Beethoven und eine Weltpremiere

Aktuelles von der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2677

Zum Beethoven-Jahr hat die Hermannstädter Staatsphilharmonie am 9. Juni ein online-Konzert ausgestrahlt, in dessen Vorfeld Konsul Hans Erich Tischler (rechts) und der Philharmonie-Manager Cristian Lupeș den Titanen der Musik gewürdigt haben.       Foto: filarmonicasibiu.ro

Statt wie geplant zum Europatag am 9. Mai d. J. auf der Bühne des Thaliasaals erklang die ,,Ode an die Freude“ aus Beethovens 9. Sinfonie am 9. Juni online, gespielt von einem Quintett, gebildet aus folgenden Mitgliedern des sinfonischen Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie: Lilia Radu (Violine), Gabriel Silișteanu (Viola), Makcim Fernandez-Samodaiev (Cello), Valentin Desagă (Kontrabaß) und Raduly Adam (Fagott).Weiterlesen

Lebensfreude zelebriert

Freiluftkonzert vor dem Thalia-Saal am 15. Mai

Ausgabe Nr. 2673

Das Konzert eröffnete das Duo Raluca Sfîriac (1. Geige) und Ionuț Bugnar (2. Geige), es folgten jeweils Solo-Darbietungen und ein Trio. Das Konzert wurde im Livestream gesendet und ist auf der Facebook-Seite der Philharmonie gepostet.                                                            Foto: Beatrice UNGAR

Den Ton angegeben im Hinblick auf die Wiederaufnahme des Kulturlebens in Hermannstadt unter den Auflagen sozialen Abstands hat am Freitag, den 15. Mai, die Hermannstädter Staatsphilharmonie mit einem einstündigen Konzert auf dem Vorplatz des Thaliasaals. Weiterlesen

Für eine unsterbliche Liebe

Cellosonaten von Beethoven online im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2669

Makcim Fernandez Samodaiev, Karina Fernandez Samodaiev und Monica Florescu (v. l. n. r.).                                                                   Foto: Privat

Einer ,,unsterblichen Liebe“, der Gräfin Anna Maria Erdödy, hat Ludwig van Beethoven seine Cellosonaten Nr. 4 in C-Dur, op. 102, Nr. 1, und Nr. 4 in D-Dur, op. 102, Nr. 2 gewidmet, die 1818 bei Simrock veröffentlicht wurden. Weiterlesen

,,Wir bleiben aktiv“

Premiere bei der Preisgala von Radio România Cultural

Ausgabe Nr. 2668

Die Hermannstädter Staatsphilharmonie bestritt unter der Leitung ihres Managers, dem Dirigenten Cristian Lupeș am 1. Dezember 2019 auf Einladung des Generalsekretariats der Rumänischen Regierung das außerdordentliche Konzert zum Nationalfeiertag im Rumänischen Athenäum in Bukarest. Das Konzert wurde auf einem Bildschirm auf dem Großen Ring direkt übertragen.       Foto: ArtoGrafica

Erstmals in der zwanzigjährigen Geschichte der Preise des Senders Radio România Cultural wurde eine Philharmonie mit dem Musikpreis ausgezeichnet und zwar die Hermannstädter Staatsphilharmonie. Die diesjährige Gala der Jahrespreise hat am 30. März d. J. nicht wie ursprünglich geplant auf der Bühne des Bukarester Odeon-Theaters stattgefunden, sondern wurde in der Sendung ,,GPS Cultural“ live aus dem Studio übertragen.Weiterlesen

,,Die Rockmusik wurde toleriert“

Gespräch mit Florin Grigoraș zum 50. Jubiläum der Rockband RIFF

Ausgabe Nr. 2668

RIFF im Jahre 2019: Laur Fogădar, Florin Grigoraș, Mihaela Grigoraș, Mircea Bunea (v. l. n. r.).                                                          Foto: Privat

Der heute, am 10. April, vor genau 66 Jahren in Hermannstadt geborene Musiker Florin Grigoraş hat ursprünglich Rechtswissenschaften studiert. Seine Leidenschaft für die Musik aber gewann schließlich die Oberhand und er wurde zum freischaffenden Künstler. Schon in der Grundschule hatte er die Gitarre entdeckt und gründete 1970 die Rockband Sonic, die seit 1980 den Namen RIFF trägt und zu den langlebigsten rumänischen Rockbands zählt. In diesem Jahr feiert RIFF das 50. Gründungsjubiläum. 

Aus diesem Anlass gewährte Florin Grigoraş der HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r nachstehendes Interview.Weiterlesen

Von Hermannstadt in die Welt

Online-Konzert aus dem Spiegelsaal des Forums

Ausgabe Nr. 2666

20.000 Personen verfolgten das Konzert mit Monica Florescu, Rafaela Fernandez Samodaiev und Makcim Fernandez Samodaiev (v. l. n. r.). Foto: Privat

Da sitze ich in meiner Wohnung in Köln in Quarantäne und kuriere eine fieberhafte Erkältung aus. Gottseidank hat mich das Corona-Virus nicht gepackt, aber zu Hause bleibe ich sicherheitshalber doch. Beim Spaziergang durchs Internet stieß ich am Donnerstag der Vorwoche auf die Ankündigung eines Konzerts aus Hermannstadt: Heute spielt Familie Florescu-Fernandez im Spiegelsaal – mit virtuellem Publikum dank LiveStream Romania. Weiterlesen

