Deutsche Sendung von Radio Bukarest

Der Rumänische Rundfunk feierte am 1. November den 90. Geburtstag

Ausgabe Nr. 2601

In der Bukarester Redaktion arbeiten (v.l.n.r.): Cristina Stoica, Bianca Filip, Reiner Wilhelm, Monica Strava und Helga Neustädter.    
Foto: Privat

„Alo, Alo, aici Radio Bucureşti!” (Hallo, hallo, hier Radio Bukarest) konnten Radiobesitzer landesweit am 1. November 1928 hören, in der ersten Sendung der Rumänischen Gesellschaft für Rundfunktelefonie (Societatea de Difuziune Radiotelefonică), wie sie erst hieß. Bekannt zur Zeit als Radio România, hat der rumänische öffentlich-rechtliche Sender auch Programme für die nationalen Minderheiten in Rumänien. Die deutsche Sendung beim öffentlich-rechtlichen Hörfunk gibt es seit 1948, bekannt ist sie heutzutage als die  „Deutsche Sendung von Radio Bukarest“. Monica Strava, Redakteurin bei Radio Bukarest, sprach stellvertretend für ihre Kolleginnen und Kollegen mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u über den Alltag im Beruf eines Rundfunkjournalisten.Weiterlesen→

Mit Herz und Seele dabei

Vierte Auflage des „Jungen Festivals von Hermannstadt“ noch bis Sonntag

Ausgabe Nr. 2601

Eine sehr gelungene Variante des Klassikers „Die Geiß mit den drei Geißlein“ von Ion Creangă wurde am Montagmorgen im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche von dem Prichindelul-Puppentheater aus Karlsburg/Alba Iulia aufgeführt. Unser Bild: Szenenfoto mit Viorica Boda, Irina Melnic und Teodora Popa (v. l. n. r.).                     
Foto: Cynthia PINTER

„Es ist der Wolf! Nicht öffnen!“ So aufmerksam und fasziniert vom Geschehen auf der Bühne, sieht man Kinder nur selten. Beim klassischen „Capra cu trei iezi“ von Ion Creangă, das von der Theatergruppe aus Karlsburg/Alba Iulia im Gong-Theater für Kinder und Jugendliche aufgeführt wurde, war genau das der Fall. Die Kinder erschraken vor dem bösen Wolf, lachten über die Henne, die kein Ei legen konnte und waren traurig, als der Wolf die Geißlein auffraß.Weiterlesen→

Musik im Mittelpunkt

Reformationsgottesdienst in der Mundart in Michelsberg
Ausgabe Nr. 2601

Der „Chor aus Siebenbürgen“ bot nach einem Konzept von Brita Falch Leutert und Jürg Leutert vor allem Kirchenmusik aus Siebenbürgen.
Foto: Beatrice UNGAR

„Siebenbürger Sachsen, Reformation und Musik gehören zusammen und überschneiden sich“, stellte Ortspfarrer Stefan Cosoroabă in seinem einleitenden Grußwort zum Reformationsgottesdienst am Reformationstag, dem 31. Oktober, in der Dorfkirche von Michelsberg fest und sagte: „Willkommen zum 501. Jubiläum der Reformation“.Weiterlesen→

„Unser gemeinsames Zuhause“

Ausgabe Nr. 2601

1. Reihe: Julian Gröger, ifa-Kulturmanagerin Aurelia Brecht, Monika Kovats, Aussiedlerbeauftragter Dr. Bernd Fabritius, Fabian Talkenberg (BMI); 2. Reihe: ifa-Regionalkoordonatorin Cornelia Hemmann; 3. Reihe: DFDR-Geschäftsführer Benjamin Józsa und Konsul Hans Erich Tischler (v. l. n. r.)
Foto: Dragoș DUMITRU

Der eisige Wind wehte durch unsere Haare. Einige von uns stülpten sich Mützen oder Stirnbänder über, um sich für die Fahrt von den Stadtmauern Hermannstadts zur Öko-Kirchenburg im Stadtteil Hammersdorf zu wappnen. Voller Geschwindigkeit schossen wir das Gefälle hinunter und unter der Lügenbrücke, dem Tor des Kleinen Rings, hervor. Ein paar Minuten später standen wir auch schon mit unseren Fahrrädern vor einem anderen Ring, jener Mauer, welche die evangelische Kirche in Hammersdorf umgibt. Weiterlesen→

Von Freiheit und Liebe

Reformationsfest mit Buchvorstellung in Neppendorf
Ausgabe Nr. 2601

Altbischof D. Dr. Christoph Klein, Pfarrer Dietrich Galter und Pfarrer a. D. Wolfgang Rehner auf dem Gang zur evangelischen Kirche in Neppendorf (v. l. n. r.).
Foto: Beatrice UNGAR

