Ein Schritt nach vorn

Ausgabe Nr. 2415
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Neues aus Elisabethstadt/Dumbrăveni

 

Eine kleine Stadt mit großen Plänen für die Zukunft: In Elisabethstadt/Dumbrăveni, zwischen Mediasch und Schäßburg an der Großen Kokel gelegen, hat die Stadtverwaltung einiges in Bewegung gesetzt.

 Die Bürgermeisterin Geta Irimie empfängt uns in ihrem Büro im Rathaus und sagt gleich zu Beginn unseres Gespräches: „Mit Hilfe von Sponsoren und viel Arbeitskraft, werden derzeit ein paar Projekte in die Praxis umgesetzt. Seit zwei Jahren wird im Rahmen des aus EU-Mitteln bezuschussten Operationellen Sektoriellen Programms Umwelt (POSDRU) an der Sanierung des Wasser- und Abwassernetzes gearbeitet. Die Bewohner sind alle sehr zufrieden und warten auf die Ergebnisse dieser Maßnahme."

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„Allein unter Urzeln“

Ausgabe Nr. 2416
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Wie ein Bayer den diesjährigen Urzellauf in Agnetheln erlebte

 

Am 1. Februar war es mal wieder soweit: Die 2006 wiedererweckten Urzeln machten die Straßen Agnethelns (un)sicher. Als der vor zwei Wochen aus Bayern angereiste neue Praktikant der Hermannstädter Zeitung von dieser lärmenden Horde von seltsamen Zottelwesen hörte, welche angeblich einen alten Brauch ausübten, ließ er es sich nicht nehmen, diesem Spektakel persönlich beizuwohnen. Folgende Zeilen berichten von seinem Tag im Außendienst bei den Agnethler Urzeln, an dessen Ende er sich sogar selbst fast als ein solcher fühlte.

„So ein Wahnsinn! Warum schickst du mich in die Hölle?“ ertönte es zu Beginn des Urzelballes vom vergangenen Sonntag aus den Lautsprecherboxen des großen Festsaals im Herzen Agnethelns. Und einige der an meinem Tisch sitzenden Urzeln,  welche mittlerweile ihre zotteligen Kostüme abgelegt hatten, stimmten mit ein: „Hölle! Hölle! Hölle!“.Weiterlesen

Mit „viel Seele” gewürzt

Ausgabe Nr. 2416
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Von der Worschtkoschtprob in Temeswar

Die etwa 70 Wurstsorten auf einem langen Tisch ließen das Wasser im Mund des Besuchers zusammenlaufen. Vergangenen Donnerstag war der letzte Donnerstag im Januar und so kam wieder die von der Banater Zeitung jährlich organisierte Wurstverkostung „Worschtkoschtprob”, dieses Mal im Adam-Müller-Gutenbrunn-Haus in Temeswar, an die Reihe. Dieses Jahr gingen 35 hausgemachte Würste ins Rennen und 35 Würste aus der industriellen Produktion. Der erste Preis in der Kategorie Hausgemachte Würste ging an die Wurst nach einem Rezept von  Nikolaus Griffaton.

 

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„Für ein Europa des Friedens“

Ausgabe Nr. 2414
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Gedenkveranstaltung in Ulm zu 70 Jahren seit dem Beginn der Russlanddeportation

 

  Es war Ende des Jahres 1944, als die Deutschen aus Ungarn, der Vojvodina und der Batschka in die damalige Sowjetunion zwangsdeportiert wurden. Die arbeitsfähigen Rumäniendeutschen (rund 70.000 Personen) aus allen Gebieten des Landes folgten ihnen Mitte Januar 1945.

Nun sind es 70 Jahre, seitdem diese erste große Tragödie für unsere Mitmenschen deutscher Muttersprache aus Südosteuropa begonnen hat. Um dieser 70 Jahre zu gedenken, luden mehrere Institute und Landsmannschaften aus der Bundesrepublik Deutschland am 17. Januar d. J. zu einer zentralen Gedenkveranstaltung im Ulmer Haus der Begegnung ein. Der Einladung waren über 300 Personen gefolgt, darunter auch 30 hochbetagte ehemalige Deportierte.

