Nur selbstgemachte Ware

„Schön. Keramisch. Nützlich” im Freilichtmuseum

Ausgabe Nr. 2827

Keramik vom Feinsten: Der Töpfermarkt ,,Frumos. Ceramic. Folositor“ (Schön. Keramisch. Nützlich) hat am Wochenende zum 11. Mal auf dem Dorfmarkt im Astra-Freilichtmuseum stattgefunden. Unser Bild: Die moderne Keramik repräsentierte mit einem Stand der Verein Tonal aus Hermannstadt.                         Foto: Ruxandra STĂNESCU

„Eine andere Art von Töpfermarkt” ist der inoffizielle Titel der Keramikmesse, die im Astra-Freilichtmuseum am Wochenende zum 11. Mal stattgefunden hat. Die Keramik ist „anders”, auch weil die Organisatoren darauf bestehen, dass Teilnehmer nur selbstgemachte Ware mitbringen. Zum Vergleich: Bei dem traditionellen Töpfermarkt Anfang September auf dem Großen Ring wird auch importierte Ware (hauptsächlich aus China) akzeptiert. Diesmal war die Messe der Keramik aus Kuty (aus der Moldau) gewidmet.Weiterlesen

Möglichkeiten der Weltoffenbarung

Zur Eröffnung der neuen Kunstgalerie auf Schloss Horneck/ Von Dr. Irmgard SEDLER

Ausgabe Nr. 2826

Dr. Irmgard Sedler dankt der Künstlerin Sieglinde Bottesch, die ein eigenes Werk und Edda Handel, die eine Skulptur aus dem Nachlass ihres Mannes Kurtfritz Handel für die Präsentation in der neuen Kunstgalerie geschenkt haben (v. l. n. r.).                                     Foto: Yakup ZEYREK

Die Eröffnungsfeier der neuen Kunstgalerie des Siebenbürgischen Museums Gundelsheim hat am 18. Juli im Festsaal von Schloss Horneck stattgefunden. Grußworte sprachen Heike Schokatz, Bürgermeisterin von Gundelsheim, Rainer Lehni, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dr. Alexandru Constantin Chituţă, Generaldirektor ad interim des Brukenthalmuseums und Unterstaatssekretärin Irina Marin-Cajal. Lesen Sie im Folgenden die Rede von Dr. Irmgard Sedler, Vorsitzende des Vereins Siebenbürgisches Museum Gundelsheim e. V.:Weiterlesen

Gemalte und malende Frauen

Neue Sonderausstellung im Multimediasaal im Blauen Stadthaus eröffnet

Ausgabe Nr. 2824

Bei der Vernissage (v. l. n. r.): Dr. Alexandru Constantin Chituță, Manager ad interim des Brukenthalmuseums, Emese Bonta, Dr. Iulia Mesea und Robert Strebeli.                                                                        Foto: Răzvan NEGRU

,,Wenn bis heute keine Frau ein Dante geworden ist, so ist das der Tatsache zu verdanken, dass sie es vorgezogen hat, Beatrice zu bleiben“, behauptete die rumänische bildende Künstlerin Olga Greceanu (1890-1978) zu Beginn des 20. Jahrhunderts.  So jedenfalls zitiert sie die Hermannstädter Kunstkritikerin und Museologin Dr. Iulia Mesea in dem Vorwort zum Katalog der Ausstellung ,,Die Frau. Vom Modell zur Berufskünstlerin“, die am Freitag der Vorwoche im Multimediasaal im Blauen Stadthaus des Brukenthalmuseums eröffnet worden ist.Weiterlesen

Ist das noch Kunst?

KI-generierte Fotografien im Hermannstädter Rathaus

Ausgabe Nr. 2820

Cristian Simina: Materna Bonds

Um die Frage „Ist das noch Kunst?“ kommt man nur schwer herum, wenn man sich Werke ansieht, die mithilfe einer künstlichen Intelligenz (KI) generiert wurden. Cristian Simina, dessen KI-generierten Kunstwerke in der Zeit vom 6.-12. Juni im Hermannstädter Rathaus am Großen Ring ausgestellt waren, hat die denkbar einfachste Antwort auf diese Frage: „Die Definition von Kunst und Schönheit liegt im Auge des Betrachters“.Weiterlesen

Schönheit kennt keine Grenzen

Fotoausstellung mit Frauenporträts aus der ganzen Welt

Ausgabe Nr. 2820

Fotografin Mihaela Noroc und Museograf Adrian Luca vor einer großen Fotocollage bei der Vernissage im Blauen Stadthaus.     Foto: Cynthia PINTER

