Purzelbäume der Phantasie

Zur Ausstellung ,,Brukenthal 300. Ideen für ein Denkmal. Collagen und Modelle“

Ausgabe Nr. 2720

Blick in die Ausstellung im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums: Zu sehen ist auch der Entwurf für ein Standbild des Barons (links im Bild ist der Kopf zu sehen) mit dem Jacobi sich leider erfolglos an dem diesbezüglichen Wettbewerb beteiligt hatte.Foto: Beatrice UNGAR

Schon seit geraumer Zeit setzt sich der international bekannte Bildhauer Peter Jacobi mit Formen der Erinnerungskultur auseinander: Vor einigen Jahren hat er auch in Rumänien Meilensteine  – u. a. mit dem Holocaust-Memorial für Juden und Roma in Bukarest – seiner Memorialkunst geschaffen. Seit über dreißig Jahren beschäftigt ihn auch die Gestaltung eines Denkmals für Samuel von Brukenthal. Zum 300. Geburtstag des Barons zeigt nun der vielseitige Künstler in einer Ausstellung des Landeskirchlichen Museums im Terrassensaal des Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrums in Hermannstadt mehrere seiner 3D-Konstruktionen und Modelle sowie eine Reihe von Collagen. Weiterlesen

Künstlerisches Lebensbild erster Klasse

Erinnerungen an den jüngst verstorbenen Universalkünstler Arik Brauer

Ausgabe Nr. 2707

Arik Brauer (1929-2021) bei der Eröffnung der Ausstellung ,,Arik Brauer und die Bibel“ in Wien, aus Anlass seines 80. Geburtstages vor seinem Gemälde ,,Elginat Egos“. Foto: Manfred WERNER

An seinem Haus in Israel ging ich all die Jahre vorbei und klopfte nie an. Auf der Wiese davor stehen die alten knorrigen Olivenbäume, die Blumen blühen im Frühjahr prächtig. Das Dorf ist Ein Hod, das Künstlerdorf, unweit von Haifa.  Marcel Iancu, der Dada-Künstler aus Bukarest und Paris, der sich bereits 1941 nach Palästina rettete, gründete 1953 das Künstlerdorf. Ach, ich begann mit dem Haus, an das ich nie geklopft habe. Es ist das Haus des Wiener Künstlers Arik Brauer. Sie alle kennen Arik Brauer, den Künstler vieler Genres aus Wien. Eine große Ausstellung, war 2019 zu seinem 90. Geburtstag, im Jüdischen Museum in Wien zu sehen. Ein künstlerisches Lebensbild erster Klasse wurde großartig kuratiert von Danielle Spera und Daniela Pscheiden.Weiterlesen

Eine Statue zum 300. Geburtstag

Wettbewerb für Standbild von Samuel von Brukenthal

Ausgabe Nr. 2706

Johann Georg Weikert (1743/1745-1799): Baron Samuel von Brukenthal.

Einen Wettbewerb für das Projekt eines Standbilds des Barons Samuel von Brukenthal schreibt das Brukenthalmuseum auf Initiative und mit der Unterstützung des Rotary Clubs Hermannstadt und der Firma Boromir aus. Das Standbild soll in der Nähe des Brukenthalpalais auf dem Großen Ring auf einem barocken 60 cm hohen Sockel platziert werden und sollte höchstens drei Meter hoch sein.Weiterlesen

„Die besondere Essenz der Malerei, der Literatur und der Musik“

Gespräch mit Gábor Ruda vom Kulturverein „Freundeskreis Murgebiet“

Ausgabe Nr. 2706

Gábor Ruda.

Gábor Ruda vom Kulturverein „Freundeskreis Murgebiet“ aus Pilisvörösvár in Ungarn hat unter anderem ungarndeutsche und szeklerische Wurzeln.  Zu seiner jüngsten Tätigkeit gehört das Zusammenstellen des bildkünstlerischen Albums „ORGOVÁNYI Anikó: Himnusz, Szózat, Székely Himnusz – festmények“ (Ungarische Hymne, Proklamation, Szeklerische Hymne – Gemälde), das vor Kurzem erschienen ist. Weiterhin wird gegenwärtig im Rahmen des Vereins auch an einer deutschsprachigen Anthologie gearbeitet.

Über seine Tätigkeit sprach mit Gábor Ruda der HZ-Redakteur Werner F i n k:Weiterlesen

Bunte Straßenkunst

Ausgabe Nr. 2700

Bei Spaziergängen durch Hermannstadt kann man, seit es das Streetart-Festival gibt, immer neue bunt bemalte Fassaden entdecken, so z. B. am Stadion im Erlenpark (unser Bild), das derzeit renoviert wird. Allerdings ist der November etwas geiziger mit Sonnenstrahlen.                                          Foto: Fred NUSS

Die ganze Welt in einem Strich

Sieglinde Bottesch in der Galerie des Theaters

Ausgabe Nr. 2700

Sieglinde Bottesch und ihr Werk ,,Fruchtbarkeit“ in der Ausstellung zum Heimattag 2017 in Dinkelsbühl.              Foto: Hans-Werner SCHUSTER

