Zwischen Mikro- und Makrokosmos

Eröffnungsgottesdienst des Studiengangs Protestantische Theologie

Ausgabe Nr. 2644

Prof. Dr. Stefan Tobler überreichte den zwei Absolventen Christine Arvay und Heinrich Rosinger zum Abschied je ein symbolisches Kreuz (v. r. n. l.)
Foto: Beatrice UNGAR

70 Jahre seit der Gründung des Protestantisch-Theologischen Instituts und 500 Jahre seit der Verbreitung erster reformatorischer Schriften in Hermannstadt feierte der Studiengang Protestantische Theologie an der Lucian-Blaga-Universität in Hermannstadt am Sonntag den traditionellen Eröffnungsgottesdienst des 71. Studienjahres im eigenen Haus auf dem Gelände des ehemaligen Landeskirchlichen Lehrerseminar in der Schewisgasse/Victoriei-Boulevard 40.Weiterlesen→

Politische Bildung im Fokus

,,Hermannstädter Gespräche“ im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2644

Karl-Heinz Aschenbrenner (Universität Ludwigsburg), Christine Wally (Grundschullehrerin an der Charlotte Dietrich-Schule), ifa-Kulturmanagerin Aurelia Brecht, Dr. Robert Pfützner (Best-Sabel-Berufsakademie Berlin) beantworteten auch Fragen aus dem Publikum (v. l. n. r.).Foto: Winfried ZIEGLER

Das Thema der  Gesprächsrunde „Hermannstädter Gespräche“, die ihre Fortsetzung am 3. Oktober im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums gefunden haben, „Prinzipien und Angebote der politischen Bildung von Jugendlichen“, war gut gewählt. Konnte die gut vorbereitete Moderatorin Aurelia Brecht (ifa-Kulturmanagerin) doch erstaunlich viele interessierte Zuhörer im Spiegelsaal begrüßen. Das Podium besetzt mit Karl-Heinz Aschenbrenner (Universität Ludwigsburg), Dr. Robert Pfützner (Best-Sabel Berufsakademie Berlin) und Christine Wally (Charlotte-Dietrich-Schule Hermannstadt/Hammersdorf) war sehr kompetent zusammengesetzt.Weiterlesen→

Gipskatze wechselte den Besitzer

6. Dorfschreiberfest in Katzendorf setzte Wetterprognose außer Kraft

Ausgabe Nr. 2644

Thomas Perle, Frieder Schuller und Daniel Răduță (v. l. n. r.) bei der Übergabe der Gipskatze. Foto: Dagmar DUSIL

In Katzendorf hat vom 4. bis 6. Oktober d. J. das sechste Dorfschreiberfest stattgefunden. Neuer Dorfschreiber ist der aus Oberwischau stammende und in Wien lebende Schriftsteller Thomas Perle. Er wird in den nächsten sechs Monaten die Ruhe in der Dichterklause zum Schreiben nutzen. Seine Vorgängerin, die in Hermannstadt geborene Autorin Dagmar Dusil, war dabei und berichtet dankenswerterweise für die Hermannstädter Zeitung.Weiterlesen→

Klangkörper der Superlative zu Gast

Limburger Domchor erstmals auf Konzert- und Studienreise in Siebenbürgen

 Ausgabe Nr. 2644

Der Limburger Domchor auf der Orgelempore in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche am Großen Ring in Hermannstadt, in der Sonntagsmesse am 6. Oktober d. J.                                                    
Foto: Beatrice UNGAR

Ein evangelischer Siebenbürger Sachse ist es, der es schaffte, den renommierten Limburger Domchor zu einer Konzert- und Studienreise nach Siebenbürgen zu bringen. Es handelt sich um Heinz Hermann, seines Zeichens Vorsitzender der Heltauer Heimatortsgemeinschaft (HOG). Ein Brückenbauer also, im wahrsten Sinne des Wortes. Die Cousine seiner Gattin Inge, Sabine Weber (mit Heltauer und Heldsdorfer Wurzeln) singt in dem Domchor. Die diesjährige Auslandsreise sollte nach Irland oder Siebenbürgen führen. Nachdem Domchordirektorin Judith Kunz mit ihrem Gatten Rumänien bereist hatten, fiel die Wahl auf Siebenbürgen.Weiterlesen→

Mehrere Eisen im Feuer

Der Kinderbuchautor THiLO las in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2644

THiLO stellte seine Reihe ,,Animal Heroes“ vor: Fliegen wie ein Falke, schwimmen wie ein Rochen, rennen wie ein Gepard, klettern wie ein Gecko – die ,,Animal Heroes“ sind Superhelden mit magischen Tieren. Leider sind bisher keine Bücher des Autors ins Rumänische übersetzt worden.
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Über 350 Bücher in 25 Sprachen, Auflage weltweit mehr als fünf Millionen: THiLO schreibt seit 17 Jahren und ist einer der bekanntesten Kinderbuchautoren Deutschlands. Auf Einladung des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt kam er zum ersten Mal nach Rumänien und las im Spiegelsaal des Hermannstädter Deutschen Forums aus seiner zuletzt erschienene Reihe ,,Animal Heroes“ vor. Über seine Bücher sprach er mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen→

