Großes Interesse an jüdischer Geschichte

Synagoge in der Salzgasse machte bei der ,,Langen Nacht der Museen“ mit

Ausgabe Nr. 2817

Warten vor der Synagoge: Im Rahmen der diesjährigen langen Nacht der Museen konnte auch die Synagoge in der Salzgasse zwischen 18 und 23.30 Uhr besichtigt werden. Der Andrang war unerwartet groß, die Interessierten nahmen auch Wartezeiten von bis zu einer Stunde und mehr in Kauf.                                            Foto: Beatrice UNGAR

,,Endlich kann man die Synagoge besuchen“, ,,Ich war noch nie hier“ – solche und ähnliche Sätze waren in der Menschenschlange zu hören, die sich schon vor 18 Uhr am Samstag vor der Synagoge in der Salzgasse/Constituției gebildet hatte, die erstmalig im Rahmen der ,,Langen Nacht der Museen“ ihre Tore für Besucherinnen und Besucher geöffnet hatte. Möglich wurde dies durch eine Partnerschaft zwischen der Jüdischen Gemeinde Hermannstadt und dem Brukenthalmuseum, dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sechs Schautafeln erarbeitet hatten über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Hermannstadt. Weiterlesen

„Wir sind ein starkes Frauenteam”

Interview mit Ana-Maria Daneş, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2807

Feierstunde für Ana-Maria Daneş im Freilichtmuseum.            Foto: Privat

Ana-Maria Daneş leitet seit Juni 2022 das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt. Die gebürtige Bukaresterin mit siebenbürgischen Wurzeln sprach mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u über das Kulturzentrum und die Pläne für dieses Jahr.Weiterlesen

Im Zeichen der Musik

Streiflichter von der 17. Auflage der Ars Hungarica

Ausgabe Nr. 2797

Das Sárik Péter Trio – Péter Sárik (Klavier),  Fonay Tibor (Bassgeige), Gálfi Attila (Schlagzeug)  -, hier mit Luiza Zan, konzertierte bei der Eröffnungsveranstaltung im Thaliasaal.    Fotos: die Verfasserin

,,Der mit roten Seidentapeten ausgeschlagene Raum mit der Stuckdecke und den barocken Möbeln an den Wänden ist der stilvoll-stimmungsvolle Rahmen für die Aufführung gerade vorklassischer und klassischer Musik (…) und auch von der Akkustik her sei für Formationen mit höchstens zwanzig Mitgliedern dieser Saal ideal: die leichte natürliche Reverberation lasse die hohen und die tiefen Töne gleich voll klingen.“ So schwärmte Horst Weber in seinem den seit Herbst 1982 im Barocksaal im Brukenthalpalais veranstalteten Kammerkonzerten gewidmeten Beitrag ,,Barockmusik im Barocksaal“ (Die Woche  Nr. 800 vom 15. April 1983)Weiterlesen

Ein Beweis friedlichen Zusammenhalts

Ausgabe Nr. 2789

20 Jahre Städtepartnerschaft Hermannstadt – Landshut in Landshut gefeiert

Offizieller Höhepunkt: Im Beisein von Oberbürgermeister Alexander Putz (2. v. l.) trugen sich nach dem Festakt, dem offiziellen Höhepunkt der Feierlichkeiten, am Samstag, dem 24. September, im Bernlochner Saal im Landshuter Rathaus Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor (sitzend), Ramona Chiriac, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Rumänien (1. v. r.) , und Präsidialberater Sergiu Nistor in das Goldene Buch der Stadt Landshut ein. Foto: Sebastian MARCOVICI

,,Lassen Sie uns heute ein fröhliches Fest feiern,  als Beweis der Freundschaft und des friedlichen Zusammenhalts“. Mit diesen Worten eröffnete Oberbürgermeister Alexander Putz den Festakt zum 20. Jubiläum der Städtepartnerschaft zwischen Landshut und Hermannstadt, an dem auch eine Delegation aus Hermannstadt mit Bürgermeisterin Astrid Fodor an der Spitze angereist war. Zum Auftakt des dreitägigen Jubiläumsfestes, das der Freundeskreis Landshut – Hermannstadt gemeinsam mit der Stadt Landshut organisiert hatte, präsentierte das Hermannstädter Balletttheater die Premiere der Vorstellung ,,Romeo&Julieta. Rock story“ im Theaterzelt.

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,,Lebendiges Beispiel der Kooperation“

Ausgabe Nr. 2789

Saxonia-Stiftung feierte 30. Geburtstag mit hohen Gästen und einem Jubiläumskatalog

Vorsitzende unter sich: Martin Bottesch, der Vorsitzende der Saxonia-Stiftung (links), und Dagmar Hübner, die Vorsitzende der Stiftung Saxonia Transilvania, besichtigten gemeinsam die Ausstellung im Saxonia-Haus.

1990 standen ein evangelischer Pfarrer und ein Mathematiklehrer auf dem Mühlbacher Bahnhof ratlos vor einem Waggon eines Güterzuges. Man hatte sie verständigt, dass sie dort ,,Hilfsgüter für die deutsche Minderheit“ schleunigst abholen sollten, bevor der Zug weiterfährt. Sie wussten zwar nicht, was das für Maschinen waren aber sie ließen sie auf einen LKW laden und stellten sie auf den Pfarrhof. Der Mathematiklehrer von damals, Martin Bottesch, erzählte diese Begebenheit als Vorsitzender des Siebenbürgenforums in seinem Grußwort zum 25. Jubiläum der Saxonia-Stiftung vor fünf Jahren. Beim 30. Jubiläum, das am Samstag in Rosenau gefeiert wurde, erinnerte sich Bottesch erneut an jene Zeit, als ,,Endzeitstimmung“ herrschte, ,,alle eifrig mithalfen, aber überfordert waren“ und die Gründung der Saxonia-Stiftung am 12. März 1992 Forum und Kirche entlastet habe.Weiterlesen

„Viel Freiheit und große Verantwortung”

Interview mit Ada Tănase, Ex-Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2787

Ada Tănase beim Gespräch in der HZ-Redaktion.                       Foto: Ruxandra STĂNESCU

Ada Tănase hat von Anfang 2005 bis im Sommer dieses Jahres das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt geleitet. Über ihre Tätigkeit im Zentrum und ihre Zukunftspläne sprach sie mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.

