FITS 2022: Grandios und unvergesslich

Ausgabe Nr. 2776

Streiflichter von dem 29. Internationalen Hermannstädter Theaterfestival

Mit der Hermannstädterin Ioana Mărcoiu (mit roter Perücke) in der Hauptrolle war das Odeon-Theater mit „Cabaret” beim Festival dabei. Foto: Sebastian MARCOVICI

Wenn riesige Monster und Fabelgestalten über den Großen Ring ziehen, Fanfaren in der Heltauergasse spielen, Zirkusakrobaten auf dem Habermannmarkt herumturnen und Drohnen den Himmel über Hermannstadt aufleuchten lassen, dann hat das Internationale Theaterfestival (FITS) begonnen. Die 29. Auflage, die am Freitagabend, dem 24. Juni begonnen hat und noch bis Sonntag, dem 3. Juli in Hermannstadt von den Mitarbeitern des Radu-Stanca Nationaltheaters organisiert wird, findet unter dem Motto „Schönheit“ statt. Mehr als 3.500 Teilnehmer aus 75 Ländern erfreuen das teilweise extra für das Festival angereiste Publikum in über 800 Events. Es ist, wie jedes Jahr, für jeden Geschmack etwas dabei.

Weiterlesen

,,Ein von Herzen willkommener Vorbote“

Ausgabe Nr. 2776

21. Kronenfest in Kerz am Alt als Gemeindefest begangen

Endlich wieder Kronenfest in Kerz: Vier Jungen von der Tanzgruppe des Samuel-von-Brukenthal-Gymnasiums trugen die Krone beim Umzug aus dem Pfarrhof in den Park, wo der Kronenbaum aufgestellt war. Mehr über das als Bezirkgemeindefest mit Unterstützung des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt organisierte Kronenfest in Kerz lesen Sie auf Seite 3. Foto: Beatrice UNGAR

Wenn es Ortspfarrer Michael Reger regelrecht die Stimme verschlägt bei der Begrüßung in der bis zum letzten Platz besetzten Kirche in Kerz – eigentlich der Chorraum der früheren Saalkirche des Zisterzienserklosters – dann ist Kronenfest. Am vergangenen Sonntag, dem 26. Juni, fand dieses traditionelle Fest nun zum 21. Mal nach der Wende als Gemeindefest des Hermannstädter Evangelischen Kirchenbezirks statt und wurde finanziell und logistisch unterstützt seitens des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt aus Mitteln des Departements für interethnische Beziehungen. Weiterlesen

,,Sprache und Literatur sind in sich performativ“

Ausgabe Nr. 2776

Symposium zu 50 Jahren Aktionsgruppe Banat in Temeswar


Die Moderatoren Christel Ungar-Țopescu und Dr. Markus Bauer und die sechs anwesenden Gründungsmitglieder der Aktionsgruppe Banat – Werner Kremm, Johann Lippet, Anton Sterbling, William Totok, Gerhard Ortinau und Ernest Wichner (v. l. n. r.). Foto: Beatrice UNGAR

Als Herta Müller am 10. Dezember 2009 in Stockholm den Nobelpreis für Literatur entgegennahm, sagte sie in der Tischrede beim Bankett: ,,Zum Glück traf ich in der Stadt Freunde, eine Handvoll junge Dichter der Aktionsgruppe Banat. Ohne sie hätte ich keine Bücher gelesen und keine geschrieben. Noch wichtiger ist: Diese Freunde waren lebensnotwendig. Ohne sie hätte ich die Repressalien nicht ausgehalten. Ich denke heute an diese Freunde. Auch an die, die auf dem Friedhof liegen, die der rumänische Geheimdienst auf dem Gewissen hat.“Weiterlesen

Den Beobachterposten verlassen

Streiflichter von den Deutschen Kulturtagen 2022 in Schäßburg

Ausgabe Nr. 2772

Aufmarsch auf dem Burgplatz:  Zu den Klängen der Kapelle ,,Schäßburg Brass“ marschierten die fünf Tanzgruppen in Begleitung des Herolds der Stadt auf den Burgplatz, wo sie einen Aufmarsch zeigten und anschließend Tänze aufführten.                         Foto: Beatrice UNGAR

724 Jahre nach der 1298 ersten urkundlichen Erwähnung der Klosterkirche in Schäßburg begann mit deren Wiedereinweihung das Programm des zweiten Tages der diesjährigen Deutschen Kulturtage in Schäßburg, die unter dem Motto ,,500 Jahre Bergschule Schäßburg“ standen. Die Wiedereinweihungshandlung nahmen Bischof Reinhart Guib gemeinsam mit Bischofsvikar Dr. Daniel Zikeli und dem Schäßburger Pfarrer Johannes Halmen vor, nachdem Stadtpfarrer und Dechant Dr. Hans-Bruno Fröhlich die Gottesdienstbesucher begrüßt hatte. Weiterlesen