Zum Teil fremd, zum Teil vertraut

Hermannstädter Hochschuldozentinnen an Germanistiktagung in Prishtina

Ausgabe Nr. 2644

Gruppenbild der Teilnehmenden vor dem Gebäude der Philologiefakultät mit Dr. Ellen Tichy (2. Reihe, 4. v. r.). Die beiden Hermannstädter Vertreterinnen sind auch darauf zu sehen: Dr. habil. Doris Sava (1. Reihe, 3. v. l.) und Sunhild Galter (2. Reihe, 2. v. l.).                  
Foto: Dietrich GALTER

Sicher kennen viele Hermannstädter Frau Ellen Tichy, die mehrere Jahre lang als DAAD-Lektorin an der Germanistikabteilung der Lucian-Blaga-Universität tätig war und sich dabei mit Elan ins gesellschaftliche Leben eingebracht hat. Dann war ihr Mandat zu Ende, eine neue Lektorin wurde an den Zibin entsandt. Doch zu Jahresanfang erreichte die Hermannstädter Germanisten eine Einladung nach Prishtina, der Hauptstadt des Kosovo, denn inzwischen ist Ellen Tichy dort als DAAD-Lektorin tätig. Doris Sava und Sunhild Galter machten sich schließlich auch tatsächlich auf, um an der Tagung „Germanistik in Südosteuropa und Mittelosteuropa – Bildung und Ausbildung für einen polyvalenten Arbeitsmarkt“ teilzunehmen, die vom 26. bis 27. September geplant war. Lesen Sie dazu den Bericht von Sunhild G a l t e r.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2644

Kulinarischer Literaturabend; Möbelmesse; Gespräch mit Florin Piersic Jr.; Folkloreshow

,,Hermannstädter Netzwerk“; Kinderflohmarkt; Buchvorstellung im Spiegelsaal; Seniorentreffen; Emmaus-Kantorei aus Willich zu Gast; 50 Jahre Hermannstädter Germanistik; 19. Patchworkrüstzeit; Frauensalon an der EAS; Digitale Schalter; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen→

Tag der Deutschen Einheit

Ausgabe Nr. 2643

Beim traditionellen Empfang zum Tag der Deutschen Einheit begrüßte Konsul Hans Erich Tischler explizit das 10-köpfige Ärzteteam aus Deuschland, das seine Freizeit opferte, um an der Polisano-Klinik herzkranke Kinder unentgeltlich zu operieren und sagte: ,,Uns, die Bürger der EU verbindet so vieles. Unter allen gemeinsamen Werten, die wir teilen, scheint mir jedoch der der Solidarität einer der wichtigsten. Sie vom Ärzteteam setzten in diesen Tagen ein wunderbares Zeichen, zeigen Solidarität und Opferbereitschaft, um hier Gutes zu tun“. Unser Bild: Die eigens zu diesem Anlass eingeflogene Militärkapelle Neubrandenburg ließ nicht nur die Staatshymnen Deutschlands, Rumäniens und die Hymne der EU erklingen sondern erfreute die Anwesenden mit bester Jazz- und Unterhaltungsmusik.                          

Foto: Fred NUSS

In schier ununterbrochener Folge

250 Jahre seit der Geburt des Michael von Heydendorff des Jüngeren

Ausgabe Nr. 2643

Michael von Heydendorff der Jüngere (* 7. April 1769, † 29. August 1857)

Am 7. April 1769 wurde Michael von Heydendorff der Jüngere als damals jüngster Spross der angesehenen Mediascher Familie geboren. Während über zwei Jahrhunderten spielten Mitglieder der aus Bistritz nach Mediasch gekommenen Familie Conrad Edle von Heydendorff im öffentlichen Leben der Stadt und auch von Siebenbürgen eine bedeutende Rolle. Seit 1676 gehörten Heydendorffs in schier ununterbrochener Folge dem Mediascher Magistrat an, stellten abwechselnd mit anderen Familien die Bürgermeister sowie Königs- und Stuhlsrichter der Königlich Freien Stadt und des Mediascher Stuhls. Weiterlesen→

,,Wir stellen uns den Herausforderungen“

Marquardt Hermannstadt eröffnete neue R&D-Büros im Zentrum der Stadt

Ausgabe Nr. 2643

Das Demo-Auto wurde vorgeführt, stolz darauf waren auch Vizepräsident Thomas Schwarz (1. v. l.), Vizepräsident Gerd Villing (4. v. l.), Generalmanager in Rumänien Mourad Halilou (5. v. l.) und R&D-Leiter in Hermannstadt Sorin Brumar (1. v. r.).
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Marquardt Hermannstadthat am vergangenen Donnerstag die neuen Büros des Forschungs- und Entwicklungzentrums im Ramada-Hotel eröffnet. Bei dieser Gelegenheit wurde auch ein Demo-Auto vorgestellt, in dem die in Zukunft von Marquardtentwickelten Produkte getestet werden konnten.Weiterlesen→

Fasst euch ein Herz!

