Unfassbar aber machbar

Ausgabe Nr. 2855

Zur jüngsten Premiere am Radu Stanca-Nationaltheater

Szenenfoto mit Gabriela Pirlițeanu und Marius Turdeanu.
Foto: TNRS/Andrei VĂLEANU

Drunter und drüber geht es bei der jüngsten Inszenierung am Radu Stanca-Nationaltheater, die am vergangenen Wochenende Premiere gefeiert hat. Es handelt sich um die Farce „Scandal în culise” („Der nackte Wahnsinn”) des britischen Autors Michael Frayn (Jahrgang 1933), die 1982 unter dem Titel „Noises off” in London uraufgeführt worden ist.

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Koproduktion

Ausgabe Nr. 2855

Zählt man die Nominierung der Koproduktion „Povești invizibile“ in der neuen Kategorie „Animationstheater/Kindertheater” hinzu, so befindet sich Hermannstadt viermal in der Liste der Nominierten für den diesjährigen UNITER-Preis. Die Koproduktion des Bukarester Replika-Zentrums für Theaterpädagogik und des Hermannstädter Gong-Theaters war Teil des Projekts „Povești invizibile. În lumea copiilor nevăzători” (Unsichtbare Geschichten. In der Welt der blinden Kinder). Das Stück schrieb Michaela Mihailov, Regie führte Selma Dragoș, es spielten Eliza Păuna und Mihaela Rădescu (unser Bild). Foto: Gong-Theater

Unterschiedliche Strömungen

Ausgabe Nr. 2855

Zur Festschrift für Eginald Schlattner / Von Sunhild GALTER

Bandi, András/ Andreea Dumitru/ Florian Gassner/ Roger Pârvu (Hgg.): Die Erde ist gewachsen. Festschrift für Eginald Schlattner/ Pământul a crescut. Volum jubiliar pentru Eginald Schlattner. Serie ACADEMIA, Band XV, MEGA Verlag Klausenburg 2023, 318 S., ISBN 978-606-020-652-1. Auf Nachfrage bei den Herausgebern erhältlich.

Am 13. September 2023 erfüllte der siebenbürgische Pfarrer und Schriftsteller Eginald Schlattner sein 90. Lebensjahr. Anlass genug, um auf ein bewegtes Leben zurückzublicken, in dem nichts so kam, wie es gedacht war, aber so, wie es letztendlich gut war. Erst Student, dann politischer Häftling, Bauarbeiter, wieder Student, Ingenieur, dann – spät berufen – evangelischer Pfarrer, Gefängnisseelsorger und nicht zuletzt Schriftsteller.

Seine beginnend mit dem Rentenalter verfassten Romane zum Untergang der achthundertjährigen siebenbürgisch-sächsischen Kultur auf dem Hintergrund der jüngeren Geschichte Rumäniens, stark autobiografisch eingefärbt, verweben sich zu einem magischen Teppich an Erinnerungen, der auf weltweites Interesse sowohl der Leserschaft als auch der Forschungsgemeinschaften gestoßen ist.

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Ein wahres Informationsjuwel

Ausgabe Nr. 2855

Wanderausstellung zu Samuel von Brukenthal kurzfristig in Wien

An dem Maria-Theresien-Denkmal auf dem Maria-Theresien-Platz in Wien, zwischen Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum, arbeitete Kaspar von Zumbusch 13 Jahre (Modell 1874, Vollendung 1887, enthüllt am 13. Mai 1888, dem Geburtstag der Herrscherin). Auf der historischen Wissensplattform der Stadt Wien „Wien Geschichte Wiki“ ist zu lesen: „In den Bogenfeldern 16 Hochreliefs verdienter Persönlichkeiten: Bartenstein, Starhemberg, Marcy, Lacy, Hadik, Nádasdy, Eckhel, Prayberg, Christoph Willibald Gluck, Haydn, Mozart, Grassalkovics, Brückenthal, Rieppen, Martini und Sonnenfels.” https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Maria-Theresien-Denkmal. Unser Bild: In dem Bogenfenster mit dem Thema Verwaltung ist Samuel von Brukenthal als zweiter von links dargestellt, ebenda zu sehen sind Anton Graf Grassalkowich (Ürmény 1694 – Gödöllő 1771), Paul Joseph von Riegger (Freiburg im Breisgau 1705 – Wien 1775), Joseph Freiherr von Sonnenfels (Nikolsburg/Mikulov 1732/33 – Wien 1817) und Karl Anton von Martini, Freiherr zu Wasserberg (Revò 1726 – Wien 1800). Foto: Ingrid WEISS

