Er lebte diese, seine Zeit

Nikolaus Berwanger und der Temescher Rat der deutschen Werktätigen

Ausgabe Nr. 2921

Foto aus einem Dienstausweis aus dem Jahr 1980 mit der eigenhändigen Unterschrift Berwangers.

Jüngste sachliche Würdigung erfuhr der Publizist, Autor, Literatur- und Kulturförderer sowie Herausgeber Nikolaus Berwanger (5. Juli 1935-1. April 1989) durch die Aufnahme in den ersten Band (Literatur) der Reihe „Enciclopedia Banatului“, erschienen 2016 in Temeswar (Verlag David Press, S. 82-84, mit Foto). Wie in Lexika üblich, ist der Beitrag nicht wertend, umfasst eine geraffte Biographie, ein umfangreiches Werkverzeichnis und wichtige Quellen bzw. Literatur zu Leben und Wirken Berwangers. Verfasserin des Beitrags ist die Temeswarer Germanistin Univ. Prof. Roxana Nubert. Als wichtige Vorarbeit kam ihr die ein Jahr zuvor im Pop-Verlag (Ludwigsburg) erschienene Berwanger-Sonderausgabe der Literatur- und Kulturzeitschrift „Matrix“ (2015) zugute. Lesen Sie im Folgenden den aus aktuellem Anlass – am 5. Juli d. J. wäre Berwanger 90 geworden – verfassten Beitrag des Journalisten Luzian Geier, den dieser freundlicherweise der HZ zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt hat:Weiterlesen

Krimis im Berlin der Weimarer Republik

Interview mit dem Schriftsteller Volker Kutscher / Von Ruxandra STĂNESCU

Ausgabe Nr. 2920

Lesung des Autors Volker Kutscher, moderiert von Ana-Maria Daneș, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt.   Foto: Ruxandra STĂNESCU

Der deutsche Schriftsteller Volker Kutscher hat Anfang des Monats Juli auf Einladung des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt aus seiner Gereon Rath-Reihe gelesen. Die seit 2008 bis 2024 erschienenen zehn Bände spielen in den Jahren 1929 bis 1938, im Berlin der späten Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Die ersten drei Bücher der Reihe wurden unter dem Titel „Babylon Berlin” als Kriminal-Fernsehserie verfilmt.Weiterlesen

Ein Genießer und Neugieriger

Nachruf auf Franz Hodjak / Von Horst SAMSON

Ausgabe Nr. 2919

Franz Hodjak bei seiner Lesung in Dinkelsbühl 2013, wo er beim Heimattag mit dem Siebenbürgisch-sächsischen Kulturpreis ausgezeichnet wurde.                          Foto: Konrad KLEIN

Sonntag, den 6. Juli 2025, ist mein lieber alter Freund Franz Hodjak von uns gegangen. Dreieinhalb Stunden davor konnte ich ihm noch einmal über die Schulter und seine grauen Locken streichen, seinem tiefen, regelmäßigen Atem zuhören – es schien mir, überwältigt vom sonntäglichen, existentiell geprägten Augenblick im Beisein seiner fürsorglichen Frau Juli und seiner Tochter Astrid wie eine Kantate von Bach. Kurz nach 18 Uhr hatte er seinen Koffer voller Sand, Bücher und unveröffentlichter Typoskripte, sowie sein allerletztes handschriftliches, leider nicht mehr entzifferbares Gedicht definitiv gepackt. Weiterlesen

Ein dichtender Wanderer

Emil Bruckner zum 120. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2916

Zum 120. Geburtstag des am 23. Juni 1905 in Bistritz geborenen und am 30. September 1983 in Hermannstadt verstorbenen Dichter Emil Bruckner können Sie im Folgenden lesen, was der Schriftsteller und Stolzenburger Pfarrer Walther Gottfried Seidner (1938-2018) in der Nr. 916 vom 5. Juli 1985 der damals Die Woche getitelten HZ geschrieben hat. Der Titel des Beitrags weist wohl auch darauf hin, dass Emil Bruckner 1972 den Wanderklub „Freunde der Berge” (Amicii munților) gegründet hat:Weiterlesen

Grenzübergreifender Literaturmarathon

Streiflichter von den 35. Deutschen Literaturtagen in Reschitza

Ausgabe Nr. 2909

Gruppenbild mit Teilnehmenden und Organisatoren im Hof der Deutschen „Alexander Tietz”-Bibliothek .
Foto: DFBB

