieder gerne hierher, denn hier fühlen wir uns wie zu Hause.“ Mit diesen Worten begrüßte Doru Pușcașu, der Sänger der Band „Om la lună“, am Donnerstag, dem 8. Juli, das zahlreich im „Joyme Pub“ in Hermannstadt erschienene Publikum. Die Bukarester Rock-Band befindet sich auf Rumänien-Tour und stellt ihr erstes Musikalbum vor, das den langen Titel trägt: „În caz de om la lună, strigați ,om la lună, stânga/dreapta'“.Weiterlesen

Rumänisch-amerikanische Musiktage

Ausgabe Nr. 2729

Die 18. Auflage der „Rumänisch-amerikanischen Musiktage“ hat vom 30. Juni bis 4. Juli in Hermannstadt stattgefunden.  Der Höhepunkt des letzten Abends, am 4. Juli, war das Konzert „Byron Symphonic“ auf dem Großen Ring (unser Bild). Die Pop-Rock Gruppe „Byron“ aus Bukarest hat zusammen mit dem Orchester der Hermannstädter Staatsphilharmonie ein musikalisches Event der Extraklasse vorbereitet. Und sie bewiesen, was man schon lange weiß: Rock und Klassik passen richtig gut zusammen. Gespielt und gesungen wurden Songs der Band – die 2006 gegründet wurde – unter der Stabführung des Dirigenten Tiberiu Soare. Vor dem Konzert erklangen aus Anlass des Nationalfeiertags der Vereinigten Staaten, die Hymne der USA, gefolgt von jener Rumäniens, als Gastland der „Rumänisch-amerikanischen Musiktage“. Dann begrüßte Frontmann Dan Byron das Publikum, das zahlreich sowohl in dem mit Stühlen besetzten Areal vor der Bühne, als auch an den Terrassen auf dem Großen Ring, zugegen war. Das anderthalbstündige Konzert mit den über 50 Instrumentisten der Hermannstädter Staatsphilharmonie und den vier Bandmitgliedern Dan Byron, Dan Georgescu László Demeter und Sergiu Mitrofan war ein Ohrenschmaus.  Text: Cynthia PINTER, Foto: filarmonicasibiu.ro

„Wie nah, wie fern ist der Ort, der Heimat ist“

Folkmusik aus der Feder eines ausgewanderten Sachsen

Ausgabe Nr. 2723

Hans Seiwerth: Im Spiegelbild ein Kakadu. Gesang: Angela Seiwerth (Nr. 4, 5, 13), Violine: Michael Gewölb (Nr. 9), Ton: Dietrich Schöller-Manno, Graphik: Nicolaus Damian, Layout. Michael Gewölb. Edition Musik Südost München, 2021.

Findet die Wahl-Hermannstädterin eines Tages die CD eines ihr unbekannten Liedermachers in der Post, verbunden mit der Bitte, doch eine Rezension zu schreiben, wird (noch vor dem Anhören…) fast aus Gewohnheit (und um manche Bedenken zu zerstreuen), zunächst die Suchmaschine angeworfen. Entdeckt man dann, dass es sich beim Künstler um einen bekannten rumäniendeutschen Folk-Sänger handelt, der in den 1980er Jahren einst Geschichtelehrer und Leiter des höchst aktiven Kammerchors „Cantores juvenes“ der Brukenthalschule war (bekannt ist die LP „Stimmen der Völker in Liedern“, 1987 bei Electrecord), siegt die Neugier über die Vorsicht. Weiterlesen

,,Es war, als hätte man auf uns gewartet“

PHOENIX wird 60: Interview mit Nicu Covaci

Ausgabe Nr. 2721

Nicu Covaci (links) und Gabriela Căluțiu Sonnenberg. Foto: Privat

Kaum noch eine Band auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie PHOENIX. Die Zusammensetzung der Band hat sich im Laufe der Zeit oft geändert, wobei der Stil unverkennbar blieb. In diesem Jahr feiert die Band ihr 60. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass besuchte unsere Spanien-Korrespondentin Gabriela C ă l u ț i u S o n n e n b e r g im spanischen Moraira Nicu Covaci, die Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband und führte mit ihm folgendes Gespräch.

 

Nicu Covaci, kaum noch eine Musiktruppe auf der ganzen Welt kann auf so ein langes ununterbrochenes Bestehen zurückblicken wie Phoenix. Wie fühlst du dich als Leitfigur der bekanntesten rumänischen Rockband?

