Im Zeichen der Multikulturalität (II)

Ungarn- und rumäniendeutscher Literaturabend in Stuttgart

Ausgabe Nr. 2693

Sprechkunststudierende der Staatlichen Hochschule für Musik und darstellende Kunst Stuttgart bestritten die szenische Lesung. Foto: Bernadette DÁN

Es hätte so schön sein können – Dieser Satz hat die lyrische Qualität eines Haiku. Es hätte in der Tat so schön sein können, wäre dem, was sich das Ungarische Kulturinstitut in Stuttgart in Kooperation mit dem Verband ungarndeutscher Autoren und Künstler aus Budapest, mit der Kulturreferentin für Siebenbürgen im Siebenbürgischen Museum in Gundelsheim und mit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg am 28. September vorgenommen hatte, Corona nicht im Wege gestanden. Die zweite im Zeichen der Multikulturalität geplante Veranstaltung des Ungarischen Kulturinstitutes in Stuttgart, die gemeinsame Literaturwerkstatt ungarn- und rumäniendeutscher Autorinnen und Autoren, musste wegen der Corona bedingten Aus- bzw. Einreisebestimmungen abgesagt werden. Weiterlesen→

Ein Erfolg trotz Pandemie

11. Hungarikum-Tage stattgefunden

Ausgabe Nr. 2687

Die elfte Auflage der Hungarikum-Tage veranstaltete das Hermannstädter Ungarischen Kulturvereins HÍD vom 20. bis 23. August. Unser Bild: Während auf dem Dorfmarkt im Freilichtmuseum im Jungen Wald die Mannschaften Gulasch und andere traditionelle Kesselgerichte kochten, unterhielt das Ensemble ,,Operettissimo“ aus Klausenburg am Samstag das Publikum mit Arien aus beliebten Operetten.                                         Foto: Werner FINK

Vergangene Woche fand die elfte Auflage der Hungarikum-Tage statt und sie war trotz der nötigen Maßnahmen wegen der Coronavirus-Pandemie ein Erfolg. An dem traditionellen Gulasch-Kochwettbewerb am Samstag im Freilichtmuseum  im Jungen Wald nahmen zwar weniger Mannschaften als im vergangenen Jahr teil, die Kochwettbewerbslust und gute Laune wurden aber dadurch überhaupt nicht beeinträchtigt und die gekochten Gerichte waren im Nu aufgegessen. Weiterlesen→

Apfelsuppe auf dem Winzerhof

Streiflichter von der 13. Auflage des ,,Astra Multicultural“-Festivals

Ausgabe Nr. 2681

Entsprechend den Umständen mit Mund- und Nasenschutz ausgestattet, kochten Hirten aus Städterdorf/ Rășinari und ihre Helferinnen einen traditionellen Lammeintopf.                               Foto: Tobias LEISER

Zum fünften Mal wurde am vergangenen Wochenende, vom 10. bis 12. Juli, das „Astra Multicultural“-Festival der kulturellen Vielfalt im Freilichtmuseum im Jungen Wald gefeiert. Auf dem 96 Hektar großen Gelände wurden den rund 7000 Besuchern die Kulturen der verschiedenen Ethnien Rumäniens nähergebracht. Über 100 Künstler führten Volksmusik und -tänze auf; 50 Handwerker boten an ihren Ständen ihre traditionell hergestellten Waren feil, und in verschiedenen Workshops setzten sich rund 100 Teilnehmer sowohl mit Holz- und Keramikmalerei, Sticken und Nähen als auch mit der Holzverarbeitung auseinander. Zudem wurden auch 16 Dokumentarfilme zum Thema Minderheiten gezeigt. Und natürlich durfte der alljährliche Gastronomie-Marathon nicht fehlen. Weiterlesen→

Astra Multicultural

Ausgabe Nr. 2680

Das ,,Astra Multicultural“-Festival, das der kulturellen Vielfalt gewidmet ist, findet vom 10. bis 12. Juli im Freilichtmuseum im Jungen Wald statt. Unser Bild: Im Vorjahr wurden unter Anleitung von Elisabeth Rosenauer in dem siebenbürgisch-sächsischen Haus aus Kleinschelken leckere Kartoffelwuzerl nach Neppendorfer Art gebacken und entsprechend serviert.                               

