Nachrichten

Ausgabe Nr. 2871

Foto: Werner FINK

Hungarikum-Tage

Hermannstadt. – Die 15. Auflage der Hungarikumtage findet in Hermannstadt vom 4. bis 7. Juli statt. Erwartet werden Gäste aus Ungarn, Serbien, der Slowakei und Slowenien, die Kulturprogramme und nationale Gerichte vorstellen werden.

Die offizielle Eröffnung findet am Donnerstag, dem 4. Juli, 19 Uhr in der römisch-katholischen Stadtpfarrkirche auf dem Großen Ring statt, mit dem Chor der Stadt Veszprém aus Ungarn.

Die meisten Programmpunkte finden im Freilichtmuseum statt, u. a. der traditionelle Gulaschwettbewerb am Samstag, dem 6. Juli.

Das genaue Programm ist unter https://szeben.ro/ zu finden. (RS)

 

Kronenfest in Kerz am 30. Juni

Kerz/Cârța. – Das traditionelle Kronenfest in Kerz, das der Kirchenbezirk Hermannstadt der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien in Zusammenarbeit mit dem Demokratischen Forum der Deutschen in Hermannstadt (DFDH) und der evangelischen Kirchengemeinde Kerz als Bezirksgemeindefest veranstaltet, findet am Sonntag, den 30. Juni in Kerz statt.

Im Mittelpunkt der wichtigsten Begegnungsveranstaltung der Siebenbürger Sachsen aus dem Kreis Hermannstadt stehen der Gottesdienst um 12 Uhr und der Umzug ab 14 Uhr. (BU)Weiterlesen

Traumstart mit Traumtor

Gruppenphase der Fußball-EM 2024 in Deutschland: Rumänien – Ukraine 3:0

Ausgabe Nr. 2870

Einige der Team-Kollegen feiern Răzvan Marin (Bildmitte) für das zweite Tor. Rechts mit Kapitänbinde der Autor des ersten Treffers, Nicolae Stanciu, links Tormann Florin Niță.                                         Foto: ProSport online

München versank am Montag in einem Meer von in gelb gekleideten Fans. 40.000 rumänische Fußballfans reisten in die Bayerische Landeshauptstadt um dem EM-Spiel Rumänien-Ukraine in der Allianz-Arena beizuwohnen und sorgten unter anderem für einen „Gänsehaut-Moment“, laut der „Sport Bild“. Gemeint ist der Moment, vor dem Spiel, als sie in der Anfangsphase laute „Ukraine“-Gesänge anstimmten und ihre Solidarität mit ihrem Nachbarland zeigten. 29 Minuten nach dem Anpfiff kam die erste Überraschung: Mannschaftskapitän Nicolae Stanciu erzielte ein traumhaftes Tor aus der Distanz, ein Tor, das jetzt schon als schönster Turnier-Treffer gefeiert wird. Weiterlesen

Deutsche Kulturtage Schäßburg

Ausgabe Nr. 2870

Die Deutschen Kulturtage in Schäßburg standen vom 14. bis 16. Juni im Zeichen der 125 Jahre Museumsgeschichte in Schäßburg. Veranstalter war das Demokratische Forum der Deutschen in Schäßburg, dabei wurde u. a. das Buch „Zur Geschichte der Schäßburger Museen 1899-1980” von Nicolae Teşculă in der deutschen Fassung von Cynthia Pinter vorgestellt. Unser Bild: Die Kindertanzgruppe „Burgspatzen”, geleitet von Martha Szambothy und Waltraut Schuster trat bei der Eröffnung auf dem Platz vor dem Venezianischen Haus unweit des Stundturms auf.     Foto: Aurelia BRECHT

Eine Familienfibel?

Raritäten aus den Beständen der Bibliothek von Samuel von Brukenthal (V)

Ausgabe Nr. 2870

Titelblattfrontispiz der Kölner Bibel. Zu sehen sind Darstellungen biblischer Figuren und Szenen, wie Adam und Eva im Paradies (oben rechts), Moses (Mitte links), die Geburt Jesu (unten links), das letzte Abendmahl (unten Mitte), die Kreuzigung Jesu (unten rechts) und so weiter.

