33. „Astrafilm“-Dokumentarfilmfestival läuft noch bis einschließlich Sonntag
Ausgabe Nr. 2981

Im Mittelpunkt des Eröffnungsabends stand der Dokumentarfilm „Elon Musk Unveiled – The Tesla Experiment“ des deutschen Regisseurs Andreas Pichler. Der 90-minütige Film beleuchtet Elon Musks Einfluss auf Technologie und Gesellschaft und wirft Fragen nach wirtschaftlicher Macht und Verantwortung auf. Bereits vor der Vorführung diskutierten der Journalist Florin Negruțiu, der Schriftsteller und Forscher Ștefan Baghiu sowie der Forscher Bogdan Lungu unter dem Titel „Künstliche Intelligenz – unmittelbare Gefahr oder apokalyptische Marketingstrategie?“ über Chancen, Risiken und die tatsächlichen Fähigkeiten künstlicher Intelligenz.
Das Astra Film Festival läuft noch bis Sonntag – diese Filme sollte man sich am Freitag und Samstag nicht entgehen lassen: Heute, am Freitag, dem 23. Oktober, im Saal des Astra Cinema, um 18 Uhr, begibt sich die deutsch-rumänische Regisseurin Alexandra Bidian in ihrem Doku „So Long Since I`ve Known Spring“ auf die Spuren ihres verstorbenen Vaters, eines Theologen und ehemaligen politischen Gefangenen, der nach Deutschland emigrierte. Anhand von Familienfotos, Briefen und seiner Securitate-Akte entsteht ein sehr persönliches Porträt über Erinnerung, politische Ideale und die schwierige Annäherung an einen Menschen, den man nie ganz gekannt hat.
Ebenfalls am Freitag, um 18 Uhr, im Saal 5 des Cinema City (Promenada Mall) begleitet Regisseurin Maud Mascré im Film „Sassy Spartans“ in Neukaledonien Frauen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft, die sich auf eine Burlesque-Aufführung vorbereiten. Dabei geht es nicht nur um Tanz und Bühnenpräsenz, sondern auch um Selbstzweifel, Körperbilder und den Mut, sich selbstbewusst zu zeigen.
Am Samstag, den 24. Oktober, um 20 Uhr, ist im Astra Film Cinema der Dokumentarfilm „Replica“ (Regie Chouwa Liang) zu sehen, der drei junge Frauen in China begleitet, deren KI-generierte Partner zu Liebhabern, Vertrauten und emotionalen Stützen geworden sind.
Zwischen Alltag und digitalen Gesprächen stellt der Film eine Frage, die immer aktueller wird: Wie echt können Gefühle sein, wenn das Gegenüber künstliche Intelligenz ist?
Cynthia PINTER