Gestohlenes Kreuz gefunden

Ausgabe Nr. 2732

Die Evangelische Kirchengemeinde Heltau gibt bekannt, dass das Vortragekreuz am Dienstag, dem 27. Juli 2021, den Vertretern der Kirchengemeinde in unversehrtem Zustand überreicht wurde. Als ältester kunsthistorischer Gegenstand der Siebenbürger Sachsen und ihrer Kirche hat das Vortragekreuz für die Heltauer Gemeinde einen hohen emotionalen Wert. Nach professioneller Begutachtung wird seine Entstehung in das 12. oder 13. Jahrhundert eingeordnet, was mit der Zeit der Einwanderung deutscher Siedler übereinstimmt. Nach einer Restaurierung 1990 in Deutschland wurde das Vortragekreuz im Heimatmuseum der Heltauer Kirche und später im „10 Jahrhunderte Kulturgeschichte“-Museum ausgestellt. Von hier wurde es am 30. Juni 2016 entwendet. Nach fünf Jahren des Hoffens und Bangens ist das Vortragekreuz dank des professionellen Einsatzes der rumänischen Polizei wiedergefunden und den rechtmäßigen Eigentümern zurückgegeben worden. Unser Bild (v. l. n. r.): Stadtpfarrer Zoran Kézdi, Polizeihauptmann Radu Părean und Kurator Johann Krech bei der Übergabe im Sitz der Polizei des Kreises Hermannstadt.                                                             Foto: IPJ Hermannstadt

,,Er besteht nur aus Essenz“

Dr. Hans Peter Türk nahm die Honterus-Medaille 2020 entgegen

Ausgabe Nr. 2732

Dem Komponisten und Musikwissenschaftler Dr. Hans-Peter Türk (Bildmitte) überreichten im Rahmen einer eindrücklichen Feierstunde am Montag im Spiegelsaal des Forumshauses der DFDS-Vorsitzende Martin Bottesch (links) und Bischof Reinhart Guib die Honterus-Medaille, die seit 2013 das Siebenbürgenforum gemeinsam mit der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien verleiht. Die musikalische Umrahmung gestalteten Ursula und Kurt Philippi, die auch die Laudatio auf den geehrten hielten. Foto: Beatrice UNGAR

Ein Oratorium zum Gedenken an die Russlanddeportation im Januar 1945, an dem er seit mehr als 20 Jahren gearbeitet hat, habe er nun fertiggestellt, sagte Dr. Hans Peter Türk in seiner Dankesrede.  Der am 27. März 1940 in Hermannstadt geborene Musikwissenschaftler und Komponist, der nach seinem Musikstudium in Klausenburg ein neues Zuhause gefunden hat,  wurde nämlich am Montag im Rahmen einer Feierstunde mit der Honterus-Medaille, die vom Demokratischen Forum der Deutschen in Siebenbürgen und der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien für besondere Verdienste für die Gemeinschaft der Siebenbürger Sachsen verliehen wird, ausgezeichnet. Ursprünglich sollte die Medaille beim Sachsentreffen 2020 überreicht werden, da diese Veranstaltung aber abgesagt werden musste und schließlich im online-Format stattgefunden hat, musste ein anderer Termin gefunden werden.

Das Musikerehepaar Ursula und Kurt Philippi hielt dabei eine eindrückliche zweiteilige Laudatio auf den Geehrten. Lesen Sie im Folgenden die beiden Teile:Weiterlesen

Neuerscheinung

Ausgabe Nr. 2732

Siebenbürgischer Kalender 2022 von Hermann Fabini, herausgegeben von Patrimonium Saxonicum – Stiftung zur Erhaltung des sächsischen Kulturerbes in Siebenbürgen, ISBN 377336. Das Titelbild zeigt die Fogarascher Senke. Der Kalender ist ausgestattet mit Bildern aus den Ortschaften Bogeschdorf, Mediasch, Schäßburg, Deutsch-Weißkirch, Birthälm, Leschkirch, Beclean/Badlinen, Henndorf, Radeln, Hetzeldorf, Großprobstdorf, Fogarasch, auf bewährte Weise mit erklärenden Texten von Architekt Dr. Hermann Fabini und handverlesenen Zitaten, u. a. von dem Astrophysiker Arnold Benz und dem Schriftsteller Hans Bergel.

Töpfern, Schlemmen, Fachsimpeln

Streiflichter von der 9. Auflage des Töpfertriathlons „Schön. Keramisch. Nützlich.”

