,,…jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“

Abschiedsansprache von Konsulin Kerstin Ursula Jahn

Ausgabe Nr. 2916

Konsulin Kerstin Ursula Jahn (rechts) und ihre Dolmetscherin Ioana Deac.
Foto: Cynthia PINTER

Die Deutsche Konsulin Kerstin Ursula Jahn hatte aus Anlass ihres Abschieds von Hermannstadt am Dienstag zu einem Sektempfang in den Garten des Konsulats der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt eingeladen. Ihre deutlich emotional geprägte Ansprache lesen Sie im Folgenden:

Vier Jahre Amtszeit als Konsulin der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt neigen sich ihrem Ende. Es war eine Zeit geprägt von Begegnungen, großen Ereignissen, Herausforderungen und vor allem von tiefen menschlichen Verbindungen. Vor vier Jahren war mein Einstieg wie gebremst: Die Corona-Pandemie brachte alle möglichen Pläne durcheinander.Weiterlesen

,,Das muss man erlebt haben“

Ausgabe Nr. 2913

Gespräch mit der scheidenden Deutschen Konsulin Kerstin Ursula Jahn

Konsulin Kerstin Ursula Jahn vor dem Street-Art-Bild von Claudiu Peța.

Die Diplomatin Kerstin Ursula Jahn ist seit 2021 Konsulin am Konsulat der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt. Ab Juli 2025 wird sie dienstlich nach Bordeaux wechseln. Sie habe sich aus zwei Gründen für den Posten in Hermannstadt beworben, sagte sie in einem Interview kurz nach ihrem Amtsantritt: „Der erste Grund ist, dass es in meiner Laufbahn sehr wenige vergleichbare Posten gibt, wo jemand im gehobenen Dienst eine Auslandsvertretung leiten darf. Mein Mann und ich haben uns dann über Land und Leute dokumentiert und uns dann dafür entschieden.” Vor ihrem Abschied von Hermannstadt gewährte Kerstin Ursula Jahn der HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r folgendes Interview:

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Proeuropäer Nicușor Dan ist Präsident

Bukarester Oberbürgermeister hat die Stichwahl gewonnen

Ausgabe Nr. 2912

Der rumänische Präsidentschaftskandidat Nicusor Dan spricht nach Schließung der Wahllokale für die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen in Bukarest. +++ dpa-Bildfunk +++

Der parteifreie Bukarester Oberbürgermeister Nicușor Dan hat die Präsidentschaftswahlen gewonnen mit 53,60 Prozent der Stimmen. Mehr als 6.160.000 Stimmen hat Dan erhalten, fast 830.000 mehr als der Rechtspopulist George Simion (AUR), der als Favorit ins Rennen gegangen ist, nachdem er in der ersten Runde etwa 41 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Der 55-jährige Dan konnte in der ersten Runde rund 21 Prozent der Wählerstimmen für sich gewinnen. Knapp 65 Prozent der Wahlberechtigten sind wählen gegangen, weit mehr als in der ersten Runde, als nur rund 53 Prozent ihre Stimme abgegeben haben. Dan hat schon vor der Vereidigung die Ärmel hochgekrempelt und sich in die Arbeit gestürzt. Weiterlesen

Verdienstorden

Ausgabe Nr. 2911

Den rumänischen Verdienstorden „Steaua României” (Stern Rumäniens) überreichte Rumäniens Staatspräsident ad interim Ilie Bolojan (links) dem DFDR-Abgeordneten Ovidiu Ganț in einer Feierstunde in Temeswar am 21. April d.J. Der Abgeordnete des DFDR wurde für seine Verdienste um die deutsch-rumänische Zusammenarbeit geehrt sowie für die gute und wiederholte Zusammenarbeit mit der jüdischen Gemeinschaft in Rumänien.                                                              

Foto: presidency.ro

Ehrung, Berichte, Haushalt, Wahlen

Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien

Ausgabe Nr. 2906

Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț (rechts) gratulierte als Erster dem wiedergewählten DFDR-Landesvorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr.                                                                                                     Foto: Laura MICU