„Er kam aus Deutschland als ein von Wissenschaften und feiner Cultur glänzender junger Mann, eine Schönheit eines Mannes, nach Hermannstadt zurück, aber ausser sich mit keinen andern Mitteln. (…) Damals waren zwei reiche sächsische Frauenzimmer in Hermannstadt, beide von erster sächsischer Geburt. Eine war des verstorbenen Comes Simon v. Baussnern jüngere Tochter, schön, reich, nach der feinern Welt gebildet, aber leichtsinnig, wie solches ihr nachmaliger Lebenswandel beweis. (…) Die andere war des damaligen Hermannstädter Bürgermeisters v. Kloknern noch einzige Tochter und Erbin seines Hauses, ein Frauenzimmer von vielem Verstand, Schönheit und ansehnlichem Reichthum, auch nach der feinern Welt gebildet und sich kennend. Weiterlesen

Midissage statt Vernissage

Eine der Aufarbeitung gewidmete Ausstellung

Ausgabe Nr. 2870

Seitens der Veranstalter in Hermannstadt begrüßten Ana-Maria Daneș, Leiterin des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt (1. v. l.), und ifa-Kulturmanagerin Anne Herrmann (2. v. l.) die Anwesenden, und erteilten sodann einigen Zeitzeugen das Wort, u. a. Ilse Philippi (am Mikrophon), Paul-Jürgen Porr und Helmut Lerner.                           Foto: Beatrice UNGAR

Im Rahmen der am 12. Juni stattgefundenen „Midissage”, eine Veranstaltung zur Halbzeit der Wanderausstellung „Aufarbeitung. DDR und Rumänien in der Erinnerungskultur“, die vom 5. bis 18. Juni im Touristeninformationszentrum des Rathauses am Großen Ring zu besichtigen war, dankte seitens der Veranstalter ifa-Kulturmanagerin Anne Herrmann den Kuratoren Ulrich Mählert und Stefan Wolle für den deutschen Teil sowie Dalia Bathory und Bogdan Preda für den rumänischen Teil.Weiterlesen

10 Jahre WizzAir

Ausgabe Nr. 2870

Der erste WizzAir-Flug aus Hermannstadt nach London hat vor zehn Jahren stattgefunden, am 14. Juni 2014. Die Billigfluggesellschaft hat seit August 2009 auch einen eigenen Stützpunkt auf dem Hermannstädter Flughafen. Mit WizzAir kann man z. Z. nach Dortmund, Baden-Baden, Memmingen, Nürnberg und London fliegen.      

Foto: WizzAir

 

Buffalo Bill kehrt zurück

Deutsche Premiere im Hermannstädter Gong-Theater

Ausgabe Nr. 2870

Schlussszene mit Adrian Prohaska, Lucia Barbu, Jenö Major, Claudia Stühler und Angelá Páskuy (v. l. n. r.).                           Foto: Cynthia PINTER

Einst besuchte Buffalo Bill Hermannstadt mit seiner berühmten Zirkusshow – jetzt kehrt er auf die Bühne zurück. Am 13. Juni präsentierte das Kinder- und Jugendtheater Gong die deutsche Premiere von „Zirkus Buffalo Bill“, übersetzt von Beatrice Ungar. Eine spannende Show für Kinder ab fünf Jahren, die unter der Regie der Autorin des Stückes Éva Lábadi Megyes entstand und das Publikum auf eine fesselnde Reise in den Wilden Westen mitnahm. Weiterlesen

Farbenfroh und klanggewaltig

Ausgabe Nr. 2870

Der Hermannstädter Bachchor hat am Samstag, dem 8. Juni, in der evangelischen Stadtpfarrkirche Musik aus der farbenfrohen französischen Spätromantik zu Gehör gebracht: die Messe solenelle op. 16 von Louis Vierne, dazu passende Orgelwerke auf einer und zwei Orgeln (Brita Falch Leutert und Jürg Leutert) und ein Lied des Widmungsträgers der Messe, Théodore Dubois (Elisa Gunesch, Mezzosopran) begleitet von Stadtkantorin Brita Falch Leutert an der fast fertig renovierten Sauer-Orgel. Zum Schluss gab es minutenlangen Stehapplaus. Am Tag davor hatten Brita Falch Leutert, Eliza Gunesch und Jürg Leutert im Rahmen der Mittagsmusik konzertiert. Unser Bild: Farbenfroh war nicht nur die Musik sondern auch die Bekleidung der Bachchor-Mitglieder.                                                       Foto: Beatrice UNGAR

Spannend und intensiv

Ausgabe Nr. 2870

Anlässlich des Kindertheatertages in Kronstadt 2024 erlebten die Kinder der deutschsprachigen Klasse 1G3 der George-Coșbuc-Schule aus Klausenburg einen theaterpädagogischen Ausflug der besonderen Art. Unter der Leitung von Karin Hedrich, Klassenlehrerin, und Dr. Kata-Szilvia Bartalis, Sprachdidaktikerin und Theaterpädagogin an der deutschsprachigen Fakultät für Psychologie und Erziehungswissenschaften, begaben sich 25 Kinder am 1. Juni, dem internationalen Kindertag, auf eine spannende Reise.Weiterlesen

,,Die Tage seien als Versuch gedacht“

Gedanken zu Matthias Kehles zweisprachigem Gedichtband ,,Fundus / Stoc“

Ausgabe Nr. 2870

Matthias Kehle: Fundus/Stoc. Gedichte. Deutsch/Rumänisch. Ins Rumänische übersetzt von Traian Pop Traian. Vorwort von Cătălin Dorian Florescu. Pop Verlag Ludwigsburg 2017, 86 Seiten, ISBN: 978-3-86356-149-9, 14 Euro.

