,,Eine der prägendsten Zeiten meines Lebens“

Gespräch mit dem Biophysiker Prof. Dr. Günther Zeck von der TU Wien

Ausgabe Nr. 2764

Prof. Dr. Günther Zeck in seinem Büro an der TU Wien mit der ,,Neuroikone“  von Dorcas Müller (einem der Chips, künstlerisch fotografiert mit ein paar Blutstropfen).                        Foto: Privat

Etwas über 20 Jahre ist es her, dass eine Forschungsgruppe des Max-Planck-Instituts (MPI) für Biochemie in Martinsried weltweit Aufsehen erregte. Im Sommer 2001 gelang es den Wissenschaftlern, erstmals ein Netz aus Nervenzellen in direkte Kommunikation mit einer Halbleiterstruktur zu bringen. Teil des Teams war auch Günther Zeck, ein junger Doktorand mit siebenbürgischen Wurzeln, über den die Hermannstädter Zeitung im September 2001 berichtete. Mittlerweile ist der heute 48-Jährige Professor an der Technischen Universität Wien. Über seine Karriere als Wissenschaftler und über eine jahrzehntelange Verbundenheit mit Siebenbürgen berichtet Prof. Dr. Günther Zeck im Interview mit der HZ-Praktikantin Cheyenne P e t e r s.Weiterlesen

Auftakt mit Tschechows ,,Drei Schwestern“

Ausgabe Nr. 2764

Die Aufführung der Inszenierung von Tschechows ,,Drei Schwestern“ bot gestern Abend den Auftakt zur dritten Auflage der ,,Jahrestagung der Diplomaten, Künstler und Geschäftsleute“ , die vom Radu Stanca-Nationaltheater in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Hermannstädter Bürgermeisteramtes vom 31. März bis 1. April d. J. organisiert wird und zwei wichtigen Anlässen gewidmet ist: dem 30. Jubiläum der Unterzeichnung des rumänisch-deutschen Vertrags über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa, sowie den 150 Jahren seit der Gründung der ersten rumänischen Auslandsvertretung in Deutschland.Unser Bild: Szenenfoto aus ,,Trei surori“ mit Ofelia Popii (Bildmitte) und Horia Fedorca (links).                                                        

Foto: TNRS2021 ©Sebastian Marcovici

Melange aus Komik und Ernsthaftigkeit

Vorpremiere mit offenem Ende zum Welttheatertag am Radu Stanca-Nationaltheater

Ausgabe Nr. 2764

 

Die Schauspielerinnen und Schauspieler wurden nach der  Vorpremiere am Sonntag mit Stehapplaus gewürdigt: Mihai Coman, Ioana Cosma, Serenela Mureşan, Mariana Mihu-Plier, Diana Fufezan, Florin Coşuleţ, Arina Ioana Trif, Vlad Robaș und Veronica Arizancu (v. l. n. r.).                Foto: die Verfasserin

Zum Welttheatertag am Sonntag, dem 27. März, wurde am Hermannstädter Radu-Stanca-Nationaltheater die Vorpremiere des Stückes „Echilibru fragil“ (A Delicate Balance) von Edward Albee, unter der Regie von Mariana Cămărășan gezeigt. Der Autor ist den Hermannstädtern nicht unbekannt, hat er doch auch „Who’s Afraid of Virginia Woolf?“ (Wer hat Angst vor Virginia Woolf?) geschrieben, das zum Repertoire des TNRS gehört und u. a. am Samstag, den 2. April, 19 Uhr, in der rumänischen Fassung unter dem Titel ,,Cui i-e frică de Virginia Woolf?“ (Regie Andrei und Andreea Grosu) auf der Hermannstädter Bühne zu sehen ist. Das Besondere an der Vorpremiere am Sonntag war, dass das Publikum gebeten wurde, nach der Vorstellung im Saal zu bleiben, um das Ende des Stücks zu entscheiden.Weiterlesen

,,Die Basisidee ist die Prävention“

Karawane der Wettbewerbskultur in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2764

Bei der Pressekonferenz im Sitz des Hermannstädter Kreisrats (v. l. n. r.): Wettbewerbsrat-Mitglied László Gyerkö, Präsident Bogdan Chirițoiu, Kreisratsvorsitzende Daniela Cîmpean und Vizepräsident Dan Virgil Pascu.                                                                              Foto: der Verfasser

