„Ein Fest für die Augen voller Sinnbezüge“

Ausgabe Nr. 2412
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Der gebürtige Hermannstädter Miron Schmückle feierte sein Opern-Debüt

 

 

Außergewöhnlich schön verpackt ist die Zauberflöte im Klagenfurter Stadttheater, samt einem nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch glanzvollen Papageno. Patrick Schlösser gestaltet mit dem rumänisch-deutschen Maler Miron Schmückle und der Kostümbildnerin Katja Wetzel Mozarts 'große Oper in zwei Akten' zu einem Fest für die Augen voller Sinnbezüge", schrieb Michael Cerha am 3. Januar 2015 in Der Standard.

 

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In seiner Konsequenz beispielhaft

Ausgabe Nr. 2411
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Horst Klusch ist tot

 

Horst Klusch, der Name steht für ein halbes Jahrhundert volkskundlicher Forschungstätigkeit im deutschsprachigen Raum, in Siebenbürgen speziell, für einen Weg vom Autodidakten zum Keramikspezialisten, ein Weg, der in seiner Konsequenz beispielhaft ist", sagte Irmgard Sedler in ihrer Laudatio auf Horst Klusch, der am 20. April 2007 mit dem Habermann-Preis der Siebenbürgisch-Sächsischen Stiftung ausgezeichnet wurde. 2013 überreichte ihm Bürgermeister Klaus Johannis die Insignien eines Ehrenbürgers von Hermannstadt.

 

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„Wie ein Politthriller“

Ausgabe Nr. 2408
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Zur Premiere des Dokumentarfilms 1989 – Poker am Todeszaun" in Berlin

 

  Eine magische Zahl, ein magisches Datum, ob gut oder böse, scheint der 9. November des vorigen Jahrhunderts in Deutschland zu sein. Ein wichtiges Gedenkdatum sowieso. 1938 nahm die Hetzkampagne gegen die jüdische Bevölkerung seinen Lauf. Synagogen im Land wurden in der Nacht vom 9. zum 10. November angezündet, Geschäfte jüdischer Bürger zerstört und geplündert, Reichskristallnacht wurde dieses Verbrechen genannt. Viele andere Pogrome gingen voraus und weitaus mehr und grausamere danach. Eine Schmach der deutschen Geschichte. Der Mauerfall  am 9. November 1989 dagegen eine großartige Tat für Deutschland und die europäische Welt ohne Blutvergießen und ohne Krieg.

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Tanzfestival

Ausgabe Nr. 2406
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Beim Tanzfestival der Studentenensembles , das am Wochenende in Hermannstadt stattgefunden hat, belegte das Ensemble des Hermannstädter Studentenkulturhauses (unser Bild) den ersten Platz.         

Foto: Fred NUSS

 

Und die Kinder lesen doch!

Ausgabe Nr. 2406
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Drei Abteilungen hat das zehnjährige Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt

 

Eine Kultureinrichtung kann in Rumänien, oder zumindest in Hermannstadt ganz gut überleben, das beweist schon seit vielen Jahren das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt. Die öffentlich-private Kultureinrichtung hat dieses Jahr ganz besondere Programme durchgeführt, um ihr zehnjähriges Bestehen zu feiern. So gab es zehn kostenlose Deutschkurse, zehn Bastelnachmittage und jede Menge andere Veranstaltungen, mit denen das Jubiläum gefeiert wurde. Bis zum Ausklingen dieses Jahres bereiten sich die drei Mitarbeiterinnen des Zentrums für einen Filmemarathon, mehrere Kinderprogramme und die Deutschkurse vor. Was das Stichwort Mitarbeiter betrifft: Es wird Verstärkung gesucht.Weiterlesen

Gute Kunst ist eben ansteckend

Ausgabe Nr. 2404
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Das neueste Stück am Radu Stanca-Theater ist absolut sehenswert

Haribo macht Kinder froh und die Besucher des Radu Stanca Theaters ebenso. Wer hätte gedacht, dass die bunten, leckeren Gummibären eine so wichtige Rolle in einem Theaterstück spielen würden. Bei der Premiere des Theaterstückes „Tattoo“, die am Samstagabend stattfand, waren die bunten Süßigkeiten Teil eines willkommenen Gags, der den Zuschauern sehr gut gefiel. Das Stück von Igor Bauersima und Rejane Desvignes wurde zum ersten Mal in Rumänien aufgeführt und wieder zum ersten Mal inszenierte der bekannte Regisseur Radu Afrim ein Theaterstück in Hermannstadt. Und dann noch direkt bei der deutschen Abteilung.Weiterlesen