Ja, PHOENIX feiert in diesem Jahr 60 Jahre seit der Gründung. Die Zusammensetzung der Truppe hat sich oft geändert, aber unser Stil blieb immer gleich.Weiterlesen

Für Ohr und Geist

Drei Konzerte in der Passionszeit in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2716

Sie sind das Duo Marmor: Das Musikerehepaar Theresa Braisch (Klarinette) und Maximilian Braisch  (Fagott).                        Foto: Beatrice UNGAR

Während der Passionszeit vor den Osterfeiertagen der Westkirche hatten die Hermannstädter Musikliebhaber die Möglichkeit, innerhalb einer knappen Woche gleich drei unterschiedliche Angebote für Ohr und Geist wahrzunehmen. Weiterlesen

„Bäm Hontertstreoch“ wird 125 Jahre alt

Vor 160 Jahren wurde der Komponist dieses weltweit verbreiteten Liedes geboren

Ausgabe Nr. 2713

Ab dem 5. Juni 1900 wurde Kirchners Oper ,,Der Herr, der Hann“ gleich siebenmal nacheinander in Hermannstadt aufgeführt. Am 16. Juni 1900 feierten die Protagonisten den Künstlerabend des Männergesangvereins im Gesellschaftshaus. Bei dieser Gelegenheit erhielten alle Mitwirkenden ein Fotoalbum mit Aufnahmen von Emil Fischer: Aufnahmen der Darsteller, ein Gruppenbild des Männergesangvereins und ein Gruppenbild mit allen Mitwirkenden (unser Bild).

Am 23. Januar 2021 jährte sich der Geburtstag des Komponisten, Dirigenten und Musikpädagogen Hermann Kirchner zum 160. Male. Und Mitte dieses Jahres sind es 125 Jahre, seit er sein wohl bekanntestes Lied „Bäm Hontertstreoch“ komponierte, das schon bald darauf seine ungeahnte Reise um die Welt antrat. Als Kirchner in den ersten Septembertagen 1893 in Mediasch eintraf, um die Stelle eines Musikdirektors anzutreten, war dies eine Sternstunde nicht nur für den 1847 gegründeten örtlichen Musikverein. Mit Kirchners Namen sollte sehr bald eine wahrhafte Renaissance des sächsischen Volkslieds verbunden werden. Weiterlesen

Musikalischer Abschied

Wieder ein Konzert im Spiegelsaal des DFDH

Ausgabe Nr. 2712

Karina Fernandez Samodaiev, Rafaela Fernandez Samodaiev, Monica Florescu und Makcim Fernandez Samodaiev (v. l. n. r.)

Wenn du etwas anfängst, dann strebe darin die Höchstleistung an, habe ihr Vater sie gemahnt, als sie das Klavierspielen für sich entdeckt hatte. Sie habe erst Klavier spielen und dann Lesen und Schreiben gelernt. Solche und ähnliche Bruchstücke von Erinnerungen an ihren inzwischen verstorbenen Vater erzählte die Pianistin Monica Florescu zwischen den Werken, mit denen sie das erste Konzert des Jahres in der Reihe Florescu-Fernandez & Friends eröffnete, das am Sonntag im Spiegelsaal des DFDH in der Reihe Odae cum harmoniis stattgefunden hat.Weiterlesen

Trio Saxones plus

Ausgabe Nr. 2703

Aufnahmen für den Weihnachtsgottesdienst, der an Heiligabend auf www.evang.ro ausgestrahlt wird, machte das ,,Trio Saxones plus“ am Montag in Kerz. Unser Bild: Wolfgang Schüller, Alfred Dahinten, Dietrich Galter, Michael Reger und  Andreas Hartig auf dem Pfarrhof in Kerz (v. l. n. r.).

Foto: Wolfgang SCHÜLLER

Kraftvoll und rhythmisch

Vesper zum 3. Advent in der evangelischen Stadtpfarrkirche

Ausgabe Nr. 2703

Wenn Frauen beim Singen und Musizieren das Sagen haben, tönt alles ein wenig lebendiger…                                                                     Foto: Privat

Mit einem Donnerschlag begann das vierte Konzert im Rahmen der vorweihnachtlichen Abendmusiken in der evangelischen Stadtpfarrkirche in Hermannstadt am 3. Advent, das nur online zu erleben war. Auf der Baustelle in der Stadtpfarrkirche – genauer im Seitenschiff gleich neben dem Chorraum – brachten 12 Frauenstimmen des Bachchores und als einziger Mann im Bunde der Musikwart Jürg Leutert, zunächst das Lied ,,O Heiland, reiß die Himmel auf“ in der Originalfassung aus dem Evangelischen Gesangbuch zu Gehör.Weiterlesen