Foto: Beatrice UNGAR

Ein Zeichen der Anerkennung

Staatspräsident Klaus Johannis würdigte ASTRA-Museum in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2678

Vize-Premierministerin Raluca Turcan (links) überreicht  Generalmanager Ciprian Ștefan den Orden.                                               Foto: Fred NUSS

,,Heute ist erneut ein bewegender Tag für das ASTRA-Museum. Nachdem letztes Jahr Europa dessen Verdienste durch die Verleihung des bedeutenden  European Museum Academy-Preises anerkannt hatte, war es irgendwie zu erwarten, dass es auch eine Anerkennung auf nationaler Ebene geben wird“, sagte selbstbewusst der Generalmanager des ASTRA-Museums, Ciprian Ştefan, bei der Feierlichkeit am Samstag Nachmittag im Freilichtmuseum im Jungen Wald, in deren Rahmen das Museum mit dem von Staatspräsident Klaus Johannis verliehenen Kulturverdienstorden im Ritterrang ausgezeichnet worden ist.Weiterlesen→

Donnerstags gibt es Musik

Neues aus dem Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2678

Der deutsche Jazzmusiker Florian Wehse stellte sich und seine Bands vergangenen Donnerstag vor und bewies ganz sympathisch, dass er zur Not  selber ein ganzes Orchester sein kann.                                       Foto: DKH

Seit dem 21. Mai stellt das Deutsche Kulturzentrum Hermannstadt (DKH) „Das Lied am Donnerstag” ins Netz und macht dadurch das Leben der Online-Besucher schöner und deutsche Musiker besser bekannt. Diese Aktion ist nicht die einzige Neuigkeit beim DKH und in den vergangenen Monaten wurde das Angebot an die jetzigen Zeiten angepasst.Weiterlesen→

Wer kennt schon Kirchenburgen?

Podiumsgespräch zur Kirchenburgenlandschaft Siebenbürgen in Berlin

Ausgabe Nr. 2661

Podiumsteilnehmer, Moderator und Gastgeber (v. l. n. r.): Sebastian Bethge, Dr. Achim Krekeler, Bischof Reinhart Guib, Prof. Dr. Paul Zalewski, Stefan Bichler und Botschafter Emil Hurezeanu.  Foto: die Verfasserin

Wer kennt schon Kirchenburgen? Wer kennt die Landschaft, in der sie vor achthundert Jahren gebaut wurden? Nein, gleich um die Ecke stehen Sie nicht, man muss reisen, sich auf den Weg machen nach Rumänien in den Karpatenraum. Die Herren – keine Damen sind dabei – auf dem Podium, das am 11. Februar in der Botschaft Rumäniens in Berlin stattgefunden hat – wissen das, sie kommen alle nicht von dort, außer der amtierende Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, Reinhart Guib, der einer siebenbürgisch-sächsischen Familie entstammt. Er kommt später, man wartet auf ihn. Der Himmel über Berlin wird im Moment von der stürmenden  teutonischen „Sabine“ beherrscht, doch ein Bischof kommt damit klar. Weiterlesen→

,,Dieses Projekt liegt uns am Herzen“

Pressekonferenz im neuen Sitz des städtischen Kulturhauses von Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2657

Blick in den Probesaal des Hermannstädter Balletttheaters, das am Dienstag, den 28. Januar, 19 Uhr, im Ion Besoiu-Kulturzentrum den ,,Schwanensee“ von Pjotr Iljitsch Tschaikowski aufführen wird. Unser Bild: Die zwei schwebenden Tänzer in roten Hemden üben den ,,Trepak“ (Russischer Tanz) aus dem ,,Nussknacker“.                                     Foto: Werner FINK

Das Hermannstädter Balletttheater nimmt Stellung im Kampf gegen die Gewalt an Frauen und Mädchen durch die Teilnahme zusammen mit der Kompanie für zeitgenössischen Tanz „Panta Rei Danseteater“ aus Norwegen an dem Projekt „Soft Power – Zeitgenössische Kultur und Kunst – Dialog zur Änderung“. Mehr zum Projekt und zum Rückblick auf das Jahr 2019 sowie zu den Zielen für dieses Jahr erfuhren die Journalisten im Rahmen einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch im neuen Sitz des städtischen Kulturhauses.Weiterlesen→