Ein glänzender roter Apfel zierte das Plakat der 35. Auflage der Deutschen Literaturtage in Reschitza, die vom 3. bis 6. April d. J. stattgefunden haben und bei denen laut dem Initiator und Hauptorganisator Erwin Josef Ţigla mit 41 Teilnehmenden aus Rumänien, Deutschland, Österreich, Slowenien und Serbien ein Rekord verzeichnet wurde. Der Apfel symbolisiere Hoffnung, meinten einige, andere wiederum erinnerte der Apfel an den Sündenfall. Wie dem auch sei, der Literatur-Marathon im Banater Bergland stellte erneut unter Beweis, wie lebendig die deutschsprachige Literaturszene ist. Einen Rückblick auf einige Auflagen bietet das Buch „Deutsche Literaturtage in Reschitza, 2016 – 2020”, erschienen in Reschitza, im Verlag „Banatul Montan”, als 122. Buchveröffentlichung des Kultur- und Erwachsenenbildungsvereins „Deutsche Vortragsreihe Reschitza“, das Herausgeber Erwin Josef Ţigla zum Auftakt am 3. April vorgestellt hat.Weiterlesen

Sechste Preisträgerin

Ausgabe Nr. 2908

Zum sechsten Mal vergeben wurde bei den 35. Deutschen Literaturtagen in Reschitza der Rolf Bossert”-Gedächtnispreis. Die Verleihung fand am 5. April in dem Diaconovici-Tietz”-Nationalkolleg statt, jener Schule, die Rolf Bossert besucht hat. Mehr zu den Deutschen Literaturtagen in Reschitza erfahren Sie in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild (v. l. n. r.): Hauptorganisator Erwin Josef-Țigla, Preisträgerin 2025 Nicola Quaß, Preisinitiator Hellmut Seiler, Laudator und Preisträger 2023 Christian T. Klein und Preisträger 2022 Bastian Kienitz.

Foto: Beatrice UNGAR

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,,Rolf Bossert“-Gedächtnispreis 2025 geht an Nicola Quaß

Ausgabe Nr. 2903

Die Autorin Nicola Quaß.                                                     Foto: autorenwelt.de

Der Preisträger 2025 des „Rolf Bossert“-Gedächtnispreises steht fest. Die meisten Punkte erzielte die 1974 in Wetzlar geborene und in Düssledorf lebende Nicola Quaß. Sie studierte Rechtswissenschaft und schreibt Lyrik und lyrische Prosa. Es gibt zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Sie errang einen zweiten Preis beim Lyrikwettbewerb „Lyrik 2000S“ (2004) sowie Preise beim Literaturpodium für die Jahre 2006, 2007 und 2011. Für das Jahr 2017 erhielt sie das Merck-Stipendium der Darmstädter Textwerkstatt bei Kurt Drawert. Im Februar 2020 erschien ihr Lyrikdebüt „Nur das Verlorene bleibt“ im „hochroth“-Verlag Heidelberg. Mit Geraldine Gutiérrez-Wienken übersetzte sie Gedichte von Mónica Francés aus dem Spanischen („Yo sueña/Ich träumt”, „hochroth“-Verlag Heidelberg, 2022). Für das Jahr 2023 erhielt sie den Ulrich-Grasnick-Lyrikpreis (2. Platz). Im März 2024 erschien ihr zweiter Gedichtband „Moorland“ im dr.-ziethen-verlag. Mehr zu der Autorin unter https://nicolaquass.comWeiterlesen

Begegnung von Poesie und Fotografie

Texte von Matthias Buth und Aufnahmen von Wolf Birke in Berlin erschienen

Ausgabe Nr. 2903

Matthias Buth und Wolf Birke: im augenblick, PalmArtPress, Berlin 2025, 160 Seiten, ISBN 978-3-96258-200-5, 35,00 Euro.

Im Berliner Verlag PalmArtPress ist soeben ein Text- und Bildband erschienen, der poetische Miniaturen (Gedichte und Prosa) von Matthias Buth und Schwarzweißfotografien von Wolf Birke unter dem Titel „im augenblick“ vereinigt. Das gemeinsame Buch des Dichters und des Fotografen wird am 9. Mai dieses Jahres in der Historischen Stadthalle Wuppertal öffentlich vorgestellt werden, und zwar im festlichen Rahmen des 25-jährigen Jubiläums der Vermögensverwaltungsgesellschaft MPF AG (Michael Pintarelli Finanzdienstleistungen AG), bei dem auch Altbundespräsident Joachim Gauck zugegen sein wird.Weiterlesen