Zum Beispiel der Busen. Natürlich heißt das Werk nicht so; das wäre ja genauso plump, als stellte es tatsächlich einen Busen dar. Nein, ,,Rendezvous“, das sind schlicht zwei Halbkugeln, die von der Wand in den Raum ragen, milchweiß schimmernde Zwillingskörper mit sanft gegeneinander verschobenen mattgrauen Kappen, und dort, wo ihre Rundungen zueinanderstreben, büscheln kleine Hanfschnurstücke kitzelig aus dem Rund. Abstrakt und gegenständlich zugleich, ernst und komisch, und wie alle Arbeiten Sieglinde Botteschs wundersam sinnlich ist das Werk, das entstand, wie ebenfalls alle ihre Werke entstehen. Weiterlesen

In Hölderlins Welt

Barbara Klemm stellt im Literaturhaus Berlin aus

Ausgabe Nr. 2697

Das Hölderlin-Denkmal in dessen Geburtsort Lauffen am Neckar.Foto: Barbara KLEMM

250 Jahre sind es in diesem Jahr seit der Geburt von Hölderlin, dem Friedrich aus Lauffen am Neckar, bis zum Ende des  Lebens im Turm am Neckar in Tübingen, auf dem Stadtfriedhof das Grab in der Nähe von Ludwig Uhland. Erinnerungen an Tübingen kommen, sind ganz nah, der Turm, die Alte Burse, das Klinikum von Professor Autenrieth, der einst Friedrich Hölderlin behandelte,  das Stift der Evangelischen Studenten, damals und heute. Der Turm am Wasser, am Schicksalsfluss, dem Neckar. An der Wand des Turms von Sprayerhand geschrieben: ,,Der Hölderlin ischt et verruckt gwä…!“ War er‘s oder war er‘s nicht?Weiterlesen

Eine Überraschung

In der Quergasse entsteht eine neue Kunstgalerie

Ausgabe Nr. 2696

Die neue Galerie in der Quergasse Nr. 13 wird rund um die Uhr geöffnet sein.Foto: die Verfasserin

,,Mă gândesc la ea” (Ich denke an sie) – dieser Schriftzug tauchte 2007 auf einem Firmenschild in der Quergasse/Tribunei in Hermannstadt  auf. Es ist das Werk des rumänischen Künstlers Ionuț Cioană, der unter dem Pseudonym Mircea Nicolae etwa 100 in der Stadt verteilte Kunstwerke überraschend veröffentlichte, und so die Kunstszene Hermannstadts aufmischte. Erhalten geblieben ist jedoch nur noch jenes in der Quergasse. Das soll aber auch in Zukunft bestehen. Weiterlesen

Aus der Versenkung geholt

Sonderausstellung im Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2696

Camille Dufour (1841–1933): Waldlandschaft, ca. 1865–1890, Öl auf Holz.

In der Gemäldesammlung des Brukenthalmuseums befinden sich außer den schon bekannten Gemälden von Künstlern der europäischen Malschulen des 15.-18. Jahrhunderts auch ca. 50 Werke aus dem 19. Jahrhundert aus österreichischen, deutschen, französischen und russischen Malschulen. Diese wenig oder noch gar nicht erforschten und öffentlich zugänglichen Werke bilden den Kern der Sonderausstellung, die unter dem Titel ,,Interferenzen. Europäische und rumänische Malerei aus dem 19. Jahrhundert in der Sammlung des Brukenthalmuseums“, die noch bis Ende Oktober im Multimediasaal im Blauen Stadthaus zu besichtigen ist.Weiterlesen

2020 räumten Indien und China ab

Streiflichter vom 21. Internationalen Hermannstädter Fotosalon

Ausgabe Nr. 2693

Bei der Vernissage der Ausstellung des 21. Hermannstädter Internationalen Fotosalons am Sonntag im Foyer des Rathauses am Großen Ring fand auch die Preisverleihung statt. Unser Bild: Die Juroren Csaba Balási und Fred Nuss, die Leiterin des Hermannstädter Studentenkulturhauses Liliana Popescu, die Mitveranstalter Dumitru und Delia Radu und der Juror Louis Guermond (v. l. n. r.). Foto: Radu STĂNESE

Die besten Bilder, die zum 21. Internationalen Hermannstädter Fotosalon aus aller Welt geschickt worden sind, kann man noch bis einschließlich 18. Oktober in der Ausstellung im Foyer des Rathauses am Großen Ring bewundern, die am Sonntag eröffnet worden ist. Die international besetzte Jury hatte Fotos aus 60 Ländern zu begutachten. Zu den Gewinnern gehören auch zehn Kunstfotografen aus Rumänien, darunter der Hermannstädter Puppenspieler Jenö Major, der wie auch letztes Jahr dreifach preisgekrönt worden ist.Weiterlesen

Sie erhellen den grauen Alltag

Lange Nacht der Galerien in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2693

In der „Dragoste Gallery“ des Organisators Dan Raul Pintea drehte sich (fast) alles um die Liebe.                                    Foto: Jemina HERMANN

„Kunst schenkt uns die Möglichkeit, den grauen Alltag zum Geschenk des Lebens  werden zu lassen.“ Getreu diesem Zitat von Marion T. Douret, wurde vergangenes Wochenende der graue  Alltag vieler durch mehrere Kunstaustellungen erhellt. Genauer gesagt, der graue Alltag wurde zur langen Nacht der Galerien (kurz Nag) die vom 2. bis zum 4. Oktober in Hermannstadt stattfand. An drei Abenden bzw. in drei Nächten konnte man an verschiedenen Orten in Hermannstadt Werke von diversen Künstlern entdecken und bewundern. Weiterlesen