„Das ist mein Heilungsprozess”

Valeriu Sepi wird im Brukenthalmuseum in Hermannstadt ausstellen

Ausgabe Nr. 2571

Valeriu Sepi.
Foto: privat

Der Künstler Valeriu Sepi stellt im April im Brukenthalmuseum seine Malereien und Grafiken aus, bekannt ist er allerdings nicht nur für seine visuelle Kunst, sondern auch als Musiker der legendären rumänischen Musikband Phoenix. Seit einigen Jahren wohnt der Künstler wieder in Temeswar, gelebt hat er aber über 20 Jahre u. a. in Singapur, Nepal, Laos, Brasilien und Australien, und überall wurde er von einem Kindheitstrauma verfolgt, das er in dieser Ausstellung vorstellt, um sich davon zu befreien: Die Zerstörung seines Traums durch die Kommunisten. Weiterlesen

Kinderfreundliche Vernissage

Künstlerehepaar zeigt Gemälde und Zeichnungen

Ausgabe Nr. 2570

Claudiu Doncuțiu und Andrea Bernath-Doncuțiu.      
Foto: Fred NUSS

Auf den ersten Blick haben die Künstler Andrea Bernath-Doncuțiu und Claudiu Doncuțiu, die bis zum 1. April in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums ausstellen, nichts gemeinsam. Während sie Traumvisionen in surrealer Manier malt, entpuppt er sich in seinen akkuraten Tuschezeichnungen offenbar als Anhänger der Biomechanik. Weiterlesen

Aufarbeiten ist angesagt

Ausstellung zum Pogrom in Jassy 1941

Ausgabe Nr. 2565

 

Porträts von Opfern des Pogroms lassen einen Bruchteil ahnen, von dem Ausmaß des Verbrechens.                                                    
Foto: Fred NUSS

Laut einer Umfrage haben 80 Prozent der rumänischen Bürgerinnen und Bürger von Auschwitz gehört, aber lediglich 10 Prozent von dem grausamen Pogrom 1941 in Jassy. Das teilte Alexandru Florian, Leiter des Elie Wiesel-Nationalinstituts für das Studium des Holocaust in Rumänien, bei der Vernissage der Ausstellung „Martori și victime Iași 1941. Foto-Document“ (Zeugen und Opfer. Jassy 1941. Foto-Dokument) am 27. Januar, dem Internationalen Tag zum Gedenken an die Opfer des Holocaust, mit.Weiterlesen

Sie hatte immer einen Zeichenblock dabei

Zu einem Buch über die Malerin und Schriftstellerin Mathilde Roth (1873-1934)

Ausgabe Nr. 2563

Mathilde Roth in Hermannstädter Tracht, März 1924 in Zürich.
Foto: Wilhelm PLEYER

Mathilde Roth gehört zu jenen Siebenbürgerinnen, die es im Zuge der Frauenemanzipation um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert gewagt haben, im Ausland bildende Kunst zu studieren, um diesen Beruf danach in der Heimat auszuüben (in ihrem Fall nur zeitweilig). Vor Mathilde Roth waren die Schässburgerin Betty Schuller (1860-1904), die Hermannstädterin Hermine Hufnagel (1864-1897) und die Kronstädterin Lotte Golschmidt (1871-1925) den gleichen Weg gegangen, gefolgt von Anna Dörschlag (1869-1947), der Tochter des bekannten Zeichenlehrers und Malers Carl Dörschlag (1832-1917).

Die 1873 in Hermannstadt geborene Mathilde Roth, die bereits 1910 Siebenbürgen verlassen hatte, war beinahe in Vergessenheit geraten, wurde jedoch 2013, dank der Veröffentlichung einer ihr gewidmeten Monografie, verfasst von der Urnichte Helga Lutsch, aus dem Dornröschenschlaf geweckt.Weiterlesen

Erfolg mit Hermannstadt-Panorama

Seit 2016 ist der Künstlerverein Brukenthal von Studio in Hermannstadt aktiv

Ausgabe Nr. 2562

An dem „Panorama Hermannstadt 2.10” (Öl und Akryl auf Leinwand, 125×500 cm), das zunächst im Innenhof des Rathauses ausgestellt war, haben, wie man sieht, fünf Künstler gearbeitet (v. l. n. r.): Ioan Muntean, Ilie Mitrea, Andrei Popa, Cătălin Precup und Robert Strebeli.

