Martinsberger Orgel komplett

Ausgabe Nr. 2796

Am vergangenen Freitag konnte Jürg Leutert, der Musikwart der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, im Rahmen der Freitagsmusik die Martinsberger Orgel in der Ferula der Stadtpfarrkirche zum ersten Mal vollständig spielen. Orgelbauer Hermann Binder reparierte und rekonstruierte dazu eine der großen Schnitzereien und konnte sie mit Hilfe von Hans Scherer und einer langen Leiter an ihrem richtigen Ort befestigen. Gemäß Vertrag zwischen der Martinsberger (vertreten durch den evangelischen Kirchenbezirk Hermannstadt) und der Hermannstädter Kirchengemeinde wird nun das Instrument, das schon bei der Wiedereinweihung der evangelischen Stadtpfarrkirche am 10. Oktober 2021 erklungen war, in den kommenden Jahren, wie Musikwart Jürg Leutert der Hermannstädter Zeitung sagte, ,,an einem sicheren Ort bewundert, gespielt und gehört werden können“.                                                                                       Foto: Beatrice UNGAR

Verführerische kalendarische Sichtfelsen

Der Bildverlag Eichler bietet auch für 2023 Mitreißendes ohne Verfallsdatum an

Ausgabe Nr. 2796

Bilder aus Siebenbürgen 2023 von Martin Eichler, Bildverlag Eichler München 2022, ISBN: 978-3-942424-79-0. Eine Reise durch die bunte Vielfalt Siebenbürgens! Dieser ist sozusagen der Klassiker der siebenbürgischen Monatskalender und ist nun in der 38. Ausgabe erschienen. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirchenburg in Birthälm/Biertan.

Eigentlich sind Kalender oftmals nur die in gedruckter Form vorliegenden Zusammenfassungen von Tagen, Wochen und Monaten eines Jahres. Zugleich gehören solche Produkte leider in die Rubrik Massenware, weil sie zumeist nur über eine überraschungsfreie Beliebigkeit verfügen, problemlos austauschbar sind und beim Konsumenten keineswegs bleibende Werte hinterlassen. Zum Glück sorgt schon sehr lange  der Münchner Bildverlag Eichler für ein liebenswertes Kontrastprogramm. Denn dessen Produkte locken mit blitzsauberer Strahlkraft, übermitteln durchgängig pittoresken Charme und eignen sich deswegen als kontante Sichtfelsen in der Brandung. Weiterlesen

Siebenbürgische Powerfrauen

Filmabend ,,Frauenpower in Siebenbürgen“ im Bundesplatzkino in Berlin

Ausgabe Nr. 2796

Christel Ungar-Țopescu, I. E. Botschafterin Adriana-Loreta Stănescu und Dr. Ingeborg Szöllőssi (v. l. n. r.) vor dem Bundesplatz-Kino in Berlin.                     Foto: Christel WOLLMANN-FIEDLER

Seit 2018 widmet sich die Fernsehjournalistin und Filmemacherin Christel Ungar-Țopescu starken, pflichtbewussten Frauen, die ihr Leben und ihren Job meistern, sich für die Gemeinschaft engagieren und visionäre Projekte mit Tatkraft und Leidenschaft umsetzen. Aus der Reihe ,,Frauenpower“ wurden am 29. Oktober im Bundesplatz-Kino in Berlin  drei Filme gezeigt: Ortrun Rhein (2018), Caroline Fernolend (2019) und Astrid Cora Fodor (2021). Ortrun Rhein ist seit vielen Jahren Leiterin des Dr.-Carl-Wolff-Altenheimes und des gleichnamigen Hospizes für palliative Betreuung in Hermannstadt. Caroline Fernolend  gehört seit 17 Jahren dem unter der Schirmherrschaft von Prinz Charles gegründeten Mihai-Eminescu-Trust (MET) an, dessen Vizepräsidentin sie seit 2005 ist. Astrid Cora Fodor ist seit 2014 Bürgermeisterin von Hermannstadt. Die Moderation der Veranstaltung hatte Dr. Ingeborg Szöllősi, Südosteuropa-Referentin im Deutschen Kulturforum östliches Europa, inne. Weiterlesen

Anreize zum (Nach)lesen

,,Siebenbürgischer Kalender 2023″ von Hermann Fabini

Ausgabe Nr. 2796

Siebenbürgischer Kalender 2023 von Hermann Fabini, herausgegeben von Patrimonium Saxonicum-Stiftung zur Erhaltung des sächsischen Kulturerbes in Siebenbürgen, Querformat 30,4×23,5 cm, Spiralbindung, ABF Monumenta-Verlag Hermannstadt 2022, ISBN 377962. Das Bild auf dem Deckblatt zeigt die Kirchenburg in Eibesdorf.