„Kein anderer siebenbürgisch-sächsischer Politiker oder Staatsmann sollte für sein Volk die Bedeutung erreichen, die jener des Gouverneurs Baron Samuel von Brukenthal nahegekommen wäre.“ Mit diesen gewichtigen Worten eröffnete am Abend des 19. Februar d. J. der Obmann des Vereins der Siebenbürger Sachsen in Wien und Kenner der Materie, Medizinalrat Dr. Thomas Ziegler die Wanderausstellung „Samuel von Brukenthal – ein früher Europäer“, die vom Deutschen Kulturforum östliches Europa, Potsdam (www.kulturforum.de) aus Anlass des 300. Geburtstags 2021 des Barons von Brukenthal mit Partnern gestaltet worden war. Als Ort der Veranstaltung fungierte das Haus der Heimat in Wien-Landstraße. Ziegler setzte mit einem Abriss der steilen Karriere Brukenthals fort.

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Deutsche Fassung geplant

Bildband mit Ansichten von Heltau vorgestellt

Ausgabe Nr. 2853

Bei der Buchvorstellung in der evangelischen Kirche in Heltau sprachen Marius Tuță, der Direktor des Heltauer Kulturhauses, Alexandru Constantin Chituță, Manager ad interim des Brukenthalmuseums, die Museografin Delia Voina und Pfarrer Zorán Kézdi (v. l. n. r.). Foto: Brukenthalmuseum

Zivile und sakrale Architektur, Volkstrachten, Aspekte aus dem Alltagsleben in Heltau/Cisnadie/Nagydisznód vom Ende des 19. Jahrhunderts und aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts – dies alles ist seit kurzem in einem Bildband zusammengefasst.Weiterlesen→

Wohlbefinden im Museum

Bilanz 2023 und Pläne 2024 des ASTRA-Museums

Ausgabe Nr. 2850

Manager Ciprian Ștefan.                                         Foto: Ruxandra STĂNESCU

455.839 Personen haben im Vorjahr das Kulturangebot des ASTRA-Freilichtmuseums wahrgenommen, erklärte Manager Ciprian Ştefan in seiner Jahresbilanz. Es waren um rund 45.000 Besucher mehr als 2022, die an rund 2.300 Programmen teilgenommen und ein Einkommen von knapp 6,38 Millionen Lei (1,27 Millionen Euro) gesichert haben. Im Jahr 2024 werden die Höhepunkte für das ASTRA-Museum die Einweihung des Schatzkästleins im April und Mai und die Organisation von NEMO (Network of European Museum Organisations) im November im Freilichtmuseum sein. Weiterlesen→

Neuer Ehrenbürger

Ausgabe Nr. 2849


Zum Ehrenbürger von Hermannstadt gekürt wurde am vergangenen Freitag im Rahmen einer Feierstunde im Rathaus Constantin Chiriac, der Intendant des Radu Stanca-Nationaltheaters, der zugleich Initiator und Direktor des Internationalen Hermannstädter Theaterfestivals ist, das im vergangenen Jahr schon zum 30. Mal stattgefunden hat. Bürgermeisterin Astrid Fodor bezeichnete das Festival als „Motor der Stadtentwicklung“ und dankte dem Geehrten für seinen unermüdlichen Einsatz. Sichtlich gerührt dankte der am 3. Oktober 1957 in Prisăcani bei Jassy geborene Chiriac seinerseits der Stadt, für die er alles das getan habe, was er getan hat, egal wo er sich aufgehalten hat in der Welt. Unser Bild: Constantin Chiriac präsentiert den Schlüssel der Stadt, den ihm Bürgermeisterin Astrid Fodor überreicht hatte. Foto: Presseamt der Stadt