Geniale Symbiose von Mensch und Musik

Ausgabe Nr. 2769

Streiflichter von der Ehrung des Ausnahmecellisten Götz Teutsch in Wien


Gruppenbild mit Botschafter, Geehrtem, Laudator und Musikerinnen und Musikern (v. l. n. r.): Botschafter Emil Hurezeanu, Staatssekretärin Laczikó Enikő Katalin, Robert Teutsch (Horn), Götz Teutsch mit der Urkunde in der Hand, Sarah Grubinger (Viola), Gabriel Bebeșelea, Cordelia Höfer-Teutsch (Klavier), Aylin Heredia (Cello), Saskia Roczek (Violine) und Leonhard Roczek (Cello). Foto: Heinz WEISS

Dies gehört nicht zu meiner Alltäglichkeit. Neugier und Spannung steigen, als ich am frühen Abend des 2.Mai 2022 das Auto in der Nähe der Prinz-Eugen Straße 60, 1040 Wien parke. Die Sonne sendet aufmunternde Strahlen vom Himmel, das Wiener Belvedere entlässt würdevoll seine letzten Besucher und ganz Wien befindet sich im Frühlingstaumel – die Natur hat das Grau der Stadt charmant bunt übermalt.

Und, ich freue mich auf die kommenden Stunden. Der Botschafter von Rumänien in der Republik Österreich, S.E. Emil Hurezeanu hat eingeladen: In einem Festakt wird Herrn Götz Teutsch, Solo-Cellist der Berliner Philharmoniker i. R. der Nationale Kulturverdienstorden im Rang eines Offiziers verliehen.

 Weiterlesen

,,Kultur transportiert Werte“

Streiflichter von der 3. ,,Jahrestagung der Diplomaten, Künstler und Geschäftsleute“

Ausgabe Nr. 2766

Blick in den Sitzungssaal des Hermannstädter Stadtrates bei dem Arbeitstreffen am 1. April d. J..                                                                        Foto: TNRS

,,Die deutsche Abteilung am Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater (TNRS) versteht sich nicht mehr nur als Minderheitentheater, sondern als europäisches und deutschsprachiges Theaterhaus. Wir sind in einem ständigen Dialog mit dem Goethe Institut in Bukarest, der Deutschen Botschaft in Bukarest, dem Deutschen Konsulat in Hermannstadt, dem Österreichischen Kulturforum, dem Honorarkonsul des Großherzogtums Luxemburg in Hermannstadt und freuen uns sehr über deren jährliche und kontinuierliche Unterstützung. Auch sind wir sehr froh darüber, dass uns das Institut für Auslandsbeziehungen in Stuttgart durch die Vermittlung von deutschen Sprecherziehern unterstützt.“ Das sagte u. a. der Leiter der deutschen Abteilung des TNRS, Hunor Horváth, beim Arbeitstreffen im Rahmen der dritten Auflage der ,,Jahrestagung  der Diplomaten, Künstler und Geschäftsleute“ am 1. April im Sitzungssaal des Stadtrates von Hermannstadt im Rathaus am Großen Ring.Weiterlesen

Auftakt mit Tschechows ,,Drei Schwestern“

Ausgabe Nr. 2764

Die Aufführung der Inszenierung von Tschechows ,,Drei Schwestern“ bot gestern Abend den Auftakt zur dritten Auflage der ,,Jahrestagung der Diplomaten, Künstler und Geschäftsleute“ , die vom Radu Stanca-Nationaltheater in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Hermannstädter Bürgermeisteramtes vom 31. März bis 1. April d. J. organisiert wird und zwei wichtigen Anlässen gewidmet ist: dem 30. Jubiläum der Unterzeichnung des rumänisch-deutschen Vertrags über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa, sowie den 150 Jahren seit der Gründung der ersten rumänischen Auslandsvertretung in Deutschland.Unser Bild: Szenenfoto aus ,,Trei surori“ mit Ofelia Popii (Bildmitte) und Horia Fedorca (links).                                                        

Foto: TNRS2021 ©Sebastian Marcovici

,,Ich freue mich schon mega darauf“

Kulturweit-Freiwillige beim Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2762