Ausgabe Nr. 2732

Im Freilichtmuseum wurde am Sonntag nach dem Gottesdienst das Haus samt Haushalt aus Spermezeu, Bistritz/Bistrița Năsăud eingeweiht und für das Publikum eröffnet. Das neue Haus, das aus der Zwischenkriegszeit stammt, befindet sich in der Nähe der Kirche aus Bezded und ist sehenswert, denn es ist Bischofshaus, gestiftet von Macarie, dem rumänisch-orthodoxen Bischof von Nordeuropa (in Hintergrund). Das Haus wurde von Bischof Macarie nach der Messe auch eingeweiht, zusammen mit einem Priester- und Diakonrat. Danach wurden Ernte-Traditionen – Tänze und Lieder – von einem Ensemble gezeigt, gefolgt von einer Verkostung einiger Gerichte aus Spermezeu. Das traditionelle Haus von Spermezeu gehörte den Vorfahren des Bischofs Macarie und ist ein ethnographisches Denkmal, das für die Architektur des Țibleș-Tals repräsentativ ist und durch seine ethnologische und volkstümliche Architektur die Kultur und Zivilisation von Bistritz zeigt.                                                 Foto: Mugur FRǍȚILǍ

Auf dem Dorfmarkt im Freilichtmuseum wurde vom 21. bis 25. Juli d. J. die 9. Auflage des Töpfertriathlons „Schön. Keramisch. Nützlich.” organisiert, der diesmal dem Töpferzentrum Zillenmarkt/Zalău gewidmet wurde.

26 Töpferinnen und Töpfer aus Rumänien, Ungarn und der Republik Moldova traten gegeneinander an, sowohl an der Töpferscheibe, als auch bei einem Kochwettbewerb, wo sie an offenen Feuerstellen in Tongefäßen traditionelle Gerichte kochen mussten. Sonntag Vormittag wurden die Gewinner für beide Kategorien preisgekrönt. Von Donnerstag bis Sonntag gab es Verkaufsstände der Keramiker auf dem Dorfmarkt, was die Hermannstädter und Touristen sehr erfreute.Weiterlesen

Red Bull Romaniacs hat begonnen

Ausgabe Nr. 2732

Diesmal ohne Prolog auf der Unteren Promenade, aber mit einem Rennen für die Presse auf dem verlassenen Gebäude auf dem Bahnhofsplatz in Hermannstadt. Die Hard Enduro Rider mussten 6 Etagen auf Betontreppen (die Stairway to Heaven) hochfahren und einen kleinen Parcours auf dem offenen Dach der Ruine bewältigen (unser Bild). Die beste Zeit fuhr Alfredo Gomez und gewann dadurch ein spezielles Luxuszelt für die Marathonetappe (bei der die Fahrer im Freien übernachten müssen). Nach dem ersten Renntag, am Mittwoch, hat in der Goldklasse Graham Jarvis (GBR) die Nase vorn, dicht gefolgt von Manuel Lettenbichler (DEU) und Wade Young (ZAF). Die Resultate der Renntage zwei und drei wurden nach Redaktionsschluss veröffentlicht. Das Finish findet morgen, am Samstag, dem 31. Juli, ab 9 Uhr, auf dem Hammersdorfer Berg statt. Dabeisein darf jeder, der gegen Covid-19 geimpft ist, einen bestätigten negativen Schnelltest (Antigenschnelltest oder PCR-Test nicht älter als 48 Stunden) oder eine ärztliche oder behördliche Bestätigung über eine überstandene Corona-Erkrankung dabeihat.  Foto: Cynthia PINTER

Olympischer Rekord

Die erste Goldmedaille für Rumänien

Ausgabe Nr. 2732

Ancuța Bodnar (links) und Simona Radiș brechen den olympischen Rekord im Doppelzweier.                                                    Foto: Supersport

Und sie kam doch: die erste Goldmedaille bei den Olympischen Spielen in Tokio für Rumänien. Nicht, wie erwartet im Schwimmen oder Turnen, sondern im Rudersport. Im Doppelzweier der Frauen holten Ancuța Bodnar und Simona Radiș die erste Goldmedaille. Außerdem gab es für Rumänien noch drei Silbermedaillen: zwei im Rudern der Männer und eine im Fechten der Damen. Weiterlesen

Nachrichten

Ausgabe Nr. 2732

Foto: Cynthia PINTER

Vortrag und Keramikworkshop

Hermannstadt. – Einen Vortrag zum Thema ,,Siebenbürgisch-Sächsische Keramik aus der Hermannstädter Umgebung. 18.-19. Jahrhundert“ hält heute, Freitag, den 30. Juli, 17.30 Uhr, im Innenhof des Forumshauses (Str. Gen. Magheru 1-3) die Museografin Dr. Karla Bianca Roșca  vom Astra-Museum Hermannstadt.