Es geht um eine Reise

Ausgabe Nr. 2849

WGT-Multiplikatorinnenwerkstatt im Elimheim

Gruppenbild der Teilnehmerinnen an der WGT-Werkstatt der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Foto: Margit KÉZDI

Die traditionelle landesweite Werkstatt für WGT-Multiplikatorinnen der EKR fand am traditionellen Termin, dem dritten Wochenende im Januar, am vertrauten Austragungsort, im Elimheim in Michelsberg statt: WGT-Mitarbeiterinnen aus allen Kirchenbezirken folgten der Einladung der Frauenarbeit und nahmen am 19. und 20. Januar 2024 an der landesweiten Fortbildung teil, die einer Reise glich. Weiterlesen→

Tage der offenen Gotteshäuser

Hermannstadt hat sich erstmals dem Festival-Format ,,Ars SACRA“ angeschlossen


Zum Europäischen Tag der jüdischen Kultur am Sonntag konnten Interessierte die Synagoge laut Hauptorganisatorin Anda Reuben ,,mit allen Sinnen erleben“, u. a. über Fotos von Hermannstadt, Gegenstände und Musik mit dem Cellisten Makcim Fernandez Samodaiev. Foto: Beatrice UNGAR

Mitte September findet jährlich der Europäische Denkmaltag statt, der auch von vielen Kirchen als „Tag der offenen Kirche“ begangen wird. In Hermannstadt geschah das schon sporadisch, in diesem Jahr jedoch arbeiten mehrere Kirchen und die Synagoge zusammen und haben sich dem 2007 in Budapest erarbeiteten Modell „Ars SACRA“ angeschlossen. Durch die Angebote im Rahmen des dreitägigen Festivals soll das Augenmerk auf die Kirchengebäude als Kulturgut und auf ihre Ausstattung als heilige Kunst gelenkt werden. Die Kirchen werden offen sein und es werden Führungen, Ausstellungen und Konzerte angeboten.Weiterlesen→

Michelsberg im 20. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2831

Erfolgreicher Abschluss

Unser Bild: ,,Geschichten aus der Geschichte“ von Michelsberg im 20. Jahrhundert erzählte Kurator Michael Henning (rechts) im Dialog mit Pfarrer Zorán Kézdi. Foto: Beatrice UNGAR

Mit dem achten Konzert der Reihe ,,Michelsberger Spaziergänge“, geboten von dem Ensemble Couleurs aus Klausenburg und einem Dialog zur Geschichte von Michelsberg im 20. Jahrhundert sind am Sonntag die Veranstaltungen zum 800. Jubiläum der Michelsberger Burg teilweise abgeschlossen worden. Lesen Sie mehr dazu auf den Seiten 5 und II. Weitere zwei Veranstaltungen, die ebenfalls auf der Michelsberger Burg geplant sind, stehen allerdings ebenfalls im Zeichen der 800 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Michelsberg: Am Sonntag, dem 3. September, 18 Uhr, findet eine orthodoxe Abendandacht statt und am 29. und 30. September veranstaltet der Reenactment-Verein Anacronism erneut ein Michaelsfest.

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Bootstour unter der Erde

Ausgabe Nr. 2831

Eine Zeitreise in das ehemalige Salzbergwerk ,,Salina“ Turda

Schwindelerregend: Der Rudolf-Stollen von oben gesehen.

An heißen Sommertagen, wie es sie momentan zu Hauf gibt, sind Freibäder und Seen für die meisten das wohl gängigste Mittel der Wahl zur Abkühlung. Wer allerdings auch bei Temperaturen jenseits der 30 Grad das Abenteuer sucht oder sich verausgaben möchte, für den lohnt sich ein Ausflug in den wohl einzigen unterirdischen Freizeitpark der Welt – die „Salina Turda“ südöstlich von Klausenburg.

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