Wie schon seit Jahren, bietet der Architekt Dr. Hermann Fabini  in seinem ,,Siebenbürgische Kalender“ nicht nur  Bilder – im Kalender für das Jahr 2023 kommen diese Bilder aus den Ortschaften Wurmloch, Hamruden, Martinsberg, Holzmengen, Hammersdorf, Kleinschenk, Großalisch, Eibesdorf, Großkopisch, Wermesch, Birthälm, Malmkrog – sondern auch Einblick in seine Lektüre und damit Anreize zum (Nach)lesen.Weiterlesen

Laternenfeste gefeiert

Ausgabe Nr. 2796

Schattenfiguren im Astra-Freilichtmuseum: Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 0-4 von der Schule Nr. 2 in Hermannstadt haben ihr Martinsfest auf dem Gelände des Astra-Freilichtmuseums im Jungen Wald gefeiert. Jede Klasse hat eine kurze Aufführung präsentiert und die Lehrerinnen erzählten den Kindern die Legende vom Heiligen Martin anhand von Schattenfiguren. Unser Bild:  Lehrerin Cosmina Hurbean und ihre 3. C-Klasse.                                                                                                                                                                                                   Foto: Cosmina HURBEAN

,,Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ haben am Martinstag oder am Tag davor  auch in diesem Jahr fast alle Kinder gesungen, die an deutschen Abteilungen der Schulen in Rumänien lernen.

Hier bringen wir einige Fotos und Berichte, die uns bis Redaktionsschluss aus Bukarest, Deva, Hermannstadt und Mediasch erreicht haben.

In der nächsten Ausgabe werden wir weitere Berichte und Fotos von Laternenfesten veröffentlichen, u. a. von jenem in Michelsberg, an dem Schülerinnen und Schüler der deutschen Grundschulklassen vom Onisifor Ghibu-Lyzeum aus Hermannstadt beteiligt waren.

Wir bedanken uns bei allen Lehrerinnen für die Zusendung der Berichte und Fotos.

Die RedaktionWeiterlesen

Zweimal Orth

Ausgabe Nr. 2796

Am ersten Tag des Ars Hungarica-Festivals stand ein bedeutendes Hermannstädter Ehepaar im Mittelpunkt: Der Grafiker Stefan Orth und die Musikerin Enikö Orth. Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild: Stefan Orth mit S. E. Ungarns Botschafter Botond Zákonyi bei der Eröffnung der Ausstellung mit Illustrationen zu ,,Die Tragödie des Menschen“ von Imre Madách im Touristeninformationszentrum im Rathaus am Großen Ring.           Foto: Beatrice UNGAR

Gemeinsames Gedenken

Volkstrauertag auf dem Hermannstädter Heldenfriedhof

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Konsulin Kerstin Ursula Jahn (am Rednerpult links) bei ihrer Ansprache. Neben ihr links steht der Zeremonienmeister Oberst Marius Ralea.

Gemeinsam mit der ,,Nicolae Bălcescu“-Bodentruppenakademie Hermannstadt hat das Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt auch in diesem Jahr zum Volkstrauertag eine Kranzniederlegung organisiert. Diese fand am Mittwoch auf dem Heldenfriedhof neben dem städtischen Hermannstädter Friedhof statt. Dabei wurde aller Opfer von Gewaltherrschaft und Tyrannei des letzten wie auch dieses Jahrhunderts gedacht. In diesem Jahr stand der Volkstrauertag im Zeichen der Erinnerung an die beiden Weltkriege aber auch im Angesicht des grausamen Krieges in der Ukraine. Kränze niedergelegt haben außer den beiden Organisatoren das Bürgermeisteramt, der Kreisrat und die Präfektur Hermannstadt sowie der Verein der Kriegsveteranen. Vertreter der rumänisch-orthodoxen, der griechisch-katholischen und der evangelischen Kirche A. B. hielten eine Andacht.Weiterlesen