Vom 21. bis 23. März fand die Karawane der Wettbewerbskultur „Caravana Culturii Concurenței“ in Hermannstadt statt, wobei eine Delegation des Wettbewerbsrates, bestehend aus Präsident Bogdan Chirițoiu, Vizepräsident Dan Virgil Pascu und anderen Mitgliedern der rumänischen Wettbewerbsbehörde dabei waren. Im Rahmen der Karawane gab es ein Treffen mit Vertretern der Wirtschaft, Vertretern der lokalen Verwaltung sowie ein Treffen mit den Spezialisten der Lokalverwaltung, bei dem Experten des rumänischen Kartellamtes aktuelle Themen aus dem Bereich der Ausschreibungen präsentierten. Beendet wurde die Karawane mit einem Treffen mit den Vertretern der Lucian Blaga-Universität, bei dem mit den Dekanen Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften ein Zusammenarbeitsprotokoll unterschrieben wurde. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2764

Foto vom Osterbasar 2019.       Foto: Cynthia PINTER

Wieder Osterbasar im Spiegelsaal

Hermannstadt. – Der traditionelle Osterbasar der Handarbeitskreise des Evangelischen Frauenkreises Hermannstadt findet am Samstag, den 9.  April, von 10 bis 13 Uhr, im Spiegelsaal und im Foyer des Demokratischen Forums der Deutschen Hermannstadt statt. Geboten werden österlich gestaltete Lebkuchen, Gesticktes, Gestricktes, Gebasteltes. Wie immer gibt es in der Kaffee- und Teestube selbstgebackenen Kuchen sowie Kaffee und Tee zu kaufen.  Mit dabei ist der Handarbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinde Neppendorf. (BU)Weiterlesen

,,Ein einheitliches Kunstwerk zu formen“

Buch über den Architekten Fritz Balthes (1882-1914) erschienen

Ausgabe Nr. 2763

Das evangelische Gymnasium in Mediasch, heute Stephan-Ludwig-Roth-Schule (Teilansicht). Foto: Stefan JAMMER

Das siebenbürgische Kulturmilieu ist um eine neue historisch-sozial-kulturelle Veröffentlichung bereichert worden. Es handelt sich um das Buch ,,Architekt Fritz Balthes (1882-1914). Sein Denken und Schaffen als Beitrag zum siebenbürgischen Kulturerbe“, herausgegeben von Gerhild Rudolf und Hermann Fabini. Balthes sah als „Ziel unserer künstlerischen Kultur: Alle Bauten, Berge, Bäume, Wege, Gebilde von Natur und Menschenhand zusammenzufassen und daraus ein einheitliches Kunstwerk zu formen, die schöne Stadt.“ (,,Friedrich Balthes. Auswahl aus seinen Schriften, mit einer Einleitung von Karl Scheiner, herausgegeben von der Ortsgruppe Schäßburg des Sebastian-Hann-Vereins, 1918, S. 14) Weiterlesen

Herzensangelegenheiten im Fokus

Vertreterinnenversammlung der Frauenarbeit der EKR tagte wieder offline

Ausgabe Nr. 2763

Gruppenbild mit Damen: Einige der Vertreterinnen beim Gruppenbild auf den Stufen vor dem Eingang zum EAS-Tagungshaus.                                                                 Foto: Beatrice UNGAR

,,Die Frauenarbeit bietet als kirchliches Werk gemäß ihren Statuten das Dach, unter dem sich Frauen regional, landesweit und international vernetzen können, sie fördert Gemeinschaft zwischen Generationen und Konfessionen und organisiert Veranstaltungen, die Frauen im Glauben stärken und ihre Gaben fördern“. So definiert in Kürze die Geschäftsführerin Margit Kézdi die Wirkungsbereiche der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, deren Vertreterinnen sich am Wochenende in Hermannstadt endlich wieder einmal zusammen setzen durften.Weiterlesen

Sirenen und Vogelgezwitscher

Vorpremiere von ,,Macbeth“ an der deutschen Abteilung des RST Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2763

Deutsche Premiere: Mit „Macbeth“ nach William Shakespeare und unter der Regie von Botond Nagy feierten die Schauspieler der deutschen Abteilung des Radu Stanca-Nationaltheaters in Hermannstadt die zweite Premiere des Jahres. Unser Bild: Emőke Boldizsár als Lady Macbeth (links) und Daniel Plier als Macbeth.                                                                 Foto: Sebastian MARCOVICI