Wie ein Posaunenchor klingen die Zusage und die Aufforderung „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So stehet fest und lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen!“ aus dem Brief des Paulus an die Galater im 5. Kapitel, sagte Pfarrer Dietrich Galter in seiner Predigt im Reformationsgottesdienst am Sonntag in der Neppendorfer evangelischen Kirche.Weiterlesen→

Weltmeistertitel geholt

4. Transylvanian Grand Prix in Hermannstadt
Ausgabe Nr. 2601

 

Sorin Dumitru Simon und Florentina Constantinescu holten im Rahmen der Weltmeisterschaft in der Kategorie „Senioren I 10 Tänze“ den Weltmeistertitel.     Foto: Werner FINK

Im Rahmen des Tanzsportwettkampfes Transylvanian Grand Prix, der in diesem jahr zum vierten Mal in Hermannstadt ausgetragen wurde, gab es eine Premiere: Zum ersten Mal in der rumänischen Tanzsportgeschichte in Rumänien gab es zwei Weltmeisterschaften im Rahmen des selben Ereignisses. Und dabei erzielten rumänische Paare gute Ergebnisse. Im Rahmen der Weltmeisterschaft in der Kategorie Junioren II Standard, schaffte am Samstagabend das Paar Răzvan George Bătrânu und Ana Maria Dică den dritten Platz und am Sonntagabend  holte sich das Paar Sorin Dumitru Simon und Florentina Constantinescu im Rahmen der Weltmeisterschaft in der Kategorie Senioren I 10 Tänze, sogar den Weltmeistertitel. Parallel dazu erzielte am selben Tag das rumänische Team in Polen eine Goldmedaille bei der Europameisterschaft für Mannschaften.Weiterlesen→

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2601

 

Steinhoff liest im DKH; Lesung der „STAFETTE“ ; Stück über Roma-Völkermord; Herta Müllers Buch übersetzt; Claudiu M. Florian liest im Erasmus; Seniorentreffen im Forum; Beatbox-Konzert; Tagung: „100 Jahre im vereinten Rumänien“; Bald Weihnachtsmarkt; Vertreterversammlung in Temeswar; Abschleppdienst umgezogen; Angebote in Mediasch; Guiness World Record; Wettbewerb des Konsulats; Partnerschaft mit Raška; Radio Neumarkt auf Deutsch; Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache.Weiterlesen→

Von der eigenen Betroffenheit geprägt

Christoph Kleins Buch „Siebenbürgische Erinnerungsorte in Lebensbildern“

Ausgabe Nr. 2600

Hans Klein bei der Buchpräsentation am 12. Oktober d. J. im Bischofspalais.    
Foto: Beatrice UNGAR

Das Buch „Siebenbürgische Erinnerungsorte in Lebensbildern“ von Christoph Klein enthält 24 Beschreibungen von Menschen, Orten, Denkmälern und Einrichtungen, die dem Verfasser im Laufe seines Wirkens als Bischof der Evangelischen Kirche wichtig geworden sind und gewissermaßen als Anhang eine Beschreibung des eigenen Lebensweges. Die Vorträge, in den Jahren nach der Wende gesprochen, sind in einer beeindruckenden sprachlichen und stilistischen Form gehalten. Darin kommen Orte und Menschen vor, die den Autor begleitet haben und zu einem Teil seines Lebens geworden sind. Ausgespart aus diesen Betrachtungen sind die Kirchen und Kirchenmänner, die er in anderen Büchern bereits gewürdigt hat.Weiterlesen→

Tanzgruppentreffen der ADJ

Ausgabe Nr. 2600

Bei dem von der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Jugendorganisationen in Rumänien e.V. (ADJ) veranstalteten Tanzgruppentreffen der deutschen Volkstanzgruppen aus Rumänien, das vom 25. bis 28. Oktober in Hermannstadt stattgefunden hat, nahmen rund 200 Jugendliche aus Siebenbürgen, dem Banat und dem Altreich teil. Bei der öffentlichen Vorstellung am Samstag im Festsaal der Astra-Bibliothek präsentierte jede Gruppe eigene, für ihre Region typische Tänze vor einem zahlreichen Publikum.Unser Bild: Die Tanzgruppe des Hermannstädter Jugendforums.               Foto: Andrey KOLOBOV

„Belletristisch schreibende Pfarrer“

Eginald Schlattner und Walther Gottfried Seidner gewidmete Tagung
Ausgabe Nr. 2600