In den letzten neun Jahren hat die Fotografin Mihaela Noroc die Welt bereist, Frauen fotografiert und ihren Geschichten gelauscht. Ihr Ziel ist es, zu zeigen, dass Schönheit viel mehr ist als das, was wir normalerweise in den Medien sehen. Nun fand zum ersten Mal eine Ausstellung mit ihren Bildern im Multimediasaal im Blauen Stadthaus des Brukenthalmuseums in Hermannstadt zum 30. Internationalen Theaterfestival statt. Die Vernissage im Beisein der Künstlerin, am Donnerstag, dem 8. Juni war sehr gut besucht, worüber sich Museograf Adrian Luca sehr freute.Weiterlesen

Eine regelrechte Augenweide

Die Fotografin Loredana Nemes stellt in der Galerie Springer Berlin aus

Ausgabe Nr. 2820

Loredana Nemes: Graubaum und Himmelmeer, 2019.

Anlässlich des EMOP Berlin — European Month of Photography präsentiert die Galerie Springer Berlin die erste Einzelausstellung von Loredana Nemes mit dem Titel ,,Trees, Seas, and the Bee’s Knees“. Die Auswahl der gezeigten Serien umfasst die neueste Werkreihe ,,Graubaum und Himmelmeer“, die von 2019 bis 2023 entstand, die Serie ,,Immergrün“ aus dem Jahr 2020, den 2012 erarbeiteten Zyklus ,,Blütezeit“ und Werke aus ,,Gier“, 2014 bis 2017.Weiterlesen

Kunst macht sichtbar

Die Ausstellung ,,Keyserling & Keyserling“ war in Wien

Ausgabe Nr. 2819

Die Malerin Rodica von Keyserling (links) und ihre Tochter, die Bildhauerin Sorina von Keyserling.                                                          Foto: Heinz WEISS

Voll Interesse las ich Mitte März des Jahres in der HZ den Artikel über „Eine der nobelsten Ausstellungen“, die von Thomas Emmerling, Leiter des Michelsberger Kunsthaus 7B in der renommierten Bukarester Galerie Galateca initiiert und kuratiert wurde. Der Artikel schloss mit dem Ausblick: Im Mai soll „Keyserling & Keyserling“ in der Galerie Frank in Wien gezeigt werden. Und genau so war es.Weiterlesen

Das Holz ist die Inspiration

Gespräch mit den Künstlern Oana und Remus Cipariu über ihre Unikate aus Holz

Ausgabe Nr. 2808

Remus und Oana Cipariu nebst einigen ihrer Produkte. Foto: Cynthia PINTER

Wenn ein Hobby zur Leidenschaft und zum Beruf wird, dann sieht man das besonders an dem Resultat. Bei „ROC Art“ gibt es nur Unikate aus Holz, die mit viel Liebe und Geschick hergestellt wurden. Hinter dem Namen stecken zwei Künstler, das Ehepaar Oana und Remus Cipariu, die seit 2017 Lampen und Dekorationsobjekte, aber auch Schmuck und Accessoires aus recyceltem Holz in ihrer Werkstatt in Orlat bei Hermannstadt herstellen. Mit Oana und Remi sprach HZ-Redakteurin Cynthia P i n t e r über ihre bisherige Arbeit und weitere Zukunftsprojekte: Weiterlesen

Eine der nobelsten Ausstellungen

,,Keyserling & Keyserling“ in der Galerie Galateca

Ausgabe Nr. 2808

Bei der Vernissage (v. l. n. r.): Rodica von Keyserling, Thomas Emmerling und Sorina von Keyserling.

Noch bis zu diesem Wochenende zeigt die Bukarester Galerie Galateca Arbeiten von Rodica von Keyserling (Malerei), und ihrer Tochter Sorina von Keyserling (Skulptur). Die Ausstellung wurde von dem Leiter des Michelsberger Kunsthaus 7B, Thomas Emmerling, initiiert und kuratiert. „Es ist eine der nobelsten Ausstellungen in Bukarest seit langem,“ beschreibt Emmerling das Projekt. „Nicht wegen dem Grafentitel im Namen der Künstlerinnen, sondern weil beide, Mutter Rodica und Tochter Sorina, in ihrer Arbeit der figurativen Kunst die Würde zurück geben“. Weiterlesen

Kiki angekommen – Claude nimmt Abschied

Eindrücke zu zwei überaus populären Kunstausstellungen in Wien

Ausgabe Nr. 2806

Blick auf Monets ,,Windmühlen in Westzijderveld in der Nähe von Zaandam“ in dem Immersive Room in der Ausstellung ,,Monets Garten“.