„Wir sind im Top 3”

Manager des Astra-Museums zog Bilanz

Ausgabe Nr. 2656

Eine märchenhafte Stimmung zauberten Raureif und Nebel dieser Tage in Hermannstadt, so auch im Freilichtmuseum im Jungen Wald. Foto: Beatrice UNGAR

Den „Oscarpreis für Museen”, über 660.000 Besucher und zu wenig Angestellte: Ștefan Ciprian Anghel, Generalmanager des Astra-Museums, zog Ende des vergangen Jahres Bilanz.

„Das Jahr 2019 bleibt bestimmt in der Geschichte der Museen in Rumänien, denn das Astra-Museum in Hermannstadt hat den Großen Preis  European Museum Academy/Luigi Micheletti erhalten.Weiterlesen→

,,Die Arbeit geht nicht aus“

Blick auf die Tätigkeiten im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum

Ausgabe Nr. 2655

 

Elisabeth Deckers (rechts) und die Museumsleiterin Heidrun König verpacken eine Fahne aus der evangelischen Kirche in Haschagen.Foto: Beatrice UNGAR

Möchten Sie wissen, wann Ihre Urgroßmutter geboren ist, oder wie weit die väterliche Linie zurückreicht? Fragen Sie im Teutsch-Haus in Hermannstadt nach, und wenn die Kirchenbücher Ihres Heimatortes dort aufbewahrt werden, kann man Ihnen Auskunft geben. Erstaunlich viele Menschen, gerade die, die nicht mehr in Rumänien leben, möchten etwas über ihre Familie wissen.

Oder sind Sie ein an der Historie Interessierter, der schriftliche Quellen zu einem Sachverhalt – sagen wir, im 19. Jahrhundert – sucht, auch da kann unter Umständen das Teutsch-Haus weiterhelfen.Weiterlesen→

,,Die Zukunft kann gestaltet werden“

2636

Die Kirchenorgel stand im Mittelpunkt der 700-Jahr-Feier von Holzmengen

Bei der von der jüngst gegründeten Volkstanzgruppe Holzmengen aufgeführten Sternpolka standen die Tanzgruppenleiterin Franziska Staufert und die beiden Vorstandsmitglieder der HOG Holzmengen, der Vorsitzende Thomas Schneider und sein Stellvertreter Helmut Krauss im Vordergrund. Foto: Beatrice UNGAR

,,Die Zeit kann nicht zurückgedreht, aber die Zukunft kann gestaltet werden“ lautete das Motto, unter dem die von den nach Deutschland ausgewanderten Siebenbürger Sachsen aus diesem Ort im Unteren Harbachtal gegründete Heimatortsgemeinschaft (HOG) Holzmengen am vergangenen Wochenende zum 700. Ortsjubiläum eingeladen hat. Und die Veranstalter machten ihrem Namen ,,Gemeinschaft“ alle Ehre, indem sie gemeinsam mit allen anderen Holzmenger ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine stellte.

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44. Mal „Lieder der Berge”

2636

Eines der ältesten Hermannstädter Festivals

Auszeichnungen zum 75. Jubiläum: Im Rahmen der 44. Auflage des internationalen Folklorefestivals ,,Cantecele Muntilor“ (Lieder der Berge), das vom 31. Juli bis 5. August von dem Hermannstädter Kreiszentrum für die Erhaltung der Traditionen ,,Cindrelul – Junii Sibiului“ veranstaltet wurde, feierte das Folkoreensemble ,,Junii Sibiului“ sein 75. Gründungsjubiläum. Aus diesem Anlass wurde das Ensemble und dessen Leiterin Silvia Macrea mehrfach ausgezeichnet. Am 1. August durch den Staatspräsidenten Klaus Johannis, der dem Ensemble den Verdienstorden für Kultur im Rang eines Kavaliers Kategorie D (Bühnenkünste) und der Leiterin den Verdienstorden für Kultur im Rang eines Kavaliers Kategorie F (Kulturförderung) per Präsidialdekret verliehen hat, und am Sonntag durch Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor (links), die bei der Abschlussveranstaltung auf der Bühne am Großen Ring Silvia Macrea (2. v. l.) die Insignien einer Ehrenbürgerin von Hermannstadt überreichte. Foto: Cindrelul Junii Sibiului

