Kinder sind unsere Zukunft

Interview mit der Bukarester Grundschullehrerin Sorana Oltean

Ausgabe Nr. 2798

Sorana Oltean.

Sorana Oltean ist seit dem Schulabschluss des Pädagogischen Lyzeums in Hermannstadt im Lehramt tätig und seit 20 Jahren Lehrerin am Goethe-Kolleg in Bukarest. Sie hat das Laternenfest an der Schule eingeführt und leitet seit mehreren Jahren die deutsche Volkstanzgruppe. Ein Gespräch über ihren Beruf und ihre Tätigkeit an der Schule führte HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r: Weiterlesen

,,Das Handwerk der Vorfahren erleben“

Besuch der Glasausstellung in der ehemaligen Sommerresidenz Brukenthals in Freck

Ausgabe Nr. 2798

 

Vater und Sohn in der Glasausstellung: Günther Klingeis und Arnold Klingeis.         Foto: Privat

Wer die ehemalige Sommerresidenz Brukenthals in Freck besucht, kann auch die Glasausstellung bewundern, die zu Weihnachten 2020 hier eröffnet wurde, und damit zugleich einen Ausschnitt aus der Geschichte der Stadt miterleben. Die Ausstellung stammt nämlich aus der ehemaligen Glasfabrik, die etwa vor zwei Jahren aufgelöst wurde, wo viele Bewohnergenerationen der Stadt über Jahrezente hinweg tätig waren und deren Geschichte mit den Glasbläser-Familien, die aus der Steiermark nach Siebenbürgen einwanderten, eng verbunden ist. Bewundert werden können über 1.200 Exponate.Weiterlesen

Virtuos am Rande des deutschen Kulturraums

Nachruf auf den Übersetzer, Literaturhistoriker und Mentor Gerhardt Csejka

Ausgabe Nr. 2798

Gerhardt Csejka (1945-2022). Foto:  Markus LIEBERENZ

Nur Stunden nach seinem Ableben in Berlin reagierten in Rumänien Hunderte von Menschen in den sozialen Medien mit Trauerbekundungen, darunter bekannte Schriftsteller wie Ioana Pârvulescu und Mircea Cărtărescu. Der Übersetzer, Literaturhistoriker und -kritiker Gerhardt Csejka verstarb 77jährig am 25. November 2022 in der deutschen Hauptstadt. Die Reaktion entspricht dem guten Ruf, den Csejka in weiten Teilen der rumänischen Literaturlandschaft als Übersetzer hatte. Dass Mircea Cărtărescu, der hierzulande alle Jahre wieder als potentieller Kandidat für den Literaturnobelpreis gehandelt wird, 2007 mit dem Roman ,,Die Wissenden“ (Orbitor. Aripa stângă) in der Literaturszene des binnendeutschen Sprachraums einen Erfolg verbuchen konnte, verdankt er der Übersetzung Csejkas. Der Übersetzer selbst wurde ein Jahr später mit dem Übersetzerpreis der Kunststiftung des deutschen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen geehrt. Weiterlesen

Von Vielfalt, Natur und Gemeinschaft

HZ-Gespräch mit Pirmin Hinderling, Freiwilliger in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2798

Pirmin Hinderling am Mischpult in der evangelischen Stadtpfarrkirche. Foto: Beatrice UNGAR

Pirmin Hinderling ist seit September 2022 Freiwilliger bei der Hermannstädter evangelischen Kirchengemeinde A. B. . Einblicke in seine Aufgabenfelder, Aktivitäten und wie der junge Berliner gerade nach Siebenbürgen gefunden hat, liefert das folgende Interview, welches HZ-Praktikant Fabian L u t s c h führte.Weiterlesen

Sind das unsere Toten?

Premiere mit ,,antigone. ein requiem“ von Thomas Köck

Ausgabe Nr. 2798

Szenenfoto von der Generalprobe mit Theodora Sandu (Antigone, 1. v. r.) und  Fabiola Petri (Ismene, 2. v. r.) im Vordergrund.                                                                                 Foto: Sebastian MARCOVICI

Lichtkegel, Nebelschwaden, ohrenbetäubendes Dröhnen gehören inzwischen zu der Appanage einer modernen oder sollte es heißen ,,zeitgenössischen“ Inszenierung… So geschehen auch bei der Premiere von ,,antigone.ein requiem“ von Thomas Köck am 1. Dezember auf der Bühne des Radu Stanca-Nationaltheaters. Und wenn es heißt ,,auf der Bühne“, dann ist das im eigentlichen Sinn des Wortes zu verstehen. Weiterlesen

