Ein literarisches Potpourri

Die Festschrift „Der siebenbürgische Voltaire“

Ausgabe Nr. 2597

Andreea Dumitru/Sunhild Galter (Hgg.): Der siebenbürgische Voltaire. Walther Gottfried Seidner zum 80. Geburtstag.  Honterus-Verlag, Hermannstadt, 2018. 111 Seiten. ISBN 978-606-008-007-7

Der letzte Freitag im August diesen Jahres wurde von der Beerdigung des im März gefeierten Jubilars Walther Gottfried Seidner (1938-2018) überschattet, der von seinen Angehörigen und einer großer Schar von Würdenträgern sowie Bewunderern und Neugierigen zu Grabe getragen wurde. Erstmals erschien im Juni 2018 im Druck auch eine Festschrift zu seinem Leben und Werk, in deutscher Sprache unter dem Titel „Der siebenbürgische Voltaire – Walther Gottfried Seidner zum 80. Geburtstag.“ Weiterlesen

Buchvorstellung

Ausgabe Nr. 2597

Aus der rumänischen Fassung ihres Buches „Kulinarisches Heim- und Fernweh“ (Johannis Reeg Verlag, 2006), die unter dem Titel „Dor de casă, dor de ducă. Itinerarii culinare“ in der Reihe „De Re Culinaria“ im Ratio Et Revelatio-Verlag in Großwardein erschienen ist, las am Mittwoch der Vorwoche Dagmar Dusil (2. v. r.), die derzeitige Dorfschreiberin von Katzendorf. Vorgestellt haben das Buch der Übersetzer, Walter Johrend (1. v. r.), und der Literaturkritiker Silviu Guga (2. v. l.). Die Moderation der Veranstaltung, die im Erasmus-Büchercafé in Hermannstadt stattgefunden hat, hatte HZ-Chefredakteurin Beatrice Ungar (1. v. l.) inne.

Foto: Fred NUSS

„Von Landsleuten und Schülern geschätzt“

2594

Erwin Josef Țigla hielt Gastvortrag über Alexander Tietz an der EAS

„Wenn der Siebenbürger Sachse sich mit Adolf Meschendörfer oder Erwin Wittstock rühmen kann, wenn Adam Müller-Guttenbrunn dem Banater Schwabentum ein Denkmal gesetzt hat, warum sollen sich die Banater Berglanddeutschen nicht auch um ihre hervorragendste Kulturpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts bemühen? Dieser Mann ist kein anderer als der Deutsch-, Latein- und Russischlehrer, der Volkskundler und Naturliebhaber, der von seinen Landsleuten und Schülern geschätzte Alexander Tietz (1898-1978).“ Das schrieb Erwin Josef Țigla in dem Vorwort zu dem Buch „Briefe von der Alm/Scrisori de la sălaș“ von Alexander Tietz.

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Texte eines Kunstsinnigen

Kurt Thomas Zieglers zweiter Sammelband

Ausgabe Nr. 2591

Kurt Thomas Ziegler: Den großen Geistern auf der Spur. Erkundungen und Besprechungen, Essays und Aperçus.  hora Verlag Hermannstadt, 2018, 456 S., ISBN 978-606-8399-14-0.

Vor kurzem veröffentlichte Dr. Kurt Thomas Ziegler unter dem Titel „Den großen Geistern auf der Spur“ eine Sammlung von Aufsätzen, Essays und Berichten zu Ereignissen,Veranstaltungen, vor allem aber zu berühmten Personen der „Weltkunst“.Weiterlesen

„Voll ins Schwarze getroffen“

Limericks von Kurt H. Binder im Schiller-Verlag
Ausgabe Nr. 2590

Kurt H. Binder: Sir Lim Erick gibt sich die Ehre. Gereimter Unsinn am laufenden Band, Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn, 2018, 172 Seiten, ISBN 978-3-946954-36-1.

