In Hölderlins Welt

Barbara Klemm stellt im Literaturhaus Berlin aus

Ausgabe Nr. 2697

Das Hölderlin-Denkmal in dessen Geburtsort Lauffen am Neckar.Foto: Barbara KLEMM

250 Jahre sind es in diesem Jahr seit der Geburt von Hölderlin, dem Friedrich aus Lauffen am Neckar, bis zum Ende des  Lebens im Turm am Neckar in Tübingen, auf dem Stadtfriedhof das Grab in der Nähe von Ludwig Uhland. Erinnerungen an Tübingen kommen, sind ganz nah, der Turm, die Alte Burse, das Klinikum von Professor Autenrieth, der einst Friedrich Hölderlin behandelte,  das Stift der Evangelischen Studenten, damals und heute. Der Turm am Wasser, am Schicksalsfluss, dem Neckar. An der Wand des Turms von Sprayerhand geschrieben: ,,Der Hölderlin ischt et verruckt gwä…!“ War er‘s oder war er‘s nicht?Weiterlesen

Eine Überraschung

In der Quergasse entsteht eine neue Kunstgalerie

Ausgabe Nr. 2696

Die neue Galerie in der Quergasse Nr. 13 wird rund um die Uhr geöffnet sein.Foto: die Verfasserin

,,Mă gândesc la ea” (Ich denke an sie) – dieser Schriftzug tauchte 2007 auf einem Firmenschild in der Quergasse/Tribunei in Hermannstadt  auf. Es ist das Werk des rumänischen Künstlers Ionuț Cioană, der unter dem Pseudonym Mircea Nicolae etwa 100 in der Stadt verteilte Kunstwerke überraschend veröffentlichte, und so die Kunstszene Hermannstadts aufmischte. Erhalten geblieben ist jedoch nur noch jenes in der Quergasse. Das soll aber auch in Zukunft bestehen. Weiterlesen

Aus der Versenkung geholt

Sonderausstellung im Brukenthalmuseum

Ausgabe Nr. 2696

Camille Dufour (1841–1933): Waldlandschaft, ca. 1865–1890, Öl auf Holz.

In der Gemäldesammlung des Brukenthalmuseums befinden sich außer den schon bekannten Gemälden von Künstlern der europäischen Malschulen des 15.-18. Jahrhunderts auch ca. 50 Werke aus dem 19. Jahrhundert aus österreichischen, deutschen, französischen und russischen Malschulen. Diese wenig oder noch gar nicht erforschten und öffentlich zugänglichen Werke bilden den Kern der Sonderausstellung, die unter dem Titel ,,Interferenzen. Europäische und rumänische Malerei aus dem 19. Jahrhundert in der Sammlung des Brukenthalmuseums“, die noch bis Ende Oktober im Multimediasaal im Blauen Stadthaus zu besichtigen ist.Weiterlesen

2020 räumten Indien und China ab

Streiflichter vom 21. Internationalen Hermannstädter Fotosalon

Ausgabe Nr. 2693

Bei der Vernissage der Ausstellung des 21. Hermannstädter Internationalen Fotosalons am Sonntag im Foyer des Rathauses am Großen Ring fand auch die Preisverleihung statt. Unser Bild: Die Juroren Csaba Balási und Fred Nuss, die Leiterin des Hermannstädter Studentenkulturhauses Liliana Popescu, die Mitveranstalter Dumitru und Delia Radu und der Juror Louis Guermond (v. l. n. r.). Foto: Radu STĂNESE

Die besten Bilder, die zum 21. Internationalen Hermannstädter Fotosalon aus aller Welt geschickt worden sind, kann man noch bis einschließlich 18. Oktober in der Ausstellung im Foyer des Rathauses am Großen Ring bewundern, die am Sonntag eröffnet worden ist. Die international besetzte Jury hatte Fotos aus 60 Ländern zu begutachten. Zu den Gewinnern gehören auch zehn Kunstfotografen aus Rumänien, darunter der Hermannstädter Puppenspieler Jenö Major, der wie auch letztes Jahr dreifach preisgekrönt worden ist.Weiterlesen

Sie erhellen den grauen Alltag

Lange Nacht der Galerien in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2693

In der „Dragoste Gallery“ des Organisators Dan Raul Pintea drehte sich (fast) alles um die Liebe.                                    Foto: Jemina HERMANN