Sie verlassen das Kulturzentrum. Wie lange waren Sie da und warum gehen Sie?

Ich kam ans Kulturzentrum Anfang 2005, als die damalige Leiterin mich fragte, ob ich mir vorstellen könnte, die Sprachabteilung auf- und auszubauen. Für mich war das damals beruflich ein Traum, der in Erfüllung ging, und ich habe selbstverständlich zugesagt. Mit 2-3 Kursen begann alles zunächst recht klein, aber nach und nach etablierte sich die Sprachabteilung des Kulturzentrums zur Anlaufstelle für Kinder und Erwachsene, die in einem professionellen Rahmen strukturiert und erfolgreich Deutsch lernen wollten. Anfang 2008 habe ich die Leitung der Institution übernommen und diese fast 15 Jahre innegehabt.Weiterlesen

Miteinander Vielfalt gefeiert

Ausgabe Nr. 2785

Streiflichter vom 18. ProEtnica-Festival in Schäßburg

ProEtnica 2022: Vom 25. bis zum 28. August hat nach zwei Jahren Pause erneut das ProEtnica-Festival in Schäßburg stattgefunden. Neben mehr als 60 Vorstellungen Vorstellungen mit traditioneller Musik und Tänzen von über 600 Angehörigen der 20 nationalen Minderheiten fanden die Reihen ,,Agora des interkulturellen Dialogs”, der ,,Literatursalon” und Foto- und Malereiausstellungen statt. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 3. Unser Bild: Die Dionyssos-Singgruppe des Verbands der Griechen in Rumänien. Foto: Annika KÖNNTGEN

Vom 25. bis zum 28. August hat nach zwei Jahren Pause die 18. Auflage des interkulturellen Festivals ProEtnica in Schäßburg stattgefunden. Neben mehr als 60 Vorstellungen mit traditioneller Musik und Tänzen von über 600 Angehörigen der 20 nationalen Minderheiten fanden die Reihen ,,Agora des interkulturellen Dialogs”, der ,,Literatursalon” und Foto- und Malereiausstellungen statt.

Die Veranstalter beschreiben das Event als ,,Instrument zur Hervorhebung der ethnokulturellen Vielfalt” und als “Modell des friedlichen Zusammenlebens”. Die HZ-Praktikantin Annika Könntgen hat das Festival besucht und beschreibt, warum das aus ihrer Sicht vollkommen gelungen ist.

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,,Die Welt ist bereit für Enescu“

Ausgabe Nr. 2785

Klausenburger Malschule stellt in der UAP-Galerie aus

Maestro Vladimir Jurowski, Robert Schwartz, Cristina Uruc und Maestro Cristian Măcelaru bei ihrem Podiumsgespräch (v. l. n. r.). Foto: Virgil OPRINA

Am 4. September wird der diesjährige „Internationale George-Enescu-Wettbewerb“ im Rumänischen Athenäum in Bukarest durch die Philharmonie unter Leitung von Maestro Peter Ruzicka eröffnet. Es ist weltweit einer der anerkanntesten Wettbewerbe für klassische Musik. Bis zum 18. September erhalten Musikinteressierte die Möglichkeit, den jungen Musikerinnen und Musikern bei ihren Aufführungen zuzuhören – optional auch per Livestream. Doch bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für das „George-Enescu-Festival“ im kommenden Jahr auf Hochtouren.

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Der Schöpfer des Rolands vom deutschen Heldenfriedhof in Kerz

Ausgabe Nr. 2785

Auf den Spuren des Hermannstädter Bildhauers Fritz Zelch / Wie die Burgkirche in Michelsberg vor 80 Jahren zum ,,germanischen Golgotha“ wurde / Von Konrad KLEIN

Pfarrer Carl Reich mit Konsul Karl Stauss (im Hanomag), damals Beauftragter der Deutschen Kriegsgräberfürsorge in Rumänien (Kerz, 1928). Foto: Samml. Gotthelf Zell

Anlass dieses Beitrags ist der verdienstvolle Artikel von Prof. Heinz Acker über seinen Urgroßvater Carl Reich, in dem ich aufgrund eines redaktionellen Eingriffs mit einer leider falsch wiedergegebenen Information zum Bildhauer „Rudolf Zelch“ erwähnt wurde (HZ vom 10. Juni 2022, S. I). Eine nähere Beschäftigung mit Fritz Zelch (Rudolf Binder war sein Arbeitgeber), dem Schöpfer der markanten Rolandfigur vom Kerzer Heldenfriedhof, lohnt indes ebenfalls und hält Überraschendes bereit. Aus ähnlichen Gründen habe ich einige unbekannte Fakten zur Geschichte der Heldengedenkstätte auf der Michelsberger Burg und, damit zusammenhängend, der Steinmetzfirma R. Binder zusammengetragen, der wohl bedeutendsten siebenbürgischen Firma für Sepulkral- und Gedächntniskultur.

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