Die Vertreterversammlung des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) trat am Freitagnachmittag, dem 21. März, zu einer ordentlichen Tagung zusammen. Die Sitzung wurde vom DFDR-Vorsitzenden Dr. Paul-Jürgen Porr geleitet, an ihr nahmen Vertreter aller fünf Regionalforen und Geschäftsführer der DFDR-Stiftungen, der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț sowie Unterstaatssekretär im Departement für interethnische Beziehungen (DRI) Thomas Șindilariu teil. Weiterlesen

,,Lernen, dass wir unsere eigenen Interessen haben”

Rundtischgespräch zum Thema ,,Rumänien in der EU“

Ausgabe Nr. 2905

Răzvan Pop, Iosif Marin Balog, Rudolf Schatz (4. v. l.), Rudolf Gräf (stehend), Loránd Mádly und Tudor Băiașu (v. l. n. r.). Foto: der Verfasser

Die Beziehung Rumäniens zur Europäischen Union war dieses Mal Thema des Rundtischgesprächs, das am Freitag, dem 7. März, in der Astra-Bibliothek stattfand. Es war eine Debatte im Rahmen des Projekts „Puncte de vedere” (Standpunkte) – eine Initiative, die in einem globalen Kontext der von Herausforderungen geprägt ist und darauf abzielt, einen dynamischen Rahmen für den Ideenaustausch und die Förderung des kritischen Denkens zu schaffen, der sowohl Fachleute aus verschiedenen Bereichen als auch junge Menschen in der Ausbildungsphase einbezieht. Veranstaltet wurde es vom Forschungsinstitut für Geisteswissenschaften der Rumänischen Akademie in Hermannstadt in Partnerschaft mit der Astra-Bibliothek. Gesprochen wurde über die Vorteile der EU-Mitgliedschaft, aber auch über Gründe für Euroskeptizismus. Weiterlesen

,,Ein bedeutsamer Meilenstein“

145 Jahre diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Rumänien

Ausgabe Nr. 2902

Gruppenbild mit einigen der Ehrengäste (v. l. n. r.): Titus Corlățean, Energieminister Sebastian Burduja, Außenminister Emil Hurezeanu, Präsidialberaterin Luminița Odobescu, Vizepremierminister Cătălin Predoiu, Premierminister Marcel Ciolacu, Dr. Peer Gebauer. Foto: Deutsche Botschaft Bukarest

Deutschland und Rumänien feierten am 20. Februar das 145-jährige Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Ländern. Am 20. Februar 1880 waren zwischen beiden Ländern – damals Königreich Rumänien bzw. Deutsches Kaiserreich – offiziell diplomatische Beziehungen aufgenommen worden. Kurz darauf wurde die Deutsche Botschaft in Bukarest eröffnet.Weiterlesen

,,Wir brauchen das in Europa“

Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag in Hermannstadt gewürdigt

Ausgabe Nr. 2898

Élysée-Vertrag gewürdigt: Am 22. Januar 1963 haben der deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer und der französische Staatspräsident Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast den „Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit“, kurz Élysée-Vertrag, unterzeichnet. Dem 62. Jahrestag gewidmet waren auch in Hermannstadt mehrere Veranstaltungen, u. a. Filmvorführungen und ein Theaterabend mit Vincent Caires „Der gesamte Moliére (nahezu)” in der Regie von Daniel Plier. Unser Bild: Zum Theaterabend eingeladen hatten die Deutsche Konsulin Kerstin-Ursula Jahn (links) und Julien Chiappone-Lucchesi, Generaldirektor des Französischen Instituts in Rumänien                 Foto: Beatrice UNGAR

Die Initiative für den besonderen Theaterabend am 22. Januar im Studiosaal des „Radu Stanca”-Nationaltheaters geht auf die deutsche Konsulin in Hermannstadt, Kerstin-Ursula Jahn zurück, der die deutsch-französische Freundschaft von jeher ein Herzensanliegen ist. Der Initiative schloss sich der Generaldirektor des Französischen Instituts in Rumänien, Julien Chiappone-Lucchesi, an, der gemeinsam mit Konsulin Jahn im Anschluss an die Aufführung der Hermannstädter Zeitung ein Kurzinterview gewährte.Weiterlesen