Die sieben Mitglieder des Künstlervereins „Brukenthal von Studio” vereint nicht nur eine zum Teil sehr lange Freundschaft, sondern auch die Liebe für die klassische Kunst. Fünf Maler, ein Fotograf und eine Muzeografin sind dabei, bekannt wurden sie in Hermannstadt insbesondere für das fünf Meter lange Panorama der Stadt, das in der Ausstellung Sibiu 2.0 gezeigt wurde und bald im Brukenthalmuseum am Großen Ring zu sehen sein wird.Weiterlesen

„Ein wahrer Europäer“

Smighelschi-Ausstellung in der Astrabibliothek

Ausgabe Nr. 2562

Alexandru Constantin Chituță, Konsul Hans Erich Tischler und Direktor Silviu Borș bei der Vernissage (v. l. n. r.).                        
Foto: Fred NUSS

Eine Ausstellung mit Werken von Octavian Smighelschi unter dem Titel Siebenbürgen und die nationale Kultur“ wurde aus Anlass des Tages der Nationalen Kultur, der in Rumänien am 15. Januar, dem Geburtstag des Dichters Mihai Eminescu, gefeiert wird, am Montag im Festsaal im alten Gebäude der Astrabibliothek in Hermannstadt eröffnet. Weiterlesen

Künstlerinnen eines Jahrhunderts

Sonderausstellung in der Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums

Ausgabe Nr. 2554

 

Sieglinde Bottesch: Knabe am Strand, 1978, Öl auf Leinwand, 60 x 80 cm

„Zu jener Zeit war ich in den Sommerferien öfter im Donaudelta (in Sf. Gheorghe ab 1975) gewesen. Die Weite des Himmels und der damals noch einsame Strand, ließen jede Einzelheit – ob Muschel oder Grasbüschel – in ihrer Einmaligkeit erscheinen. Es war eine Welt von lichtvollem Zauber.“ Soweit die Worte der Künstlerin Sieglinde Bottesch zu dem Gemälde „Knabe am Strand“, das sie 1978 gemalt hatte und das derzeit in einer „Jahrhundertfeier der Frauen in der rumänischen Kunst“ getitelten Ausstellung zu sehen ist.Weiterlesen

Internationaler Fotosalon

Ausgabe Nr. 2554

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

2.000 Fotografien hatten Kunstfotografen aus 50 Ländern aus aller Welt für den Hermannstädter Internationalen Fotosalon eingeschickt. Die Jury hat inzwischen die Preisträger bestimmt und die besten Aufnahmen werden ab Sonntag, dem 12. November, 12 Uhr (Vernissage und Preisverleihung), bis zum 30. November im Touristeninformationszentrum im Rathaus am Großen Ring zu sehen sein. Zwei Mitglieder des Hermannstädter Fotoklubs Orizont gehören zu den Preisträgern: Dan Kamner (Goldmedaille der Global Photographic Union) und Dan Ștefan Șușa (Silbermedaille des Internationalen Verbands der Fotokunst, FIAP).

Unser Bild: Dan Ștefan Șușa: Physiology of Touch.

„Ich kritzele ganz viel rum”

Comiczeichner und Animator Aike Arndt zeichnete beim Comicsfestival mit

Ausgabe Nr. 2553

 

Aike Arndt im Deutschen Kuturzentrum Hermannstadt. Der Autor (www.aikearndt.de) wurde 2008 für seinen Animationsfilm „Styx“ für den Deutschen Kurzfilmpreis nominiert.                        Foto: Ruxandra Stănescu

Aike Arndt, Comiczeichner, Illustrator und Animator aus Berlin hat in diesem Herbst im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt einen Comicskurs für Kinder und Jugendliche gegeben. Mit Begeisterung haben sich die Kinder an die Arbeit gemacht und die ersten Schritte und Begriffe in diesem Bereich gelernt. Über seinen Beruf als Illustrator und Animator sprach Aike Arndt mit HZ-Redakteurin Ruxandra S t ă n e s c u.Weiterlesen

Kunst aus den Donauländern

Die Welt der Kunstsammler trifft sich Ende Oktober in Michelsberg

Ausgabe Nr. 2551

Oana Ionel: „Natasha“ aus der Serie „Ladies on the couch“ (Damen auf dem Sofa), Öl und Sepia auf Leinwand, 2012. Reproduktion: Cristian DRĂGHICI

Zum ersten Mal findet ein internationales Treffen von Kunstsammlern in Rumänien statt und zwar in Michelsberg. Die Begegnung wird begleitet von einer Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus dem Donauraum im Kunsthaus 7 B.Weiterlesen

Internationales Symposium

Ausgabe Nr. 2550

 

Aus Anlass des 200. Jubiläums des Hermannstädter Brukenthalmuseums veranstalteten das Brukenthalmuseum und das Siebenbürgische Museum Gundelsheim am vergangenen Wochenende ein internationales Symposium zum Thema Museum im Spannungsfeld zwischen universeller und nationaler Ausrichtung“. Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild (v. l. n. r.): In seiner Ansprache zur Eröffnung der Veranstaltung sagte der Deutsche Konsul Hans E. Tischler, das Brukenthalmuseum gehört nicht nur zu den ältesten Museen Europas, sondern besitzt auch eine Sammlung von wahrhaft europäischem Wert“. Dem pflichteten die Vertreter der Hauptveranstalter, Sabin Adrian Luca (Brukenthalmuseum) und Irmgard Sedler (Siebenbürgisches Museum Gundelsheim), bei.      

Foto: Beatrice UNGAR