„Was würde Brukenthal dazu sagen?“

Streiflichter von der ersten Auflage des Barockfestivals im Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2969

Besucherinnen und Besucher konnten sich beim Malen eines gemeinsamen Werkes regelrecht austoben. So schrieb ein Bukarester Student, dessen Hobby die Kalligraphie ist, den Namen des Geehrten auf die Leinwand.

„Was würde Baron Samuel von Brukenthal dazu sagen, wenn er jetzt hier sein könnte?“ Diese Frage stellte Dr. Raluca Teodorescu, die Managerin des Brukenthalmuseums, ihrem Grußwort zur Eröffnung des ersten Barockfestivals voran. Das Festival war am 25. und 26. Juli dem Geburtstag des Namensgebers dieser Einrichtung gewidmet, der am 26. Juli 1721 in Leschkirch das Licht der Welt erblickt hatte. Brukenthal ist aber nicht bloß der Namensgeber des Museums, das seine Tore 1817 offiziell fürs Publikum geöffnet hat, sondern auch sein Gründer. Weiterlesen

Über Felsen und Rampen

Highlights des 23. Prologs von „Red Bull Romaniacs“

Ausgabe Nr. 2969

Eines der Highlights beim diesjährigen Prolog war die Fahrt durchs kalte Wasser.                                                                               Fotos: die Verfasserin

Helm auf, Motor an und los geht’s! Am Dienstagnachmittag war es wieder soweit: Mit einem spektakulären Prolog mitten in Hermannstadt ist die 23. Ausgabe der „Red Bull Romaniacs“ (RBR) unter dem Motto „Unstoppable“ (Nicht zu bremsen) erfolgreich eröffnet worden. Auf dem von Andy Fazekas künstlich aufgebauten Hindernisparcours auf der Unteren Promenade/Bdul. Corneliu Coposu begeisterten die besten Hard-Enduro-Piloten der Welt tausende Zuschauer.Weiterlesen

Neue Botschafterin Hermannstadts

Ausgabe Nr. 2969

Die Schauspielerin Ofelia Popii wurde im Rahmen eines Festaktes am Donnerstag der Vorwoche, mit dem Ehrentitel einer Botschafterin Hermannstadts ausgezeichnet. Diesen Titel verleiht der Hermannstädter Verschönerungsverein (Asociația pentru înfrumusețarea orașului Sibiu, AIOS) in Absprache mit dem Hermannstädter Bürgermeisteramt Persönlichkeiten mit besonderen Verdiensten. Ofelia Popii ist seit 20 Jahren am Radu Stanca-Nationaltheater erfolgreich tätig und hat sich vor allem durch die Rolle des Mephisto in der Faust-Inszenierung, die seit 2007 bei ausverkauftem Saal aufgeführt wird, einen Namen gemacht. Unser Bild (v. l. n. r.): AIOS-Vorsitzender Tudor Șt. Popa, Ofelia Popii und Bürgermeisterin Astrid Fodor.                                

Eine Gitarre in Michelsberg

Solodarbietung in der Konzertreihe in der evangelischen Kirche in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2969

Raul Răzvan Guţu führte durch das Programm, ihm zur Seite stand mit der deutschen Fassung Organisator Klaus Philippi.           Fotos: Beatrice UNGAR

Die „Michelsberger Spaziergänge“ sind mittlerweile zu einer Institution geworden: Der Ort ist es immer wert, einen Sonntagsausflug dorthin zu planen – und im Sommer kommen als ein weiterer Anziehungspunkt die Konzerte hinzu. Sie finden sonntags um 17 Uhr in der evangelischen Kirche statt und präsentieren ein Programm, wie es nicht alltäglich ist.Weiterlesen

Auf der Suche nach der ewigen Jugend

Märchenklassiker begeistert als modernes Tanztheater

Ausgabe Nr. 2969

Von rechts: Radu Costea, Horia Fedorca, Ada Bicfalvi und David Cristian (im Hintergrund) sind in der neuesten TNRS-Premiere zu sehen.
Foto: die Verfasserin

Mit „Tinerețe fără bătrânețe și viață fără de moarte“ hat die rumänische Abteilung des Hermannstädter „Radu Stanca“-Nationaltheaters ein rumänisches Volksmärchen in ein modernes, bildgewaltiges Theatererlebnis verwandelt. Regisseur Ștefan Lupu gelingt eine poetische Inszenierung, die traditionelle Motive mit zeitgenössischer Bühnensprache verbindet und dabei weit über eine klassische Märchenerzählung hinausgeht. Die Premiere fand am 26. Juli in der Kulturfabrik statt.Weiterlesen

Fahrer und Pfarrer auf dem Sattel

Erste Aktion der Initiative „Riders for Hope“ wurde auf dem Kleinen Ring präsentiert