Razzien nach Annullierung des Wahlgangs

Beide Stichwahl-Kandidaten Călin Georgescu und Elena Lasconi waren unzufrieden

Ausgabe Nr. 2894

Das Verfassungsgericht (Curtea Constituţională, CCR) hat die Präsidentschaftswahlen annulliert. Kritisiert wurde die Maßname von beiden Kandidaten, die sich für die Stichwahl qualifiziert hatten. Nach der Annullierung folgten mehrere Razzien, wegen „Wählerbestechung, Geldwäsche und Datenmanipulation”.

Das Verfassungsgericht hat in seiner Sitzung vom 6. Dezember einstimmig beschlossen, das gesamte Wahlverfahren zur Wahl des Staatspräsidenten Rumäniens zu annullieren, um die Fairness und Rechtmäßigkeit des Wahlverfahrens zu gewährleisten. Das Wahlverfahren wird in vollem Umfang wieder aufgenommen, die Regierung muss einen neuen Termin festlegen – voraussichtlich Ende März 2025.Weiterlesen

Ordensverleihung

Ausgabe Nr. 2894

Staatspräsident Klaus Johannis (Bildmitte) hat am Donnerstag der Vorwoche mehrere Vorstandsmitglieder des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien Staatsorden überreicht. Dem DFDR-Vorsitzenden Paul-Jürgen Porr (3. v. l.) den Stern Rumäniens im Ritterrang und den Treudienstorden im Ritterrang Martin Bottesch, DFDR-Vize und Vorsitzender des Siebenbürgenforums (2. v. r.), Klaus Fabritius, Vorsitzender des Altreichforums (2. v. l.), Johann Fernbach, Vorsitzender des Banater Forums (1. v. l.), Antonia-Maria Gheorghiu, Vorsitzende des Regionalforums Buchenland (3. v. r.), und Josef Hölzli, Vorsitzender des Regionalforums Nordsiebenbürgen (1. v. r.).                

Foto: Benjamin JÓZSA

Elena Lasconi wählen

Ausgabe Nr. 2893


Wahlempfehlung des DFDR für die Stichwahl am 8. Dezember 2024

Der Vorstand des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien (DFDR) empfiehlt seinen Mitgliedern und Sympathisanten in Bezug auf die Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten für das Präsidentenamt Elena Lasconi und Călin Georgescu am 8. Dezember 2024 für die Vorsitzende der USR, Elena Lasconi, zu stimmen.

Die während der Wahlkampagne antisemitischen und anti-NATO gemachten Äußerungen und die der Legionärsbewegung sowie Ion Antonescu gegenüber geäußerten Sympathien von Călin Georgescu widersprechen den demokratischen Prinzipien des DFDR und seiner proeuropäischen und pro-NATO Einstellung.

Dr. Paul Jürgen PORR

Vorsitzender des DFDR

Knapper Wahlsieg der Sozialdemokraten

52,50 Prozent Wahlbeteiligung bei den Parlamentswahlen in Rumänien

Ausgabe Nr. 2893

So sieht die politische Landkarte Rumäniens nach Bekanntgabe der Ergebnisse der Parlamentswahlen aus: In 25 Landkreisen hat die PSD die Mehrheit der Stimmen erzielt (rot), in 6 Landkreisen die PNL (hellblau), in 5 der Ungarnverband/UDMR (grün), in 3 AUR (dunkelgelb) in 2 Landkreisen und in 5 von 6 Bezirken in Bukarest die USR (dunkelblau).

Bei den Parlamentswahlen am 1. Dezember hat die PSD sowohl beim Senat als auch bei der Abgeordnetenkammer die meisten Stimmen erhalten. Der DFDR-Abgeordnete Ovidiu Ganț hat insgesamt 8.571 Stimmen rumänienweit erzielt und damit ein fünftes Mandat. Zwei weitere rechtsextreme Parteien (S. O. S. und POT) – außer AUR – haben zum ersten Mal den Einzug ins Parlament geschafft. Weiterlesen