Endlich auch in Berlin

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Geta Brătescus Kunst im Neuen Berliner Kunstverein

 

Geta Brătescu in ihrem Atelier in Bukarest. Foto: Ștefan SAVA

 

Auf der Sao Paulo Biennale und in New York war ihre Kunst zu sehen, im Nationalmuseum für Gegenwartskunst in Bukarest, in der Tate Modern in London, auf der Triennale in Paris, auf der Biennale in Venedig ebenfalls. Die Tate Modern in Liverpool und die Hamburger Kunsthalle zeigten ihre Kunst in den Jahren, zur Documenta in Kassel und Athen wurde sie eingeladen und nun endlich auch nach Berlin! In einer kleinen, aber feinen Ausstellung im Neuen Berliner Kunstverein (NBK), neben dem berühmten Dorotheenstädtischen Friedhof, einen Katzensprung vom Literaturforum im Brechthaus in Berlin – Mitte entfernt, konnten vom 27. September 2018 bis zum 25. Januar 2019 künstlerische Werke von Geta Brătescu (1926-2018), der Altmeisterin der rumänischen zeitgenössischen Kunst, betrachtet werden.

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Cornel Irimie – 100 Jahre seit der Geburt

Der Ethnologe hat das Brukenthalmuseum geleitet und das Freilichtmuseum gegründet

Ausgabe Nr. 2608

War sehr oft unterwegs: Cornel Irimie in Wien, 1961.

Am 17. Januar 1919 wurde der Hermannstädter Ethnologe Cornel Irimie geboren, der seinen Lebenstraum verwirklicht hat und als Direktor des Brukenthalmuseums 1963 das Freilichtmuseum im Jungen Wald gegründet und bis zu seinem Tod 1983 geleitet hat.

„Das Freilichtmuseum war mit Sicherheit ein erfüllter Traum unseres Vaters, Cornel Irimie”, erinnern sich seine Tochter, Rodica Irimie Pascu und sein Sohn, Radu Irimie, kurz vor dem 100. Geburtstag des Ethnologen, der vor knapp 36 Jahren verstorben ist.Weiterlesen

„Herausragend zeitlose Fotografie”

Der Berliner Fotograf Jürgen van Buer stellt in Hermannstadt aus

Ausgabe Nr. 2603

Die Leiterin des Teutsch-Hauses, Gerhild Rudolf, der Kurator Josef Balazs, der Fotograf Jürgen van Buer und Bischof Reinhart Guib freuen sich über eine gelungene Ausstellung (v. l. n. r.).                                    Foto: Fred NUSS

Mit „herausragender zeitloser Schwarz-Weiß-Fotografie“ fasziniere das Buch „Der befestigte Glaube. Kirchenburg in Siebenbürgen“, das der Fotograf Jürgen van Buer und der Kunstkritiker Josef Balazs herausgegeben haben, schreibt der Kameramann und Hochschullehrer Prof. Peter Badel von der Filmuniversität Babelsberg in Potsdam und stellt dabei fest: „Neben den erwartbaren Ansichten der Kirchenbauten selbst in ihrem dörflichen Umfeld bestechen vor allem zahlreiche Detailaufnahmen, deren Materialität und deren im Augenblick festgehaltenen Gebrauchsspuren“. Von den ca. 260 in dem Bildband enthaltenen Fotografie sind noch bis zum 15. März 2019 im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums in Hermannstadt 23 großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien zu sehen. Die Vernissage der Ausstellung fand am 15. November im Beisein der Fotografen statt.Weiterlesen

Großzügige Schenkung

103 Graphiken von Hans Hermann gehen an das Landeskirchliche Museum im Teutsch-Haus

Ausgabe Nr. 2602

Hans Hermann: Huetplatz, mit Trachten. (Aquaforte, August 1938)

Von März bis Juli 2018 brachte das Hermannstädter Teutsch-Haus unter dem Titel „Hans Hermann (1885-1980) – Ein Wiedersehen. Graphik aus sechs Jahrzehnten“ eine Retrospektive des graphischen Werks des bekannten siebenbürgischen Künstlers. Die Ausstellung war von August bis Oktober 2018 auch im Bistritzer Silberschmiedshaus zu sehen. Weiterlesen

Nahtlos eingefügt

Michael Lassel spendete Bild an Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2598

Der Künstler Michael Lassel und sein Gemälde „Menschenwerk“, das nun vor dem Eingang in die Abteilung „Kuriositätenkabinett“ im Brukenthalpalais in der Dauerausstellung zu sehen ist.                     Foto: Fred NUSS