Es war etwas Anderes. Darüber waren sich die Besucherinnen und Besucher einig, die der Vorpremiere von „Macbeth“ nach William Shakespeare beigewohnt haben, die am Donnerstag, dem 17. März, im Theatersaal des „Radu Stanca“-Theaters in Hermannstadt stattgefunden hat. Regie führte Botond Nagy, auf die Bühne traten die Schauspieler der deutschen Abteilung Daniel Plier, Emőke Boldizsár, Benedikt Haefner und Ioana Cosma. Weiterlesen

Fuchs in Pose

Ausgabe Nr. 2763

Dieser Fuchs (vulpes vulpes) stellte sich am 19. Februar d. J. vor einer Gruppe von Wanderern unweit der Valea Sâmbetei-Schutzhütte auf 1400 Meter Höhe unterhalb des sogenannten Großen Fensters in den Fogarascher Bergen  regelrecht in Pose. Der Fuchs – oder die Füchsin – war sehr zutraulich und lief nicht weg, so dass eine der Wanderinnen dieses Prachtexemplar in aller Ruhe fotografieren konnte.                                                              Foto: Eniko GALL

 

Wer lächelt von dort oben herunter?

Vortrag über die Pfeilerfiguren an der evangelischen Kirche in Mühlbach

Ausgabe Nr. 2763

Die Königsfigur beschließt die Figurengruppe ,,Anbetung der drei Könige“ auf der Südseite des Mühlbacher Hallenchors. Bei einer Restaurierung des späten 18. Jahrhunderts wurden die Fialen über dem Baldachin der Pfeilerfiguren ab dem Dachgesims abgeschnitten, ein aus der Mauerstärke ausgesparter äußerer Umgang auf Gewölbehöhe wurde geschlossen und das Dach darüber gezogen. Im Anschluss des Hallenchors greift das nachträglich erhöhte Dach des Mittelschiffs in die Westfenster des ehemaligen Lettners.           Foto: Eduard SCHNEIDER

Heidrun König, Architektin und Leiterin des Landeskirchlichen Museums im ,,Friedrich Teutsch“-Begegungs- und Kulturzentrum in Hermannstadt, hielt am Montag der Vorwoche ihren jährlichen kunsthistorischen Vortrag mit Aktualitätsbezug zum Thema „Die Pfeilerfiguren des Mühlbacher Hallenchors“. Ab 18 Uhr führte sie die rund 20 Gäste durch die Geschichte der Stadt, der Kirche und der Gestalten, die das Gotteshaus schmücken und von oben auf die Gläubigen blicken.Weiterlesen

Der Körper als Trainingsgerät

Auch junge Hermannstädter halten sich mit Straßen-Workouts fit

Ausgabe Nr. 2763

Auf dem Straßen-Trainings-Platz vor dem Stadion im Erlenpark zeigen Raimy und seine beiden Helfer – die ihm im wahrsten Sinn des Wortes die Stange(n) halten – wie die Übung  Malteser-Drachen (Dragon Malteser) aussehen muss.                                                             Foto: Iulian DUMITRA

Human Flag, Full Planch, Front Lever. Die meisten Übungen beim Street Workout, zu Deutsch Straßen-Training, tragen englische Namen. Nicht verwunderlich, denn der Sport findet seine Ursprünge Anfang der 2000er Jahre vor allem in den ärmeren Stadtteilen von New York City. Da sich die Bewohner meist keine Mitgliedschaft in teuren Fitnessstudios leisten können, beginnen sie damit die Spielplätze und Bänke in der Nachbarschaft für ihre Sporteinheiten zu verwenden. Schnell verbreiteten sich Videos der Übungen im Internet, sodass der Sport in der gesamten USA, in Russland und in Europa auf neue Anhänger traf und trifft. Auch in Hermannstadt ist die Trendsportart schon längst angekommen. Seit 2020 gibt es sogar einen offiziellen Verein, das FLUX Street Workout Team Sibiu. Weiterlesen

,,Am Herd meiner Oma“

TV-Koch Rainer Klutsch präsentiert Gerichte, die er seit seiner Kindheit kennt

Ausgabe Nr. 2763

 

Klutsch, Rainer: Am Herd meiner Oma – Familienrezepte aus Siebenbürgen. ars vivendi verlag,  Cadolzburg 2021, Hardcover, 240 Seiten, ISBN 978-3-7472-0247-0, 240 Seiten, 26 Euro (D); 26,90 Euro (A). In Hermannstadt liegt das Buch im Erasmus-Büchercafé und in der Schiller-Buchhandlung auf und kostet 129 Lei.

