„Obstinate Suche nach Identität“

Vier Tage im Zeichen der Roma-Poesie

Ausgabe Nr. 2598

Am weitesten angereist waren die beiden Romatänzerinnen aus Japan von der Gruppe „Kalibelya Dance“: Tanaka Yuki und Takahashi Aysel, die sowohl am Samstag als auch am Sonntag auftraten.
Foto: Mugur FRĂȚILĂ

Bereits zum dritten Mal fand in Hermannstadt das Internationale Roma-Poesiefestival statt. Das Festival wurde 2016 von der Ion Cioabă-Stiftung ins Leben gerufen, um den interkulturellen und internationalen Dialog über die Roma und ihre Literatur zu stärken. Zum diesjährigen viertägigen Kongress waren Gäste von insgesamt vier Kontinenten angereist. Weiterlesen

„Warum in der Waffen-SS?”

Lesung mit Paul Milata im Erasmus-Büchercafé

 

Der Historiker Paul Milata signierte seine Bücher.
Foto: Fred NUSS

 

Der Historiker Paul Milata stellte am vergangenen Freitag die rumänische Fassung seines Buches „Zwischen Hitler, Stalin und Antonescu. Rumäniendeutsche in der Waffen-SS“ – „Între Hitler, Stalin şi Antonescu. Germanii din România în Waffen-SS“ -im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt vor.

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Runder Geburtstag

2595

Seinen 80. Geburtstag feierte am Montag, dem 24. September der verdiente Hermannstädter Germanist Prof. Dr. Gerhard Konnerth (Bildmitte) mit mehr als 150 Gästen im Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen. Die HZ-Redaktion schließt sich den Gratulanten an.                  Foto: Beatrice UNGAR

Des Meeres und der Liebe Wellen

2595

Die Wiederentdeckung des Eduard von Keyserling (1855-1918)

Eduard von Keyserling 1905/1906.
Foto: Philipp KESTER

Einen Schriftsteller gilt es zu preisen, der wie kein anderer die Stimmung des Fin de siècle und der Décadence einzufangen verstand: Eduard von Keyserling, der vor heute 100 Jahren am 28. September 1918 starb, gilt als einer der wenigen literarischen Impressionisten der deutschen Literatur um 1900. Seine Bücher sind ein ahnungsvoller Abgesang auf den baltendeutschen Adel, der nach den politischen Ereignissen des Ersten Weltkriegs und in den Wirren der Russischen Revolution von 1917 unterging. – Seit Mitte der 1990er Jahre werden seine Bücher neu publiziert, vor allem im Manesse-Verlag (Zürich), der ihn zum 100.Geb. mit dem Band „Landpartie“ ehrt, der sämtliche Erzählungen enthält.

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Grenzenlos absurd und komisch

2594

Premiere mit Ödön von Horváths „Hin und her“ am Radu Stanca-Nationaltheater

An die Grenzen seiner Geduld gebracht, hat Ferdinand Havlicek (Daniel Bucher, Bildmitte) das Privileg, sich die Ministerpräsidenten – X (Anca Cipariu, links) und Y (Fabiola Petri, rechts) der beiden Länder zu schnappen, die ihn nicht haben wollen. Foto: Fred NUSS

Grenzenlos absurd und komisch zugleich, so könnte eine Kurbeschreibung des Stückes Hin und her“ lauten, das der Schriftsteller Ödön von Horváth 1933 zunächst unter dem Arbeitstitel „Die Brücke“ geschrieben und es als Posse in zwei Teilen“ bezeichnet hatte. Die Uraufführung fand 13. Dezember 1934 im Schauspielhaus Zürich statt. Das Stück trägt autobiografische Züge, denn Horváth galt ab 1933 in Deutschland nach der nationalsozialistischen Machtergreifung als „unerwünschte Person“. Er musste nach Budapest reisen, um seine ungarische Staatsangehörigkeit zu erneuern. Die Premiere in Zürich nutzte er als Gelegenheit, gemeinsam mit der Schauspielerin Wera Liessem, seiner damaligen Lebensgefährtin, Deutschland zu verlassen.

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