Ausgabe Nr. 2969

Motorradfahren für die Hoffnung: Die erste Aktion der Initiative „Riders for Hope“ hat am Samstag, den 25. Juli, mehr als 170 Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer auf dem Kleinen Ring versammelt (unser Bild).                       Fotos: Beatrice UNGAR

„Wir bringen mentale Gesundheit in den öffentlichen Raum – mit dem ersten Riders-for-Hope-Konvoi in Rumänien. Wir sind Menschen mit Motorrädern, Herz und der Überzeugung, dass man über mentale Gesundheit lauter sprechen muss. Nicht theoretisch. Nicht versteckt. Nicht irgendwann. Wir fahren, weil ein Motorrad-Konvoi sichtbar ist. Weil Motoren Aufmerksamkeit schaffen. Und weil genau diese Aufmerksamkeit helfen kann, ein Thema aus der Ecke zu holen, in der es viel zu lange gestanden hat: Depression, Angst, Einsamkeit und seelische Krisen.“ So stellten die Initiatoren die Aktion vor, an der ca. 200 Motoradfahrerinnen und -fahrer am 25. Juli in Hermannstadt teilgenommen haben. Sie waren aus allen Ecken Rumäniens und aus Deutschland angefahren, um unter dem Motto „We ride. We talk. We care.“ auf die Problematik der Depression aufmerksam zu machen.Weiterlesen

Artmania auf Sparflamme

Die 19. Auflage hat Im Kontext stattgefunden

Ausgabe Nr. 2969

Headliner am Samstag waren die Dänen von Myrkur und sie brachten skandinavische Folklore.

Bei der 19. Auflage des Festivals Artmania, das am 24. und 25. Juli am Großen Ring stattgefunden hat, ist die typische Atmosphäre ausgeblieben. Grund dafür ist eine neue Brandschutzverordnung, die nicht nur das Hermannstädter Rockfestival beeinträchtigt hat. „Im Kontext“ tauften die Organisatoren diese kleine Auflage und ließen den Eintritt frei.Weiterlesen

Vier Stücke, drei Tage

6. Minispielzeit der deutschen Abteilung des TNRS

Ausgabe Nr. 2969

Bei der Pressekonferenz (v. l. n. r.): Cristi Juncu, Petra Rațiu, Ștefan Lupu, Nicu Mihoc, Claudia Maior und Intendant Constantin Chiriac. Foto: TNRS

Das Radu Stanca-Nationaltheater Hermannstadt (TNRS) organisiert vom 25. bis 27. September die sechste Minispielzeit der deutschen Abteilung, eine Veranstaltung, die Diplomatinnen und Diplomaten, Offizielle, Persönlichkeiten aus der Kulturwelt, Künstlerinnen und Künstler, sowie Zuschauerinnen und Zuschauer zusammenbringt. Geboten werden vier Vorstellungen an drei Tagen, darunter zwei Premieren, auf der Bühne des TNRS, in der Kulturfabrik und im Studiosaal des TNRS im Ion Besoiu-Kulturzentrum.Weiterlesen

„Das Foto lag noch immer auf dem Tisch“

Adelheit Szekereschs Roman Regentränen / Von Barbara ZEIZINGER

Ausgabe Nr. 2969

Adelheit Szekeresch: Regentränen. Roman Pop Verlag Ludwigsburg, 2026; Reihe Epik, Bd. 158, 540 Seiten, ISBN 978-3-86356-430-8; 29,90 Euro.
Bestellbar in der Buchhandlung Ihres Vertrauens, beim Verlag, oder bei der Autorin selbst unter E-Mail: adelheit.szekeresch@gmx.de).

„Das Foto lag noch immer auf dem Tisch.“ Mit diesem Satz beginnt die spannende und zugleich berührende Geschichte von Paul und der Lini genannten Alina, deren Leben wir mit all seinen unglaublichen Wendungen über mehr als fünfhundert Seiten atemlos verfolgen. Paul, der Protagonist des Romans „Regentränen“ von Adelheit Szekeresch, betrachtet im Jahr 1989 ein Urlaubsfoto seines Sohnes Frank, auf dem dessen rumänische Ferienbekanntschaft Corina zu sehen ist. Und dieses Mädchen sieht seiner großen Liebe Lini verblüffend ähnlich.Weiterlesen

„Die siebenbürgische Wellenlänge“

Writer-in-Residence in Arosa – erste Eindrücke / Von Dagmar DUSIL

Ausgabe Nr. 2969

Dagmar Dusil (links) und Reto Bonifazi bei der Lesung auf der Waldbühne in Arosa.                                                                                    Foto: Jutta BONIFAZI

