Bücher, Antiquitäten und Musik

Ein normales August-Wochenende in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2878

Die deutsche Band „H-Blockx“ auf der Bühne am See beim „Astra Rock Festival“.                                                                                   Foto: LivePictures Ro

„Wieso ist es in Hermannstadt so überfüllt? Sollten nicht alle im August Urlaub machen?“, fragte mich eine Freundin am Samstag, dem 17. August, während wir durch zähfließenden Verkehr Richtung Stadtmitte fuhren. Die Antwort kam mir ganz natürlich: „Weil alle bei uns Urlaub machen“. Weiterlesen

Kunst, Kultur und Kulinarisches

In der ,,Nacht der Burg“ in den alten Mauern der evangelischen Kirche in Heltau

Ausgabe Nr. 2878

Die Vernissage war sehr gut besucht. Die Bilder sind noch bis Ende August d. J. im Innenraum der Heltauer evangelischen Kirche zu sehen.
Foto: Ursula STEFANOVICI

„Suchst du am Samstag Nachmittag (3. August 2024) und Abend eine gute Alternative zum Großen Sachsentreffen? Dann besuche die Heltauer Kirchenburg und lass dich vom Zauber dieses Ortes ergreifen. Dich erwarten eine beeindruckende Ausstellung, ein schwungvolles Konzert, köstliche Speisen und erlesene Weine, ein nachdenklich und froh stimmender Film – kurzum, Kunst, Kultur und leibliches Wohl in einem historischen Ambiente. Triff nette Menschen und erlebe unvergessliche Momente.“ So lautete die Einladung von László Zorán Kézdi, Pfarrer der evangelischen Kirche in Heltau, an alle an Kunst, Kultur und Kulinarischem Interessierte.Weiterlesen

Bahnbrecher in vielerlei Hinsicht

Ausgabe Nr. 2856

Gedanken zu dem Buch ,,Gelebte Berufung“ / Von Gerhard SERVATIUS-DEPNER


Gelebte Berufung: Pfarrer Gerhard Servatius-Depner stellte am 7. März im Festsaal im Bischfospalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien das Interviewbuch „Gelebte Berufung” im Beisein von Bezirksdechant Dr. Hans-Bruno Fröhlich, der Autorin Ramona Besoiu und drei ihrer vier Gesprächpartner, Prof. Dr. Gerhard Konnerth, D. Dr. h. c. Altbischof Christoph Klein, und Prof. Dr. Hans Klein, vor (v. l. n. r.). Mehr dazu auf Seite 5. Foto: Beatrice UNGAR

Das Interviewbuch „Gelebte Berufung” wurde am 7. März im Rahmen einer sehr gut besuchten Veranstaltung im Festsaal im Bischofspalais der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien vorgestellt, im Besein der Autorin Ramona Besoiu und drei ihrer vier Gesprächpartner: D. Dr. h. c. Altbischof Christoph Klein, Prof. Dr. Hans Klein und Prof. Dr. Gerhard Konnerth. Der vierte im Bunde, Prof. Dr. Hermann Pitters, ist leider zu Jahresbeginn verstorben. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Schäßburger Bezirksdechant Dr. Hans-Bruno Fröhlich, es folgten Grußworte von Hermannstadts Bürgermeisterin Astrid Fodor, Staatssekretär Dr. Ciprian Olinici vom Kultur- und Kultusministerium, Rektor Prof. Dr. habil. Sorin Radu von der Lucian Blaga-Universität Hermannstadt, Unterstaatssekretär Thomas Șindilariu und der DFDR-Geschäftsführer Benjamin Józsa. Das Buch stellte Pfarrer Gerhard Servatius-Depner, Leiter des Zentrums für Evangelische Theologie Ost (ZETO) vor. Lesen Sie im Folgenden eine leicht gekürzte Fassung der Buchvorstellung:Weiterlesen

Unfassbar aber machbar

Ausgabe Nr. 2855

Zur jüngsten Premiere am Radu Stanca-Nationaltheater

Szenenfoto mit Gabriela Pirlițeanu und Marius Turdeanu.
Foto: TNRS/Andrei VĂLEANU

Drunter und drüber geht es bei der jüngsten Inszenierung am Radu Stanca-Nationaltheater, die am vergangenen Wochenende Premiere gefeiert hat. Es handelt sich um die Farce „Scandal în culise” („Der nackte Wahnsinn”) des britischen Autors Michael Frayn (Jahrgang 1933), die 1982 unter dem Titel „Noises off” in London uraufgeführt worden ist.

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Koproduktion

Ausgabe Nr. 2855

Zählt man die Nominierung der Koproduktion „Povești invizibile“ in der neuen Kategorie „Animationstheater/Kindertheater” hinzu, so befindet sich Hermannstadt viermal in der Liste der Nominierten für den diesjährigen UNITER-Preis. Die Koproduktion des Bukarester Replika-Zentrums für Theaterpädagogik und des Hermannstädter Gong-Theaters war Teil des Projekts „Povești invizibile. În lumea copiilor nevăzători” (Unsichtbare Geschichten. In der Welt der blinden Kinder). Das Stück schrieb Michaela Mihailov, Regie führte Selma Dragoș, es spielten Eliza Păuna und Mihaela Rădescu (unser Bild). Foto: Gong-Theater

Unterschiedliche Strömungen

Ausgabe Nr. 2855

Zur Festschrift für Eginald Schlattner / Von Sunhild GALTER

Bandi, András/ Andreea Dumitru/ Florian Gassner/ Roger Pârvu (Hgg.): Die Erde ist gewachsen. Festschrift für Eginald Schlattner/ Pământul a crescut. Volum jubiliar pentru Eginald Schlattner. Serie ACADEMIA, Band XV, MEGA Verlag Klausenburg 2023, 318 S., ISBN 978-606-020-652-1. Auf Nachfrage bei den Herausgebern erhältlich.

