Vom Klapotetz und der Apfelalm

Streiflichter von den 32. Deutschen Literaturtagen in Reschitza

Ausgabe Nr. 2786

Gruppenbild der Teilnehmer.
Foto: DFDBB

Was sucht eine Bierfabrik auf der Apfelalm? Gutes Wasser natürlich. Und was ein Klapotetz im Hof der Deutschen ,,Alexander Tietz“-Bibliothek? Die Spende des Landes Steiermark soll, so Gastgeber und Hauptorganisator Erwin Josef Țigla, die bösen Geister vertreiben… Der Klapotetz ist eine im südsteirischen Weinland verbreitete Vogelscheuche und besteht aus einem Windrad mit Welle und Schlägeln, die durch ihr rhythmisches Geklapper die Vögel von den Weingärten zur Zeit der Traubenreife fernhalten sollen. Der Name stammt aus dem Slowenischen: klopótec, zu deutsch „Klapper“. Solchen und ähnlichen Fragen konnten die Teilnehmenden an den 32. Deutschen Literaturtagen in Reschitza vom 19. bis 21. August nachgehen. Weiterlesen

Von Angesicht zu Angesicht

Iris Wolff und Horst Samson lasen im Rahmen der Künstlerresidenz Kleinschenk

Ausgabe Nr. 2786

Carmen Schuster (stehend), Horst Samson (sitzend) und  Iris Wolff (stehend) bestritten die Veranstaltung im voll besetzten Erasmus-Büchercafé (v. l. n. r.).               Foto: Beatrice UNGAR

Das war schon eine sehr besondere Veranstaltung mit den Schriftstellern Iris Wolff und Horst Samson am 1. September in der wohligen Atmosphäre des Erasmus-Büchercafés. Die Veranstaltung fand im Rahmen der Künstlerresidenz Kleinschenk statt, eine Initiative des Vereins CONTRAFORT PRO Kleinschenk und der Kirchengemeinde Kleinschenk. Das Konzept wurde von Carmen Schuster und Michael Lisske erarbeitet und von Elisabeth Ochsenfeld, Galeristin und Künstlerin, kuratiert.  Ziel ist es, die Kirchenburg Kleinschenk auch einer anderen Nutzung als derjenigen für Gottesdienste zuzuführen, sie als Kulturkirche einem breiteren Publikum vorzustellen. Die jährliche Künstlerresidenz Kleinschenk ist eine Plattform, die bildende Künstler, Bildhauer, Schriftsteller und Galeristen aus unterschiedlichen Ländern zusammenbringt und sie zum Austausch auffordert.Weiterlesen

Rolf Bossert-Gedächtnispreis 2022

Ausgabe Nr. 2784

Im Rahmen der 32. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza (18.-21. August d. J.) wurde nun schon zum dritten Mal der Rolf Bossert-Gedächtnispreis verliehen. Der Preisträger 2022 ist der Autor und Fotograf Bastian Kienitz aus Mainz/Deutschland. In einer unserer nächsten Ausgaben werden wir ausführlich über die Deutschen Literaturtage berichten. Unser Bild (v. l. n. r.): Erwin Josef Țigla, Initiator und Hauptorganisator der Deutschen Literaturtage in Reschitza und nicht stimmberechtigter Sekretär der Jury, die Jurorin Dr. Olivia Spiridon, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen, Robert Klages, der Gewinner des Sonderpreises 2022 des Deutschen Wirtschaftsklubs ,,Banat“ Temeswar, Bastian Kienitz, der Gewinner des Rolf Bossert-Gedächtnispreises 2022, der Preisinitiator Hellmut Seiler und der Juryvorsitzende Alexander Estis, Preisträger 2020.                              

Foto: Beatrice UNGAR

Chinesin errät siebenbürgisch-sächsischen Dialekt

Erstmals fröhliches Dialektraten bei den Texttagen in Nürnberg

Ausgabe Nr. 2780

Die Schriftstellerin Malwine Markel.

Die Texttage Nürnberg sind einzigartig in Deutschland! Sie finden jedes Jahr vom 08. Juli -10. Juli statt. Nur hier steht das Schreiben im Vordergrund, mehr als das Lesen. Und sie sind immer Open Air und umsonst. Dieses Literaturfestival ist eine Begegnungsstätte vorwiegend für Literaturschaffende, Literaturverbände und -vereine  aus Nürnberg und Franken. Organisiert werden die Texttage seit 2019 vom Bildungszentrum und der Stadtbibliothek Nürnberg. Ihr Maskottchen ist die Katze. Ein Symbol für Willensfreiheit und Gedankenfreiheit. Die Katze hat in der Literatur einen hohen Stellenwert, und gilt als Inspiration für die Kreativität. Weiterlesen

Ein empatischer Beobachter

Lesung mit Peter Biro im Erasmus-Büchercafé

Ausgabe Nr. 2774

Peter Biro und Ruxandra Stănescu hatten ein aufmerksames Publikum bei der Buchvorstellung und Lesung im Erasmus-Büchercafé.                                     Foto: Michael Adrian PANDURU

„Auf zum fröhlichen Weltuntergang“ ist der Titel eines der drei Bücher, die der Autor Peter Biro am Dienstag der Vorwoche im Erasmus-Büchercafé vorstellte. Bezugnehmend auf den Titel war es eine fröhliche Runde, die sich um die sehr verschmitzte, eloquente Person Peter Biro versammelt hatte. Ruxandra Stănescu, stellvertretende Chefredakteurin der Hermannstädter Zeitung,  verstand es sehr gut, in ihrer Moderation Beispiele für „die hohe Kunst des angewandten Chamäleonismus“ von dem Autor zu fordern. Chamäleonismus ist der von Peter Biro im Prolog des im Zentrum der Buchvorstellung stehenden Buches „Vom Taumeln zwischen den Kulturen“ verwendete Begriff, wenn der Autor über seinen Geburtsort Großwardein/Oradea sprach. Weiterlesen