„Kunst schenkt uns die Möglichkeit, den grauen Alltag zum Geschenk des Lebens  werden zu lassen.“ Getreu diesem Zitat von Marion T. Douret, wurde vergangenes Wochenende der graue  Alltag vieler durch mehrere Kunstaustellungen erhellt. Genauer gesagt, der graue Alltag wurde zur langen Nacht der Galerien (kurz Nag) die vom 2. bis zum 4. Oktober in Hermannstadt stattfand. An drei Abenden bzw. in drei Nächten konnte man an verschiedenen Orten in Hermannstadt Werke von diversen Künstlern entdecken und bewundern. Weiterlesen

Diesmal zwei Auflagen

Herbstauflage von „Schön. Keramisch. Nützlich”

Ausgabe Nr. 2691

Karla Roșca (links) und Mihaela Mondoc haben das in Tontöpfen auf offenem Feuer gekochte Essen verteilt.                       Foto: Beatrice UNGAR

Im Freilichtmuseum hat am Wochenende die Herbstauflage des Töpfermarktes „Schön. Keramisch. Nützlich.” stattgefunden. Die andere Art Töpfermarkt, bei dem die Keramikobjekte nicht nur vorgestellt und verkauft, sondern auch hergestellt und benutzt werden – im Rahmen von Workshops und Kochvorstellungen – wurde von der Museografin Karla Roşca organisiert, die auf einige Fragen der HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u geantwortet hat. Die Sommerauflage des Marktes hat im Juli stattgefunden, die HZ berichtete darüber (Ausgabe Nr. 2683/31. Juli 2020, bzw.www.hermannstaedter.ro/2020/07/im-museum-getoepfert-und-gekocht/)Weiterlesen

Im Zeichen der Multikulturalität

Ungarn- und rumäniendeutscher künstlerisch-literarischer Dialog in Stuttgart

Ausgabe Nr. 2690

Gert Fabritius: Der Sprung über den Stein, ein vergebliches Hoffen auf die Erfüllbarkeit des Seins. Holzschnitt, 2010

Vor genau 30 Jahren hatte das Kulturinstitut der Republik Ungarn seine Tore in Stuttgart geöffnet. Vor 30 Jahren hatte dann auch die Zusammenarbeit mit der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg begonnen: Nach dem Mauerfall und der Grenzöffnung wollte man gemeinsam ungarndeutschen Kulturschaffenden auf dem Weg nach Europa eine Plattform bieten, ihre Schöpfungen bekanntzumachen. Zu dem Zeitpunkt beschränkte sich der Förderbereich der Stiftung allein auf die deutsche Minderheit in Ungarn.Weiterlesen

Von Hunger, Diebstahl und Verrat

Ausstellung über Siebenbürger Sachsen in sowjetischen Arbeitslagern 1945-1949

Ausgabe Nr. 2687

Frauen in Arbeitskleidung – Pufaika und Schapka. Donbas 1945

Eine Ausstellung zur Russlanddeportation der Siebenbürger Sachsen hat das Siebenbürgische Museum in Zusammenarbeit mit dem Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e. V. und gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien erstellt. 75 Jahre nach Beginn der Verschleppung nimmt die Ausstellung unter dem Titel „Skoro damoi! Hoffnung und Verzweiflung. Siebenbürger Sachsen in sowjetischen Arbeitslagern 1945 –1949“ auf drei Ebenen das subjektive Erleben, die historischen Fakten sowie überlieferte Objekte und Fotografien in den Blick.

Die Ausstellung wird ab dem 5. September  d. J. einen Monat lang in Dinkelsbühl gezeigt, bevor sie ab dem 7. November für ein halbes Jahr in Gundelsheim am Neckar zu sehen ist.

Im Folgenden drucken wir mit freundlicher Genehmigung der Kuratorin Dr. Irmgard Sedler  ihren Begleittext zur Ausstellung ab.Weiterlesen

Sehenswerte urbane Interventionen

Fahrradtour zu den Wandbildern des 6. Hermannstädter Streetart-Festivals

Ausgabe Nr. 2686

Das größte Straßenkunstwerk Rumäniens trägt den Titel ,,Gemeinschaft“.Foto: der Verfasser

Vom 10. bis 16. August hat das sechste Sibiu International Street ART Festival (SISAF) stattgefunden. 14 Einzelkünstler und Kollektive machten sich daran, Hermannstadts Wände mit moderner Straßenkunst zu beleben. Trotz der Covid-19 Pandemie konnte das Festival neben Künstlern aus ganz Rumänien auch Gäste aus der Ukraine sowie Spanien empfangen. Im Verlauf der Woche entstanden 17 neue Straßenkunstwerke, die am vergangenen Sonntag während einer Fahrradtour durch die Stadt eingeweiht wurden.Weiterlesen