Zu viert im Online-Gespräch (v. l. n. r.): Timo Klocker, Ruxandra Stănescu, Amelie Hiller und Jasper Freh .                                  Screenshot: Deutsches Kulturzentrum Hermannstadt

Beim Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt ist Amelie Hiller seit gut einem halben Jahr Praktikantin, genauer gesagt leistet sie hier einen einjährigen Kulturweit-Freiwilligendienst. Kulturweit ist der internationale Freiwilligendienst der Deutschen UNESCO-Kommission und bietet Menschen zwischen 18 bis 26 Jahren die Möglichkeit, sich für sechs oder zwölf Monate in der auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren. Die 19-Jährige hat in Hermannstadt seit Kurzem Verstärkung bekommen, von Jasper Freh und Timo Klocker. Alle drei sprachen über ihre Erwartungen und Zukunftswünsche mit der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u. Weiterlesen

,,Wir sind wieder wer, aber wer“?

Forschungs- und Kooperationsprojekt zu den Deutschen in Rumänien geplant

Ausgabe Nr. 2755

Blick in den Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums beim Arbeitstreffen, das in hybridem Format stattgefunden hat.                                                                                  Foto: die Verfasserin

Der Arbeitstitel eines Forschungs- und Kooperationsprojekts, das die Münchner Kammerspiele gemeinsam mit dem Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater planen, lautet ,,deutsch sein“, der Untertitel – gestützt auf den bekannten Spruch  ,,Mir wëlle bleiwe wat mir sinn“ – ,,wir sind wieder wer, aber wer“. Ein erstes Arbeitstreffen der Projektpartner und möglichen Unterstützern hat am Freitag im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt stattgefunden.Weiterlesen

,,Ungarische Werte präsentieren“

Streiflichter von der 16. Auflage des Ars Hungarica-Festivals 

Ausgabe Nr. 2749

Die schnellsten Tänzer der Welt: Zwischen dem 12. und 21. November veranstaltete der HÍD-Verein zum 16. Mal das der ungarischen Kultur gewidmete Ars Hungarica-Festival in Hermannstadt. Unser Bild: Bei der Eröffnungsveranstaltung am 12. November im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche hielten die vier Tänzer des Ensembles ,,Fricska“ aus Ungarn – Papp Gergely Bálint, Papp Máté Bence, Popovics Márk und Szabó Dániel – das Publikum mit ihren schnellen Rhythmen in Atem. Vor kurzem haben die Vier einen Weltrekord aufgestellt. Foto: Werner FINK

Zwischen dem 12. und 21. November veranstaltete der HÍD-Verein zum 16. Mal das Ars Hungarica Festival in Hermannstadt. Auch dieses Jahr gab es ein reiches Kulturprogramm, das für jedes Alter und jeden Geschmack gedacht war, wobei über 20 Veranstaltungen angeboten wurden. Das Festival startete mit der Buchvorstellung der rumänischen Fassung der Siebenbürgen-Trilogie von Bánffy Miklós in der Astra-Bilbliothek.Weiterlesen

Zwischen den Welten

Streiflichter von den 2. Österreichischen Kulturtagen

Ausgabe Nr. 2748

Puppenspiel für Erwachsene: Das absolute Highlight der zweiten Auflage der Österreichischen Kulturtage in Hermannstadt war am Samstag Abend im Gong-Theater die Aufführung des Stücks ,,Die Gesichter der Hedy Lamarr“, inszeniert von der Regisseurin und Puppenbauerin Kai Anne Schuhmacher am Schubert Theater Wien mit Soffy Povo in der Hauptrolle (unser Bild). Die Tragikomödie erzählt die Abenteuer einer Frau mit vielen Gesichtern: aus Hedwig Kiesler wurde Hedy Lamarr, Stilikone, Filmschauspielerin, Verrückte und Erfinderin, Verführerin, Gefangene, Opfer und Täterin zugleich.  Hedy Lamarr hat übrigens das Frequenzsprungverfahren erfunden auf dessen Patent WLAN und Bluetooth entwickelt wurden. Sie wird auch ,,Lady Bluetooth“ genannt. Foto: Barbara PALFFY

Dem Bezug zwischen Wissenschaft und Kunst waren die diesjährigen Österreichischen Kulturtage gewidmet, die vom 11. bis 14. November in Hermannstadt von dem Österreichischen Kulturforum in Zusammenarbeit mit der Hermannstädter Staatsphilharmonie, dem Gong-Theater für Kinder und Jugendliche in Hermannstadt, der Lucian Blaga-Universität, mit Unterstützung der Kärntner Landesregierung und der Logos Projekte  veranstaltet wurden.Weiterlesen