Die Sammlung von Kehles Gedichten nimmt den Leser in zwei Sprachen mit auf eine tiefgründige Reise durch menschliche Emotionen und Beobachtungen des Alltags. Übersetzt wurden die Gedichte ins Rumänische von Traian Pop Traian, der in Kronstadt in Rumänien geboren wurde und seit 1989 in Deutschland als Schriftsteller, Verleger und Übersetzer lebt. Matthias Kehle lebt in Karlsruhe als freier Schriftsteller, Journalist und Kritiker. Sein erster Gedichtband erschien 2017 ebenfalls im Pop Verlag Ludwigsburg. Das Buch handelt von dem gewagten Versuch, ins Leben einzusteigen.Weiterlesen

Spannung und Begeisterung

Bukarester gewannen bei ,,Sibiu Streetball“

Ausgabe Nr. 2870

Das Siegerpodium der Kategorie Open Herren.   Foto: Cynthia PINTER

Tag und Nacht herrschte am Elemer Tordai-Spielfeld vor der Transilvania-Halle in Hermannstadt reges Treiben. Basketballspielerinnen und -spieler aller Alterskategorien dribbelten und warfen den gelb-blauen Basketball in den Korb. Sie hatten alle ein Ziel, das Spiel zu gewinnen und warum nicht, als Sieger der Endrunde den Pokal und die Medaillen zu bekommen. Das inzwischen zur Tradition gewordene 3×3 Basketballturnier „Sibiu Streetball“ fand am Wochenende, auf dem „Elemer Tordai“-Basketballplatz statt. Weiterlesen

,,Der Mensch hat keine andere Waffe als die Musik…“

Ein besonderes und sehr gut besuchtes Konzert mit Psalmen-Vertonungen in der Synagoge in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2870

Gryllus Daniel, Marta Sebestyén und Gryllus Vilmos (v. l. n. r.).
Foto: Werner FINK

„Tizenöt zsoltár“ (15 Psalmen) lautete der Titel des Konzerts, das am 3. Juni in der Synagoge in Hermannstadt stattgefunden hat. Gerade als das Konzert beginnen sollte, regnete es draußen wie schon lange nicht mehr. Ob jemand den Weg ins Konzert gefunden hatte? Beim Betreten der Synagoge stellte sich heraus: Drinnen war es voll und es herrschte eine schöne Atmosphäre. Musikliebhaber verschiedener Konfessionen und Ethnien waren gekommen. Márta Sebestyén und die Brüder Dániel und Vilmos Gryllus aus Ungarn, alle drei Kossuth-Preisträger, hatten sich vorgenommen, zwischen dem 2. und 8. Juni die Vorstellung in sieben Gotteshäusern verschiedener Konfessionen in sieben Ortschaften in Siebenbürgen aufzuführen. In Hermannstadt war die Wahl nun auf die Synagoge gefallen.Weiterlesen

Pferdeflüstern und Dachgespräche

Ein Besuch im Salon für Visuelle Künste der UAP-Filiale Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2870

Constantin Pele: Experiment VI.

Schon zur Tradition geworden ist der Salon für Visuelle Künste der Hermannstädter Filiale des Rumänischen Künstlerverbands (UAP), der während des Hermannstädter Internationalen Theterfestivals und bis zum 4. Juli in der UAP-Galerie am Großen Ring 12 besichtigt werden kann. Zu sehen sind Werke von Künstlerinnen und Künstlern von den UAP-Filialen Alba Iulia, Bukarest, Klausenburg, Râmnicu Vâlcea, Suceava. Weiterlesen

Nichts kann uns trennen

Streiflichter von den Christlichen Begegnungstagen im Herzen Europas

Ausgabe Nr. 2870

Die Teilnehmerinnen am Podiumsgespräch (v. l. n. r.): Helena Smolová, Tschechoslowakische Hussitische Kirche, Klára Tarr Cselovszky, Evangelisch-Lutherische Kirche in Ungarn, Mária Hroboňová, Evangelische Kirche A. B. in der Slowakei, Lenka Janotková, Evangelisch-Lutherische Kirche in der Slowakei, Ulriche Trautwein, Evangelische Kirche Berlin, Dr. Elfriede Dörr, Evangelische Kirche A. B. in Rumänien, Marta Zachraj-Mikołajczyk, Evangelisch-Lutherische Kirche in Polen.                 Foto: Privat