Für 99 Tage ist mein neuer Wohnsitz in Arosa als Writer-in-Residence. Als ich mich dafür beworben habe, wusste ich nur, dass es die erste Station Thomas Manns in seinem Exil war. Als ich dann die Zusage bekam, sah ich mir die Karte der Schweiz an und stellte fest, dass Arosa in Graubünden liegt, nicht weit von Lenzerheide, wo wir vor vielen Jahren Skiurlaub gemacht haben. Damals fuhren wir für einen Tag auch nach Davos, weil ich unbedingt den Ort sehen wollte, an dem die Handlung des „Zauberbergs“ spielt.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2969

Feeric Fashion Week Gala: Die 18. Auflage der Feeric Fashion Week endete am Samstag, den 25. Juli, mit einer großen Gala auf dem Huetplatz, im Hof der Brukenthalschule. Nationale und internationale Modemacher zeigten dort ihre neuesten Kollektionen vor einem internationalen Fachpublikum. Bei der Abschlussveranstaltung ging es vor allem um nachhaltige Mode der Zukunft. Dazu gehörten zum Beispiel Kleider aus Pilz-Materialien von der Designerin Yulu Xia, sowie Entwürfe der libanesischen Designerin Rita Sarkis. Nach der Show feierten die Veranstalter gemeinsam mit den Gästen auf dem Aria Rooftop. Damit ging die diesjährige Modewoche offiziell zu Ende. Unser Bild: Die Kreationen der Show „Unwrapped“ von Milda Grikšaitė (Litauen) vor dem Hintergrund der evangelischen Stadtpfarrkirche. Text und Foto: Mara DELEANU

TIFF Sibiu bringt Filme auf den Großen Ring

Hermannstadt. – Die 20. Auflage des Hermannstädter Internationalen Transilvania-Filmfestivals (TIFF Sibiu) findet bis Sonntag, dem 2. August statt. Gezeigt werden Filme am Großen Ring, bei CineGold und im Hochmeister-Saal (im Obergeschoss des Deutschen Kulturzentrums, Str. Timotei Popovici Nr. 9).

Die Filme am Großen Ring kann man kostenlos sehen, jeweils ab 21.30 Uhr: 31. Juli: Some Like it Hot (USA, 1959); 1. August: A fost sau n-a fost? (Rumänien, 2006); 2. August: Gorky Resort (Polen, 2026). Die meisten Filme werden im CineGold-Kino in der Promenada Mall gezeigt. Die Karten kosten 30 Lei und können auf https://tiffsibiu.eventbook.ro/ gekauft werden. Der Eintritt für die Filme im Hochmeister-Saal kostet 25 Lei, die Karten können ebenda gekauft werden. Gezeigt werden hier deutsche Filme: 31. Juli, 17.30 Uhr: Morgen irgendwo am Meer (2026); 1. August, 19.30 Uhr: Skin Deep (2022); 2. August, 18 Uhr: Metropolis (1927). (RS)Weiterlesen

Geschichten der Vergangenheit erzählt

Ausstellung im Forum: Siebenbürger Sachsen und Landler zeigen Haushaltsobjekte

Ausgabe Nr. 2968

Ausstellungseröffnung (v. r. n. l): Gertrud Krech, Gabriel Tischer, Raul Rognean, Mirela Creţu und Simona Malearov.         Foto: Ruxandra STĂNESCU

Einen Einblick in die Welt der Siebenbürger Sachsen und der Landler bietet die Ausstellung „Bewahrte Erinnerungen. Lebendige Geschichte“, die im Kleinen Saal im Forumshaus in Hermannstadt eröffnet wurde und von Privatpersonen geliehenen Objeke zeigt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch der Kleine Saal des Forumshauses nach eingehenden Renovierungsarbeiten wieder eröffnet. Weiterlesen

„Gemeinsam sind wir fünfzig“

Das Gartenfest des Erasmus-Büchercafés war mehreren Jubiläen gewidmet

Ausgabe Nr. 2968

Die Band der Charlotte-Dietrich-Schule brachte unter der Leitung des Musiklehrers Costi Mihai Schwung in das Geschehen im Innenhof des Teutsch-Hauses.                                                                                        Fotos: Beatrice UNGAR

Unter dem Motto „Gemeinsam sind wir 50“ hat das Erasmus-Büchercafé am Freitag, den 17. Juli, von 10 bis 22 Uhr ein Gartenfest im Hof des Friedrich-Teutsch-Hauses veranstaltet. Anlass dazu boten mehrere Jubiläen befreundeter Organisationen, die in diesem Jahr gefeiert werden: 20 Jahre seit der Eröffnung des Erasmus-Büchercafés, 20 Jahre seit der Gründung des Diakoniewerks Rumänien, 10 Jahre seit der Eröffnung der Charlotte-Dietrich-Schule, eine deutsche Auslandsschule in Hermannstadt.Weiterlesen