Eine künstlerisch spannende Zeit

Siebenbürgische Malerei aus der Sammlung Böhm im Schloss von Großkarol/Carei

Ausgabe Nr. 2828

Bikfalvi Zolt, Generaldirektor der Stiftung Graf Karol in Großkarol zur Förderung des Kulturtourismus (Fundația Centrul de Promovare al Turismului Cultural Gróf Károlyi din Carei), vor dem Aquarell von Heinrich Schunn.                                                                                     Fotos: Heinke FABRITIUS

Die 1920er und 1930er Jahre sind auch künstlerisch eine spannende Zeit. Moderne und Avantgarde entfalteten noch einmal ihre ganze Vielfalt und ihren Reichtum. Und dies, obwohl – oder vielleicht gerade weil – es eine gesellschaftlich und politisch herausfordernde Zeit war. Vor dem Hintergrund der Neuordnung Europas nach dem 1. Weltkrieg erhoben sich verstärkt nationale Diskurse, die oftmals auch an die Künste herangetragen wurden. Unbeirrt davon folgten die meisten Künstlerinnen und Künstler jedoch weiter ihrem Wunsch nach einer umfassenden, europäischen Ausbildung und suchten Wege, die ihnen den Blick in alle Richtungen erlaubten. Gerade im multiethnischen Siebenbürgen war dies von besonderer Bedeutung. Weiterlesen

Männerkritik in Pink

,,Barbie“ hat schon eine Milliarde US-Dollars eingespielt

Ausgabe Nr. 2828


Filmszene mit Ryan Gosling (Ken) und Margot Robbie (Barbie).
Fotos: Warner Bros. Pictures

Der Film beginnt mit einem perfekten Tag in Barbieland – der makellosen Welt, in der Frauen regieren und Männer als nutzlose Nebendarsteller um Barbies Aufmerksamkeit kämpfen. Wie zu erwarten, hält die Idylle nicht lange und Barbie (Margot Robbie) muss mit Ken (Ryan Gosling) in die echte Welt reisen, um die Ordnung in Barbieland wiederherzustellen. Hier treffen sie auf Vorstandschefs, systemkritische Jugendliche und eine überforderte Mutter, liefern sich Verfolgungsjagden und fahren Inline-Skates im Kampf gegen das Böse. Weiterlesen

G’spassiges von Nestroy

Bei den Sommerfestspielen Stockerau 2023

Ausgabe Nr. 2828

Gepielt wurde ,,Der Zerrissene“ von Johann Nepomuk Nestroy auf dem Dr. Karl Renner-Platz vor einem zahlreichen Publikum.    
Foto: Heinz WEISS

Wenn die großen Theater- und Opernhäuser Österreichs in die Sommerpause gehen, dann startet wieder die Saison der österreichischen Sommerbühnen! Weit über die Grenzen Österreichs bekannt sind die Salzburger und Bregenzer Festspiele: Jedes Jahr drängt das Who-is-Who der Reichen und Schönen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu den Premieren. Unzählige Fotografen und Paparazzi zücken ihre Kameras und schießen im Sekundentakt massenhaft Fotos, wenn sich die crème de la crème dieser Persönlichkeiten in ihren extravaganten und sündteuren Roben präsentiert. Es mutet an, dass das Dabeisein inklusive bemerkenswertem Outfit und die Tatsache, dass man sich am nächsten Tag als Promi mit Bild in den Gazetten wiederfindet, wichtiger ist ,als die künstlerische Performance.Weiterlesen

Triathlon im Zoo

360 Teilnehmende beim ,,Sibiu Triathlon Challenge“

Ausgabe Nr. 2828

Spektakulär war die Schwimmprobe des Triathlons, die in dem See des Hermannstädter Zoos ausgetragen wurde, auf dem die Besucherinnen und Besucher gewöhnlich mit Tretbooten oder Kähnen unterwegs sind…
Fotos: Sibiu Triathlon Challenge 2023.

Vergangenen Sonntag liefen Athleten in Hermannstadt auf Hochtouren. Beim Wettkampf „Sibiu Triathlon Challenge 2023” starteten 360 Teilnehmer um 8 Uhr morgens am Hermannstädter Zoo und machten sich bereit für eine anstrengende, aber schöne Strecke.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2828

 

Großauer feiern 800 Jahre

Großau. – 800 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung des Ortes 1223 werden in Großau auch an diesem Wochenende gefeiert. Die evangelische Kirchengemeinde veranstaltet gemeinsam mit der Heimatortsgemeinschaft Großau vom 11. bis 14. August in der Kirchenburg ihr Gemeinde- und Heimatfest u. a. mit der Einweihung der restaurierten Orgel und der renovierten Kirche, Arbeitseinsätzen auf dem Friedhof, Musik.

Samstag, 12. August, ab 15 Uhr halten Franz Stangl, Kustos des Grazer Universitätsmuseums, Martin Bottesch, Vorsitzender des Siebenbürgenforums Festvorträge in der Kirche, es folgt eine Offene Gesprächsrunde mit Vertretern der Kirchengemeinde Großau und der Heimatortsgemeinschaft Großau e. V. zum Thema „Bewahren und gestalten“. Ab 18 Uhr findet unter dem Motto „In Worten und Klang“ die Präsentation des Projektes „Restauration der Großauer Barock-Orgel“ statt durch Jürg Leutert, Musikwart der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, die Orgelbauwerkstatt Honigberg und den Verein zur Unterstützung der Evangelischen Kirche Großau e. V.