Im Anschluss bietet ebenda der Tonal-Verein einen Keramikworkshop, bei dem das Töpferrad vorgestellt und eingesetzt wird. (BU)

 

Alpenrosen-Festival

Gura Râului. – Die 17. Auflage des  Alpenrosen-Festivals findet am Wochenende in Gura Râului statt. Am Samstag, dem 31. Juli, beginnt das Programm um 18 Uhr, mit einem Sennhütten-Abendessen, gefolgt von Darbietungen mit Volkstänzen und -musik sowie Lagerfeuer ab 22 Uhr.  Am Sonntag, dem 1. August,  12 Uhr, findet der Empfang der Gäste statt, ab 13 Uhr eine Folklore-Vorstellung. (RS)Weiterlesen

227 besetzte Horste, 492 Jungstörche

Erfreuliches und Unerfreuliches von der Storchzählung im 33. Jahr

Ausgabe Nr. 2731

Storchzählung aus der Vogelperspektive (v. l. n. r.): Dr. Simona Gritu, Anselm Ewert und Friedrich Philippi in einem der vier Türmchen des Kirchturms der evangelischen Kirche in Großau. Foto: Karl STANGL

Trotz noch bestehender Corona-Einschränkungen, die uns auch betroffen haben, konnte zu unserer Freude auch in diesem Jahr die Storchzählung im Kreis Hermannstadt in gewohnter Weise durchgeführt werden.

Mit an der damit verbundenen Arbeit waren wie in den vergangenen Jahren die Freunde aus Brandenburg Anselm und Matthias Ewert mit Peter Pöhls und der Drittklässler Andreas Zeck aus Reutlingen, dem seine Schulleitung dankenswerter Weise für dieses Projekt drei Tage frei gegeben hatte.Weiterlesen

,,Versorgung von Leib und Seele“

Feierliche Aussegnung der Orgel in der Stolzenburger evangelischen Kirche

Ausgabe Nr. 2731

Wie ein zahnloser Mund sieht die Stolzenburger Orgel nach ihrer Plünderung aus.Foto: Holger LUX

Eine stattliche Menschenschar versammelte sich in der Stolzenburger evangelischen Kirche am Sonntag, den 12. Juli, um 13 Uhr, zum Gottesdienst. Schon um 12 Uhr trafen sich hier Mitglieder des Hermannstädter Bachchores, um sich auf den Anlass vorzubereiten. Es war (k)ein gewöhnlicher Gottesdienst: Im ersten Teil, bis zur und in der Predigt wurde bereits angetönt, dass die Gemeinde gegen Ende vorübergehend Abschied nehmen werde von ihrer Orgel. Weiterlesen

,,Vorläufige unterthänigste Gedanken“

Brukenthals Hochschulplan

Ausgabe Nr. 2731

Brukenthals Geburtshaus in Leschkirch Bild unten im Text) ist derzeit in einem desolatem Zustand. Allerdings ist die Gedenktafel immer noch an der Fassade angebracht (siehe Bild oben).                                                            Foto: Privat

Georg Adolf Schuller (1862-1939), u. a. Schriftleiter der Kirchlichen Blätter veröffentlichte 1921 in vier Ausgaben des Siebenbürgisch-Deutschen Tageblatts  (Nr. 14496/21. August 1921, Nr. 14498/24. August 1921, Nr. 14499/25. August 1921 und Nr. 14502/28. August 1921) den Beitrag ,,Brukenthals Hochschulplan“, aus dem Sie im Folgenden einige Ausschnitte lesen können.Weiterlesen

Drei Klavierkonzerte im Finale

Streiflichter von der 25. Auflage des Carl Filtsch-Festivals in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2731

Die HDH-Vorsitzende Dagmar Zink Dusil und der Gewinner des Peter Szaunig-Preises, Oleksandr Fediurko (Ukraine).              Foto: Beatrice UNGAR

Eigentlich hätte die Jubiläumsauflage des Carl Filtsch-Klavier- und Kompositionswettbewerbsfestivals letztes Jahr stattfinden sollen, musste aber pandemiebedingt abgesagt werden. Nun wurde sie vom 10. bis 15. Juli im Thaliasaal in Hermannstadt veranstaltet und kann als Erfolg gewertet werden. 22 Nachwuchspianistinnen und -pianisten aus fünf Ländern (Italien, Russland, Rumänien, Ukraine und Ungarn) haben sich dem Wettbewerb gestellt, ein Zeichen, dass sich dieses dem Gedenken an den in Mühlbach geborenen viel zu früh verstorbenen Pianisten und Komponisten Carl Filtsch (1830-1845) gewidmete Festival internationaler Sichtbarkeit erfreut.Weiterlesen