Ein Fresko unserer Gesellschaft

Buch über die Archäologie heute in Rumänien vorgestellt
Ausgabe Nr. 2510
 

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Das Buch liest sich wie ein Roman, es schildert jedoch die traurige Wirklichkeit. „Arheologia azi, în România“ von Mihai Bărbulescu wurde am 28. November in der Astra-Bibliothek in Hermannstadt vorgestellt. Das Buch richtet sich nicht nur an Archäologen oder Archäologie-Studenten sondern an alle, die an dieser spannenden Wissenschaft Interesse finden. Wichtige Persönlichkeiten aus der Welt der rumänischen Archäologen waren bei der Buchpräsentation dabei und sprachen über die Neuerscheinung: Prof. Dr. Adrian Luca, Prof. Dr. Zeno-Karl Pinter, Prof. Dr. Lucia Marinescu-Țeposu, Răzvan Pop und der Buchautor selbst, Prof. Dr. Mihai Bărbulescu.Weiterlesen

Trösten, ohne zu beschönigen

Filip Florians Roman „Alle Eulen“ ist bei Matthes & Seitz in Berlin erschienen
Ausgabe Nr. 2510
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„Alle Eulen“ von Filip Florian ist kein Roman, den man auf verschiedene Busfahrten gestückelt lesen kann. In den Schreibstil des Autoren muss man eintauchen, bis man sich zurechtfindet. Aus der Hand legen möchte man diesen Roman aber sowieso nicht. „Alle Eulen“ (rumänischer Originaltitel: „Toate bufniţele“), Florians drittes Buch, ist nun auf Deutsch erschienen. Weiterlesen

Versachlichung der Debatte zu spüren

Der Historiker Martin Jung setzt sich mit rumänischer Zeitgeschichte auseinander
Ausgabe Nr. 2510
 

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Kurt Tucholsky meinte einmal über den Journalisten, seine Waffe sei das Totschweigen. Für die Geschichtswissenschaft gilt dasselbe: Wichtiger als was niedergeschrieben wird ist oft, was verschwiegen wird. Der Historiker Martin Jung ist solchen „Leerstellen“ nachgegangen. Seine Dissertation „In Freiheit. Die Auseinandersetzung mit der Zeitgeschichte in Rumänien (1989 bis 2009)“ ist nun in der Reihe „Forum Rumänien“ erschienen. Darin zeigt Martin Jung, wie Holocaust und Kommunismus in Rumänien verarbeitet wurden ‒ und wann dies nicht geschah. Weiterlesen

Was meinen Rumänen über Deutsche?

Lesenswerte Dissertation von Cosmin Budeancă erschienen
Ausgabe Nr. 2508
 

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Was haben die Rumänen von den Siebenbürger Sachsen gelernt? Wie haben sie mit diesen zusammengelebt? Wie haben sie mit ihnen gestritten und getrauert? Solchen und ähnlichen Fragen geht die wissenschaftliche Studie Das Bild der Deutschen bei den Rumänen in Siebenbürgen nach 1918″ des in Broos geborenen Historikers Cosmin Budeancă nach, die 2016 im Verlag Cetatea de Scaun Târgoviște herausgegeben wurde. Finanziert wurde der Druck von dem Departement für interethnische Beziehungen der rumänischen Regierung durch das Demokratische Forum der Deutschen in Rumänien und das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt.Weiterlesen

„Wenn sie hörenswert erzählt werden“

Michael Markels Buch zur Deportations-Literatur in Nürnberg erschienen
Ausgabe Nr. 2508
 

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Die Wörter „Deportation“ und „schöne Literatur“ im selben Buchtitel zu lesen, mag auf den ersten Blick irritierend sein. Doch spätestens seit Herta Müller 2009 für ihren Roman „Atemschaukel“ mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet wurde, ist klar, dass die Poetisierung des Grauens möglich ist. Der Literaturwissenschaftler Michael Markel hat nun den „Versuch einer Bestandsaufnahme“ (so der Untertitel) über „Die Deportation der Rumäniendeutschen im Spiegel der schönen Literatur“ verfasst. Herausgegeben hat das Buch das Haus der Heimat Nürnberg.Weiterlesen

Guter Startpunkt für den Überblick

Hans Kleins „Kleine Geschichte der antiken Religion und Denkweise“
Ausgabe Nr. 2507
 

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Es ist ein ehrgeiziges Projekt, das sich der Hermannstädter Theologe Prof. Hans Klein in seinem neuen Buch vorgenommen hat. Der Titel sagt es schon: „Kleine Geschichte der antiken griechischen Religion und Denkweise“. Das Buch gibt eine Einführung in antike Welterklärungsversuche, von der minoischen Zeit mit ihrem Kultus der Ackerbauer und Viehzüchter, über die bekanntesten Figuren Sokrates, Platon und Aristoteles, bis hin zum Neuplatonismus in den letzten Jahren des Römischen Reiches.