Am 13. September 2023 erfüllte der siebenbürgische Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner sein 90. Lebensjahr. Anlass genug, um auf ein bewegtes Leben zurückzublicken, in dem nichts so kam, wie es gedacht war, aber so, wie es letztendlich gut war. Erst Student, dann politischer Häftling, Bauarbeiter, wieder Student, Ingenieur, dann – spät berufen – evangelischer Pfarrer, Gefängnisseelsorger und nicht zuletzt Schriftsteller.

Seine beginnend mit dem Rentenalter verfassten Romane zum Untergang der achthundertjährigen siebenbürgisch-sächsischen Kultur auf dem Hintergrund der jüngeren Geschichte Rumäniens, stark autobiografisch eingefärbt, verweben sich zu einem magischen Teppich an Erinnerungen, der auf weltweites Interesse sowohl der Leserschaft als auch der Forschungsgemeinschaften gestoßen ist.

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Ein wahres Informationsjuwel

Ausgabe Nr. 2855

Wanderausstellung zu Samuel von Brukenthal kurzfristig in Wien

An dem Maria-Theresien-Denkmal auf dem Maria-Theresien-Platz in Wien, zwischen Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum, arbeitete Kaspar von Zumbusch 13 Jahre (Modell 1874, Vollendung 1887, enthüllt am 13. Mai 1888, dem Geburtstag der Herrscherin). Auf der historischen Wissensplattform der Stadt Wien „Wien Geschichte Wiki“ ist zu lesen: „In den Bogenfeldern 16 Hochreliefs verdienter Persönlichkeiten: Bartenstein, Starhemberg, Marcy, Lacy, Hadik, Nádasdy, Eckhel, Prayberg, Christoph Willibald Gluck, Haydn, Mozart, Grassalkovics, Brückenthal, Rieppen, Martini und Sonnenfels.” https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Maria-Theresien-Denkmal. Unser Bild: In dem Bogenfenster mit dem Thema Verwaltung ist Samuel von Brukenthal als zweiter von links dargestellt, ebenda zu sehen sind Anton Graf Grassalkowich (Ürmény 1694 – Gödöllő 1771), Paul Joseph von Riegger (Freiburg im Breisgau 1705 – Wien 1775), Joseph Freiherr von Sonnenfels (Nikolsburg/Mikulov 1732/33 – Wien 1817) und Karl Anton von Martini, Freiherr zu Wasserberg (Revò 1726 – Wien 1800). Foto: Ingrid WEISS

„Kein anderer siebenbürgisch-sächsischer Politiker oder Staatsmann sollte für sein Volk die Bedeutung erreichen, die jener des Gouverneurs Baron Samuel von Brukenthal nahegekommen wäre.“ Mit diesen gewichtigen Worten eröffnete am Abend des 19. Februar d. J. der Obmann des Vereins der Siebenbürger Sachsen in Wien und Kenner der Materie, Medizinalrat Dr. Thomas Ziegler die Wanderausstellung „Samuel von Brukenthal – ein früher Europäer“, die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam (www.kulturforum.de) aus Anlass des 300. Geburtstags 2021 des Barons von Brukenthal mit Partnern gestaltet worden war. Als Ort der Veranstaltung fungierte das Haus der Heimat in Wien-Landstraße. Ziegler setzte mit einem Abriss der steilen Karriere Brukenthals fort.

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Deutsche Fassung geplant

Bildband mit Ansichten von Heltau vorgestellt

Ausgabe Nr. 2853

Bei der Buchvorstellung in der evangelischen Kirche in Heltau sprachen Marius Tuță, der Direktor des Heltauer Kulturhauses, Alexandru Constantin Chituță, Manager ad interim des Brukenthalmuseums, die Museografin Delia Voina und Pfarrer Zorán Kézdi (v. l. n. r.). Foto: Brukenthalmuseum

Zivile und sakrale Architektur, Volkstrachten, Aspekte aus dem Alltagsleben in Heltau/Cisnadie/Nagydisznód vom Ende des 19. Jahrhunderts und aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – dies alles ist seit kurzem in einem Bildband zusammengefasst.Weiterlesen

Wohlbefinden im Museum

Bilanz 2023 und Pläne 2024 des ASTRA-Museums

Ausgabe Nr. 2850

Manager Ciprian Ștefan.                                         Foto: Ruxandra STĂNESCU

455.839 Personen haben im Vorjahr das Kulturangebot des ASTRA-Freilichtmuseums wahrgenommen, erklärte Manager Ciprian Ştefan in seiner Jahresbilanz. Es waren um rund 45.000 Besucher mehr als 2022, die an rund 2.300 Programmen teilgenommen und ein Einkommen von knapp 6,38 Millionen Lei (1,27 Millionen Euro) gesichert haben. Im Jahr 2024 werden die Höhepunkte für das ASTRA-Museum die Einweihung des Schatzkästleins im April und Mai und die Organisation von NEMO (Network of European Museum Organisations) im November im Freilichtmuseum sein. Weiterlesen