„Bereit sein, das Wesen des Bildes zu entdecken“

Vier Künstler aus Düsseldorf stellen in der UAP-Galerie am Großen Ring aus

Ausgabe Nr. 2587

 

Bei der Vernissage in der UAP-Galerie am  Großen Ring (v. l. n. r.): Prof. Dr. Sabin Adrian Luca, Generaldirektor des Brukenthalmuseums, Dr. Alexandru Sonoc, Leiter der Gemäldegalerie des Brukenthalmuseums, Andrea Mohr, Bertolt Mohr, Konsul Hans Erich Tischler, UAP-Filialleiter Ion Tămăian, Mirela Anura und Ion Isaila.                    
Foto: Beatrice UNGAR

„Quo vadis 2018″ lautet der Titel der Ausstellung mit Werken von vier in Düsseldorf lebenden Künstlern, die am Donnerstag der Vorwoche in der Galerie der Hermannstädter Filiale des Rumänischen Künstlerverbands (UAP-Galerie) am Großen Ring eröffnet worden ist. Der Titel bietet einen großzügigen Rahmen, allerdings mussten sich die Künstler genau überlegen, welche Werke in diese Galerie passen, deren Räumlichkeiten doch sehr beschränkt sind. Auf jeden Fall ist es für die Galerie eine Premiere, auch wenn der „Hauptschuldige“, also der Initiator dieser Ausstellung, ein gebürtiger Hermannstädter ist. Weiterlesen

Endlich im Mittelpunkt

Vorschläge für„Brukenthal-Gedenkpavillon”

Ausgabe Nr. 2587

Bei der Vernissage (v. l. n. r.): Virgil Nițulescu, Peter Jacobi, Alexandru Constantin Chituță (Brukenthalmuseum), die stellvertretende Kreisratsvorsitzende Christine Manta-Klemens, Cosmin Nasui und Robert Strebeli, Leiter der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums.
Foto: Fred NUSS

 

„Ethnische Minderheiten in der visuellen Kunst. Fokus Rumänien“ lautet der Titel der  Ausstellung mit den Forschungsergebnissen zu diesem Thema, die am 11. Juli in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums (Quergasse/Tribunei 6) eröffnet wurde und daselbst bis zum 31. August d. J. zu besichtigen ist. Im Rahmen der Ausstellung präsentiert der Bildhauer Peter Jacobi seine Projekte „Brukenthal-Gedenkpavillon“ und „Stillleben nach dem Exodus“. Weiterlesen

19 neue Malereien

Dem Regen zum Trotz: Street Art Festival hatte Erfolg

Ausgabe Nr. 2585

Cristian Scutaru auf dem Gerüst beim Bemalen des Wohnblocks Nr. 38 in der Str. Mirăslau im Hippodrom-Viertel.                                    
Foto: sisaf

2.200 Quadratmeter Wandmalerei hat Hermannstadt dazugewonnen, nach der Beendung am Sonntag der vierten Auflage des Internationalen Festivals für Straßenkunst „Street Art Festival” (SISAF). Einen Rundgang, bei dem man 5.700 Quadratmeter bemalte Flächen betrachten kann, bieten die Organisatoren von „Art Factory Transilvania” an. Weiterlesen

Kunst im Gepäckwagen

Junge Künstlerinnen stellen auf dem Flughafen aus

Ausgabe Nr. 2582

Premiere auf dem Hermannstädter Internationalen Flughafen: Unter dem Titel „Împreună-gemeinsam“ ist bis zum 15. September eine Ausstellung mit Werken von Künstlerinnen aus Deutschland und Rumänien zu sehen. Lesen Sie mehr dazu auf Seite I.Drei der sieben Künstlerinnen waren bei der Vernissage am 11. Juni dabei (vordere Reihe, v. l. n. r.): Agnes Mattis-Teutsch (Hermannstadt), Andreea Floreanu (Bukarest) und Wiebke Herrmann (Dresden). Hinter den Künstlerinnen stehen die Vertreter der Veranstalter (v. l. n. r.) : Gabriel Tischer, Vorsitzender des Verwaltungsrates, Konsul Hans Erich Tischler, der stellvertretende Kreisratsvorsitzende Marius Luca, Flughafen-Direktor Marius Ioan Gîrdea und Thomas Emmerling vom Kunsthaus 7B Michelsberg.    
Foto: Fred NUSS