„Es hielt sich Franz Hypochonder/für sterbenskrank,/doch von der/Lektür‘ dieses Bands/ genas der Franz –/ naa, ist das ein Wonder??“ So lautet der erste Limerick, zu lesen auf dem von Anselm Roth sehr auffallend und wirkungsstark gestalteten Schutzumschlag des vorliegenden Buches: „Sir Lim Erik gibt sich die Ehre“ von Kurt H. Binder, herausgegeben vom Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn. Weiterlesen

Ein spannendes Unterfangen

Der Politologe Radu Carp präsentierte Interviewbuch mit Eginald Schlattner

Ausgabe Nr. 2586

Die Germanistin Andreea Dumitru-Iacob (links) und Prof. Dr. Radu Carp.
Foto: Răzvan NEGRU

Eine „Erleuchtung“ sei für ihn der Roman „Der geköpfte Hahn“ von Eginald Schlattner, dem Rothberger Schriftsteller und Gefängnispfarrer, gewesen, sagte der Bukarester Universitätsprofessor und Politikwissenschaftler Dr. Radu Carp bei der Vorstellung des Buches ‚Dumnezeu mă vrea aici‘. Radu Carp in dialog cu Eginald Schlattner“ (Gott will mich hier. Radu Carp im Gespräch mit Eginald Schlattner), das vor kurzem im Bukarester Lumea Credinței-Verlag erschienen ist und ein Gespräch zwischen Radu Carp und Eginald Schlattner enthält. Carp hatte nach eigener Aussage bis zur Lektüre der rumänischen Fassung von Schlattners Debütroman, kaum etwas über die deutsche Minderheit in Rumänien und deren Schicksal gewusst.Weiterlesen

„Vibrierendes Netz“

Bildband zu Zendersch

Ausgabe Nr. 2584

Dietlinde Lutsch, Renate Weber und Georg Weber: Bildergeschichten aus Zendersch.Schiller-Verlag Hermannstadt-Bonn, 2016, 327 Seiten, ISBN 978-3-944529-90-5

„Nahezu alle Dimensionen der Gemeinde  Zendersch schienen wie ein vibrierendes Netz in Bewegung zu sein!“. „Ich behalte mein Bild von Zendersch in meinem Herzen, wie ich es vor 1940 aufgenommen habe, ein anderes will ich nicht“. Zwei denkwürdige Sätze aus der Einführung des Bildbandes „Bildergeschichten aus Zendersch“. Weiterlesen

Von Baaßen bis Zendersch

Bildband zum Gebiet zwischen den Kokeln

Ausgabe Nr. 2584

Georg Gerster und Martin Rill: Einblicke ins Zwischenkokelgebiet. Buchversand Südost 2018. 324 Seiten. ISBN 978-3-00-059307-9

Dieser von Martin Rill herausgegebene Bildband wurde Ende Mai in Bogeschdorf vorgestellt und möchte dem Leser und Betrachter die Schönheit und Vielfalt des Kulturerbes aus 36 ehemals siebenbürgisch-sächsischen Ortschaften vorstellen und ans Herz legen: Baaßen, Belleschdorf, Bonnesdorf, Bogeschdorf, Bulkesch, Durles, Elisabethstadt, Felldorf, Großalisch, Großprobstdorf, Halwelagen, Hohndorf, Irmesch, Johannisdorf, Kirtsch, Kleinalisch, Kleinblasendorf, Kleinlasseln, Kleinprobstdorf, Langenthal, Maldorf, Maniersch, Marienburg, Michelsdorf, Nadesch, Pruden, Puschendorf, Reußdorf, Rode, Schmiegen, Schönau, Seiden, Wölz, Taterloch, Zendersch und Zuckmantel.Weiterlesen

Eine Geschichte, die berührt

Der Krimi „Novemberwut“ von Ulrich Behmann beleuchtet einen echten Fall
Ausgabe Nr. 2581

Ulrich Behmann und sein Buch.

