Eine einzige Einladung

,,Mit Erinnerungen gepflastert“ im Spiegelsaal

Ausgabe Nr. 2830

Beatrice Ungar zeigte Bilder von Hermannstadt, Kurt Thomas Ziegler, Monika Reiner, Dietfried Zink, Jürgen Schlezack, Joachim Wittstock und Heinrich Höchsmann präsentierten ihre Beiträge (v. l. n. r.). Fotos: Lorenz ZECK

Eine eher untypische Buchvorstellung fand am 10. August d. J. im Spiegelsaal des Demokratischen Forums der Deutschen in Hermannstadt statt. Von den 36 Hermannstädtern und Menschen, die längere Zeit in Hermannstadt gewohnt haben, die auf Dagmar Dusils Anfrage, für eine Anthologie über ihre Straße zu schreiben, geantwortet hatten, waren sechs dabei. Als siebente im Bunde moderierte Dagmar Dusil die Veranstaltung.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2830

Töpfermarkt auf dem Großen Ring

Hermannstadt. –   Die 57 . Auflage des traditionellen Hermannstädter Töpfermarktes auf dem Großen Ring/Piața Mare findet am ersten Wochenende im September, heuer am Samstag, den 2. September und am Sonntag, den 3. September, jeweils zwischen 8 und 22 Uhr, statt. Es gibt Schautöpfern und Workshops. Die traditionellen Künstler sind auf dem äußeren Ring aufgestellt, die modernen Künstler bieten ihre Ware im inneren Kreis an. Veranstalter sind der Kreisrat Hermannstadt, das Kreiszentrum für die Erhaltung der traditionellen Kultur „Cindrelul-Junii” und das ASTRA-Museum. (BU)Weiterlesen

,,U biden Åwern des Zabeng do lot Grißa“

Die Hahn-Orgel in Großau wurde nach eingehender Restaurierung wiedereingeweiht

Ausgabe Nr. 2829

Beim traditionellen Gang zum Friedhof trug ein junger Mann das Wahrzeichen der HOG mit der Aufschrift „U biden Åwern des Zabeng do lot Grißa de Himet meng“ (An beiden Zibinsufern liegt Großau meine Heimat) voran, ihm folgte die Großauer Blaskapelle unter der Leitung von Hermann Grennerth.                              
Foto: Beatrice UNGAR

„In Siebenbürgen haben wir schon immer MULTIKULTI gelebt. In unserem Dorf Großau leben Menschen, die rumänisch, siebenbürgisch-sächsisch, landlerisch, ungarisch gesprochen haben und noch sprechen. Meine ganz persönliche Erfahrung in Rumänien – es war ein gutes Miteinander“. Dieses Zitat aus einem Zeitzeugenbericht der Großauerin Anna Ramsauer verlas Konsulin Kerstin Ursula Jahn in ihrem Grußwort im Anschluss an den Festgottesdienst zu den Großauer Festtagen am Sonntag.Weiterlesen

Stets bemüht, über den Tellerrand zu sehen

Interview mit Prof. Ilse Philippi/ Von Ruxandra STĂNESCU

Ausgabe Nr. 2829

Kuratorin Ilse Philippi heute in ihrem Büro.

Chemielehrerin, erste Frau im Landeskonsistorium der EKR, Kreisrätin, Leiterin des Handarbeitskreises, Kuratorin der Hermannstädter Kirchengemeinde, Leiterin des Schülerheims aber auch Mutter, Großmutter und Autorin – Prof. Ilse Philippi hat viel geleistet und initiiert. Oft waren es undankbare Aufgaben und oft gab es wenig Sichtbarkeit und Schätzung. Eine einfache Auflistung ihrer Tätigkeit würde den Rahmen dieser HZ-Seite sprengen. Zu ihrem 80. Geburtstag, den sie am 28. August im Kreise ihrer Familie feiern wird, wünscht ihr die HZ-Redaktion Gesundheit, Kraft und viel Lebensfreude.Weiterlesen

Belvedere Park eröffnet

Ausgabe Nr. 2829

Ein neuer Park, namens Belvedere, ist am Freitagnachmittag, dem 11. August, in der Nähe der Poplaker Straße in Hermannstadt im Beisein der Bürgermeisterin Astrid Fodor eröffnet worden. Unzählige neugierige Besucher strömten in den 6,4 Hektar großen Park, der auf einem Hügel gebaut wurde, von dem aus man eine schöne Aussicht auf das Cindrel- und Zibinsgebirge hat. Innovation und Nachhaltigkeit wurden bei der Einrichtung des Parks – der von der Preot Bacca-Straße aus zu erreichen ist – groß geschrieben, so gibt es 3 mobile Solarkollektoren, die die Energie für die Parkbeleuchtung erzeugen. Auf dem großen Areal gibt es mannigfaltige Freizeitgestaltungsmöglichkeiten. Dazu zählen ein Basketball-/Fußballplatz, Minigolfparcours, Pumptrack für Trick-Radfahrer, eine Kinder-Seilbahn mit Tellerschaukelsitz, Rutschen und Klettergerüste, aber auch Bänke und Hängematten zur Entspannung. Lesen Sie mehr über den Belvedere Park in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild: Bürgermeisterin Astrid Fodor beim Erkundungsspaziergang durch den neuen Park.