Siebenbürgen-Quiz als Smartphone-App

Familie entwickelte ehrenamtlich unterhaltsames Lernspiel für Android-Geräte

Ausgabe Nr. 2798

 

Der Link zur deutschen Fassung lautet: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.globaleducation.siebenbuergenquiz&hl=de

Kennen Sie die drei Hauptbestandteile der Sakuska? Mit Sicherheit! Könnten Sie aber auch sagen, wann und wo die erste Mädchenschule Siebenbürgens nachweisbar ist? Diese Frage ist schon eher für Fortgeschrittene. Wer sein Wissen über Siebenbürgen testen und erweitern will, hat seit neuestem mit einer digitalen App die Gelegenheit dazu. Robert Keintzel, Sina Keintzel und Ákos Keintzel haben ehrenamtlich einige Tausend Stunden Arbeit in die Entwicklung eines Spiels gesteckt, das bewusst neue Wege geht. Mit Robert Keintzel, der zusammen mit seiner Frau die Smartphone-App „Siebenbürgen Quiz“ erfunden hat, führte die Bundeskulturreferentin des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dagmar S e c k, das folgende Interview. Weiterlesen

,,Schüler brauchen Ermutigung!“

11. Gala der Exzellenzpreise des Rotary Clubs Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2798

Veranstalter und Preisgekrönte (v. l. n. r.): Mihai-Alexandru Dancilă, Martin Bottesch, Bürgermeisterin Astrid Fodor, Teodora Crișan, Beatrice Cristea, Daniel Bischin.   Fotos: Rareș HELICI

Die den Namen des verstorbenen Mathematiklehrers und Gründungsmitglieds des Clubs, Tiberiu Sanislau, tragenden Exzellenzpreise für Lyzeaner, die sehr gute Ergebnisse in exakten Wissenschaften erzielt haben, vergab der Rotary Club Hermannstadt im Rahmen einer Gala am 22. November im Gong-Theater. Der mit 10.000 Lei dotierte erste Preis ging an Beatrice Cristea (Gheorghe Lazăr-Lyzeum), der zweite an Daniel Bischin (Gheorghe Lazăr-Lyzeum) und der dritte Preis an Daria Morariu (Samuel von Brukenthal-Gymnasium). Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2798

Foto vom Weihnachtskonzert 2021.     Foto: Cynthia PINTER

Konzert des Bachchors

Hermannstadt. – Der Hermannstädter Bachchor führt am Sonntag, dem 18. Dezember, 18 Uhr den Weihnachtsteil des Messias von G.F. Händel in der Hermannstädter Stadtpfarrkirche auf, in Begleitung der MusikerInnen der Hermannstädter Staatsphilharmonie. Als SolistInnen wirken Melinda Samson (Sopran) und Elisa Gunesch (Alt) aus Hermannstadt mit, samt den beiden Gastsolisten Nicolae Simonov (Tenor) und Dan-Cristian Hodrea (Bass). Die öffentliche Hauptprobe des Konzertes findet am Samstag, dem 17. Dezember, 19 Uhr statt. Karten (20 Lei) können im Kiosk der Stadtpfarrkirche erworben werden. (RS) Weiterlesen

Gedanken zum Advent

Ausgabe Nr. 2797

,,Dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: … Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufst, das im Feuer geläutert ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du sie anziehst und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, deine Augen zu salben, damit du sehen mögest. … Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an.“ (Offenbarung 3,14 – 22)

Liebe Leserinnen und Leser der Hermannstädter Zeitung!

Die obigen Verse entstammen dem letzten der sieben so genannten ,,Sendschreiben“ der Offenbarung. Ihr Autor, der ,,Seher“ Johannes schreibt an christliche Gemeinden in Kleinasien in der Zeit um die Wende vom ersten zum zweiten nachchristlichen Jahrhundert. Um zu verstehen, was er mit den obigen Ermahnungen beabsichtigt, muss man den historischen Kontext im Blick haben. Weiterlesen

