Fest der Freude und der Gemeinschaft

650 Teilnehmer bei dem 27. Maifest des Deutschen Forums in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2530

 

1-maifest-aufmarsch

„Ein Maitag ist ein kategorischer Imperativ der Freude“ hat Friedrich Hebbel einmal geschrieben. Unter dieses Motto könnte man das 27. Maifest des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) stellen, das am Samstag stattgefunden hat. Hauptakteure waren die Schülerinnen und Schüler der deutschen Schulen und Kindergärten aus Hermannstadt, die nach einem gelungenen Umzug, ihre Darbietungen nicht wie üblich im Jungen Wald, sondern im Sportsaal der Brukenthalschule vorführten. Im Jungen Wald wäre das Fest wohl ins Wasser gefallen, denn gleich nach Abschluss des Umzugs begann es heftig zu regnen.

Weiterlesen

„Gleichermaßen Quelle und Inspiration“

Auftaktveranstaltung zum 200. Jubiläum des Brukenthalmuseums 2017
Ausgabe Nr. 2519
 

 

1-ordenubergabeZu dem Wappen der von Samuel von Brukenthal gegründeten Einrichtung gesellt sich heute ein Zeichen der Wertschätzung seitens des rumänischen Staates“, sagte Staatspräsident Klaus Johannis bei der Auftaktveranstaltung zum 200. Jubiläum des Brukenthalmuseums, die am Geburtstag“ des Museums, dem 25. Februar, stattgefunden hat. Seine Wertschätzung zeigte Staatspräsident Klaus Johannis durch die Verleihung des Kulturverdienstordens im Rang eines Kommandeurs an das älteste Museum in Rumänien. Weiterlesen

Widerstand durch Kultur

2517

1-protestlesen

Unter dem Motto rezistăm prin lectură“ (Wir harren durch Lesen aus) wurden die rumänischen Staatsbürger auf den sozialen Netzwerken eingeladen, am Sonntag zwischen 12 und 13 Uhr mit Klappstuhl und Lieblingsbuch auf einem öffentlichen Platz zu verweilen. Unser Bild: In Hermannstadt versammelten sich ca. 100 Lese-Widerständler“ aller Altersgruppen auf dem Großen Ring, der damit zum wiederholten Mal sich als Wohnzimmer der Stadt“ erwies. Am Abend trafen sich dann hier die Teilnehmer an den Protestkundgebungen gegen die Regierung, insgesamt sind schließlich 4.000 Hermannstädter durch die Stadt marschiert und haben Parolen gegen die Regierung gerufen.

Foto: Dragoș DUMITRU

„Fragen, viele, viele Fragen“

Aus aktuellem Anlass gelesen: Georg Schergs „Der Mantel des Darius“
Ausgabe Nr. 2513
5-mantel-des-darius

Mit „Der Mantel des Darius“ wagte der Schriftsteller Georg Scherg, zum ersten Mal Experimente mit den Mitteln moderner Prosa. Heute ist das Buch in den meisten Läden vergriffen. Schade, denn das Experiment ist Scherg geglückt und seine Ergebnisse sind auch fast fünfzig Jahre nach dem Erscheinen des Buches noch von Bedeutung.

Weiterlesen

Eine großartige Erinnerungsarbeit

Hedwig Brenners „Jüdische Frauen in Musik und Tanz“
Ausgabe Nr. 2513
4-Judische

Alle kennen sie, die in Czernowitz geborene, in Ploiești im Erdölgebiet drei Jahrzehnte beheimatete, seit 32 Jahren in Haifa, der „dritten Heimat“, in der Silver Street, Lebende und Schreibende. Neugierig war sie schon als Kind, neugierig und wissbegierig ist sie noch immer, selbst mit achtundneunzig Jahren! Nun, wer ist sie? Ja, natürlich Hedwig Brenner, auf niemand anderen könnten diese kurzen, knappen Worte zutreffen. Noch im Alter wurde sie Lexikographin und Schriftstellerin. In der Stadt der jüdischen deutschsprachigen Lyrik, der unterschiedlichen Ethnien, die bis 1918 zur Donaumonarchie gehörte, wurde sie geboren, ging dort zur Schule. Die deutsche Sprache ist ihre Muttersprache, die ihr bis heute geblieben ist, drei andere Sprachen kamen in der Schule und in den Jahren der politischen Wandlungen hinzu, Hebräisch hebt sie sich fürs nächste Leben auf, verspricht sie.

