Von A bis Z!

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Zum Chortreffen der EKR 2026 in Kronstadt

Ausgabe Nr. 2963

36 Weitestgereiste aus Bistritz und ihr Pfarrer Andreas Hartig (außen links) winken fröhlich im Bartholomäer Kirchhof.         Foto: Jürg LEUTERT

Ein Chortreffen fand am Samstag, dem 6. Juni in Bartholomæ Kronstadt statt. Musikwart Jürg LEUTERT berichtete dazu und stellte seinen Report auch der Hermannstädter Zeitung zur Verfügung.

Wir klopften im Herbst 2025 an, ob ein Chortreffen in Bartholomæ möglich und erwünscht wäre, nachdem die Pfarrstelle in Bartholomæ im Sommer 2025 besetzt wurde. Die Antwort kam ohne Zögern und wir starteten die Planung mit einem Treffen in kleiner Formation in Bartholomæ im Februar 2026. Varianten und Möglichkeiten wurden gewälzt. Wir einigten uns auf das Modell, das schließlich umgesetzt wurde. Das Erstellen und Verteilen des Notenmaterials und die Detailplanung stand vor allem in den Händen von Brita und Jürg Falch Leutert für die Teilnehmende, und in der Hand des Pfarrerehepaares Theresa und Maximilian Braisch, was das Praktische vor Ort betraf. Wir sind unendlich dankbar für ihren Einsatz und wünschen uns, dass er viel Positives generiert im Gemeindeverband. Thematisch einigten wir uns auf die Schwerpunkte Hochzeit und lokale Musik.

Eine größere und sehr erfreuliche Überraschung war, dass sich insgesamt 270 kleine und große, alte und junge Chorsängerinnen und -sänger zum Chortreffen 2026 der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien (EKR) anmeldeten. Dies erforderte einen großen Kraftakt vor allem der Gastgebergemeinde, die sich inzwischen zum Gemeindeverband entwickelt hat. Die Mitgemeinde Honigberg legte sich ebenfalls kräftig ins Zeug und wirkte bei der am Vormittag gekochten Hochzeitssuppe kräftig mit. Die Zusammenarbeit schien fruchtbar zu sein und wir hoffen, dass sie sich weiter entwickelt, basierend auf den Erfahrungen, die am 6. Juni gemacht wurden. Die exzellenten (vegetarischen oder klassischen) Krautwickel wurden aus der Bekoktener Küche (Jugendzentrum der evangelischen Kirchengemeinde Fogarasch) geliefert.

Teilnehmende aus Agnetheln, (Harbachtal), Bartholomæ, Bistritz, Fogarasch, Heltau, Hermannstadt, Honigberg, Honterusgemeinde Kronstadt, Malmkrog, Mediasch, Petersdorf, Reen, Schässburg und Zeiden (von A bis Z!) machten sich auf den sehr unterschiedlich langen Weg, um ab 9.30 Uhr zum Kaffee auf dem Bartholomæer Kirchhof mit dabei zu sein. Die am weitesten Angereisten (Bistritz und Reen) konnten dank der Unterstützung der Landeskirche und Mithilfe der evangelischen Kirchengemeinde Wolkendorf glücklicherweise am Vorabend in Wolkendorf übernachten. Die Rückreise am Abend war immer noch lang genug.

Wir sind stolz und glücklich, dass wir aus und dank eigenen Kräften eine solche Veranstaltung auf so vielen Ebenen selbstständig bewältigen können.

Wir übten alle gemeinsam und in Gruppen (Erwachsene, Kinder, InstrumentalistInnen) und setzten das musikalische Material schließlich – mit einfühlsamer Verwebung von Pfarrer Maximilian Braisch – beim Abschluss zusammen. Dass erst beim Mittagessen ein kleiner Wolkenbruch niederprasselte, wurde unwesentlich. Die Schleusen des Himmels öffneten sich tatsächlich erst so richtig, als wir alle die Bartholomæer Kirche nach dem Abschluss verließen. Genau wie beim Sprühregen verteilten sich alle Angereisten wieder in ihre Fahrzeuge, ohne lang Abschied zu nehmen. Nur die lokalen Kräfte standen unter den Zelten – hoffentlich glücklich über den gelungenen Tag und sicher müde von dem, was schon geleistet wurde und das, was noch anstand an Nacharbeit. Jedenfalls gingen die Gespräche weiter, sowohl im Kirchhof bei den Verbliebenen, als auch bei den Fahrenden.

Ermöglicht wurde dieses Treffen und das gemeinsame Musizieren und Singen durch viele, bereits andeutungsweise genannte lokale Kräfte, den Kantorinnen und Kantoren aus der ganzen Landeskirche samt ihrer motivierten Sängerschar und durch die großzügige Unterstützung von „Chöre helfen Chören”. Diese Institution des Chorverbandes der Evangelischen Kirche Deutschlands fördert Jahr für Jahr solide diverse musikalische Aktivitäten in der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien. Wir danken für alles Mitwirken, -denken, -finanzieren, -tragen, ohne die ein solcher Anlass nicht möglich wäre.

Wir sangen Hochzeitsmusik aus verschiedenen Ländern und aus verschiedenen Perspektiven, dazu mehrere Werke, die lokale Verankerung haben. Die Kinder trugen u. a. mit Musik aus Nigeria bei, die aus dem Weltgebetstag 2026 weiterentwickelt wurde. Die Vogelhochzeit schließlich war ein sehr charmantes Zeugnis deutschsprachiger Volksmusiktradition, die es wert ist, nicht zu vergessen und an die nächsten Generationen weitergereicht zu werden.

Veröffentlicht in Aktuelle Ausgabe, Gesellschaft, Musik.