Dabei berücksichtigt Prof. Klein auch die großen Epen und Tragödien und stellt die wichtigsten Götter des Olymp vor. Anhand dieser Fülle an Material zeichnet er nach, wie sich das Weltbild der antiken Griechen entwickelte und wie Religion und Philosophie dabei ineinander spielten. Weiterlesen

Aus der Zeit gefallen

Lesung mit der österreichischen Autorin Andrea Sailer
Ausgabe Nr. 2507
 

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Gut, dass das Publikum eine großzügige Portion Selbstironie mitgebracht hatte: Die österreichische Autorin Andrea Sailer brachte sie bei ihrer Lesung am vergangenen Freitag in der Bibliothek des Deutschen Kulturzentrums Hermannstadt zum Lachen ‒ vor allem über sich selbst. Vor dem schwarzen Humor der Autorin war keine menschliche Schwäche sicher. Weiterlesen

„Mesopotamien“ in Siebenbürgen

Reiseführer von Lucy Abel Smith erschienen
Ausgabe Nr. 2507
 

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Unter dem Titel „Routes of the heart: Lucy Abel Smith’s Transylvania“ (Routen des Herzens: Lucy Abel Smith’s Siebenbürgen) stellt die Autorin Lucy Abel Smith ihren in der Reihe „Blue Guide“ erschienenen Reiseführer für die Große Kokel am Dienstag, dem 22. November d. J., 19 Uhr, im Rumänischen Kulturinstitut in London vor. Die Hermannstädter Studentin der Angewandten Sprachen Cătălina Barbu hat den Reiseführer gelesen und stellt ihn im Folgenden kurz vor:Weiterlesen

Sonderfall Rumänien

Gut besuchter Vortrag von Dr. Mathias Beer
Ausgabe Nr. 2506
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Warum wurden die Deutschen nicht aus Rumänien vertrieben? Dieser Frage ging der Zeithistoriker Dr. Mathias Beer – ein gebürtiger Hermannstädter – am 1. November in seinem Vortrag im Erasmus-Büchercafé nach. Mit seinem Interesse an diesem Rätsel der Geschichte ist er nicht allein: So viele Zuhörer kamen in das Büchercafé, dass immer weitere Stühle herbeigeschafft werden mussten und diese auch dann gerade noch reichten. Selbst die Veranstalter hatten scheinbar keinen so großen Andrang erwartet. Nur acht Exemplare von Dr. Beers Buch „Flucht und Vertreibung der Deutschen“ lagen zum Verkauf bereit, sie waren sofort vergriffen.  Weiterlesen

Aus der Sicht eines Menschen „wie du und ich“

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Alptraum Balkan“ im Cartier-Verlag in rumänischer Übersetzung erschienen

 i-cosmar-balcani-sas-265016Alptraum Balkan” von Anna M. Wittmann ist das Buch, welches ich nur zögernd in die Hand nahm, denn der Titel ließ auf traumatische Erfahrungen schließen. Jedoch verschlang ich es in Windeseile, denn trotz dramatischen Inhalts häufen sich darin Erfahrungen voller ungestümer Lebensleichtigkeit, die mich mit sanfter Liebe und ohne jegliches Pathos an die ungezwungene Art meiner Siebenbürger Sachsen erinnern, an das Wesen des Volkes in deren Mitte ich aufgewachsen bin. Nach Beendigung der Lektüre ließ mich dieses Buch nicht mehr los und es hinderte mich daran, mein „normales” Leben weiter zu führen. Ich musste meine Eindrücke über dieses kleine Juwel zu Papier bringen! Wie ich inzwischen weiß, war ich wohl nicht die einzige Person, der es so ergangen ist.
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Habent sua fata libelli oder So haben die Büchlein ihr Schicksal

Persönliche Betrachtungen zu dem zweisprachigen Gedichtband „Rot/roșu“ von Christel Ungar
Ausgabe Nr. 2506
 i-carte-christel-ungarDass ich diese besinnlichen Zeilen über Christel Ungars schmalen, von Beatrice Ungar ins Rumänische übertragenen Gedichtband Rot/roșu“ – zu dem Nora Iuga das berückende Vorwort geschrieben hat –, dass ich also meine Hommage an Christel Ungar, die Dichterin, aber auch an ihre Schwester Beatrice, die Übersetzerin, mit diesem zweiten Teil des Verses des römischen Dichters Terentianus Maurus (Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr.) beginne: (Pro captu lectoris)habent sua fata libelli / (Ganz wie der Leser sie fasst,) so haben die Büchlein ihr Schicksal, dass ich also diese Betrachtungen damit beginne, kommt daher, dass dieser Band seit seiner unvergesslichen Vorstellung im Festsaal der ASTRA- Bibliothek (am 19. Juni 2016, im Rahmen des Internationalen Theaterfestivals) auf meinem Schreibtisch liegt.
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Verkleidung und Wahrheit

In Florescus Roman „Der Mann, der das Glück bringt“
Ausgabe Nr. 2503
 

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Berl ist 14 oder 15 Jahre alt, als er zum ersten Mal ein Kind tötet. Sein genaues Geburtsjahr kennt er nicht. Auch sein Name lautet nicht Berl, manchmal heißt er Streichholz, Paddy oder Pasquale. Über seine Herkunft weiß er nichts, also erfindet er sich sein Leben. Er behauptet, er sei vom Mond auf die Erde gekommen, und gibt sich abwechselnd als Italiener, Jude oder Ire aus. Catalin Dorian Florescus neuer Roman „Der Mann, der das Glück bringt“, erzählt die Lebensgeschichte Berls durch die Augen seines Enkels Ray.Weiterlesen