Von Abtsdorf bis Zied

Zum Bildband ,,Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel“

Ausgabe Nr. 2876

Georg Gerster und Martin Rill: Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel. Hardcover, 336 Seiten, 800 Farbabbildungen, 1 Übersichtskarte, 31 Ortsgrundrisse, ISBN: 978-3-00-079021-8.

Eine neue Publikation des Verlages Siebenbürgen-Buch von Georg Gerster und Martin Rill – „Das Harbachtal, das Kaltbachtal und der Krautwinkel” wird am Montag, dem 5. August, 12 Uhr, in der Johanniskirche in Hermannstadt, und um 14 Uhr in der Kirchenburg Alzen anlässlich des Treffens der Heimatortsgemeinschaft vorgestellt. In Alzen werden die Siebenbürgische Blasmusik aus Traun/Österrreich und mehrere Tanzgruppen aus Deutschland auftreten. Erwartet werden etwa 300 Gäste. Grußworte sprechen der Präsidialberater Prof. Dr. Architekt Sergiu Nistor und der Vorsitzende der HOG Alzen, Hans Tekeser.Weiterlesen

Von Äskulap, Hermes und Apoll

Dr. Kurt Thomas Zieglers neues Buch ist im Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt erschienen

Ausgabe Nr. 2876

Kurt Thomas Ziegler: „Anders rinnt hier die Zeit…“ Band I. Schiller Verlag Bonn-Hermannstadt 2022, 479 S., ISBN 978-3-949583, 19,90 Euro/89 Lei.

Auf der Rückseite des dritten Bandes seiner Trilogie „Von den Doppelschwertern zum Doppeladler. Der transsilvanisch-australische Nährboden meiner Erinnerungen. Episoden eines Bildungs- und Lebensweges”, der unter dem Titel „Im Zeichen von Äskulap, Hermes und Apoll” steht, weist Dr. Kurt Thomas Ziegler darauf hin, seinen Nachkommen, Kindern und Enkeln, etwas zu hinterlassen, was die Vorfahren für die folgenden Generationen geschaffen haben, alles im Sinne des Diktums „Zukunft braucht Herkunft“. Der Autor blickt auf ein ereignisreiches aber keinesfalls langweiliges Leben zurück. So lautet auch der Schlusssatz: „Ich bekenne, ich habe gelebt!“Weiterlesen

Neues Gehöft im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2876

Das Gehöft eines ukrainischen Müllers aus Letea, Kreis Tulcea wurde am 27. Juli im ASTRA-Freilichtmuseum feierlich eröffnet. Anwesend waren auch Dorina und Ion Maxim und Agafia und Vasilica Ivancenco, die ehemaligen Besitzer des Hauses, Vertreter der Hermannstädter Behörden und Silviu Florin Rahău, der Bürgermeister von Crișan, Kreis Tulcea und Antonel Pocora, der Bürgermeister von C.A. Rosetti, Kreis Tulcea.       

Foto: Beatrice UNGAR

Gedichtlese aus 50 Jahren

Oswald Kesslers neues Buch trägt den Titel ,,Sommerdäsch mät siwe’ Kruëden“

Ausgabe Nr. 2876

Oswald Kessler freut sich über sein neuestes Buch.
Foto: Beatrice UNGAR

Heute ist es wieder soweit und unzählige Besucher strömen nach Hermannstadt zu dem zweiten Großen Sachsentreffen. Das Sächsische ist eine zähe Sprache, die sich über die Jahrhunderte in jedem einzelnen Dorf ganz eigen entwickelt hat, so dass sich manchmal Sprecher aus Nachbardörfern kaum verstehen. Und trotz der geringen Zahl an jeweiligen Sprechern hat sie durchgehalten – bis in die Neuzeit, bis ins 20. Jahrhundert, bis die Sprecher sie selber aufgegeben haben. Manche schon beim Umzug ‚in die Stadt‘, die meisten bei der Aussiedlung nach Deutschland. Dementsprechend kann man bei manchen Orten die Anzahl der Mundartsprecher bald an den Fingern abzählen. Was geblieben ist, ist das abgeschliffene Hochsächsisch, wie es zum Beispiel in Hermannstadt gesprochen wird. Wie lange noch? Hinderlich ist auch die Tatsache, dass dem Sächsischen keine Schrift zur Verfügung steht und man sich um ungefähre Umschreibungen bemüht, die dann wiederum einen Stolperstein bei der Drucklegung sächsischer Texte bilden.Weiterlesen

Lyrik vor und nach der Wende

Einblick in Benedikt Dyrlichs Gedichtband ,,in der falle“

Ausgabe Nr. 2876

Benedikt Dyrlich: „in der falle“. Leben und Poesie vor und nach der Wende. Mit 20 Grafiken von Ines Arnemann und einem Vorwort von Dietrich Scholze. Pop Verlag Ludwigsburg 2014, Reihe Fragmentarium, 162 Seiten, ISBN: 978-3-86356-083-6, 17,80 Euro

Benedikt Dyrlich, einer der bedeutsamsten sorbischen Schriftsteller nach dem Zweiten Weltkrieg, hat mit „in der falle“ eine beeindruckende Sammlung von Gedichten und lyrischer Prosa geschaffen, die sowohl die dunklen Zeiten der DDR als auch die persönlichen Kämpfe des Autors beleuchtet. Weiterlesen

,,Die gefährlichste Krankheit“

Ausstellung mit Texten von Simone Weil (1909-1943)

Ausgabe Nr. 2876

Bei der Eröffnung der Ausstellung sprachen Stadtpfarrer Kilian Dörr (stehend links) und Jochen Schmidt (stehend rechts).   Foto: Beatrice UNGAR

Für die Philosophin Simone Weil (1909-1943) ist die Entwurzelung „die gefährlichste Krankheit der menschlichen Gesellschaft. Wer entwurzelt ist, entwurzelt. Wer verwurzelt ist, entwurzelt nicht. Die Verwurzelung ist vielleicht das wichtigste und meistverkannte Bedürfnis der menschlichen Seele.“ Die Ausstellung „Die gefährlichste Krankheit, die am Sonntag, den 28. Juli, auf der Empore der Ferula in der Hermannstädter evangelischen Stadtpfarrkirche eröffnet worden ist, beinhaltet Texte von Weil, in denen sie scharfsinnig die Ursachen und Folgen von Entwurzelung benennt. Weiterlesen

50 Lieder für 50 Jahre

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Ausgabe Nr. 2876

Manchmal gehe ich Freitagabend 20 Uhr zur Komplet in die Hermannstädter evangelische Stadtpfarrkirche. Die Kirche ist dunkel, die Touristen sind weg, es ist ganz ruhig. Die Kompletbesucher setzen sich in den Chorraum, jemand zündet eine Kerze an.Weiterlesen