Hohe Auszeichnungen für den DFDR-Abgeordneten

Ausgabe Nr. 2797

Die Europäische Rabbinerkonferenz, die am 14. November d. J. zum ersten Mal seit 40 Jahren wieder in Bukarest tagte, sowie die Föderation Jüdischer Gemeinschaften in Rumänien (FCER), übergaben dem Abgeordneten des DFDR, Ovidiu Ganț je eine Auszeichnung in Anerkennung der Unterstützung der jüdischen Gemeinschaften in Rumänien. Unser Bild: MP Ovidiu Ganț, Oberrabbiner Avichai Apel, stellvertretender Vorsitzender der Europäischen Rabbinerkonferenz und Ovidiu Banescu, stellvertretender Vorsitzender der Föderation Jüdischer Gemeinschaften in Rumänien bei der Übergabe.                                                            Foto: FCER

,,Unsere Gegenwart zu erhellen“

,,Lebenswege in Siebenbürgen“ von Altbischof D. Dr. Christoph Klein

Ausgabe Nr. 2797

Buchvorstellung zum 85. Geburtstag: Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien hatte am Montag zur Präsentation des Buches „Lebenswege in Siebenbürgen. Festreden und Nachrufe“ von Bischof em. D. Dr. Christoph Klein eingeladen. Dabei gratulierten die Gäste auch D. Dr. Christoph Klein zum 85. Geburtstag. Zu Wort kamen Bischof Reinhart Guib, der DFDR-Vorsitzende Dr. Paul-Jürgen Porr, Konsulin Kerstin Ursula Jahn, Dr. Stefan Tobler vom Theologischen Institut, Landeskirchenkurator Friedrich Philippi.  Unser Bild: D. Dr. Christoph Klein (links) im Gespräch mit dem Schäßburger Dechant und Stadtpfarrer Dr. hans-Bruno Fröhlich, der das 2020 im Schiller-Verlag erschienene Buch vorgestellt hat.                                                              Foto: Stefan BICHLER

Im Jahr 2015 veröffentlichte Altbischof D. Dr. Christoph Klein den Band „Geistliche Leitbilder und Weggefährten. Betrachtungen“ (Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt), in dem er historische und zeitgenössische Personen und Persönlichkeiten würdigte, die für seinen Werdegang wichtig waren; ich hatte die Ehre, jenes Buch damals vorstellen zu dürfen. Die Herausgabe des zweiten Bandes „Siebenbürgische Erinnerungsorte in Lebensbildern“ (Schiller Verlag 2018) erwies sich aus seiner Sicht als nötig, damit auch die „Weltlichen“ gewürdigt werden sollten, da der erste Band sich ausschließlich auf Geistliche bzw. Theologen bezog. Nun kommt noch ein dritter Band dazu, der bereits 2020 erschien aber damals wegen den pandemiebedingten Einschränkungen nicht in einem solchen Rahmen präsentiert werden konnte: „Lebenswege in Siebenbürgen. Festreden und Nachrufe“ mit einem Geleitwort von Dr. Konrad Gündisch (das Geleitwort ist die Laudatio, die der Historiker Dr. Gündisch anlässlich der Verleihung des siebenbürgisch-sächsischen Kulturpreises an Altbischof Klein 2019 gehalten hatte). Hier geht es wiederum um zeitgenössische Persönlichkeiten Siebenbürgens, wobei im letzten Teil auch persönliche Rückblicke des Altbischofs aufgezeichnet sind.Weiterlesen

Requiem am Totensonntag

Ausgabe Nr. 2797

Der Hermannstädter Bachchor führte am Totensonntag das Requiem von Gabriel Fauré in der evangelischen Stadtpfarrkirche auf. Dies geschah in Zusammenarbeit mit der Hermannstädter Staatsphilharmonie, den Solistinnen Melinda Samson (Sopran) und Elisa Gunesch (Mezzosopran) und dank der finanziellen Unterstützung des Hermannstädter Bürgermeisteramtes. Unser Bild: Zum Auftakt spielte Gabriel Silișteanu (Bratsche) die kurze Trauermusik von Paul Hindemith.                                                                      