,,Lebendig und berührend“

Buchvorstellung und Lesung mit Eginald Schlattner

Ausgabe Nr. 2772

Andreea Dumitru-Iacob, Eginald Schlattner und Gabriella-Nóra Tar (v. l. n. r.) bestritten die sehr gut besuchte Veranstaltung.                                                                               Foto: die Verfasserin

,,Genau in diesem Augenblick findet in Klausenburg eine andere Veranstaltung statt, die einem anderen bedeutenden Schriftsteller gewidmet ist, der am 26. Februar 2022 verstorben ist. Es handelt sich um Hans Bergel. Diese beiden Veranstaltungen konkurrieren keinesfalls, sie sind eher ein Zeichen dafür, dass in allem Vergänglichen die Dinge und Menschen zueinander finden sollen und können“. Mit diesen Worten eröffnete Prof. Dr. Rudolf Gräf als Gastgeber die Buchvorstellung und Lesung mit dem Schriftsteller Eginald Schlattner am Freitag der Vorwoche im bis auf den letzten Platz besetzen Tagungsraum des Forschungsinstituts für Geisteswissenschaften in Hermannstadt.Weiterlesen

Schülerwettbewerb

Ich fürchte mich nicht!
Ausgabe Nr. 2772

Das Brukenthalgymnasium. Foto: Beatrice UNGAR

Für ihre Ergebnisse bei der diesjährigen Landesphase des Schülerwettbewerbs im Fach Deutsch als Muttersprache haben drei Schülerinnen vom Samuel von Brukenthal-Gymnasium je ein HZ-Jahresabonnement als Sonderpreis erhalten. Es handelt sich um die Achtklässlerin Sara-Maria Marin, die Neuntklässlerin Ada Cristian und die Zehntklässlerin Paula Dörr. In dieser Ausgabe lesen Sie den Aufsatz von Ada Cristian, die den ersten Preis gewonnen hat,  zum  Zitat von Cornelia Funke ,,Manchmal denke ich, Angst ist die Ursache allen Unglücks“:

Die Klasse 9A ist eine sehr komplexe Gemeinschaft. Schüler unterschiedlicher Religionen, Ethnien und Herkunft treffen hier aufeinander. Vor allem ist es eine Klasse, auf die ich großen Einfluss habe.Weiterlesen

Schreibwettbewerb

Osten. Westen. Norden. Süden

Ausgabe Nr. 2772

Sigrid Arvay, heute Schülerin der 11. Klasse am Johannes-Honterus-Gymnasium Kronstadt, hatte im Vorjahr beim 3. Schreibwettbewerb (Thema: ,,Lehren aus der Pandemie“) einen ersten Platz belegt.Foto: Privat

Schreibwettbewerb des Konsulats 2022

Das Thema des vierten Schreibwettbewerbs für deutschsprachige Lyzeaner, den das Deutsche Konsulat Hermannstadt und die Hermannstädter Zeitung veranstaltet haben, lautete: ,,Was bedeutet Freundschaft für Dich?“. In dieser Ausgabe lesen Sie den Beitrag der Erstplazierten Sigrid Arvay (11. Klasse, Johannes Honterus-Gymnasium, Kronstadt:

Alita wachte von den hellen Sonnenstrahlen der Morgensonne auf. Heute war ihr großer Tag! Es hatte sich endlich eine Reisewolke gefunden, die sie am Abend zu ihrem guten alten Freund Nordus, den Hund, bringen würde. Sie kannten sich schon lange, hatten immer viel Spaß miteinander, doch Nordus wohnte weit weg, so dass sie sich nur selten sahen. Nun rannte Alita raus aus dem Haus und schaute sehnsuchtsvoll in den Osten, in Erwartung auf ihre Wolke.Weiterlesen

Einige Freiräume bewahrt

Ausgabe Nr. 2769

Dokumentation zur EKR 1945-1969

Hannelore Baier (Hg.): Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Friedrich Pustet Verlag, 2022, 423 Seiten, 39,95 Euro, ISBN: 3791733303

Unter dem Titel ,,Überwachung und Infiltration. Die Evangelische Kirche in Rumänien unter kommunistischer Herrschaft (1945-1969). Dokumentation“ ist der von Hannelore Baier herausgegebene Band 143 der im Verlag Friedrich Pustet, Regensburg, publizierten wissenschaftlichen Reihe „Veröffentlichungen des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas (IKGS) an der Ludwig-Maximilians-Universität München“ erschienen.

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,,Im groben Umriss…“

Richard Wagner zum 70. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2767

Richard Wagner bei der ,,Erbsenlesung“ 2011 in Bad  Vilbel. Foto: Horst SAMSON

Der am 10. April 1952 in Lowrin geborene Schriftsteller Richard Wagner zählte 1972 zu den Gründungsmitgliedern der Autorengruppe „Aktionsgruppe Banat“. Zu seinem 70. Geburtstag druckt die HZ im Folgenden zwei Gedichte des Jubilaren ab, die 2018 entstanden sind und in dem Band ,,Wendemanöver. Beiträge zum Werk Richard Wagners“ erstveröffentlicht worden sind, den Enikő Dácz und Christina Rossi 2018 im Friedrich Pustet Verlag Regensburg als Band 137 der Veröffentlichungen des IKGS herausgegeben haben.Weiterlesen