Was haben das Brukenthalmuseum in Hermannstadt und die Tate Gallery in London gemeinsam? Werke des Künstlers Michael Lassel, der im Vorjahr bei dem Großen Sachsentreffen erstmals im Brukenthalmuseum eine Ausstellung gezeigt hat. Unter dem Titel „Barockkolloquium“ war die Ausstellung im Landkartenkabinett zu sehen und wie die Veranstalter vom Brukenthalmuseum erklärten, war es die bisher meistbesuchte Sonderausstellung.Weiterlesen

Auf höchstem Niveau

19. Internationaler Hermannstädter Fotosalon

Ausgabe Nr. 2597

Die Juroren Fred Nuss und Balási Csaba mit dem Vorsitzenden des Orizont-Fotoklubs Radu Stănese.   
Foto: Beatrice UNGAR

Der Hermannstädter Internationale Fotosalon habe einen Ruf zu verteidigen, sagte der Vorsitzende des Verbands der Kunstfotografen Rumäniens, Balási Csaba, bei der Vernissage der 19. Auflage am Sonntag im Foyer des Rathauses am Großen Ring. Als Jurymitglied hatte er gemeinsam mit seinen Kollegen Kerekes István (Ungarn) und Fred Nuss die Auswahl getroffen und die zahlreichen Medaillen, Preise und Sonderpreise vergeben. Weiterlesen

Mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede

Sieben Künstlerinnen aus Deutschland und Rumänien antworten auf drei Fragen

Ausgabe Nr. 2593

Unter dem Titel „Împreună-Gemeinsam“ sind noch bis zum 6. Oktober Werke der Künstlerinnen Andreea Floreanu, Cristina Gagiu, Wiebke Herrmann, Ulrike Hischke, Oana Ionel, Agnes Mattis-Teutsch und Ingrid Weissman am Flughafen Hermannstadt und im Kunsthaus 7B in Michelsberg zu sehen. Das Gemeinschaftsprojekt des Konsulates der Bundesrepublik Deutschland in Hermannstadt, des Flughafens Hermannstadt und des Kunsthaus 7B in Michelsberg wird am 6. Oktober, 16 Uhr im Kunsthaus 7B mit einer Finissage abgeschlossen. Im Vorfeld stellte HZ-Chefredakteurin Beatrice U n g a r den sieben Künstlerinnen drei Fragen: 1. Inwiefern entsprach der Titel Împreună – Gemeinsam“ Ihren Erwartungen an diese Ausstellung?; 2. Was bedeutet für Sie die Zusammenarbeit zwischen Künstlern/Künstlerinnen?; 3. Würden Sie die Aussage des Galeristen Thomas Emmerling unterschreiben?„Die Gesellschaft verändert sich, weil junge Frauen etwas dafür tun.“

Hier die Antworten:

 

Wiebke Hermann:

Auf die Fragen 1 und 2 würde ich geschlossen antworten, da sie für mich zusammengehören:  Zusammenarbeit unter Künstlern ist nichts Ungewöhnliches. Von Beginn des Studiums an, lernt man, das gerade bei Ausstellungen Teamwork gefragt ist. Am Anfang der Künstlerkarriere stehen weitaus mehr Gruppenausstellungen als Soloshows. Die gemeinsame Planung, Finanzierung, Kuration, Hängung und Aufsicht einer Ausstellung ist dem/der selbstständigen KünstlerIn sehr bekannt. Man lernt zu kommunizieren, zuzuhören, Kompromisse zu schließen und den Prozess der gemeinsamen Entwicklung zu genießen. Vor allem bei der Hängung einer Ausstellung spielt das gemeinsame Sehen und Probieren eine entscheidende Rolle.Weiterlesen

Keramik, Kupferkessel und Kuchen

Zum 52. Hermannstädter Töpfermarkt gesellten sich Roma- und „Centrum“-Markt

Ausgabe Nr. 2592

Der Große Ring gehörte am Wochenende den Töpfern, den Käufern blieb die Qual der Wahl.          Foto: Fred NUSS

Am Großen Ring hat am vergangenen Wochenende die 52. Auflage des Hermannstädter Töpfermarktes stattgefunden, der traditionell immer am ersten Wochenende im September veranstaltet wird. Auch dieses Jahr fand zeitgleich auf dem Kleinen Ring der Romamarkt statt, was inzwischen auch fast eine Tradition geworden ist.Weiterlesen