Foto: Cynthia PINTER

,,Jedes Wort weiß etwas vom Teufelskreis“

Schreiben als Erinnerung – Nobelpreisträgerin Herta Müller wurde 70

Ausgabe Nr. 2829

Herta Müller 2009 in Berlin.
Foto: Bernd WEIßBROD/ picture-alliance/ dpa

Die Nobelpreisträgerin Herta Müller gilt als eine der wichtigsten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Sie erblickte am 17. August 1953 im banatschwäbischen Nitzkydorf das Licht der Welt, besuchte dort die Dorfschule und anschließend bis zu dessen Auflösung das „Zehner Gymnasium“ in Temeswar. Das letzte Schuljahr absolvierte Herta Müller auf dem Nikolaus-Lenau Gymnasium in Temeswar, studierte anschließend zwischen 1972-1976 Germanistik und Rumänistik an der Universität Temeswar. Ihr Studium schloss sie 1976 mit einer Arbeit über den siebenbürgischen Lyriker Wolf von Aichelburg ab. Weiterlesen

Gute Energie am See

,,Ugly Kid Joe“ erstmals beim Astra Rock Festival

Ausgabe Nr. 2829

Zum ersten Mal in Hermannstadt: „Ugly Kid Joe“ (v. l. n. r.): Whitfield Crane, Cam Greenwood (im Hintergrund am Schlagzeug), Mike Squires und Dave Fortman.                                                               Foto: die Verfasserin

„Ein Traum ist wahr geworden“ für Mee Rah, der Hermannstädter Sängerin der Band „Alpha Q“, die zusammen mit „Ugly Kid Joe“ auf der Bühne stehen und deren Hit „Cats in the Cradle“ singen durfte. So geschehen am Freitagabend in Hermannstadt, auf der Bühne am See im Freilichtmuseum, wo die zweite Auflage des Astra Rock Festivals am Wochenende stattfand. Weiterlesen

Michelsberg im 18. Jahrhundert

Ausgabe Nr. 2829

Ende des 17. Jahrhunderts kam Siebenbürgen unter die Herrschaft der Habsburger. Es wurde aber nicht sofort in ihr Imperium integriert. Zuerst brauchte man das Land als Winterquartier und Proviantlieferant für die an der Zurückdrängung der Osmanen beteiligten Truppen. Der in Ungarn ausgebrochene Aufstand der sog. Kurutzen (1703-1711) hat auch in Siebenbürgen v.a. die Unzufriedenen, die Marginalisierten, die isolierten und schlecht bezahlten Söldner, sowie die Flüchtlinge aus Ungarn angesprochen. Die Sachsen und der Hochadel blieben Habsburg treu. Weiterlesen

Klagenfurter im Einsatz

Ausgabe Nr. 2829

Die jahrzehntelange Verbundenheit zwischen Hermannstadt und Klagenfurt hat auch diesen Sommer schöne Früchte getragen. Eine Jugendgruppe der evangelischen Pfarrgemeinde Johanneskirche aus Klagenfurt in Betreuung von Pfarrerin Sabine Schmoly und Jugendreferent David Oblak verbrachte ihre Jugendfreizeit vom 31. Juli bis zum 10. August in Siebenbürgen. Von ihrer Unterkunft im Jugendzentrum Kirchenburg Holzmengen aus unternahmen sie verschiedene Aktionen und Ausflüge. Unter anderem waren sie zu Gast in den drei Landlerdörfern Neppendorf, Großau und Großpold und bei der Partnergemeinde in Hermannstadt, wo sie den Gemeindegottesdienst mitgestalteten, sich mit Hermannstädter Jugendlichen trafen und zwei Arbeitseinsätze im Garten des Diakoniehofs Schellenberg mit viel Fleiß durchführten. Dankenswerterweise wurde die Reise vom Land Kärnten und der Stadt Klagenfurt am Wörthersee, Partnerstadt von Hermannstadt, finanziell unterstützt. Unser Bild: Die Einsatztruppe nach getaner Gartenarbeit in Schellenberg: Klagenfurter und Hermannstädter Jugendliche und ihre Betreuerinnen, Einwohner des Diakoniezentrums Schellenberg, Freiwillige aus Deutschland, Mitarbeiterinnen der Hermannstädter Kirchengemeinde.                                                                          Text: Hans-Georg JUNESCH, Foto: Eva HÖSCHL

Historisch gegenwärtig

Uraufführung von Perle-Stück in der Steiermark

Ausgabe Nr. 2829

Szenenbild von der Uraufführung.
Foto: Philipp RIRSCH / Griessner Stadl

Im Stadl-Predlitz wurde am 10. August das Stück ,,PROTESTANTEN vertreibung aus der heimath“ von Thomas Perle uraufgeführt. Wo ist dieses Stadl-Predlitz? Nicht weit entfernt von Murau, im westlichen Teil der Steiermark, in Österreich. Obwohl nur eine 357-Seelen-Gemeinde gilt sie als kultureller Hotspot, weil es da den Griessner Stadl gibt. Im süddeutschen und österreichischen Sprachraum bezeichnet man eine Scheune oder einen Heuboden als Stadl. Es handelt sich dabei um ein landwirtschaftliches Gebäude, das aber bereits nördlich von Österreich und Bayern Speicher heißt. Weiterlesen