Uwe Seidner, Gerhild Rudolf, Sunhild Galter und Dietrich Galter (v. l. n. r.)
bei der Eröffnung der Tagung.
Foto: Beatrice UNGAR

Zu kurz gekommen seien Lesungen aus dem Werk der beiden Schriftsteller und Pfarrer, denen die Tagung „Zwischen Kanzel und Schreibpult“ gewidmet war, die am 25. und 26. Oktober im Hans Bernd von Haeften-Tagungshaus der Evangelischen Akademie Siebenbürgen stattgefunden hat, meinte eine Teilnehmerin. Zu Recht.  Leider lagen objektive Gründe vor. Eginald Schlattner, der am 13. September d. J. seinen 85. Geburtstag gefeiert hatte und am ersten Abend mit einer Lesung eingeplant war, musste sich einer Not-OP unterziehen und konnte dieser Einladung nicht Folge leisten. Der zweite Geehrte, Walther Gottfried Seidner, genannt „Voltaire“ war knapp vier Monate nach seinem 80. Geburtstag am 26. August d. J. seinem schweren Leiden erlegen.Weiterlesen→

Rumänien „ein wichtiger Baustein“

Neue ifm-Werkshalle bei Hermannstadt feierlich eingeweiht

Ausgabe Nr. 2600

Martin Buck (links), Vorstandsvorsitzender der ifm stiftung & co. KG und Benno Kathan, Vorstandsmitglied der ifm stiftung GmbH und Geschäftsführer der ifm process GmbH beim Durchschneiden der symbolischen Schleife.                                                                    
Foto: Werner FINK

Am Dienstag der Vorwoche wurde die neue ifm-Werkshalle von rund 4.000 Quadratmetern im Industriegebiet Westen – verwaltungsmäßig gehört das Grundstück zu der Gemeinde Großau/Cristian – in feierlichem Rahmen eingeweiht. Gedacht wurde das neue Gebäude sowohl für neue Produktionsflächen als auch für Büros, Labors und technische Räumlichkeiten, wobei die Anzahl der Mitarbeiter von 330 bis Ende des nächsten Jahres auf 530 erhöht werden soll. Die ersten Produktionslinien, die bereits in die neue Produktionshalle verlegt wurden, produzieren Drucksensoren. Angesichts der positiven Erfahrungen am ifm-Standort in Hermannstadt, schauen sich die Vertreter von ifmbereits nach einem neuen Grundstück um. „Rumänien ist ein ganz wichtiger Baustein unserer Strategie“, betonte Martin Buck, Vorstandsvorsitzender von ifm stiftung & co. kg, in seiner Ansprache.Weiterlesen→

Der Traum vom Frieden

Neues Theaterstück feierte am „Gong“-Theater in Hermannstadt Vorpremiere

Ausgabe Nr. 2600

Paul Bondane als Oldo und Alexandra Șerban als Nama träumen von einer neuen Welt ohne Krieg.                                        Foto: Dragoș DUMITRU

Wie fühlt es sich an, allein auf der Welt zu sein? Auf den Trümmern des eigenen, vom Krieg zerbombten Hauses unter freiem Himmel zu schlafen? Sich aus der Mülltonne von Essensresten zu ernähren? Wird der Krieg jemals enden? Oldo ist ein kleiner Junge, der genau das alles mitmacht. Er lebt im Land der Kriege und wartet darauf, dass sein Vater zurückkommt, der in die Staaten des Friedens geflüchtet ist.

Oldo ist der Hauptheld des Theaterstücks „Regulile jocului“ (Die Spielregeln) von Yann Verburgh, das am Samstagabend, dem 27. Oktober, im Kinder- und Jugendtheater „Gong“, Vorpremiere feierte.Weiterlesen→

Konzertmarathon zum Herbstbeginn

Reiches musikalisches Angebot in der letzten Oktoberwoche in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2600

Die beiden Geigerinnen Sonia Vulturar (links) und Teodora Buia eröffneten die Konzertwoche im Spiegelsaal.                                   
Foto: Beatrice UNGAR

Als wollten noch alle Anbieter vor der Umstellung der Uhren auf die Winterzeit, die Musikliebhaber aus Hermannstadt so richtig verwöhnen, gab es in der letzten Oktoberwoche fast täglich ein Konzert. Răzvan Suma und Adrian Mantu, zwei rumänische Cellovirtuosen, waren schon eine Woche zuvor, am 22. Oktober, im Festsaal der Astra-Bibliothek im Rahmen ihrer „Vă plaCello?” (Gefällt Ihnen Cello?)-Tournee aufgetreten und hatten sozusagen den Konzertmarathon der folgenden Woche im Zeichen des Projekts „100  in 100 Konzerten”eingeläutet.Weiterlesen→