Modernste Technik verleiht Kunst eine neue Dimension. So bei dem Rundum-Kunsterlebnis „Monets Garten“, das noch bis zum 5. März d. J. in Wien zu bewundern ist. Hatten Sie bereits die Möglichkeit, einen Immersive Room zu besuchen? Glücklicherweise ich schon, denn ich durfte in eine Genussreise einer weltberühmten Kaffeefirma eintauchen – what else?  Bei diesem Fünf-Sinne-Event wird der Besucher in einem Raum, der mit neuester Technologie und LED-Wänden, Lichtinstallationen und Projektionen ausgestattet ist, in eine multisensorische Welt entführt – Interaktionsmöglichkeiten inklusive. Als Pädagogin hätte ich mir diese allumfassende Technologie für meine Schülerinnen und Schüler gewünscht, aber wer weiß, vielleicht sieht über kurz oder lang so das Klassenzimmer der Zukunft aus. Weiterlesen

Die Blumen waren ihre Welt

Eine unbekannte siebenbürgische Künstlerin

Ausgabe Nr. 2805

Zinnien (Zinnia elegans) wurden und werden in Siebenbürgen auch u. a. ,,Junge Herren“ oder ,,Ochsenaugen“ genannt.

Nach einigen Jahrzehnten der stillen, unverändert hohen und sehr ehrlichen Wertschätzung soll eine Künstlerin, die einige meiner Bilder signiert hat und die in der Welt der Kunst weder bekannt noch anerkannt ist, auch einen „Rahmen“ bekommen, auch wenn dieser für sie zu spät kommt. Es handelt sich um Helene Maria Amalie Wilhelmine Fink, die am 24. April 1909 in Türmitz /Trmice bei Aussig an der Elbe/Ústí nad Labem (heutige Tschechische Republik) geboren wurde und am 19. Februar1993 in Hermannstadt gestorben ist. Wer also dachte, der Organist, Chorleiter, Dirigent, Musikpädagoge und Komponist Franz Xaver Dressler (1898-1981) sei der einzige im böhmischen Aussig an der Elbe Geborene, der irgendwann in Hermannstadt ansässig geworden ist, irrt. Aus Anlass des 30. Todestages von Helene Maria Fink hat eine Freundin der Familie folgenden Beitrag verfasst und stellte ihn der Hermannstädter Zeitung dankenswerterweise zur Verfügung.Weiterlesen

,,Unruhig bewegte Formgebilde“

Ritzi & Peter Jacobi stellen gemeinsam in der Jecza Gallery in Temeswar aus

Ausgabe Nr. 2805

Blick in die Ausstellung: links an der Wand: Ritzi Jacobi: ,,Stella“ (Tapisserie); Bildmitte: Bronzesäulen von Peter Jacobi; rechts an der Wand: Peter Jacobi: ,,Westwall“ (Vintage-Prints).                                      Foto: jeczagallery.com

Mit der Ausstellung „Textur der Erinnerung. Ritzi & Peter Jacobi – Werke aus fünf Jahrzehnten“ stellt die Jecza Gallery in Temeswar erstmals seit langer Zeit das Schaffen von Ritzi und Peter Jacobi in einer gemeinsamen Präsentation vor. Neben den in den 1960er bis 1980er Jahren zusammen erarbeiteten Werken bezieht die Ausstellung auch spätere Exponate ein, die getrennt entstanden sind. Eröffnet wurde die Werkschau am 15. Februar, am Vortag der offiziellen Eröffnung des Kulturhauptstadtjahres in Temeswar. Weiterlesen

Momente einfrieren

Lucian Binder-Catana stellt in der UAP-Galerie aus

Ausgabe Nr. 2804

Bei der sehr gut besuchten Vernissage am Freitag kamen der UAP-Filialleiter Florin Viorel, die Kunstkritikerin Iulia Mesea und der Künstler Lucian Binder-Catana zu Wort (v. l. n. r.).                                       Fotos: Beatrice UNGAR

,,Die Bilder von Menschen und Fischen von Lucian Binder Catana mögen auf den ersten Blick wie skurrile Karikaturen wirken, aber sie beunruhigen. Es sind Skizzen aus dem Alltag, Portraits von verunsicherten Kindern und verstörten Erwachsenen –  Allegorien für Angst, Einsamkeit, Fremdsein“. Mit diesen Worten stellte die Moderatorin Isabella Keim auf dem Kulturkanal Ingolstadt die Ausstellung des Künstlers Lucian Binder-Catana in der Ingolstädter Harderbastei vor. Weiterlesen