Ein Kochbuch kann man am besten testen, wenn man die Rezepte nachkocht, hat sich eine Gruppe Hobbyköche aus Hermannstadt gesagt und „Am Herd meiner Oma – Familienrezepte aus Siebenbürgen” des TV-Kochs Rainer Klusch (ARD, SWR, SAT.1) ins Auge gefasst.

Das Buch mit 80 Rezepten deckt alle Bereiche ab, von Suppen bis Desserts, so dass jeder der Freunde im Ad-hoc-gebildeten Kochkreis die Qual der Wahl hatte.Weiterlesen

,,Mit versöhnlichem goldenen Humor…“

Zweite Neuauflage soll die ,,Tschiripik“-Gestalt am Leben erhalten

Ausgabe Nr. 2763

Adolf Schullerus: Geschichte vum Tschiripik/Geschichten vom Tschiripik; in 3. Auflage herausgegeben von Wilfried Bielz, Eigenverlag Bensberg, 2021, 196 Seiten, ISBN 377760. In Hermannstadt liegt das Buch im Erasmus-Büchercafé und in der Schiller-Buchhandlung auf und kostet 60 Lei/13 Euro.

„Weil diese humorvollen Geschichten vom Tschiripik mir und meinen Altersgenossen Freude bereitet haben, möchte ich sie neu herausbringen“, erklärt der gebürtige Hermannstädter Wilfried Bielz im Vorwort zur dritten Auflage der „Geschichten vom Tschiripik“. Im Eigenverlag Bensberg veröffentlichte der Pädagoge 2021 eine neue Version des Werks. Den Erzählungen in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart um den Roma Tschiripik, den Bielz als Antihelden bezeichnet, stellt er eine hochdeutsche Übersetzung gegenüber. Dies soll auch den jüngeren Generationen Zugang zu den Geschichten, die dem Pädagogen als Kind von seiner Mutter vorgelesen wurden, gewähren.Weiterlesen

Orchideen, Masken und Bildnisse

Erster Frühlingssalon im Kunsthaus 7B in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2763

Andreea-Olivia Landa hat ein Faible für großformatige und markige Bildnisse.Foto: Beatrice UNGAR

Der erste Frühlingssalon mit Werken in Michelsberg lebender Künstlerinnen und Künstler wurde am Samstag der Vorwoche in der Galerie Kunsthaus 7B eröffnet.  Zu sehen sind Arbeiten von Liviu Ovidiu Harja (Aquarell), Andreea-Olivia Landa (Malerei), Daniel Munteanu (Fotografie), Werner Seeger (Malerei, Objektkunst) und Claudia Weindorf (Malerei). Weiterlesen

Weder langweilig noch eintönig

Der Freiluft-Fitness-Platz im Erlenpark

Ausgabe Nr. 2763

 

Das gerne auch von den älteren Semestern unter den Hermannstädterinnen und Hermannstädtern genutzte „Fitnessstudio im Freien“ ist nicht nur bei Sonnenschein gut besucht, wie hier an einem schönen Tag Anfang Februar in diesem Jahr.                                              Foto: Fred NUSS

Regelmäßige Aktivitäten sind Teil eines gesunden Lebensstils. Besonders förderlich ist Bewegung an der frischen Luft. Sportgeräte im öffentlichen Raum  werden von den Menschen dankbar genutzt. In Hermannstadt finden sich tagtäglich aktive junge und schon etwas betagtere Menschen zwischen den Dauerbaustellen Bolta Rece und Stadion an der Aleea Mihai Eminescu im Erlenpark zusammen, um sich körperlich zu ertüchtigen.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2763

Mitgliederversammlung des DFDH am 31. März

Hermannstadt. – Die erste ordentlichen Mitgliederversammlung  des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) im laufenden Jahr 2022 findet am Donnerstag, den 31. März, 18 Uhr, im Spiegelsaal des Forumshauses statt. Dazu sind alle DFDH-Mitglieder eingeladen.

Auf der Tagesordnung stehen ein Bericht des Vorsitzenden Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter, Informationen zu der Volkszählung in Rumänien, die Rechnungslegung für das Jahr 2021, sowie Vorstandswahlen. (BU)Weiterlesen