Die 44. Auflage des Folklorefestivals „Lieder der Berge” (Cântecele Munţilor) brachte nicht nur Musik, Tanz und Traditionen aus aller Welt nach Hermannstadt, sondern auch Ehrungen für das Ensemble „Cindrelul-Junii Sibiului”, das sein 75. Gründungsjubiläum feierte. Der Große Ring war jeden Abend voll, auf der Bühne traten am Wochenende 19 Folkloreensembles aus acht Ländern, aber auch rumänische Popmusiker auf. 

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„Romaii Poesia”

2636

4. Poesiefestival der Roma hat stattgefunden

Ramona Ioana Bruynseels (links) und Luminiţa Cioabă tauschten Gedichtbände aus. Foto: Ruxandra STĂNESCU

Zum 4. Mail fand vom 1. bis 4. August in Hermannstadt das Festival „Romaii Poesia”, das im Mittelpunkt die Roma-Literatur aus aller Welt hat, statt. Organisiert wurde das Festival von der Sozial-Kulturellen Stiftung der Roma „Ion Cioabă”, genauer gesagt von Luminiţa Cioabă, die selber Gedichte schreibt und im Laufe der Jahre auch viele ihrer Kollegen nach Hermannstadt eingeladen hat, um ihre Gedichte vor dem hiesigen Publikum vorzustellen. 

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Ein Teil eines größeren Projekts

2636

Die Schauwerkstatt der Wandergesellen auf dem Huetplatz ist eröffnet

Gruppenbild mit Wandergesellen, Bierstiefel und Ehrengästen (v. l. n. r.): Dr. Andreas H. Apelt (1. v. l.), Vizebürgermeister Tiberiu Dragan (2. v. l.), Konsul Hans Erich Tischler (2. v. r.) und Stadtpfarrer Kilian Dörr (1. v. r.).
Foto: Jan-Christian BREWER

Die feierliche Eröffnung des 13. „Treffens europäischer Wandergesellen“ fand am Mittwoch der Vorwoche im Beisein der Wandergesellen, Mitgliedern des Vereins Gesellenherberge Hermannstadt „Asociația Casa Calfelor Sibiu“ und zahlreichen Gästen statt. Die Schauwerkstatt wird dieses Jahr bis zum 18. August auf dem Huetplatz vor der evangelischen Stadtpfarrkirche zu sehen sein. In diesem Jahr wird die Gastronomie hervorgehoben, bei der die Wandergesellen ihre Koch- und Backkünste bei einigen Gastronomiewerkstätten zeigen.

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Einblicke in eine faszinierende Welt

2636

Die Ausstellung ,,Kirchenschätze aus Tulcea“ in Gundelsheim

Gastgeschenke (v. l. n. r.): Dr. Alexandru Constantin Chituță überreichte Dr. Irmgard Sedler und Markus Lörz vom Siebenbürgischen Museum u. a. die beiden von der Rumänischen Akademie herausgegebenen Bände ,,Arta din România“ (Die Kunst in Rumänien). Foto: Privat

Mit der Ausstellung ,,Kirchenschätze aus Tulcea“, die am 28. Juli feierlich eröffnet worden ist, präsentiert das Siebenbürgische Museum in Gundelsheim erstmals erstmals in Deutschland bedeutende Kirchenschätze der Diözese Tulcea, die in Hermannstadt aufwendig restauriert wurden. Die von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderte Ausstellung ist das Ergebnis einer Kooperation mit dem Brukenthalmuseum Hermannstadt, dem Kulturverein Pictor Octavian Smigelschi und der rumänisch-orthodoxen Diözese Tulcea und ist bis zum 13. Oktober d. J. von Dienstag bis Sonntag zwischen 11 und 17 Uhr zu besichtigen.

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