Fünf Streicher und eine Sinfonie

Das Ensemble Wiener Kammersymphonie gastierte in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2662

Die Fünf von dem Ensemble Wiener Kammersymphonie (v. l. n. r.): Mátyás András, Lukas Medlam, Nebojsa Bekcic, Damian Posse und Sergio Mastro begeisterten das Hermannstädter Publikum.               Foto: die Verfasserin

Im Mozartjahr 2006 gegründet und im Beethovenjahr 2020 zum ersten Mal in Hermannstadt war das Ensemble Wiener Kammersymphonie am Samstag mit einem von dem Österreichischen Kulturforum geförderten Konzert auf der Bühne des Thalia-Saals zu Gast. Das Streicherquintett machte seinem Namen Ehre, indem es zwei für große Orchester komponierte Werke von Ludwig van Beethoven – die Ouvertüre der Oper ,,Coriolan“ und die 8. Sinfonie – interpretierte aber auch zwei Werke österreichischer Komponisten der Gegenwart, Johanna Doderer bzw.  Stefan Pelzl.Weiterlesen

Gelebter kategorischer Imperativ

Hommage an Eckart Schlandt zum 80. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2661

Eckart Schlandt. Foto: Steffen SCHLANDT

Eckart Schlandt ließ am 20. Februar 80 Jahre hinter sich. Es waren Jahre großer, ja umwälzender Veränderungen;  das gewalttätige Erscheinen und der Fall des Kommunismus, die Informatisierung und Globalisierung mit Internet, Computer und Handy. Womöglich ist gar der nächste Besuch  im Ausland nicht mehr eine Fahrt, sondern ein Flug vom neuen Flughafen  Kronstadt aus, der Stadt seiner Geburt und seines Wirkens. Er hat es erlebt und wahrscheinlich auch erlitten, dass sein menschliches Umfeld nicht nur altersbedingt sondern schicksalhaft geschrumpft ist bis nahe an die Auslöschung. Weiterlesen

Ein alter Bekannter

Der Cellist Cristian Florea zu Gast in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2660

Der Cellist Cristian Florea.                                       Foto: die Verfasserin

Eine Welturaufführung, ein Cellokonzert und ein Konzert für Orchester standen auf dem Programm des ersten sinfonischen Konzerts der Hermannstädter Staatsphilharmonie im Februar.

 Bei der Welturaufführung, mit der Streicher des Orchesters der Hermannstädter Staatsphilharmonie unter der Stabführung von Valentin Doni das Konzert eröffneten, handelte es sich um die Komposition ,,Flori de câmp“ des Kronstädter Komponisten Ulpiu Vlad. Lautmalerisch ausgefeilt suggeriert der Komponist die Zerbrechlichkeit der Feldblumen.Weiterlesen

Ein musikalischer Brückenbauer

Professor Heinz Acker mit dem Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2020 ausgezeichnet

Ausgabe Nr. 2658

Der Laudator Dr. Dietmar Gräf, der Preisträger Prof. Heinz Acker, Hansjürgen Gartner von der KünstlerGilde und die Musikerinnen Julika Birke (Sopran) und Joo Yun Choi (Cello) stellten sich zum Abschluss der Feier zu einem Gruppenbild auf (v. l. n. r.).                          Foto: die Verfasserin

Der Hermannstädter Prof. Heinz Acker wurde am 8. Januar d. J. in der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim mit dem renommierten Johann-Wenzel-Stamitz-Preis 2020 ausgezeichnet. Dieser Preis der Esslinger KünstlerGilde e. V., ehemals „Ostdeutscher Musikpreis“, wird seit 1948 an Künstler für hervorragende Leistungen im Bereich der Musik verliehen, deren Werk und Wirken aus der Reflexion und im Austausch mit der deutschen Musik im östlichen Europa entstanden ist, die dieses Kulturgut weiter pflegen und der Völkerverständigung und Toleranz dienen. (Auch die Siebenbürger Dieter Acker, Hans Peter Türk, Hans Eckart Schlandt und die rumänische Komponistin Violeta Dinescu sind Träger dieses Preises.)Weiterlesen

Die Chemie stimmte

Neujahrskonzert der Hermannstädter Staatsphilharmonie

Ausgabe Nr. 2656

Temperamentvolle Tanzeinlagen boten Laura Daganzo Morales (links) und Carlos Vilan.                                                                    Foto: Artografica

Beim diesjährigen Neujahrskonzert der Hermannstädter Philharmonie konnten die Anwesenden buchstäblich erleben, wie wichtig es ist, dass zwischen Dirigent und Orchester die sprichwörtliche ,,Chemie“ stimmt. An allen drei Abenden – am 9., 10. und 11. Januar – war das spürbar.

Der in Argentinien geborene Dirigent Tulio Gagliardo, der zurzeit Musikdirektor des Opern- und Balletttheaters in Izmir/Türkei ist, hatte mit dem Orchester, den beiden Gesangsolisten und den beiden Tänzern ein abwechslungsreiches Programm einstudiert, bei dem auch das Publikum ab und zu aufgefordert wurde, mitzumachen. So geschehen bei der Arie aus ,,Les filles de Cadix“ von Leo Delibes, wo das Publikum als Chor fungieren durfte. Gagliardo scherzte sogar: ,,Wenn es nicht klappt, kommen alle morgen um 7 Uhr morgens zur Probe.“Weiterlesen