Foto: Max SHUZ

Fotoausstellung „Sibiu Superangular“

Ausgabe Nr. 2797

Die Fotoausstellung „Sibiu Superangular“ wurde am Mittwoch, dem 23. November, im Foyer der Astra-Bibliothek eröffnet. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Nationalmuseum Cotroceni in Bukarest, der Presseagentur Agerpres und dem Brukenthalmuseum organisiert. Gezeigt werden bis zum 4. Dezember alte aber auch neue Aufnahmen von Hermannstadt schwarz-weiß sowie in Farbe. In der Ausstellung sind zahlreiche Fotografien zu sehen, die in den Ateliers der damaligen Zeit (19. Jahrhundert) von folgenden Hermannstädter Fotografen aufgenommen wurden: Alexander Maierhofer, Theodor Glatz, Kamilla Ásbóth, Gustav Albert Schivert, August Meinhardt, Rudolf Czeck, Wilhelm Auerlich, Emil Fischer. In der Ausstellung können auch Reproduktionen aus dem historischen Archiv von Agerpres bewundert werden, die alte Bilder aus den 1980-er Jahren zeigen – bisher unveröffentlichte Aufnahmen der Altstadt aber auch der neueren Wohnblockviertel sowie Portraits von Passanten und Einwohnern der Stadt.  Die Stadtlandschaft wird durch die Fotografien von Alexandra Gogu ergänzt, die aktuelle Bilder aus Hermannstadt präsentiert. Außerdem sind alte Fotoapparate, sowie alte Bücher über Fotografie in Schaukästen ausgestellt.                                

Foto: Cynthia PINTER

Jugendarbeit professionalisieren

,,Hermannstädter Gespräche“ fanden zum Thema Jugend statt

Ausgabe Nr. 2797

Die Teilnehmer/innen an der Podiumsdiskussion  im Spiegelsaal des DFDH (v. l. n. r.):  Paul Dărășteanu, Johanna Kézdi, Winfried Ziegler, Andrea Rost und Sebastian Arion.Foto: Cynthia PINTER

Die vierte Gesprächsrunde der Reihe „Hermannstädter Gespräche“ fand am Dienstag, dem 22. November zum Thema „Was bewegt die Jugend heute? Jugendliche und ihre Perspektive in der deutschen Minderheit“, im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt statt. Eingeladen waren Johanna Kézdi, Schülerin der 12. Klasse des Samuel-von-Brukenthalgymnasiums, Sebastian Arion, Leiter der Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien e. V., Paul Dărășteanu vom Verein „Școala Trimitoare“ und Andrea Rost, Leiterin des Deutschen Jugendvereins Siebenbürgen. Die Moderation des Abends übernahm Winfried Ziegler, Geschäftsführer des Siebenbürgenforums.  Weiterlesen

Hermannstadt erkundet

Beim FunkForum-Treffen der deutschsprachigen Medien

Ausgabe Nr. 2797

Gruppenbild der FunkForum-Mitglieder bei der Stadtführung mit Beatrice Ungar (links im Foto) durch die Altstadt von Hermannstadt.   Foto: Ignácz FERENC

Das Jahrestreffen des Medienvereins „FunkForum“, ein Zusammenschluss von Redakteurinnen und Redakteuren deutschsprachiger Medien aus Mittel- und Südosteuropa, zu dem Alois Kommer, der Leiter der FunkForums eingeladen hatte, fand am vergangenen Wochenende (18.-20. November) in Hermannstadt statt. Mitfinanziert wurde das Treffen vom Institut für Auslandsbeziehungen Stuttgart (ifa). Im Programm des ersten Tages der Journalistinnen und Journalisten aus Rumänien und Ungarn war als erstes eine Gesprächsrunde mit lokalen Kooperationspartnern. Weiterlesen

„Was ist eigentlich typisch deutsch?”

Wanderausstellung des Hamburger Fotografen Jörg Müller im Thaliasaal

Ausgabe Nr. 2797

Die Wassertalbahn in Oberwischau ist eine der Fotografien, die im Rumänien-Teil der Ausstellung „5x Deutschland” zu sehen ist. Die Ausstellung wurde vom Goethe-Institut gefördert und hier in Hermannstadt vom Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt und der Hermannstädter Staatsphilharmonie organisiert.                                                  Foto: Jörg MÜLLER

Jörg Müllers Fotoausstellung 5x Deutschland in aller Welt” ist eine aktuelle Bestandsaufnahme deutschen Lebens auf fünf Kontinenten. Sie porträtiert die Nachfahren von Auswanderern, die Deutschland in den letzten Jahrhunderten verlassen haben, in Litkowka/Russland, Oberwischau/Rumänien, Pomerode/ Brasilien, Manitoba-Kolonie/Mexiko und in der Region um Wartburg/Südafrika. Mit dem Fotografen sprach HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u. Die Ausstellung ist im Thaliasaal bis zum 12. Dezember zu sehen.Weiterlesen