Von Schönheit, Natur und Harmonie

Sonderausstellung zum Thema Küche, Geselligkeit und Jagd im Blauen Stadthaus

Ausgabe Nr. 2638

Die Konservatorin Daniela Morosan und die drei Kuratoren Dr. Daniela Dâmboiu, Dr. Alexandru Sonoc und Dr. Iulia Mesea bei der Vernissage im Multimediasaal (v. l. n. r.).                                             Foto: Fred NUSS

„Die Schönheit der Natur, die Rafinesse der Küche. Mit Ceres, Bacchus und Venus“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die am 7. August  im Multimediasaal im Blauen Stadthaus am Großen Ring des Brukenthalmuseums von der Kuratorin Dr. Iulia Mesea zusammen mit Kurator Dr. Alexandru Sonoc und mit der Kuratorin Dr. Daniela Dâmboiu eröffnet wurde.

Die Ausstellung zeigt 44 Gemälde zum Thema Küche, Geselligkeit und Jagd aus den Sammlungen des Brukenthalmuseums und wurde von der Kuratorin Dr. Iulia Mesea mit den Worten eröffnet: „Nach Pythagoras ist die Natur in allem, stets sich selbst ähnlich und so verleiht die harmonische Beziehung zur Natur jeder der menschlichen Aktivitäten Schönheit“.

Alle Anwesenden hörten aufmerksam zu und zeigten sich beeindruckt von den Werken der Künstler aus dem 18.-20. Jahrhundert. Unter den Kunstwerken befinden sich Gemälde wie: „Stillleben mit Vögeln“, von Carl Dörschlag (1832–1917), ein spektakuläres Gemälde des Künstlers, speziell für diese Ausstellung restauriert, äußerst überzeugend in seiner Botschaft über das Genießen und die Schönheit eines mit Lebensmitteln bedeckten Tisches;  „Stillleben mit Kerzenständer“ von Elena Popea (1879–1941 rumänische Künstlerin, Schülerin der französischen Maler Lucien Simon und André Lhote), ein Tisch in einem gemütlichen Interieur, das ein romantisches Abendessen andeutet; „Frau in der Küche“ von Max Krusemark (1852 – 1905, deutscher Maler in Berlin tätig), eine intime zarte Szene mit zwei Frauen in einer Küche; „Musizierende Gesellschaft mit Jagdbeute“ von Frans Xavier Hendrik Verbeeck (1686-1755), flämischer Maler, bekannt für seine galanten oder moralisierenden Genreszenen.

Anlass der Sonderausstellung war der Titel einer Europäischen Gastronomieregion, die Hermannstadt 2019 innehat und sie stand in Verbindung mit anderen Projekten, die zur gleichen Thematik im Brukenthalmuseum veranstaltet wurden. Die Ausstellung wird noch bis zum 29. September zu besichtigen sein. Der Partner der Veranstaltung, welcher bei der Vernissage die zahlreichen Gäste mit verschiedenen Weinen versorgte, war das Weingut aus Seiden/Jidvei.

Ein Wermutstropfen zuletzt: Das Gemälde, das der Ausstellung den Titel geliehen hat, ist allerdings nur im Brukenthalpalais nebenan nicht im Original zu sehen. Es handelt sich um ,,Ceres mit Bacchus und Venus mit Amor“ des Antwerpener Malers Abraham Jannsen von Nuyssen (1567-1632).

André WINTER

 

 

 

 

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