Sonntag 13. August, 9.30 Uhr, findet der Festgottesdienst mit Bischof Reinhart Guib statt, gefolgt ab 11 Uhr mit dem traditionellen Gang zum Friedhof. Ab 15 Uhr gibt es unter dem Motto ,,U biden Åwern des Zabeng do lot Grißa de Himet meng“ Tänze und Lieder der Heimat mit humoristischer Theatereinlage gestaltet von der Großauer Kinder-Jugend-Erwachsenen-Tanzgruppe, den Theaterfreunden Großau, ab 16.30 Uhr lässt Andrea Kulin die restaurierte Orgel erklingen und von 16 bis 19 Uhr steht ein betreutes Kinderprogramm im Angebot. Mehr unter www.grossau.de (BU)Weiterlesen

Heavy Metal und Götterbeschwörung

Die 16. Auflage des Artmania-Festivals hat stattgefunden

Ausgabe Nr. 2827

 Die 16. Ausgabe des Rock- und Heavy-Metal-Festivals „Artmania“ fand am Wochenende statt und zog über 20.000 Musikliebhaber nach Hermannstadt. Unser Bild: Daniel Gildenlöw und Gustaf Hielm von der Band „Pain of Salvation“ leiteten das Festival am Freitag ein. Foto: Cynthia PINTER

Lange Mähnen, schwarze T-Shirts und Lederarmbänder. Danach konnte man am Wochenende den typischen Artmania-Besucher erkennen. Auf dem Großen Ring rockte es wieder einmal gewaltig, denn die 16. Auflage des Rock- und Heavy Metal-Festivals „Artmania“ fand vom 28.-30. Juli hier statt. Das älteste Rockfestival der Stadt zog heuer über 20.000 Rocker aus aller Welt nach Hermannstadt und überraschte mit guter Musik und zum ersten Mal auch mit der Präsentation von germanischen Ritualen auf dem Huetplatz.Weiterlesen

Neue Fußgängerzone in Hermannstadts Altstadtzentrum

Ausgabe Nr. 2827

Seit Dienstag, den 1. August d. J., sind der Schillerplatz/Piața Schiller und die Armbrustergasse/Arhivelor (unser Bild) für den Kfz-Verkehr gesperrt. Zufahrtsberechtigt sind nur die Anrainer, die ihre Pkws in die Innenhöfe fahren wollen und die Versorgungsfahrzeuge. Parken ist in dieser neuen Fußgängerzone verboten. Wer Anrainer-Parkabonnements für den Schillerplatz bzw. die Armbrustergasse besitzt, kann diese in der Wiesengasse/Tipografilor oder der Wintergasse/Timotei Popovici nutzen. Die neue Fußgängerzone wurde von dem Stadtrat in dessen Sitzung am 27. Juli d. J. beschlossen.                                                                                                               Foto: Beatrice UNGAR

Mensch und Bär: Eine gefährliche Symbiose

Unterwegs im Bärengebiet Rumänien / Von Samuel HÖRMANN

Ausgabe Nr. 2827

Diese Bärin sitzt am Straßenrand unweit der Nordseite des Vidraru-Stausees, beim genaueren Hinsehen sind auch ihre beiden Jungen auszumachen, die hinter ihr im Wald auf der Lauer liegen.

Rumänien ist Bärengebiet, insbesondere die Karpaten. Das sollte jeder Urlauber wissen, der das Land zum ersten Mal bereist. Braunbären gehören zu den mächtigsten und gefährlichsten Tieren der Welt, ähnlich wie der Mensch stehen auch sie an der Spitze jeder Nahrungskette und haben keine natürlichen Feinde. Besonders in touristischen Gebieten nähern sich Mensch und Bär jedoch immer weiter an und verlieren die Scheu voreinander. Dieses Verhalten hat für die friedliche Koexistenz von Mensch und Bär schwerwiegende Folgen.Weiterlesen

,,Farben der Diskriminierung“

Ausgabe Nr. 2827

Unter dem Titel ,,Farben der Diskriminierung“ steht die von Dana Roxana Hrib und Alexandru Constantin Chituță kuratierte Freiluft-Ausstellung, die bis zum 30. September d. J. auf dem Großen Ring vor dem Brukenthalpalais zu besichtigen ist. Die 16 Schautafeln hat Chris Balthes gestaltet im Rahmen eines von dem Nationalen Kulturfonds (AFCN) des Kulturministeriums kofinanzierten Projektes. Die Ausstellung präsentiert anhand von Werken europäischer Malschulen des 16-18. Jahrhunderts aus den Beständen der Brukenthalschen Gemäldegalerie eine laut Kuratoren ,,kurze Geschichte der Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe“, um aufzuzeigen, ,,dass in der Kolonialzeit die Ignoranz mindestens genau so viel Missbrauch verursacht hat wie die wirtschaftliche und politische Manipulation“.           Foto: Beatrice UNGAR

Nur selbstgemachte Ware

„Schön. Keramisch. Nützlich” im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2827

Keramik vom Feinsten: Der Töpfermarkt ,,Frumos. Ceramic. Folositor“ (Schön. Keramisch. Nützlich) hat am Wochenende zum 11. Mal auf dem Dorfmarkt im Astra-Freilichtmuseum stattgefunden. Unser Bild: Die moderne Keramik repräsentierte mit einem Stand der Verein Tonal aus Hermannstadt.                         Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Eine andere Art von Töpfermarkt” ist der inoffizielle Titel der Keramikmesse, die im Astra-Freilichtmuseum am Wochenende zum 11. Mal stattgefunden hat. Die Keramik ist „anders”, auch weil die Organisatoren darauf bestehen, dass Teilnehmer nur selbstgemachte Ware mitbringen. Zum Vergleich: Bei dem traditionellen Töpfermarkt Anfang September auf dem Großen Ring wird auch importierte Ware (hauptsächlich aus China) akzeptiert. Diesmal war die Messe der Keramik aus Kuty (aus der Moldau) gewidmet.Weiterlesen