Eine Flugzeit von eineinhalb Stunden verbindet Urgroßvater und Urenkelin, Hans Mattis-Teutsch (1884-1960) bzw. Agnes Mattis-Teutsch (1980). Gestern wurde nämlich in Wien in der Galerie des Rumänischen Kulturinstituts die Ausstellung „Hans Mattis-Teutsch. Ein rumänischer Künstler der europäischen Avantgarde“ eröffnet, die daselbst bis zum 3. August zu besichtigen ist. Am 11. Juni wurde im Terminal des Hermannstädter Internationalen Flughafens eine Ausstellung mit Werken junger Künstlerinnen aus Deutschland und Rumänien eröffnet und mit dabei ist Agnes Mattis-Teutsch.Weiterlesen

Von Angesicht zu Angesicht

Zweite Künstlerresidenz in Kleinschenk

Ausgabe Nr. 2580

Die Vernissage der Ausstellung in der schmucken Kleinschenker evangelischen Kirche war gut besucht. Foto: Mugur FRĂȚILĂ

Die zweite Künstlerresidenz in Kleinschenk hat dieses Jahr vom 20. bis 26. Mai unter dem Motto „Von Angesicht zu Angesicht” stattgefunden, Kuratorin war auch dieses Jahr Elisabeth Ochsenfeld. Die Vernissage der Ausstellung fand in der Kirchenburg statt, gefolgt von einem Konzert der Temeswarer Band „Trompetre”.Weiterlesen

„Seltsam ähnlich“

Ausgabe Nr. 2578

Jan de Maere und sein „Flandernhof“ in Thalheim

Blick auf das Flandernhof-Anwesen aus der Dachluke eines der vier aus der Maramuresch hierher umgesiedelten alten Holzhäuser. Foto: Beatrice UNGAR

An der Ausfahrt aus Thalheim/Daia Richtung Rothberg/Roșia fällt jedem linkerhand ein Turm auf, gegenüber der orthodoxen Kirche. Der Turm dient dem Belgier Jan de Maere auf seinem „Flandernhof“ benannten Anwesen als Bibliothek. In diesem Jahr feiert der Flandernhof sein 20. Jubiläum.

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Trampelbilder und 4 Grazien

Werke aus der GPL-Sammlung im Kunsthaus7B

Ausgabe Nr. 2574

Thomas Emmerling (links außen) erklärt Besuchern vor einer Skulptur von Rouven Dürr, wie schön Beton geformt werden kann.
Foto: Beatrice UNGAR

Worauf würden Sie bedenkenlos Ihren Fuß setzen? Auf Schmetterlinge eher nicht, auf Schneckenhäuschen vielleicht. In der aktuellen Ausstellung im Kunsthaus7B in der alten Schule in Michelsberg werden die Besucher regelrecht vor diese Probe gestellt. In einem der drei Räume liegen zwei großflächige Fotos von diesen Lebewesen auf dem Boden, zwei so genannte „Trampelbilder“ der Künstlerin Marielis Seyler.Weiterlesen

Kinder, erobert eure Stadt!

Ein Plädoyer für Kunst im öffentlichen Raum / Von Cornelia HEMMANN
Ausgabe Nr. 2572

Die Kinder machten begeistert mit.                 
Foto: Cornelia Hemmann

Rumänien ist ein unruhiges Land, ein Land in Bewegung. Politisch gesehen, aber auch innerhalb seiner kleinsten gesellschaftlichen Zelle: der Familie. Die Menschen in Rumänien sind im wahrsten Sinne des Wortes bewegt. Die Abwanderung aus ländlichen Gebieten in die Großstädte, vor allem aber ins Ausland ist Realität für viele. Der Alltag in kleinen Städten wie Fogarasch ist gezeichnet von Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, von zerrissenen Familien. Man spürt mehr von dem, was einst war, als von dem, was ist oder gar von so etwas wie „Zukunft“. Fragt man junge Menschen, warum sie sich nicht für die Belange ihrer Stadt interessieren oder sich engagieren, so hört man häufig: „Wozu? Ich gehe ja sowieso weg.“Weiterlesen