Weiterlesen

Reformationsfeiern und Gedenken der Reformation auf dem Gebiet unserer Kirche im 19. und 20. Jahrhundert

Vortrag von Wolfgang H. Rehner, gehalten am 31. Oktober 2016 in Michelsberg zum Reformationsfest (I)
Ausgabe Nr. 2511
Mit dem Reformationsfest 2016 haben die weltweiten Gedächtnisfeiern bereits begonnen, welche über ein Jahr, das ist im Oktober 2017, ihren Höhepunkt erreichen sollen. Die Reformation im 16. Jahrhundert war eine umfassende Bewegung, die nicht nur die Kirche betraf, sondern die gesamte soziale und geistige Entwicklung Europas förderte. Aus dieser Bewegung gingen die protestantischen Kirchen hervor, aber auch die katholische Kirche wurde durch sie neu geordnet und selbst die orthodoxe Kirche, die am wenigsten davon betroffen war, hat in Siebenbürgen einige Impulse davon mitbekommen. Heute fragen wir danach, wie die Siebenbürger Sachsen seither dieser Umwälzungen im 16. Jahrhundert gedacht haben und wie dieses Gedenken in öffentlichen Feiern zum Ausdruck kam. 

Weiterlesen

„Risse im Eisernen Vorhang“

Neues Buch über Familienzusammenführung und Aussiedlung
Ausgabe Nr. 2511

5-wege-in-die-freiheit

Es gab sie also doch: Die ,,Risse im Eisernen Vorhang“, der Mauer zwischen Ost und West, zwischen Unfreiheit und Freiheit. Einer davon: Die Aktion „Kanal“, ein gut gehütetes Geheimnis der Jahre 1968 bis 1989 und zu Teilen immer noch geheim. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges wollte diese Aktion Wunden des Weltkrieges schließen, Familien zusammenführen und Deutschen den Weg aus dem kommunistischen Rumänien in die Freiheit der Bundesrepublik öffnen.

Weiterlesen

Von der Mutter zu lernen: Ein Privileg

US-Geiger Nicholas Kitchen bestritt Schlusskonzert im Heltauer Musiksalon
Ausgabe Nr. 2506
5-iacobescu-und-kitchen

Anfang 2015 gründeten US-amerikanische Musiker die Erich Bergel&Dorothy Kitchen Foundation mit dem Ziel, einen internationalen Violin-Wettbewerb für Nachwuchsgeiger zu veranstalten. Initiator ist der in Heltau geborene Mihai (Mitch) Scurtu, der seit mehreren Jahrzehnten in Hills Borough/North Carolina lebt und Erich Bergel sen. am Heltauer deutschen Gymnasium als Lehrer hatte. Erich Bergel jun. (1930-1998), der eine Namensgeber der Stiftung, war in den USA u. a. Chefdirigent des Houston Symphony Orchestra und ab 1989 Chefdirigent der Budapester Philharmoniker. Die Musikpädagogin Dorothy Kitchen von der Duke-University North Carolina, die Erich Bergel jun. persönlich gekannt hat, war von Scurtus Idee begeistert und so kam es im März 2015 zu dem ersten Wettbewerb in Heltau. Die zweite Veranstaltung der Stiftung fand vom 4. bis 6. November d. J. als „Internationales Festival Erich Bergel – Dorothy Kitchen“ ebenfalls in Heltau statt, in Zusammenarbeit mit dem Kulturverein Remember Enescu, der evangelischen Kirchengemeinde und dem Bürgermeisteramt von Heltau.  Weiterlesen

Sonderfall Rumänien

Gut besuchter Vortrag von Dr. Mathias Beer
Ausgabe Nr. 2506
 4-mathias-beer

Warum wurden die Deutschen nicht aus Rumänien vertrieben? Dieser Frage ging der Zeithistoriker Dr. Mathias Beer – ein gebürtiger Hermannstädter – am 1. November in seinem Vortrag im Erasmus-Büchercafé nach. Mit seinem Interesse an diesem Rätsel der Geschichte ist er nicht allein: So viele Zuhörer kamen in das Büchercafé, dass immer weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten und diese auch dann gerade noch reichten. Selbst die Veranstalter hatten scheinbar keinen so großen Andrang erwartet. Nur acht Exemplare von Dr. Beers Buch „Flucht und Vertreibung der Deutschen“ lagen zum Verkauf bereit, sie waren sofort vergriffen.  Weiterlesen

Toleranz kann töten

Premiere von Biedermann und die Brandstifter
Ausgabe Nr. 2506
 1-bieder-essen

Eines der im deutschsprachigen Raum am meisten aufgeführten Theaterstücke feierte am Samstagabend (5. November) Premiere an der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters Hermannstadt. Gavriil Pinte inszenierte Max Frischs „Biedermann und die Brandstifter“, von dem er sagt, es sei eines jener Stücke, das heute aktueller sei als zur Zeit seiner Erschaffung.
Weiterlesen