Zusammengenommen sind die Christlichen Begegnungstage ein internationaler Kirchentag im Herzen Europas. Das ist ein Fest des Glaubens, zu dem Menschen aus verschiedenen Ländern angereist sind: zunächst aus Deutschland und Polen, dann Tschechien, Slowakei, Österreich, Ungarn, der Ukraine, und auch aus Rumänien. Diese grenzüberschreitende Verbundenheit wurde zeichenhaft in den benachbarten Grenzstädten Frankfurt Oder (Deutschland) und Słubice (Polen) gefeiert. Insgesamt standen unter dem Motto „Nichts kann uns trennen“ rund 150 Veranstaltungen auf dem Programm. Die Christlichen Begegnungstage fanden vom 7.-9. Juni statt. Lesen Sie im Folgenden den Bericht von Dr. Elfriede Dörr, die als Vertreterin der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien daran teilgenommen hat.Weiterlesen

50 Lieder für 50 Jahre

Mit dem Evangelischen Gesangbuch durchs Jahr 2024

Ausgabe Nr. 2870

Bis 1908 hatte das Gesangbuch bereits die 23. Auflage erlebt und ein Exemplar dieser Auflage war das Konfirmationsgeschenk meiner Mutter. Eingekreist und mit einem Herz versehen steht darin das Lied Nr. 338. Es ist ein Lied, welches meine Mutter zeitlebens begleitet hat. 1980 am Tag meiner Ordination hatten sich mehrere Vikare im Bischofshaus eingefunden, begleitet von Eltern und Kuratoren der zugeteilten Gemeinden. Beim Festessen in der Bischofswohnung gab es noch Dankesworte. Einer der Kuratoren des Nösnerlandes war kein geübter Redner, weswegen er sich auch entschuldigte. Aber dieser Mann sang aus voller Kehle alle 6 Strophen des Liedes 338, als Dank für die Zuteilung eines jungen Pfarrers für das einsame Gebiet der damaligen Diaspora. Und meiner Mutter, die neben mir saß, leuchteten die Augen und ihre Lippen bewegten sich Strophe für Strophe.Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2870

Heute beginnt das Internationale Hermannstädter Theaterfestival, kurz FITS. Einige Straßen, Parkplätze bzw. Stellplätze sind ganz oder teilweise gesperrt (mehr dazu auf Seite 2). Unser Bild: Die Straßentheatertruppe „Cie Ekart” aus Frankreich hatte bei der 30. Auflage des Festivals 2023 in der Heltauergasse mit der Darbietung „Les Dodos” vor allem bei den Kindern großen Erfolg. Foto: Nicolae GLIGOR

31. Theaterfestival beginnt heute

Hermannstadt. – Im Rahmen der 31. Auflage des Internationalen Theaterfestivals in Hermannstadt (Festivalul Internaţional de Teatru de la Sibiu, FITS), das vom 21. bis 30. Juni stattfindet, werden die Hermannstädter und Touristen mit 830 Events erwartet, bei denen rund 5.000 Künstler aus 82 Ländern mitmachen werden.

Erwartet werden diese Tage in Hermannstadt u. a. John Malkovich, Tim Robbins, Mikhail Baryshnikov, Isabelle Adjani und Neil LaBute.

Das genaue Programm und Karten kann man unter www.sibfest.ro finden, das Festival hat aber auch eine App, die kostenlos auf Android- und IOS-Systeme heruntergeladen werden kann. Viele der Indoor-Veranstaltungen sind ausverkauft, allerdings sind viele Outdoor-Veranstaltungen geplant, die meisten von ihnen kostenlos.

Auf dem Großen Ring, auf dem Habermann-Platz und in der Heltauergasse (Str. N. Bălcescu) finden die meisten Veranstaltungen statt, auf dem Kleinen Ring kann man kostenlos das bunte Labyrinth Luminimax Luminarium zwischen 14.30 und 20.30 Uhr besichtigen. Am Großen Ring konzertieren Holograf, Connect-R & Big Band Radio România (Dirigentin Simona Strungaru), Bella Ciao, Lithos Band, Paul Ciuci und Compact, Viorica und Ioniţă aus Clejani & Taraful Clejanilor bzw. Kočani Orkestar.

Bis Ende Juni ist der Theaterparkplatz kompett geschlossen, teilweise geschlossen sind die Parkplätze bei der 90er Kaserne und der Philharmonie. Für die Laser-Shows ist der Coposu-Boulevard (zwischen Piața Unirii und dem Dicken Turm) am 21. und 30 Juni, zwischen 22.30 und 24 Uhr komplett für den Verkehr gesperrt. (RS)Weiterlesen