Neues Hilfszentrum für Krebskranke eröffnet

Ausgabe Nr. 2643

Blick in eines der Zimmer im Hilfszentrum „Sus Inima“.
Foto: Cynthia PINTER

Seit dem 28. September gibt es in Hermannstadt ein soziales Zentrum, das Krebskranken und deren Angehörigen hilft, mit der Krankheit umzugehen. Das Zentrum heißt „Sus Inima“, hat seinen Sitz in der Friedenfelsgasse/Constantin Noica 26 und wird von dem NGO mit dem gleichen Namen geleitet. Am Tag der Offenen Türen, am 21. September, führten Marieluise Knobloch (Vizepräsidentin des Vereins), Anca Gavrilă (Mitarbeiterin) und Dr. Adrian Moga (Facharzt für Radiotherapie) durch die Einrichtung. Weiterlesen→

,,Dankbarkeit begleitet mich ein Leben lang“

Ehemaliger Bürgermeister von Neuental im Kreisrat gewürdigt

Ausgabe Nr. 2643

Christine Manta-Klemens, Otto Döhrn und Daniela Cîmpean bei der Übergabe der Ehren-Plaketten an den Initiator und an den Patenschaftsverein Hamlesch Braller Michelsberg Siebenbürgen e. V. (v. l. n. r.).
Foto: Fred NUSS

,,Wir rumänischen Staatsbürger könnten einiges von unserem deutschen Gast und seinen Mitarbeitern und Mitkämpfern lernen und übernehmen. 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, zugunsten von Menschen eines anderen Volkes und Landes ist etwas, was für die meisten von uns hier unvorstellbar bzw. schwer nachvollziehbar ist. Umso mehr sollten wir uns darüber Gedanken machen, wie wir in Zukunft unseren Bedürftigen ehrenamtlich zu helfen gedenken.“ Mit diesen Worten schloss die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens ihre Ansprache zur Feierstunde im Kreisrat am 26. September, als Otto Döhrn mit der Ehren-Plakette ,,Auszeichnung für besondere Verdienste“ gewürdigt worden ist.Weiterlesen→

Er dirigierte ,,mit links“

Würdigung für Henry Selbing (1912-2000)

Ausgabe Nr. 2643

Die Künstlerin Ileana Selbing (Bildmitte) war bei der Namensgebung-Feierlichkeit dabei und überreichte im Beisein von Christine Manta-Klemens, der stellvertretenden Vorsitzenden des Hermannstädter Kreisrats (rechts) und Cristian Lupeș, dem Direktor der Hermannstädter Staatsphilharmonie der Einrichtung im Thalia-Saal eines ihrer Gemälde, das dem Wunderkind Carl Filtsch und seinen Klavierlehrern – Frederic Chopin und Franz Liszt – gewidmet ist.                                                      Foto: Laurențiu STRĂUȚ

,,Und ich sehe mich später als Schüler bei den wöchentlichen Sinfoniekonzerten mit Henry Selbing (1912-2000), dem einarmigen Dirigenten am Pult der Hermannstädter Staatsphilharmonie, die 1949 aus den Trümmern des ehemaligen Musikvereins wie auch der Stadtkapelle hervorgegangen war. Den Arm soll der Dirigent bei einem Straßenbahnunfall in Wien verloren haben, wo der junge Ernö Schlesinger (alias Henry Selbing), Hermannstädter Spross einer jüdischen Familie, zum Studium weilte und als Synagogen-Sänger wirkte. Ich lasse mich in den Bann der Orchestermusik reißen und leide gleichzeitig mit dem einarmigen ‚Schwerarbeiter‘, der all das auf bemerkenswerte Weise mit einer Hand, der linken, zu bewerkstelligen hat und ich kann noch nicht ahnen, dass ich ihm wenig später als sein Famulus einen Gutteil seiner Arbeit abnehmen werde“. Dies schrieb der Musiker Heinz Acker u. a. in seinen Erinnerungen an die Hermannstädter Philharmonie zum 70. bzw. 180. Geburtstag, die unter dem Titel ,,Zwischen Presto und Andantino“ in der Hermannstädter ZeitungNr. 2630 vom 28. Juni 2019 veröffentlicht worden sind.Weiterlesen→