Mit dem Lkw über Wasser und Schnee

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Saisonfinale beim ,,Slide & Freeze“ in der Păltiniș Arena auf der Hohen Rinne

Ausgabe Nr. 2951

Bei frühlingshaftem Wetter hatten sich zahlreiche Zuschauende eingefunden und hatten auch ihren Spaß, denn einige der Teilnehmenden landeten auf ihren kreativen Konstruktionen im Wasser.                     Foto: Alisa SCHWARZ

Ihr großes Finale feierte am Samstag, dem 14. März die Păltiniș Arena auf der Hohen Rinne, bevor die Skilifte ab Sonntag bis zur nächsten Saison stillstehen. Beim „Slide & Freeze“-Wettbewerb bretterten waghalsige Wintersportler über die Piste. Das Ziel war es, über einen mit Wasser gefüllten Pool zu „sliden“ oder darin zu landen. Während die Hügel rings um die kurvige Straße zur Hohen Rinne bereits grün waren, glitzerte in der Ferne noch der Pistenschnee der Păltiniș Arena im Sonnenlicht.

Hoch oben am Hügel bildete ein tiefblauer Red-Bull-Bogen den ersten Startpunkt des Wettbewerbs. Darunter standen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen schon bereit. Im ersten Teil des Wettbewerbs stürzten sie sich mit Ski oder Snowboard den Hang hinunter. Am Fuß des Hügels wartete ein eiskalter Pool, über den sie mit Aquaplaning glitten.

Rings um das Wasser tummelten sich Schaulustige, um das Spektakel aus der Nähe zu beobachten. Viele hatten bereits die Handykamera gezückt, als der Kommentator den nächsten Starter verkündete.

Samuel Denes aus Kronstadt gewann mit seinem selbstgebauten Lkw die Kategorie kreative fahrbare Untersätze.                             Fotos: Tibi HILA

Ein Snowboarder flitzte den Hang hinunter. Seine grün-blaue Badehose flatterte im Wind. 44 zeigte seine Startnummer, die über seinem nackten Oberkörper hing. Geschmeidig sprang er ins Wasser. Das Board an seinen Füßen wirkte mit der kleinen Spitze vorne und den zwei Zacken hinten kaum wie ein klassisches Snowboard. Er schien eher wie ein Wellenreiter als ein Wintersportler. Lässig glitt er über das Wasser. Das Publikum wurde diesmal nicht nass gespritzt und auch er blieb trocken. Er hatte es geschafft und ist unbeschadet über den etwa 20 Meter langen Pool gesurft. Diese Knock-out-Runde hat er überstanden. Bei der nächsten Fahrt wird er von einer Position weiter unten starten müssen, so gestaltete sich der Wettbewerb bei jeder Runde etwas schwieriger. Am Rand der Piste beobachteten einige ausgeschiedene Sportler und Sportlerinnen das Treiben in dampfenden Whirlpools. Das Publikum lachte, klatschte und filmte. Die Gewinner des Tages waren in der Kategorie Snowboard Ruxandra Brad und Ştefan Popa und auf den Skiern holten sich Corina Țiglaru und Tudor Pascu den Sieg.

Martin Freinademetz zeigte als Hauptorganisator, wie es geht…

Der Ski- und Snowboard-Wettbewerb rückte dann etwas in den Hintergrund, als der besondere Abschluss des Tages startete. Bei der Boot-Kategorie sollen die Teilnehmenden den Parcours mit selbstkonstruierten, bootartigen Gebilden bestreiten. Die Jury bewertete, wie kreativ die Boote entworfen und gebaut wurden, sowie die Rutschfähigkeit am Schnee und natürlich wie die Boote über das Wasser sliden. Der „Polul Nord Express“, ein aus Styropor gebautes Iglu mit Pinguinen und Luftmatratze als Boden, hatte bereits auf der Piste Probleme. Im Wasser angekommen, brach die Konstruktion schließlich zusammen.

Das „Yellow Submarine“ hingegen schaffte es bis ans Ende und ging nicht auf Tauchgang.

Der Gewinner der Kategorie war Samuel Denes aus Kronstadt, der mit einem selbstgebauten Lkw zuerst die Piste und dann das Wasser meisterte.

Alisa SCHWARZ

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Sport.