Streiflichter vom Hamlescher Gemeindetreffen
Ausgabe Nr. 2968

Die neue Hamlescher evangelische Kirche wurde 1889 durch Bischof Friedrich Müller I. eingeweiht.
Wer auf der Autobahn von Hermannstadt nach Mühlbach unterwegs ist, kann, vorausgesetzt er oder sie sitzt nicht am Steuer, auf halbem Wege rechts im Tal eine imposante Kirche aufragen sehen: Es ist die 1897-1898 im neuromanischen Stil erbaute evangelische Kirche in Hamlesch/Amnaș. Am Sonntag, dem 12. Juli, fand hier nach zehn Jahren Pause wieder ein Gottesdienst statt.
Es war der Festgottesdienst zum Auftakt des Hamlescher Gemeindetreffens, an dem die Evangelischen aus dem Gemeindeverband Neppendorf, also aus Reußdörfchen, Neppendorf und Großau, teilnahmen. Mit dabei waren auch Gäste aus Hermannstadt, Kronstadt, Craiova und Galați. Die Törner mussten absagen, da dort eine Hochzeit gefeiert wurde.

Nach dem guten Mittagessen griff Pfarrer Dietrich Galter zur Gitarre und alle stimmten beliebte Lieder an. Fotos: die Verfasserin
Im Gottesdienst predigte Dechant Pfarrer Dietrich Galter. Den ausgezeichneten musikalischen Rahmen boten die Organistin Zsuzánna Molnár und die drei Balteș-Schwestern Denisa (Gesang), Iulia (Querflöte) und Flavia (Gesang) mit Werken von Georg Friedrich Händel, Hans Werner Scharnowski bzw. Eric Wyse und Dawn Rogers.

Die alte Hamlescher Wehrkirche, gezeichnet von dem 1821 in Czernowitz geborenen und 1858 in Hermannstadt verstorbenen k. k. Steuerbeamten Martin Schlichting, dessen „Album von Skizzen siebenbürgischer Bau- und sonstigen Denkmale aus der früheren Zeit“ sich im Besitz des Brukenthalmuseums befindet.
Im Gemeindesaal gab es ein geselliges Beisammensein, bei dem die Anwesenden auch die neuen Verwalter des Pfarrhauses vom Verein „Hamlesch 1309“ (www.hamlesch.ro) kennenlernten und erfuhren, welche Projekte anstehen, um dieses Haus und die Kirche zu erhalten. Zum Abschluss wurde fleißig gesungen.
Beatrice UNGAR