 

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Die Ausstellung einer Leidenschaft

Ausgabe Nr. 2413
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Schwarz-weiß Portraits von Roma-Familien im Hermannstädter Rathaus

Er ist Ihnen bestimmt schon einmal in Hermannstadt aufgefallen: der bärtige Fahrradfahrer, der zwei Hunde auf seinem Fahrrad spazieren fährt. Er heißt Maurizio Marchesini, ist waschechter Italiener und lebt nun schon seit drei Jahren in Hermannstadt. Er ist der Autor der Fotoausstellung „Zigeuner“, die zurzeit im Foyer des Rathauses am Großen Ring zu sehen ist. Wer sich die Fotos ansehen möchte, muss sich allerdings beeilen, denn die Ausstellung ist nur noch heute geöffnet.

 

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„Wir sind ratlos damals und heute“

Ausgabe Nr. 2413
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Predigt von Bischof Reinhart Guib im Gedenkgottesdienst zu 70 Jahren seit der Russlanddeportation

 

70 Jahre Russland-Deportation! 75 Jahre Beginn und 70 Jahre  Ende des  Zweiten Weltkrieges! Wie viel Vernichtung und Zerstörung, wie viel Leid und Not haben diese Jahre und ihre Folgen über die ganze Welt und besonders Europa gebracht. Einen langen Bericht über die Millionen Menschenleben und Güter, die massenweise und aufs grausamste vernichtet wurden, möchte ich nicht bringen. Denn es könnte sein, dass wir erschüttert von so viel Leid und Not fast vergessen können, dass wir und unsere deutsche und evangelische Gemeinschaft von diesem Leid auch selbst betroffen oder mit betroffen wurden. Wer ist denn unter uns von dem Leid, dass der letzte Weltkrieg über die Menschen brachte verschont geblieben? Die Erlebnisgeneration sind unsere Mütter und Väter, Großmütter und Großväter, Brüder und Schwestern, Onkel und Tanten, von denen die meisten inzwischen verstorben sind, einige aber noch unter uns leben. Durch sie sind auch wir auch nach 70 Jahren mit betroffen und haben auch heute zu tragen an dem, was an Elend und Leid und als Folge, an Trennung und Auswanderung auf unser Volk zugekommen ist und bis heute in den Seelen und Leibern und in unserer Geschichte Wunden hinterlassen hat. Wenn ich über die Gemeinden fahre, höre ich heute noch die Alten von den schweren Zeiten erzählen und merke, dass auch die Zeit nicht alle Wunden heilt und Herzen auch heute verbittert sind und Leben ohne Zukunftsperspektive vorhanden ist.Weiterlesen

„Nicht weniger freuen mich die deutschen Laute…“

Ausgabe Nr. 2411
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Preisverleihung für internationalen Erzählwettbewerb in Berlin

 

Freiherr von Eichendorff kam aus Oberschlesien, geboren wurde er 1788 auf dem elterlichen Schloß Lubowitz bei Ratibor, getauft  dort ebenso, bekam die Namen Joseph Karl Benedikt. Ein Hauslehrer unterrichtete ihn, das katholische Gymnasium besuchte er in Breslau, zum Studium der Rechtswissenschaften ging er später nach Halle, Heidelberg und Wien. Sein dichterisches Leben begann sehr früh, seine Märchennovellen, seine Romane sind weltbekannt, seine romantische Lyrik gehört zu der meistgelesenen aus der Zeit der deutschen Romantiker. Das sehr poetische Gedicht die „Wünschelrute“ schrieb der Dichter 1853 im fortgeschrittenen Alter; die Spätromantik war bereits eingeleitet. Den ersten Vers dieses Poems – „Schläft ein Lied in allen Dingen“ – haben sich die Deutsche Gesellschaft e.V., der Verein für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland e.V. (VDA) und die „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ als Motto für einen weltweit ausgeschriebenen Internationalen Erzählwettbewerb ausgesucht. Junge Menschen unter 30 hatten die Chance eine Erzählung in deutscher Sprache einzureichen. Im Ausland sollten sie leben, keinen deutschen Pass besitzen, doppelte Staatsbürgerschaft wurde akzeptiert.Weiterlesen

Lichterstraße in Hermannstadt

Ausgabe Nr. 2411
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Wie in Las Vegas sieht die Heltauergasse seit Montag aus. Riesige Lichterbogen wurden auf der ganzen Länge der Einkaufsstraße aufgestellt. Die zweite Ausgabe von „Sibiu Lights & More“ eröffnete Bürgermeisterin Astrid Fodor auf der Bühne am Springbrunnen, wo im Nachhinein die Hermannstädter Band „Domino“ auftrat. Die Heltauergasse wird bis zum 1. Januar 2015 hell erleuchtet sein. Das gesamte Programm ist auf der Facebook-Seite von „Sibiu Lights and More“ zu finden.

Foto: Cynthia PINTER