,,Dankbarkeit begleitet mich ein Leben lang“

Ehemaliger Bürgermeister von Neuental im Kreisrat gewürdigt

Ausgabe Nr. 2643

Christine Manta-Klemens, Otto Döhrn und Daniela Cîmpean bei der Übergabe der Ehren-Plaketten an den Initiator und an den Patenschaftsverein Hamlesch Braller Michelsberg Siebenbürgen e. V. (v. l. n. r.).
Foto: Fred NUSS

,,Wir rumänischen Staatsbürger könnten einiges von unserem deutschen Gast und seinen Mitarbeitern und Mitkämpfern lernen und übernehmen. 30 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit, zugunsten von Menschen eines anderen Volkes und Landes ist etwas, was für die meisten von uns hier unvorstellbar bzw. schwer nachvollziehbar ist. Umso mehr sollten wir uns darüber Gedanken machen, wie wir in Zukunft unseren Bedürftigen ehrenamtlich zu helfen gedenken.“ Mit diesen Worten schloss die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens ihre Ansprache zur Feierstunde im Kreisrat am 26. September, als Otto Döhrn mit der Ehren-Plakette ,,Auszeichnung für besondere Verdienste“ gewürdigt worden ist.

 

Der ehemalige Bürgermeister von Neuental, Otto Döhrn, der 1990 die Rumänienhilfe gegründet hat, die seit 1995 als Patenschaftsverein Hamlesch Braller Michelsberg Siebenbürgen e. V. agiert, wurde von der Leitung des Kreisrats für seine langjährige ehrenamtliche Tätigkeit zu Gunsten der Bürger und Bürgerinnen des Kreises Hermannstadt geehrt und er nahm auch eine Ehrenplakette für den Verein entgegen. Döhrn sagte in seiner Dankesrede: ,,Dankbarkeit begleitet mich ein Leben lang. Und sie war auch der Auslöser für das, was 1989 mit einer spontanen Idee begann.“ An Weihnachten 1989 verfolgte er im Fernsehen die Bilder aus Rumänien und beschloss, einen Hilfstransport zu organisieren. Inzwischen sind es bis 2017, als er den Vereinsvorsitz abgegegen hat, insgesamt 67 Hilftransporte geworden, die der als ,,Mann mit dem roten Käppi“ bekannte rührige Helfer verantwortlich durchgeführt hat und der Verein macht weiter. Ohne die Unterstützung Gleichgesinnter aus Neuental hätte er das nicht bewerkstelligen können, unterstrich Döhrn und versprach: ,,Als Geehrter des Kreises Hermannstadt werde ich Botschafter sein, um das gemeinsame Ansehen der Bundesrepublik Deutschland und Siebenbürgen durch mein Wirken und Tun zu mehren.“ Er habe  in den 27 Jahren als Vorsitzender des Vereins viele Freunde in Rumänien gewonnen, vor allem in Hermannstadt, Braller, Kerz, Hamlesch und diese feierten dann gemeinsam die Würdigung im Anschluss an die Kreisratssitzung.

Beatrice UNGAR

 

 

 

 

 

 

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