Meisterwerke der frühen Fotografie am Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2403
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Vernissage in der Galerie für zeitgenössische Kunst

 

Heute um 16 Uhr findet in der Galerie für Zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums in Hermannstadt die Vernissage der Ausstellung „Soft Tourism. Die Liebe zur pittoresken Landschaft in der frühen siebenbürgischen Fotografie “ statt, ein Gemeinschaftsprojekt der Evangelischen Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt, des Brukenthalmuseums und des Umweltamts Hermannstadt. Die Ausstellung ist bis zum 30. November d. J. zu besichtigen.

 

 

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Jazz und Haltung

Ausgabe Nr. 2402
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10. Auflage des „Jazz & More“-Festivals in Hermannstadt

 

Saxofon-, Trompeten- und Klaviertöne dringen aus einem Gebäude. Ich beobachte eine Gruppe von Menschen, die sich vor dem Eingang versammelt hat. Der Großteil raucht filterlose Zigaretten und trägt schwarze Rollkragenpullover. Ein Mann nimmt den Ohrbügel seiner Hornbrille in den Mund und nuschelt Sätze, wie „Man merkt, dass die Band schon lange zusammenspielt“ und „Dieser Stil funktioniert für mich nur live, in der Improvisation“. Von irgendwoher klingt die Sirene eines Polizeiwagens. Schließt man jetzt die Augen, dann fühlt es sich an, als stünde man vor einer verrauchten Jazzbar in Chicago.

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Von Kiew über Frankfurt ins russische Hinterland

Ausgabe Nr. 2402
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Vier Filmempfehlungen im Nachfeld des Astra Film Festival

 

Vom 6. bis 12. Oktober d. J. liefen hunderte Filmfans durch die Hermannstädter Altstadt. Von der Habitus Bücherei zum Thalia Saal, vom Gong Theater zum Astra Film Kino. Das älteste Dokumentarfilmfestival Rumäniens, das „Astra Film Festival“, ging in die 14. Runde. Am Samstag hat die internationale Jury 10 der 120 Filme prämiert. Doch: Für welchen Streifen lohnt sich ein Gang in die Videothek, eine Markierung in der Fernsehzeitung oder ein Besuch im Kino? Die Hermannstädter Zeitung kürzt noch einmal und präsentiert vier Filmempfehlungen.Weiterlesen

Tagung in Wuppertal

Ausgabe Nr. 2401
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Eine Tagung zum Thema EU-Binnenwanderung, Abschottungsstrategien, Antiziganismus. Die besondere Verantwortung von Bund, Land, Kommunen, Kirchen und Zivilgesellschaft in Nordrhein-Westfalen" veranstaltete die Evangelische Kirche von Westfalen in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche im Rheinland am 19. und 20. Oktober d. J. im Tagungshotel Auf dem heiligen Berg" in Wuppertal. An der Tagung nahmen Vertreter der Kirchen, der Behörden und der einschlägigen Vereine aus Nordrhein-Westfalen, Ungarn, Italien, Serbien und Rumänien teil.  Die Tagung begann mit einem Austausch in Arbeitsgruppen zu der Frage Wie können wir die Herausforderung der Zuwanderung aus Mittel- und Osteuropa in den Städten NRWs konstruktiv und menschenfreundlich gestalten und zugleich darüber minderheitensensibel und diskriminierungsfrei sprechen?" Da es sich bei den Zuwanderern hauptsächlich um Roma aus Bulgarien und Rumänien handelt, gab es am Abend des ersten Tages auch einen literarischen und musikalischen Einblick in die Welt der Roma. Die Musik machte eine Roma-Band aus Köln. Unser Bild: Aus Hermannstadt eingeladen waren die Roma-Schriftstellerin Luminița Mihai Cioabă (im Vordergrund) und ihre Übersetzerin Beatrice Ungar.                                    

Foto: Daniel SCHMITT