Der Kriminalroman „Novemberwut – Der Fall Kader K. – ein Verbrechen, das die Welt erschüttert hat“, geschrieben von Ulrich Behmann, dem Chefreporter der Deister- und Weserzeitung aus Hameln, erschien 2017 im CW Niemeyer Buchverlag. Der behandelte Fall ereignete sich im November 2016 in Hameln und ist keine Fiktion.Weiterlesen

Russische Fassung der „Roten Handschuhe“

Ausgabe Nr. 2580

Im russischen Ayaks-Verlag erschien vor kurzem die von der Germanistin Vera Nikolaevna Achtyrskaja vom Deutsch-Lehrstuhl der Sankt Petersburger Staatlichen Universität (SPbGU) erstellte russische Fassung des Romans „Rote Handschuhe“ von Eginald Schlattner. Die deutsche Originalfassung war Anfang 2001 im Wiener Zsolnay-Verlag erschienen und es gibt schon eine rumänische, eine polnische, eine ungarische, eine spanische und eine portugiesische Fassung. Unser Bild: Auf der Rückseite des Buches ist die Schwarze Kirche in Kronstadt zu sehen.

Zuerst kommt die Geschichte…

HZ-Gespräch mit dem Münsteraner Autor Hans-Jürgen Feldhaus

Ausgabe Nr. 2580

Hans-Jürgen Feldhaus las im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt aus seinem ersten Roman und zeichnete auch dazu. Ganz spannend wurde es für die Zuhörer als die Hauptperson Jan Hensen erzählte, warum er seinen Kollegen Handrik Lehmann überhaupt nicht mag und was er mit dem Feuer im Wald zu tun hatte. Allerdings blieb es spannend für die Schüler, denn wie die Geschichte ausgeht, müssen sie selber herausfinden. Am Ende der Lesung, die leider eher knapp ausfiel, stellten die Schüler auch einige ganz clevere Fragen.                         
Foto: Ruxandra STĂNESCU

Die Schimpfwörter brachten die Sechstklässler am lautesten zum lachen, als der deutsche Illustrator und Autor Hans-Jürgen Feldhaus im Deutschen Kulturzentrum Hermannstadt aus seinem Debütroman Echt abgefahren!las. Die Wortwahl der Hauptperson Jan Hensen verursachte zwar Stirnrunzeln bei der Lehrerin, das ist allerdings auch üblich, verriet der Autor in einem Interview mit der HZ-Redakteurin             Ruxandra S t ă n e s c u. Nach der Lesung in Hermannstadt fuhr Feldhaus zu einer Lesung in Jassy,  auf Einladung des dortigen Deutschen Kulturzentrums. Und vielleicht besucht der Autor nochmals Rumänien per Motorrad…Weiterlesen

Selbstläufer für historisch Interessierte

Ausgabe Nr. 2578

Historische Reportagen von Rosi Gräfin Waldeck neu ins Deutsche übersetzt

 

R. G. Waldeck: Athénée Palace. Hitlers „Neue Ordnung“ kommt nach Rumänien. Mit einem Nachwort des amerikanischen Diplomaten, Historikers und versierten Rumänien Kenners Ernest H. Latham, Jr. Aus dem Amerikanischen von Dagmar Dusil und Dr. Gerlinde Roth. Pop Verlag Ludwigsburg 2018, 472 Seiten, ISBN: 978-3-86356-218-2.

 

Rosi Gräfin Waldeck, geboren 1898 in Mannheim, starb 1982 einsam und vergessen in den USA. Obwohl die Journalistin einige Jahrzehnte zuvor unstrittig zu den schillerndsten Erscheinungen ihrer Zeit gehörte. Sie legte am Anfang ihrer farbenfrohen Biografie das Abitur ab, eine Seltenheit für eine Frau von damals, studierte später Kunstgeschichte, liebte gern ältere Männer und heiratete öfters. Zunächst den Gynäkologen Ernst Gräfenberg, nach ihm ist der „G-Punkt“ benannt. Als zielstrebige junge Frau ging sie später eine Beziehung mit dem verwitweten Franz Ullstein ein. Eine Liaison, welche am ausgeprägten Standesdünkel der Verlagsfamilie knallhart scheiterte. Ihr blieb als Erbmasse immerhin eine fürstliche Abfindung. Später ehelichte die Jüdin, welche zum Katholizismus konvertierte, in Amerika den ungarischen Grafen Armin von Waldeck.Weiterlesen